Stellt euch vor: Ihr liegt am Strand, habt euch mit eurer frisch geöffneten Kokos-Sonnenmilch eingecremen lassen, schlürft an einem Mango Lassi und im Hintergrund das kreischen von einem kleinen Kind dessen runtergefallenes Fruchteis nun den Boden unter eurer Liege schmückt. So begrüßt euch der Mango Kiss von Stephane Humbert Lucas.
Ich habe einige Reviews angeschaut und gelesen und war wirklich höchst interressiert, ob das nun wirklich der realistischte Mangoduft am Nischenmarkt ist. Doch kleiner Spoiler: er hat hat das Ziel verfehlt. Versteht mich nicht falsch, der Duft ist wirklich ein olfaktorisches Meisterwerk, aber definitiv nicht das was versprochen wurde.
Was ist zu riechen?
Für mich beginnt diese Kreation mit einem sehr penetrantem fruchtigen Opening, welches mit dem JPG Le Beau Le Parfum vergleichbar ist. Eine Mango ist bei dem Mango Kiss jedoch nicht so leicht erkennbar wie erhofft, denn sie verläuft mit ihren Begleitern: der Kamille und der Mandarine. Was für mich jedoch immer deutlicher wird, ist das Kokosnuss-Sorbet, das dominant und als bestimmende Duftnote ausklingt.
Der Duft ist fantastisch, wenns nach meiner Nase ginge, aber eher ein cremiger Kokosduft mit fruchtiger Eröffnung. Meine Hoffnung vor der Probe, war eine Fruchtigkeit vergleichbar mit dem deutlich realistischerem Black Mango von Borntostandout. Für mich ist der Mango Kiss dennoch ein außerordentlich guter Sommerduft, allerdings nicht für den Blindkauf geeignet.