Cimi
22.11.2025 - 15:16 Uhr
3
8.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage 8Flakon 6Preis

Eine schmelzende Sünde; bekannte DNA, mit maximaler Lautstärke

Als BTSO Fan war ich schon gespannt auf den Black Crème , zumal die Werbung auch schon sehr viel versprach. Die roten Flakons stehen bekanntlich für eins: kompromisslose, provokante Düfte. Was versprach denn die Werbung? Heisses, schmelzendes Wachs, was über die Haut gleitet, im Moment einer verdickten Lust. Schwere, dunkle Gourmands kennen wir schon, aber hat BTSO hier gezaubert? Ja und nein, und wie das geht, verrate ich gleich.

Let's get into it:
- Zu Beginn erhält man radikal den BTSO Stempel, man erkennt es sofort, wenn man sich durch die BTSO Extrait Linie mal durchriecht. Ambrette ist wahrnehmbar, so gut dosiert, dass es leicht animalisch daher kommt, unterstützt von einem würzigen Unterton. Ja man erhält diesen Wachs-Akkord, aber dieser ist samtig, milchig in der Textur und schön geblendet. Die Iris wird von dieser süss-würzigen Schwere erdrückt, auch wenn sie versucht leicht durchzudringen.

- Diese initiale Cremigkeit wird zusehends eingeholt von einer ledrig-holzigen Kombination, die an Süsse durch die Vanille gewinnt, wobei das Leder in diesem Trio schon sehr präsent ist. Es ist eine wirklich schwere Süsse. Irgendwie riecht es dreckig, aber auf eine angenehme und verführerische Art und Weise. Im Drydown wird der Duft dann ambriert, süss. Karamell dringt durch und das Sandelholz gibt dem ganzen noch eine cremig-holzige Textur. Der ledrige Akkord verbleibt, aber wird immer mehr von der süsslichen Seite überschattet.

- Die Haltbarkeit ist genial, der Duft hält extrem lange und auch die Sillage ist definitiv im oberen Drittel, auch wenn es stärkere BTSO gibt. Für die DNA aber definitiv mehr als ausreichend.

Black Crème erzählt keine neue Geschichte, aber der Duft erzählt die Geschichte mit der BTSO-Brille, und jep, ich mag diese Brille.
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