Für mich riecht dieser Duft nach Vorfreude auf den Frühling.
Parisian Musc ist für mich der Inbegriff von Grün.
Nicht floral, nicht trocken , sondern lebendig.
Der Duft startet wie der erste Schritt in einen Blumenladen voller Schnittblumen.
Er ist beginnt kühl, frisch, grün und voller Leben. Wie ein tiefer Atemzug in einer Gärtnerei, wenn überall frisches Schnittgrün steht, Stiele noch feucht sind und die Luft nach Natur und Pflanzen riecht.
Kein Blumenbouquet, kein Blütenrausch, sondern pures Grün.
Saftig und fast schon roh.
Doch auch wenn mich diese intensive grüne Frische im ersten Moment hat zögern lassen, hat sie mich danach umso mehr in ihren Bann gezogen.
Denn nach kurzer Zeit beginnt die Verwandlung.
Ich hatte den Duft das erste Mal einfach auf einen Teststreifen gesprüht und gedacht, das wird nichts mit uns.
Aber nach einiger Zeit, ich hatte den Teststreifen schon vergessen, fragte ich mich immer wieder was hier denn so gut riecht.
Die Grüne Note wurde weicher, cremiger, runder. Als würde man all dieses frische Schnittgrün nehmen und in eine luxuriöse Creme verwandeln. Die Feige kommt nach und nach immer mehr zum Vorschein.
Zuerst als Blatt, grün und leicht herb.
Dann immer weicher und cremiger.
Eine fast mit der Feige verschmolzene ganz leichte Vanillenote taucht für mich auf, nicht süß, sondern warm und hautnah.
Der Hautakkord ist es auch, der einen stocken lassen könnte.
Aber ich liebe es.
Der Duft entwickelt sich in Stufen.
Grün, Feige, Creme, Haut.
Der Duft erfüllt den Raum, hat eine wunderschöne Sillage und eine Haltbarkeit, die überrascht.
Für mich riecht dieser Duft nach Vorfreude auf den Frühling.
Nach dem ersten Vogelzwitschern nach einem langen Winter.
Nach diesem einen Moment, in dem man merkt, bald wird alles wieder leichter, heller, lebendiger. Frühling mit all seinen Facetten pur.
Er versüßt mir die Wartezeit auf genau diesen Moment, wenn all die dunkle Zeit des Winters kaum noch auszuhalten ist.