Heute haben wir ein geliebtes Tier. Das ist kein Hund – das ist definitiv eine Katze, eine große, schwarze, schnurrende Katze. Es ist kein Kätzchen mehr, sondern ein stattliche Jägerin, kein milchweißes, blauäugiges Babykätzchen mit einem weichen, sauberen Fellbäuchlein. Ich glaube, diese Katze geht gern nach draußen; sie bewegt sich geschmeidig, hält sich zurück, streunert herum und beobachtet würdevoll das Treiben. Sie ist pechschwarz, nur die Augen leuchten und die Zähne blitzen auf, wenn sie genüsslich gähnt.
Nach einem langen Abenteuer – sie war mal wieder ein paar Tage draußen im Unterholz der Zimtbäume und trockenen Papyrus-Zweige unterwegs – kehrt die Streunerin heim.
Sie ist warm, die Sonne hat ihr Fell angewärmt, der Vanillestaub darin macht den Duft pudrig-trocken. Das Tier riecht süßlich-animalisch und warm; das Zibet und der Honig sind hier am Werk. Lakritz ist süß und salzig, fast wie eine Süßholz-Tinktur.
Mein kleiner, pechschwarzer Voidling, ich habe dich vermisst, mir Sorgen um dich gemacht. Was hast du nur getrieben und was alles erlebt? Das werde ich wohl nie erfahren. Ich kann dich mir nur schnappen, meine Nase in deinem Bauch- und Brustfell vergraben, dich kraulen, dein Schnurren genießen und mich fragen, woher deinem Fell solch eine schöne Holz- und Harznote innewohnt.
Hach, das hast du schön beschrieben. Muss jetzt an meinen fetten, schwarzen Kater denken. Heißgeliebt, weilt leider nicht mehr unter uns, sein Fell hat so fein geduftet.
Die Angst war berechtigt ... allerdings riech ich da nix Felliges sondern eher drohende Altersinkontinenz (Riechtrauma: für mich riecht Altersheim so..)
Also der ist definitv milder und süßer als der Cistus z.B. aber man muss mit den animalischen, fälligen Facetten können, auch wenn das hier kein Animalik-Brecher ist.
Tolles Kätzchen, mit ätherisch-holzig luftigen und warm-animalischen Labdanum Noten im süßen Fell, Animalik ganz nach meinem Geschmack, kokett und harzig.