Maris
02.03.2017 - 06:58 Uhr
5
5Duft 5Haltbarkeit 4Sillage 7Flakon

Blumen am Ende

Seltsam muffiger Lavendel. Der Auftakt ist stark lavendelig, wird aber da schon begleitet von etwas süßem. Man hat also nicht das Gefühl auf einem Lavendelfeld zu stehen - leider. Dann folgt etwas anderes blumiges, undefinierbar, schwer zuordenbar, da vom Lavendel übertönt. Das geht so, bis der Lavendel schwächer wird und dann kommt eine süße Heunote. Für mich auch merkwürdig, da es weder frisch-Naturluft-heuig ist noch süß freundlich anschmiegsam. Es ist so beides und doch nichts von beidem. Diese Kombination aus süß und strohig-heuig mit Restlavendel, gefällt mir gar nicht und erinnert mich an den Geruch eines vergessenen Blumenstraßes, der zu lange in der Vase gestanden hat: Einige Blüten duften noch, einige Blumen und Halme sind bereits getrocknet und nunja, das Wasser ist auch schon zu lange in der Vase. Es hat leider so gar nichts frisches, sondern eher die Süße der Vergänglichkeit.
Aber vielleicht ist Vergänglichkeit ja das Thema des Duftes, denn der Dufteindruck verschwindet auch sehr schnell. Sillage ist von Anfang an praktisch nicht vorhanden - man riecht ihn nur, wenn man die Nase direkt heranführt - und nach ein, zwei Stunden hat er sich ganz verabschiedet. Wenn das die Intention war, wäre es ein geniales Kunstwerk, aber als Parfum möchte ich das nicht: Ein Blumenstrauß kurz vorm Gehen.
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