Der Auftakt der Kopfnoten ist für mich Blumig überladen, irgendwie vintage oder altbacken, Lavendel und Maiglöckchnen sind sehr dominant. Macht das Ganze für mich muffig und aufdringlich. Erst nach dem kurzen Aufheulen von Lavendel und Maiglöckchen kommt die Zitrone durch und die Kopfnoten werden erträglicher Aprikose und Pfirsich gehen etwas unter, sorgen aber kurzfristig für Süße. Der Auftakt ist kurz und für mich zu heftig.
Dann kommen nach ca. 10-15 Minuten schon eine pudrige Iris und süßer Jasmin durch. Für mich nicht strahelend und klar, sondern eher kurz vorm abblühen. Die Rose hält sich noch zurück. Immer noch vintage touch. Dann wird`s etwas zitrisch, herber, frischer. Was für ein krasser Übergang... Die Süße verschwindet völlig, die Pudrigkeit bleibt noch etwas.
Nun nehme ich nun auch schwach eine cremige Rose war, altrosa, würde ich meinen. Zwischendurch blitzt immer schon mal die Zeder und helles, warmes Sandelholz auf. Das ist dann auch schon der schönste Moment. Den Moschus empfinde ich nicht als animalisch, sondern eher sanft und cremig. Der Duft ist jetzt ruhig und ausgewogen, lieblich, aber unsüß. Die Pudrigkeit verschwindet mehr und mehr. Eine Irland eigene Frische tritt ein. Mäßig warmer Wind, der die Meeresluft über die trockenen Wiesen treibt. Hat auch was von frischer Wäsche.
Haltbarkeit gute 6 Stunden Silage im Auftakt kräftig, später körpernah Flakon ganz nett
Die Vorstellung hat viele Abzüge in der B Note und schafft es somit nicht auf die Habenwillliste. Was Joe schreibt kann ich wirklich nur zum kleinen Teil nachvollziehen. Besonders die Kopfnoten finde ich hier nicht gelungen. Ich muss aber auch sagen, dass ich kein Lavendelfreund bin. Connemara gefällt mir besser.
Ämmm, ich liebe Irland, siehe Kommi zu Connemara :)
Nach mehrmaligem Testen habe ich festgestellt, dass man dem Duft tatsächlich eine Chance geben muss! Anfangs mochte ich ihn gar nicht, nach vier oder fünf Mal testen ist er ganz oben auf meiner Wunschliste!