Sienne L'Hiver Eau d'Italie 2006
11
Sehr hilfreiche Rezension
Ein pastell getönter Gourmand Duft
Oh, das ist was Besonderes! Aber wie beschreiben?
Sienne L’Hiver ist ein helles Parfum. Die Aussage ist, dass der siennesische Winter mediterran mild ist. Kein Schnee, kein Schietwetter, sondern lediglich ein leichter Schleier über den kräftigen Farben des Südens. Hier herrschen Pastelltöne vor. Geographisch nicht ganz korrekt, kommt mir Venedig im November in den Sinn, oder auch entsprechende Gemälde von Canaletto.
Sienne L’Hiver hat fruchtige Noten, aber auch etwas Pudriges. Es riecht ein bisschen nach altem Zeitungspapier und Druckerschwärze, auch leicht rauchig. Die von Eau d’Italie angegebenen Duftnoten sind sehr fantasievoll und vielversprechend: Über Holzkohle geröstete Esskastanien, schwarze Oliven, Herbstlaub, Trüffel, gefolgt von französischem Stroh, Iriswurzel, weißem Moschus.
Was in den Angaben fehlt, ist eine definitiv vorhandene dezente Fruchtigkeit. Und zwar Trockenobst. Pflaume, vielleicht Osmanthus Blüte. Diesen Sorte Frucht kenne ich aus Frankfurt Kitchen von Social Creatures. Diese Fruchtigkeit prägt zusammen mit dem wirklich wunderbaren Esskastanien Akkord den Charakter dieses Duftes. Esskastanie ist zumindest keine häufig verwendete Duftrichtung und ich wüsste sehr gerne, woraus sie besteht. Iris ist schwach vorhanden, streut Puder drüber und sorgt dafür, dass Sienne L’Hiver nicht komplett in eine süßliche Gourmand Richtung abdriftet. Stroh ist irgendwie nachvollziehbar, ich persönlich sehe hier einen Stapel Zeitungspapier. Trüffel finde ich dem Geschmack von Esskastanien ähnlich. Aber Trockenobst und Maroni sind schon das zentrale Thema.
Eine schöne Entdeckung, bestens für Anhänger der Gourmand Richtung geeignet. Da sich der Gourmand Charakter aber nur bei genauerer Betrachtung erschließt, könnten auch andere Freude daran haben.
Sienne L’Hiver ist ein helles Parfum. Die Aussage ist, dass der siennesische Winter mediterran mild ist. Kein Schnee, kein Schietwetter, sondern lediglich ein leichter Schleier über den kräftigen Farben des Südens. Hier herrschen Pastelltöne vor. Geographisch nicht ganz korrekt, kommt mir Venedig im November in den Sinn, oder auch entsprechende Gemälde von Canaletto.
Sienne L’Hiver hat fruchtige Noten, aber auch etwas Pudriges. Es riecht ein bisschen nach altem Zeitungspapier und Druckerschwärze, auch leicht rauchig. Die von Eau d’Italie angegebenen Duftnoten sind sehr fantasievoll und vielversprechend: Über Holzkohle geröstete Esskastanien, schwarze Oliven, Herbstlaub, Trüffel, gefolgt von französischem Stroh, Iriswurzel, weißem Moschus.
Was in den Angaben fehlt, ist eine definitiv vorhandene dezente Fruchtigkeit. Und zwar Trockenobst. Pflaume, vielleicht Osmanthus Blüte. Diesen Sorte Frucht kenne ich aus Frankfurt Kitchen von Social Creatures. Diese Fruchtigkeit prägt zusammen mit dem wirklich wunderbaren Esskastanien Akkord den Charakter dieses Duftes. Esskastanie ist zumindest keine häufig verwendete Duftrichtung und ich wüsste sehr gerne, woraus sie besteht. Iris ist schwach vorhanden, streut Puder drüber und sorgt dafür, dass Sienne L’Hiver nicht komplett in eine süßliche Gourmand Richtung abdriftet. Stroh ist irgendwie nachvollziehbar, ich persönlich sehe hier einen Stapel Zeitungspapier. Trüffel finde ich dem Geschmack von Esskastanien ähnlich. Aber Trockenobst und Maroni sind schon das zentrale Thema.
Eine schöne Entdeckung, bestens für Anhänger der Gourmand Richtung geeignet. Da sich der Gourmand Charakter aber nur bei genauerer Betrachtung erschließt, könnten auch andere Freude daran haben.
1 Antwort
Calliste vor 14 Jahren
Eine ganz wunderbare und treffende Beschreibung, wie immer ausgezeichnet.

