Ich sabbere immer noch! Und dabei war erst mal gar nicht klar, was das Ding für eine Entwicklung nehmen würde. Wow! So klar und einfach das Harâm erscheint, diese Brecourt Kreation hier ist verrückt. Es fängt erst mal ganz harmlos an, irgendwie frisch und doch nicht. Man ahnt schon, dass da noch mehr ist. Lecker schon, aber im Simultanvergleich (Ambre Noir links, Harâm rechts) gefiel mir das Harâm erst mal besser. Dieses kleine schwarze Biest hat es aber faustdick hinter den Ohren. Es dümpelt erst mal eine Weile harmlos vor sich hin, kommt dann auf einmal mit den Hölzern hinterm Berg hervor, die aber noch grün sind, denn das empfängt mein Näschen in der Mitte: grüne Weichheit, frisch und doch dunkel, also dunkelfrisch. Und immer wieder diese balsamische Leckerei mittendrin. Auf einmal bekomme ich spontan Lust mir ein GROSSES grünes Nappo zu genehmigen. Aber ich habe keins. Der Vergleich mit crispy (Louce, hier ist es wieder!) Schokolade ist gut, aber Nappo trifft es für mich besser. Die dunkle Schokolade um den gnatschigen, knusprigen weißen Kern!! Rhombisch gut. Aber damit ist die Sache noch nicht zu Ende. Nä, nä, nä, nä, nä. Die in Schokolade getauchten Bergamotte-Hölzer kommen wieder vor. Und über allen Wipfeln schwebt Patchouli. Das Zeug hat es Brecourt wohl angetan. Auch Harâm ist deutlich damit bestückt. Und die Beschreibung auf der französischen Seite ist zu putzig: die Createure verbinden Patchouli wohl mit Erotik und geheimnissvoller Ausstrahlung. Alle Grufties werden entsetzt stöhnen, vor allem wenn sie diesen schokolastigen Patchouli riechen könnten. Ambre Noir ist eine böse Süßigkeit, mit Ecken und Kannten, leicht angeschliffen, um nicht ganz so zu drücken. Hmm, Hmm, Hmmmmmm! Lecker.
Obwohl ich ja die Blüte meiner Jugend in der Genussmittelbranche verbracht habe, musste ich nach "Nappo" erst guugeln. Sollte ich da was versäumt haben?
Lolle, alle schmecken gleich! Es ist nur die grüne Verpackung, die mir direkt beim Testen des Duftes vor meinem inneren Auge erschien. Frag nicht wieso..... :-)