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Top Rezension
Blattgrün, Stengelgrün und irgendwann weniger grün...
Weil heute ein furchtbarer Schneesturm wütet, sprühe ich zum Trotz einen grünen, eher in den Sommer tendierenden Duft: L´Artisan Parfumeur "Premier Figuier" (was für ein Name). Also die erste Feige? Na schön.
Eindeutig grün, das ist klar. Ich stehe also mitten in einem dieser Blumenläden, deren Gesamtduftmischung mich magisch anzieht. Ähnliche Assoziationen habe ich mit den Eau de Toilettes der Baiser Vole Reihe mit Cartier, aber obacht: Hier duftet nur das Grüne der Blumenstengel, oder das Blattgrün, oder alles Grüne überhaupt.
Knackig, fast bitter, scharfes Grün. Keine Lilie weit und breit wie bei Baiser Vole. Hier gibt es nur grüne, scharfe Kanten.
Feigenblätter, das kann ich noch nachvollziehen. Höchstens noch Limette, wenn auch zu früh geerntet und noch nicht saftig. Früchte? Höchstens unreif und hart und ungenießbar. Eindeutig der Stengelverschnitt, wenn ich einen Blumenstrauss zurechtschneide (minus Blumenduft). Nach einiger Zeit nervt das eher als es entspannt. Und trotzdem: so wird der kommende Sommer angenehm, falls er wieder ein tropischer wird.
Etliche Stunden später suche ich nach der "Feige". Vielleicht eine kleine unreife Frucht? Wo ist die Kokosnuss? Gegen Abend verabschiedet sich das knorrige Grün und wird sanfter. Kokos? Immer noch nicht. Mandelmilch? Aha, nein, ähm. Keine Ahnung. Auch getrocknete Früchte im Sinne von süßen Komponenten sucht man vergeblich. Vielleicht irgendwann etwas gnädige Cremigkeit ohne gemütliche oder gar vanillige Tiefe, nur zuckerfreies Grün. Doch da...nein...ist ein sanfterer Duft aber schon fast verschwunden. Leb wohl!
Duft: Grün, grün, grün und noch einmal, man ahnt es: Stengelgrün. Dahinter verbirgt sich was Cremiges, aber schon sehr gut verdeckt unter der Grasdecke. Sehr viel "nature".
Sillage: mittelprächtig, hautnah
Preis: Herzlichen Dank an TKMaxx, wo wäre ich ohne dich.
Zielgruppe: Seltsamerweise sehe ich Hercule Poirot, dargestellt von Sir Peter Ustinov, wie er seine Reisen antritt in tropische Gefilde. Also irgendwie hat das Grün etwas Angestaubtes, was nicht schlecht sein muss. Aber spritzig frisch eher nicht.
Wertung: 7/10, so lala interessant
Laune: jetzt muss eine Erfrischung her (in der Hand den Mojito)
Nachkauf: muss nicht sein
Zitat: Grün, grün, grün sind fast alle meine Komponenten. Vive le vert!
Eindeutig grün, das ist klar. Ich stehe also mitten in einem dieser Blumenläden, deren Gesamtduftmischung mich magisch anzieht. Ähnliche Assoziationen habe ich mit den Eau de Toilettes der Baiser Vole Reihe mit Cartier, aber obacht: Hier duftet nur das Grüne der Blumenstengel, oder das Blattgrün, oder alles Grüne überhaupt.
Knackig, fast bitter, scharfes Grün. Keine Lilie weit und breit wie bei Baiser Vole. Hier gibt es nur grüne, scharfe Kanten.
Feigenblätter, das kann ich noch nachvollziehen. Höchstens noch Limette, wenn auch zu früh geerntet und noch nicht saftig. Früchte? Höchstens unreif und hart und ungenießbar. Eindeutig der Stengelverschnitt, wenn ich einen Blumenstrauss zurechtschneide (minus Blumenduft). Nach einiger Zeit nervt das eher als es entspannt. Und trotzdem: so wird der kommende Sommer angenehm, falls er wieder ein tropischer wird.
Etliche Stunden später suche ich nach der "Feige". Vielleicht eine kleine unreife Frucht? Wo ist die Kokosnuss? Gegen Abend verabschiedet sich das knorrige Grün und wird sanfter. Kokos? Immer noch nicht. Mandelmilch? Aha, nein, ähm. Keine Ahnung. Auch getrocknete Früchte im Sinne von süßen Komponenten sucht man vergeblich. Vielleicht irgendwann etwas gnädige Cremigkeit ohne gemütliche oder gar vanillige Tiefe, nur zuckerfreies Grün. Doch da...nein...ist ein sanfterer Duft aber schon fast verschwunden. Leb wohl!
Duft: Grün, grün, grün und noch einmal, man ahnt es: Stengelgrün. Dahinter verbirgt sich was Cremiges, aber schon sehr gut verdeckt unter der Grasdecke. Sehr viel "nature".
Sillage: mittelprächtig, hautnah
Preis: Herzlichen Dank an TKMaxx, wo wäre ich ohne dich.
Zielgruppe: Seltsamerweise sehe ich Hercule Poirot, dargestellt von Sir Peter Ustinov, wie er seine Reisen antritt in tropische Gefilde. Also irgendwie hat das Grün etwas Angestaubtes, was nicht schlecht sein muss. Aber spritzig frisch eher nicht.
Wertung: 7/10, so lala interessant
Laune: jetzt muss eine Erfrischung her (in der Hand den Mojito)
Nachkauf: muss nicht sein
Zitat: Grün, grün, grün sind fast alle meine Komponenten. Vive le vert!
2 Antworten
Cravache vor 10 Jahren
Sehr differenziert und bildlich beschrieben. Feiner Kommentar.
DOCBE vor 10 Jahren
"Grün, grün, grün", das ist ja schon ziemlich mein Beuteschema und auch der Feige bin ich zugetan ... Merkliste.

