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Low Spirit
Skylab hat schon darauf hingewiesen: als "Spirit" erschien war die Duft-Welt bei Boss im Prinzip noch jung und in Ordnung, weil weit entfernt vom routinierten gesichtslosen Ausstoß des vergangenen Jahrzehnts. Jedoch im Detail:
"Spirit" eröffnet säuerlich-herb, mit vor allem Beifuß, Minze und Galbanum, und riecht damit für mich in etwa so wie Salbeibonbons schmecken - das meine ich nicht positiv... ;-) Estragon müht sich etwas Würze beizutragen, hat aber erst recht wenn die floralen Noten mit Geranium und Lavendel auftreten einen schweren Stand, der Duft entwickelt sich beinahe stechend, zudem erstaunlich süßlich, sehr prominent und "laut". Holzige und moosige Noten mit Amber, Leder, Patchouli und Sandelholz warten dann in einer recht trockenen, etwas abgedunkelten Basis. Insgesamt ein kräftiges, scharf-herbes, zeitweise fast stechendes grün-ledriges Chypre, teilweise aber auch einem Gucci "Nobile" nicht ganz unähnlich.
Boss "Number One" (als es noch nicht so hieß weil es noch keinen anderen Boss-Duft gab, also vintage) hat noch diese aus dem Vollen gedrechselte, üppig-opulente, überbordende Fülle an hunderten von zumeist natürlich-komplexen Ingredienzien, mit gegenüber "Spirit" weit mehr Facetten im floralen und gewürzigen Bereich - "Spirit" kommt leider schon deutlich flacher, schmaler, trotz seiner Lautstärke eigenartig verwässert daher. Seit über 20 Jahren ziehe ich "Number One" als den IMHO deutlich hochwertigeren und runderen Duft bei weitem vor.
"Spirit" eröffnet säuerlich-herb, mit vor allem Beifuß, Minze und Galbanum, und riecht damit für mich in etwa so wie Salbeibonbons schmecken - das meine ich nicht positiv... ;-) Estragon müht sich etwas Würze beizutragen, hat aber erst recht wenn die floralen Noten mit Geranium und Lavendel auftreten einen schweren Stand, der Duft entwickelt sich beinahe stechend, zudem erstaunlich süßlich, sehr prominent und "laut". Holzige und moosige Noten mit Amber, Leder, Patchouli und Sandelholz warten dann in einer recht trockenen, etwas abgedunkelten Basis. Insgesamt ein kräftiges, scharf-herbes, zeitweise fast stechendes grün-ledriges Chypre, teilweise aber auch einem Gucci "Nobile" nicht ganz unähnlich.
Boss "Number One" (als es noch nicht so hieß weil es noch keinen anderen Boss-Duft gab, also vintage) hat noch diese aus dem Vollen gedrechselte, üppig-opulente, überbordende Fülle an hunderten von zumeist natürlich-komplexen Ingredienzien, mit gegenüber "Spirit" weit mehr Facetten im floralen und gewürzigen Bereich - "Spirit" kommt leider schon deutlich flacher, schmaler, trotz seiner Lautstärke eigenartig verwässert daher. Seit über 20 Jahren ziehe ich "Number One" als den IMHO deutlich hochwertigeren und runderen Duft bei weitem vor.

