Die samtbehangene Tür der Bar öffnete sich langsam. Warme, rote Lichter spiegelten sich in den dunklen Flaschen hinter der edlen Theke.
Er trat ein. Dunkle Haare, die knapp über den Kragen seiner rockigen Jacke fielen. Bartstoppeln, gerade genug, um Rebellion anzudeuten. Seine Stiefel klacken auf dem edlen Boden, als er sich einen Weg zur Bar bahnte – langsam, aber zielgerichtet.
Sie saß schon da. Ein Glas Rum in der Hand, Lippen so rot wie überreife Kirschen, Augen von einer Tiefe, die mehr versprach als Worte je halten könnten. Ihr Outfit – eine Mischung aus feiner Rockerattitüde und urbanem Chic.
Der Duft, der sie umgab, war wie sie selbst: überraschend, ein geheimnisvoller Vorbote. Dicht, dunkel, süß-würzig. Eine Mischung aus saftiger, dunkler Kirsche und schwerem Rum, gewürzt mit einer fast mystischen Rauchigkeit, mit maskulinen Anklängen. Irgendwo zwischen Bar und Boudoir.
„Du riechst nach Ärger. Ist der Duft eine Einladung oder eine Warnung?“, fragt er. Sie ließ die Worte zwischen ihnen hängen, wie Rausch, der nicht vergehen wollte. „Vielleicht ist er beides.“