Ich hatte auf einen Duft gehofft, der den cremigen Drydown von WOW! by Joop aufgreift, aber mit kräftigerer Projektion. Oud Cashmere klang vielversprechend – Safran, Zimt, Karamell, Praline.
Der erste Eindruck: Animalisches Oud schlägt mit voller Wucht zu – ungewohnt, streng, dominant, ein bisschen wie Kuhstall. 3-4 Sprüher waren ein Fehler – einer hätte gereicht. Safran und Zimt? Fehlanzeige. Das strenge Oud übertönt in den ersten 10-15 Minuten alles.
Nach 30 Minuten: Das Oud nimmt endlich ab, und etwas Cremig-Pralinenhaftes kommt durch. Weich, süß, angenehm – genau das, worauf ich gewartet habe.
Der Drydown: Die Komposition bleibt süß-cremig stehen. Kein Zedernholz und Amber nur als Idee einer Nuance. Keine weitere Entwicklung.
Fazit: Potente Projektion und ein schöner Kern – aber die strenge Eröffnung erfordert Geduld oder Liebe zu animalischem Oud. Ich experimentiere mit Layering (z.B. kombiniert mit der Marzipan-Note von Shaghaf Oud Tonka), um die animalische Wucht abzumildern. Das funktioniert überraschend gut und macht den Duft tragbarer.