Eigentlich bin ich gar kein Gourmand-Fan. Und eigentlich schrecken mich süße Düfte meist eher ab, als dass ich sie schön finde. Auch bei Lira Eau de Parfum muss ich zugeben, dass ich zwei Anläufe gebraucht habe (vielleicht sogar mehr) bis wir uns angefreundet haben. Doch irgendwann habe ich ihn verstanden. Für mich riecht er, als würde jemand in einer warmen Küche das Fenster aufmachen. Lecker-süße, leicht zitrisch-blumige Luft strömt hinaus und kitzelt mich in der Nase. Im Hintergrund bleibt diese Süße, aber ohne zu kleben, eher so, wie wenn man mit kalten Händen in einen weichen, warmen Pulli schlüpft. Zum Hereinlegen & Kuscheln eben. Je länger ich ihn trage, desto mehr erinnert er mich an frisch gebackenen Rührkuchen. Oder vielmehr noch an den rohen Kuchenteig, den man mit dem Finger vom Schüsselrand abschlägt. Früher hat meine Mama hat dann immer gesagt "Nein, nicht zu viel naschen! Das gibt Bauchschmerzen, hör auf!" Aber ich wollte nie aufhören, weil es einfach so unglaublich lecker war. Genau dieses Gefühl, etwas Verbotenes zu naschen, bekomme ich bei dem Duft wieder. Dabei muss ich jedes Mal schmunzeln...
Für mich ist er perfekt für die kalte Jahreszeit, wenn es draußen verregnet und grau ist oder im Winter richtig kalt und man sich möchte einfach aufwärmen möchte. Genau das schafft Lira, ohne mich dabei zu erdrücken.