Manchmal krame ich ihn wieder hervor, meinen Tintenfüller aus Schulzeiten. Ich habe ihn gut behütet und er kommt nur zum Einsatz, wenn ich etwas Wichtiges schreiben will oder etwas Besonderes für einen Menschen, der mir am Herzen liegt. Oder wenn ich einfach etwas aufschreiben möchte, dem ich ein bisschen mehr Bedeutung schenken will. Mit dunkelblauer Tinte zu schreiben fühlt sich ganz anders an als mit Kugelschreiber oder Filzstift, von digitalen Notizen ganz zu schweigen. Ich setze mich an meinen Schreibtisch, mache leise Musik an und zünde neben mir eine dezente Vanille-Duftkerze an. Dann schlage ich mein Tagebuch auf und fange an zu schreiben. Ich nehme mir Zeit und mache mir Gedanken. Korrigieren kann ich nur einmal mit dem alten Tintenkiller und dann sieht es nicht mehr schön aus... Also gebe ich mir besonders Mühe, die richtigen Worte zu finden und das auszudrücken, was ich wirklich denke und fühle. Das mache ich nicht jeden Tag, denn es kostet Zeit. Aber die nehme ich mir gern, weil es etwas Besonderes ist.
Genau dieses Gefühl bekomme ich bei Muse Eau de Parfum: Ich horche in mich und reflektiere die guten Momente meines Tages, aber auch die weniger schönen. Wo habe ich mich wohlgefühlt? Wo war ich unsicher? Worauf kann ich stolz sein und woraus kann ich lernen? Der Duft hat etwas Weiches und Zartes, das mich sanft zu mir sein lässt. Es nimmt mich in den Arm, wenn der Tag nicht nur schön war. Doch er hat auch Ecken und Kanten. Er ist bisschen streng, wie eine Stimme, die nicht nachgibt, wenn ich es mir zu leicht machen will. Denn ich will ja besser werden & schreibe mein Tagebuch nicht nur zum Spaß, sondern will etwas daraus mitnehmen. Beides gehört für mich zusammen und beides macht Muse Eau de Parfum aus. Die Leidenschaft & Strenge und auch die Liebe zu mir selbst.
„Was man schreibt, das bleibt." heißt es. In ein paar Tagen, Monaten oder Jahren kann ich in meinem Tagebuch zurückblättern, mich an meine Gefühle und Gedanken erinnern und mich genau in den Moment zurückversetzen. Genau das schafft auch Muse Eau de Parfum . Der Duft versetzt mich immer wieder in meine Gedanken, lässt mich nachdenken und mich reflektieren. Er geht unter die Haut, so wie die Tinte an meinen Fingern bleibt, wenn ich den Füller zuschraube. Dabei muss ich schmunzeln, denn meine Finger sind ganz blau von der Tinte, wie damals in der Schule.