Das ist wieder einmal einer jener Düfte, der mir sehr kühl erscheint. Hell, klar und beinahe eisig- zunächst. Die gepfefferte Litschi-Mandarine sorgt wohl für diesen Effekt. Viel wärmer wird es nicht, auch wenn dann subtil Mairosen, Safran und zarter Weihrauch durchschimmern. Bleibt transparent, wird dann noch moosig und holzig.
Der gesamte Duft löst in mir eigenwillige Bilder hervor: Ein Fenster in einem Wald-Holzhaus, das mit moosgrünen Eisblumen in Rosenform belegt ist. Es ist zwar schon Vorfrühling, doch es herrsch noch zum Teil strenger Nachtfrost, der jene kalten, filigranen Gebilde auf das Glas zaubert. Von außen wurden diese mit Mooskrümeln bestreut, dass die Struktur etwas rau erscheint.
Dieses "Clean"-Parfum kann ich mir gut im Hochsommer vorstellen, wenn es einen nach Abkühlung dürstet. Oder auch an kalten Tagen im Winter oder Vorfrühling, um den Kälteeffekt so richtig in den Vordergrund zu stellen. Klar, das ist Geschmackssache. Sagte auch ein Kind, als es in einen Batzen Seife biss ;-))