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Top Rezension
Zum Anbeißen
Ich bin eine Liebhaberin von sinnlichen Puderdüften, mag es aber auch gerne süß. Folglich begab ich mich auf die Suche nach einem leckeren Gourmand. Grundsätzlich rieche ich Dessertnoten sehr gerne, grade der Duft von Schokolade und / oder Kakao ist einer meiner Favoriten. So landet morgens beim Kaffeekochen neben dem Kaffeepulver auch immer ein guter Teelöffel Backkakao in meiner French Press, meist gesellt sich noch etwas Zimt dazu. Der Geschmack ist toll, aber noch viel mehr mag ich den Geruch. Ein Gemisch aus Kaffeeduft, untermalt von einer warmen Schoko-Zimt-Note. Da wird mir direkt warm ums Herz.
Mit gourmandigen Düften habe ich mich bisher schwer getan, was meist nicht an den Düften lag, sondern daran, dass sich in Kombination mit meiner Hautchemie gern ein Geruch entwickelt, der an saure Milch erinnert. O-Ton meines Bruders, zwei Stunden nachdem ich mich mit einem Schokoduschgel "erfrischt" hatte: "Du riechst nach Babykotze!" War mir zu diesem Zeitpunkt auch schon aufgefallen, irgendwie hatte ich versucht, es zu verdrängen. Das ist zugegebenermaßen nicht einfach. Ist halt überhaupt nicht lecker.
Als ich die Duftnoten zu Bisquit bei ALzD las, musste ich einfach eine Abfüllung ordern. Auf Papier hat er mich dann auch direkt mit einem Spritzer überzeugt. Der Papierstreifen lag 3 Tage lang hier und der Duft war noch gut wahrnehmbar. Das schaffen die meisten Düfte nicht. Also ging es weiter auf die Haut - homöopathisch dosiert.
Das Opening: Ich trinke keinen Alkohol und kann nicht sagen, wie Brandy riecht. Ich rieche Schnaps (und das meine ich nicht abwertend) und Orange, ein bisschen wie Orangenlikör. Aber das, was ich rieche, ist kein klebrig-süßer Likör, nichts Zähes, eher eine warm-goldbraune, hochviskose Flüssigkeit. Die alkoholische Note verfliegt nach einigen Minuten, und die Schokolade entfaltet lecker und zartschmelzend ihre Pracht, der Kaffee schleicht sich auch sanft heran. Der Geruch erinnert mich an ein edles, nicht überzuckertes Tiramisu. Einfach zum Anbeißen.
Der Duft entwickelt sich weiter - ganz langsam wandelt sich der Tiramisu-Duft. Eine andere Dufterinnerung setzt ein: Ich war mal einige Wochen in den USA, dort gibt es Coffee Mate. Das ist ein Coffee Creamer, also ein Pendant zu unserem Kaffeeweißer, und diesen gibt es in diversen (und für mich teils befremdlichen - ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Kaffee mit Blaubeergeschmack zu trinken) Geschmacksrichtungen. Haselnuss ist eine davon. Ein guter Kaffee mit Coffee Mate Hazelnut, so entwickelt sich der Duft in der Herznote. Cremig, nussig, warm. Ebenfalls sehr lecker, bei mir werden viele Erinnerungen wach.
Nach knapp 3 Stunden nimmt die Entwicklung ihren Lauf. Ich erschnüffele erstmalig die leicht saure Note an meinem Arm. Ich verdränge es. Die Zeit schreitet voran, und nach dreieinhalb Stunden muss ich anerkennen, was ist. Ich rieche nach Babykotze. Nicht gut.
Mein Fazit: Bisquit ist ein schöner, warmer, gourmandiger Duft. Hat etwas Edles an sich. Die Süße ist da, bleibt aber immer angenehm im Hintergrund - keine klebrig-aufdringliche Totschlag-Süße wie z.B. bei Volumna. Die Duftnoten sind wunderbar verwoben, der Duft ist unaufdringlich präsent. Ich habe nie das Gefühl, dass es zu viel ist, dass ich übermäßig nach Schnaps oder Tiramisu oder Kaffee rieche. Tolle Umsetzung der Noten, für jeden Gourmand-Fan zu empfehlen. Die Schnaps-Note in den ersten Minuten empfinde ich als eher maskulin, in der Entwicklung wird er dann aber definitiv unisex.
Für mich passt er aus geschilderten Gründen leider nicht. Die Suche geht weiter!
Mit gourmandigen Düften habe ich mich bisher schwer getan, was meist nicht an den Düften lag, sondern daran, dass sich in Kombination mit meiner Hautchemie gern ein Geruch entwickelt, der an saure Milch erinnert. O-Ton meines Bruders, zwei Stunden nachdem ich mich mit einem Schokoduschgel "erfrischt" hatte: "Du riechst nach Babykotze!" War mir zu diesem Zeitpunkt auch schon aufgefallen, irgendwie hatte ich versucht, es zu verdrängen. Das ist zugegebenermaßen nicht einfach. Ist halt überhaupt nicht lecker.
Als ich die Duftnoten zu Bisquit bei ALzD las, musste ich einfach eine Abfüllung ordern. Auf Papier hat er mich dann auch direkt mit einem Spritzer überzeugt. Der Papierstreifen lag 3 Tage lang hier und der Duft war noch gut wahrnehmbar. Das schaffen die meisten Düfte nicht. Also ging es weiter auf die Haut - homöopathisch dosiert.
Das Opening: Ich trinke keinen Alkohol und kann nicht sagen, wie Brandy riecht. Ich rieche Schnaps (und das meine ich nicht abwertend) und Orange, ein bisschen wie Orangenlikör. Aber das, was ich rieche, ist kein klebrig-süßer Likör, nichts Zähes, eher eine warm-goldbraune, hochviskose Flüssigkeit. Die alkoholische Note verfliegt nach einigen Minuten, und die Schokolade entfaltet lecker und zartschmelzend ihre Pracht, der Kaffee schleicht sich auch sanft heran. Der Geruch erinnert mich an ein edles, nicht überzuckertes Tiramisu. Einfach zum Anbeißen.
Der Duft entwickelt sich weiter - ganz langsam wandelt sich der Tiramisu-Duft. Eine andere Dufterinnerung setzt ein: Ich war mal einige Wochen in den USA, dort gibt es Coffee Mate. Das ist ein Coffee Creamer, also ein Pendant zu unserem Kaffeeweißer, und diesen gibt es in diversen (und für mich teils befremdlichen - ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Kaffee mit Blaubeergeschmack zu trinken) Geschmacksrichtungen. Haselnuss ist eine davon. Ein guter Kaffee mit Coffee Mate Hazelnut, so entwickelt sich der Duft in der Herznote. Cremig, nussig, warm. Ebenfalls sehr lecker, bei mir werden viele Erinnerungen wach.
Nach knapp 3 Stunden nimmt die Entwicklung ihren Lauf. Ich erschnüffele erstmalig die leicht saure Note an meinem Arm. Ich verdränge es. Die Zeit schreitet voran, und nach dreieinhalb Stunden muss ich anerkennen, was ist. Ich rieche nach Babykotze. Nicht gut.
Mein Fazit: Bisquit ist ein schöner, warmer, gourmandiger Duft. Hat etwas Edles an sich. Die Süße ist da, bleibt aber immer angenehm im Hintergrund - keine klebrig-aufdringliche Totschlag-Süße wie z.B. bei Volumna. Die Duftnoten sind wunderbar verwoben, der Duft ist unaufdringlich präsent. Ich habe nie das Gefühl, dass es zu viel ist, dass ich übermäßig nach Schnaps oder Tiramisu oder Kaffee rieche. Tolle Umsetzung der Noten, für jeden Gourmand-Fan zu empfehlen. Die Schnaps-Note in den ersten Minuten empfinde ich als eher maskulin, in der Entwicklung wird er dann aber definitiv unisex.
Für mich passt er aus geschilderten Gründen leider nicht. Die Suche geht weiter!
2 Antworten
Aukai vor 4 Jahren
Danke für den Tipp! Den Sorriso kenne ich noch nicht, den setze ich gleich mal auf meine Merkliste.
Pollita vor 4 Jahren
Deine Beschreibung klingt sehr schön. Ich mag ja die Orange in Gourmands oft nicht so gerne. Gerade bei Schokodüften mag ich lieber Rezepturen ohne Orange. Hast Du Sorriso von Profumum Roma mal probiert? Vielleicht einen Versuch wert.

