Wunderschön, majestätisch, mit üppigen rosa Blüten übersät,
wie für eine Hochzeit gekleidet, steht sie da, in meinem Garten
eben jetzt, in voller Pracht erblüht, meine wunderschöne japanische Kirschblüte, die in diesem Jahr leider gefällt werden soll.
Doch riechen tut sie eigentlich nicht.
Es ist das Veilchen, das hier auf diesem Kirschblütenfest zu ihrem Abschied tanzt.
Kein bischen staubig, trocken, oder grün,
keinerlei Lippenstiftnote,
sondern saftig, fleischig, dunkellila.
Es tanzt leichtfüßig, beschwingt und voll guter Laune seinen Reigen,
Sich seiner Wirkung bewusst, muss es nicht groß aufdrehen, um Schönheit zu zeigen.
Nach seinem Tanz zieht es sich zurück in die Reihen seiner Mittänzer,
wie ein zarter Schleier legt sich der Duft auf meine Haut, sehr skinny jetzt.
Ich mag, wie meine Haut jetzt riecht. An der Kleidung kann ich die Nachwirkungen des Veilchen-Tanzes noch gut ausmachen.
Weich, cremig, zartblumig und ganz dezent pudrig ist die Stimmung jetzt.
Wie ein sanfter Frühlingshauch an einem wunderschönen Frühlingstag.