Wie oft bin ich achtlos an den Gap Düften vorbei gelaufen? Ein Fehler, wie sich jetzt bei Grass heraus stellt.
Ich denke bei dem angenehm frischen grünen Grasduft an entspannte Stunden auf der Pferdekoppel, die ich mit einem unserer Gastreiter und seinen beiden Pferden auf der Weide verbrachte. Der nette Herr hatte sich zwei lederne Clubsessel auf die Weide karren lassen, und lümmelte dort bequem, während er seinen Pferdchen beim Grasen zuschaute. Etwas exzentrisch - aber sympathisch. Gern setzte ich mich dazu und wir philosophierten über Gott und die Welt. Die Pferde schauten ab und zu interessiert zu uns hinüber - und schienen uns und unseren Ansichten über das Leben Recht zu geben. Dazu umschwebte uns der grasige Duft, der besonders durch die Feuchte des Morgentaus leicht süßlich duftete. Der Efeugeruch wehte vom Holzzaun herüber, und gab der gesamten Szenerie einen nostalgischen Anstrich. Mein Kater kringelte sich auf meinem Schoß, und ich freute mich daran, wie gut es Mensch und Tieren ging.
Diese natürliche Friedlichkeit ist gut in Grass eingefangen worden, und ich bin froh, dass ich den Duft doch noch kennen gelernt habe.