Seinen Ursprung hat der Chai Tee in Indien, bzw. Thailand. Während Quellen belegen, dass die Urform dieses Tees knapp 5000 – 9000 Jahre alt ist, startete der Siegeszug des indischen Masala Chai (Masala= Gewürz/ Zutat) in den 1960er Jahren, als schwarzer Tee durch ein neues Verarbeitungsverfahren für die Massen zugänglich wurde. Mittlerweile hat der Chai Tee auch in westlichen Supermarktregalen und Kaffeehäusern Einzug gehalten und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind bei diesem Getränk besonders vielfältig und die Verfeinerungsmöglichkeiten erstrecken sich gewürztechnisch von Anis bis Zimt. Was hat das alles nun mit dem ‚Haselnussherz‘ zu tun? Ob gewollt oder nicht, ist Sinfonia di Note mit diesem Duft eine sehr nussige Interpretation eines Masala Chai gelungen. Während sich die Kokosnuss in der Kopfnote sehr rar macht, beginnen die fruchtigen Noten, die Nase zu umspielen. Dabei ist allerdings nicht klar, um welche Früchte es sich handelt- ich tippe auf Pflaumen, bzw. Steinobst. Während sich die Pflaumen langsam aus dem Ensemble entfernen, steuern Nüsse und Gewürze, klassisch einen Pas de Deux tanzend, auf einen fulminanten Höhepunkt zu. Anfangs noch ausbalanciert, tänzeln Kardamom, Nelken und Zimt um die immer intensiver duftende Haselnuss herum, die sich letztendlich durchsetzt und beginnt, alles zu überlagern. Die Sillage ist dabei eher mittelprächtig. Kurz vor dem Ende der Vorstellung gesellen sich noch Ambra und Hölzer hinzu und lassen den Duft warm und anschmiegsam ausklingen- aber nicht weniger nussig. Während ich diesen Duft trage, fühle ich mich, als würde ich, mit einer Hand im Nusscreme- Glas, in einer Wanne voller Chai Tee sitzen. Allerdings fehlt mir etwas Elementares. Und das ist die Milch. 3,5% Fett. Was hier verwendet wurde, hat höchstens einen Fettgehalt von 0,3%. Man möge mich nicht falsch verstehen. Der Duft ist schön, süß, intensiv, anschmiegsam, aber pardon, furztrocken. Egal ob Chai oder nicht, ein bisschen mehr Cremigkeit (Milch oder Vanille) würde dem Nussherzchen, meiner Meinung nach, wahrlich gut tun. Wenn ich schon in so einen, gewürztechnisch relativ opulenten Duft investiere, hätte ich gerne das Original. Voller Geschmack, voller Genuss, volle Dröhnung Kalorien. Keine Light Version.
Und falls ich im Oktober schon mal in Weihnachtsstimmung geraten sollte, greife ich zum Pendant von Parfumerie Générale. Das hat nämlich alles, was ich am Nussherzchen vermisse.
Du hast Recht, ich glaube das wars, was mich an dem Duft gestört hat... es fehlt eindeutig etwas Cremiges, Sahniges darin... Dann wäre er wirklich toll.
Oh , ich sehe grad, daß du meinen Tagesduft kommentiert hast. *grins*
Für meinen Geschmack ist er um Längen hinter UCE zurück , da er auf meiner Haut völlig überzuckert riecht.
Für meinen Geschmack ist er um Längen hinter UCE zurück , da er auf meiner Haut völlig überzuckert riecht.