Premier Figuier 1994 Eau de Toilette

Premier Figuier (Eau de Toilette) von L'Artisan Parfumeur
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7.5 / 10 232 Bewertungen
Ein Parfum von L'Artisan Parfumeur für Damen und Herren, erschienen im Jahr 1994. Der Duft ist grün-fruchtig. Es wird von Puig vermarktet. Der Name bedeutet „erster Feigenbaum”.
Aussprache
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Duftrichtung

Grün
Fruchtig
Holzig
Frisch
Süß

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
FeigenblattFeigenblatt GalbanumGalbanum PfirsichPfirsich
Herznote Herznote
FeigeFeige MandelmilchMandelmilch getrocknete Früchtegetrocknete Früchte
Basisnote Basisnote
KiefernnadelKiefernnadel KokosmilchKokosmilch SandelholzSandelholz

Parfümeur

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Bewertungen
Duft
7.5232 Bewertungen
Haltbarkeit
6.3178 Bewertungen
Sillage
5.6178 Bewertungen
Flakon
7.8167 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.640 Bewertungen
Eingetragen von Schnuffi, letzte Aktualisierung am 29.01.2024.

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Rezensionen

13 ausführliche Duftbeschreibungen
7
Preis
8
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Vrabec

69 Rezensionen
Vrabec
Vrabec
Top Rezension 34  
En Voyage chez l'Artisan Parfumeur:15 - Premier Figieur vs Philosykos vs Feige - Ein Vergleich

Selten habe ich mich so sehr nach Frühling gesehnt wie zuletzt, die Pandemie verstärkt den Winter Blues doch sehr und die verdammte Eiszeit war doch recht intressant, aber mich verzehrt es nach der Freiheit, die das Tragen eines T- Shirts bedeutet. Wenig Parfüms wecken in mir das kichernde leichte Frühlingsgefühl so sehr wie gelungene Feigendüfte. Leider riecht man diese an Frauen fast nie. Letztes Jahr hatte ich Philosykos und Feige von Harry Lehmann verglichen, nun darf ich dank JilMarie's Wanderbrief "Premier Figuier" anreihen. Ebenfalls werde ich mich mit der 9 Jahre später erschienenen Extrême Variante befassen.
Lehmann's Feige ist ein guter Griff für Sparfüchse, die trotzdem Qualität wollen.
Diptique's Philosykos ist der oft genannte "Feigenstar", aber auch der Kandidat von l'Artisan Parfumeur wird häufig erwähnt.

Olivia Giacobetti ist nicht nur bei Philosykos sondern auch hier bei Premier Figuier und der Extrême Variante, sowie auch bei etlichen anderen L'Artisan Parfums verantwortlich. Unter anderem bei Tea for Two, einer der grandiosesten Düfte die ich bis jetzt riechen durfte. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Dame etwas kann, dieser jedoch in Richtung Philosykos geht. Zumal Premier Figuier zwei Jahre vor Philosykos erschien.

Alle gehen in eine ähnliche Richtung.
Wärend Feige eher nach einem Korb leicht unreifer ungeöffneter Feigen riecht verbunden mit der sanften, milchigen Ahnung einer Creme aus getrockneten Feigen und nicht zuletzt frischen gebrochenen Stengeln des Feigenbaums, wählt Philosykos mehr den fruchtigen Pfad. Die Feigen sind gut reif, geschält und auseinander gezogen, aus dem sonnenbeschienenen Fruchtfleisch trieft der süße Nektar.
Auch hier kommen grüne Noten durch, jedoch nicht so holzig wie bei Feige, knackiger. Insgesammt wirkt Philosykos saftiger und flüssiger als Feige. Undzwar wirklich flüssig, die Fruchtigkeit wirkt keineswegs klebrig.
Beide lösen eine sanfte Frühlingsassoziation aus, kitzelnde Sonnenstrahlen die durch ein Feigenhain scheinen. Bei Philosykos ist sie etwas luftiger mit frischem Wind von der Küste, bei Feige ist es ruhig, trockener, warm sandiger.

Premier Figuier geht in Richtung Feigenbaum, der Fokus liegt nicht unbedingt auf der Frucht selbst, sondern mehr an der gesamten Pflanze. Und davon haben wir einen recht jungen Vertreter. Der Duft Startet knackig frisch, junge Knospen, zarte Blätter und Zweige zerknicken in den groben Händen des Feigenbauern. In der Kopfnote lässt sich Feige so gerade erahnen. Das grüne Gestrüpp lässt nach. Höchst natürlicher Geruch von Frühling. Feige mischt sich mild in den Hintergrund, luftig leicht. Feige ungepellt, noch nicht reif am Baum hängend, der Geruch von Feigenhaut, welche zuerst von einem Hauch pelziger, harter Aprikose, dann von Kokoswasser begleitet wird, dezent florale Klänge schwingen ebenfalls mit. Die Kokussnuss wird richtung Schluss doch etwas zu bedeutsam für meinen Geschmack diese ist jedoch mild gehalten, weder süß noch cremig. Insgesamt riecht der hier leichter, unbeschwerter als seine beiden oben genannten Verwandten.
Die Extrême Variante riecht etwas schärfer und gerade zu Beginn wesentlich synthetischer als das ursprüngliche Premier Figieur. Irgendwas minzig frisches drängt sich mir auch auf. Ebenfalls sind Kokoss und Aprikose hier gleichwertig mit der Feige, was ihn sehr beliebig macht. Auch schwingt deutlich mehr Wärme mit. Die Feige wirkt hier sehr überschichtet und nicht in die Mitte des Parfums gesetzt, wie ich es eigentlich gehofft hatte.
Wer einen "reinen" Feigenduft sucht kann "Premier Figuier Extrême" meines Erachtens auslassen.

Vergleicht man Lehrmann's "Feige", Diptyque's "Philosykos" Und l'Artisan Parfumeur's "Premier Figuier", spricht man meines Erachtens nicht von signifikanten Unterschieden, es sind lediglich Nuancen, die Düfte riechen sehr ähnlich, da alle versuchen ihr Thema möglichst authentisch natürlich zu verwirklichen.
Dies gelingt Premier Figieur wirklich gut. Es handelt sich hier mehr um einen Hautduft, der keine starke Sillage aufweist, aber in der Nähe entwickelt er eine wunderschöne, grün verspielte Aura von Wohlfühlsommer. Sucht man etwas ebenfalls verspieltes, aber fruchtigeres, würde ich zu Philosykos greifen. Dieser ist auch eher aus höflich gewahrter Distanz wahr zu nehmen, Premier Figuier schwächelt schon etwas zu sehr.
Lehmann's Feige hat nicht nur den günstigen Preis auf seiner Seite, er wirkt trockener und ruhiger, erwachsener.

Für was man sich entscheidet, muss jeder selbst wissen. Aber bitte, liebe Damen, tragt mehr Feigendüfte, läutet mir den Frühling ein. Gern auch hier in Bochum.

Vielen Dank für das Lesen meines Kommentars.
7 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Palonera

467 Rezensionen
Palonera
Palonera
Top Rezension 14  
Siesta im Hinterland der Costa del Sol
Nachdem ich vor einiger Zeit die Gelegenheit hatte, "Premier Figuier Extreme" kennenzulernen und damit einen Feigenduft, der im Gegensatz zu vielen anderen dieser Gattung auf meiner Haut nicht ausschließlich herb-holzig wird, war ich sehr gespannt auf die große Schwester "Premier Figuier".
Diesem Parfum eilt ein besonderer Ruf voraus, schließlich gilt es als der allererste Feigenduft überhaupt, der nach seinem Erscheinen für einen kleinen Feigen-Hype sorgte und den Weg für alle nachfolgenden Feigendüfte bereitete.
Gar nicht feige, diese Olivia Giacobetti, nicht wahr?!
Sehr gespannt begebe ich mich in mein neuestes olfaktorisches Abenteuer – wer weiß, wohin mich die Reise diesmal führen wird?!

Grün.
Um mich herum ist es grün – dunkelgrün, saftig-fleischig grün und zugleich sehr holzig, fast spröde.
Keine Süße, keine Frische, keine zum Hineinbeißen verlockende Frucht.
"Premier Figuier" begrüßt mich mit jenem herben Auftakt, den ich von anderen Feigendüften bereits kenne – doch bevor auch nur ein Anflug von Enttäuschung sich nähern kann, wandelt sich meine Wahrnehmung zu etwas Weicherem, Cremigem, Milchigem.
Sonnenmilch der nicht klebrigen Art, gerade frisch aufgetragen.
Ein Hauch von Kokos, sehr dezent nur und wenig süß, fein verwoben mit dem Duft der Feigenblätter und des Holzes.

Nichts ist hier laut, nichts drängt sich in den Vordergrund, nichts konkurriert um Aufmerksamkeit – es ist Siesta im Hinterland der Costa del Sol, in einer Hängematte zwischen dichtbelaubten Feigenbäumen döse ich vor mich hin, umgeben vom hypnotischen Summen der Insekten und ohne auch nur einen einzigen greifbaren Gedanken im hitzeschweren Kopf.

Es fällt schwer, in die Realität zurückzufinden.
"Premier Figuier" beruhigt und entspannt, hebt die Stimmung und harmonisiert – und bleibt mir deutlich länger erhalten als die noch dezentere und weichere "Extreme"-Version, die nur wenige Stunden in meiner Gesellschaft verbringen mochte.
5 Antworten
8
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
2
Duft
FabianO

1005 Rezensionen
FabianO
FabianO
12  
Nervig-verquerer Cocktail aus abgestandenem Kokoswasser, aufdringlicher Feige und hochsynthetischen Grundschlieren
Nein, es wird angesichts von 7.4 Punkten oben wieder reichlich "Nicht hilfreichs" hageln, aber es nützt ja nichts.
Ich hatte die Probe schon mal irgendwann aussortiert und als so unangenehm abgehakt, dass mir ein Kommentar die Zeit nicht wert war.

Nun stolpere ich beim Wochenendsortieren nochmal drüber und denke - schon der Vollständigkeit halber, die ich gerne bei allen mir bekannten Düften hätte - man muss doch ein paar Zeilen dazu schreiben, vielleicht auch als Warnung vor Blindkäufen.

"Premier Figuier" ist ein ganz, ganz nervig geratener, eigenartiger Duft. Catch22, meine Vorrednerin, gibt ja gerne und oft krasse Urteile (die mir meist etwas zu hart erscheinen), aber hier gehen unsere Meinungen stark in dieselbe Richtung.

Was ist das nur für ein unschöner, penetranter Duft? Ich unterschreibe voll, dass hier so viel ätzende Synthetik im Spiel ist, dass es im Riechkolben raucht.
Ganz merkwürdiger Kokoswasserstart. Wie ein abgestandenes Glas davon, irgendwie ganz nah an diesen Billigst-Badeölen oder -körperlotionen, die eine Kokosnuss noch nie aus der Nähe gesehen haben. Aufdringlich, plakativ, fern von jeder Ästhetik, Feinheit, Kunstfertigkeit.

Feige mischt sich hinein, auch die grausam penetrant, wuchtig geschlossen, ohne Freiraum für Assoziationen, weil sie so dichtgeschnürt und cremeartig daherkommt wie - ich sagte es ja schon bei der Kokoslauge - Feigenhautcreme aus der 0,99-Euro-Wühlkiste.

Wenn ich das mit dem wundervollen "Timbuktu" vergleiche, frage ich mich, was LP mit diesem wahrhaft scheußlichen Laborsaft bezwecken will (Na gut, "Dzongkha" ist auch absoluter Zahnarzthorror). Im Bus oder dem Kino müsste ich mich wegsetzen aufgrund der Kopfschmerzgefahr. Gehört echt zu den 5-10 Düften (von über 700 bewerteten), die ich mir wieder von der Haut waschen musste.
6 Antworten
8
Flakon
5
Sillage
4
Haltbarkeit
8.5
Duft
DonJuanDeCat

2035 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Top Rezension 15  
Wenn die Feigen in Urlaub sind
Und mal wieder ein L’Artisan-Duft. Wie ich schon mal erwähnte, gefallen mir die meisten L’Artisan-Düfte zwar sehr, verbleiben bei mir aber bewertungsmäßig mehr im oberen Drittel, kommen aber nie über 7.5 oder 8.0 Punkte hinaus, weil jedesmal irgendwas fehlt oder der Duft zu leicht und nicht sehr haltbar ist, das mich zum Kauf reizen könnte.

Jetzt kommt ein Duft, auf das ich mich besonders gefreut habe. Denn Feigen gehören nicht nur zu meinen Lieblingsfrüchten (oooh sooo lecker, wer Feigen nicht mag ist blöd he he), sondern in der Duftwelt auch zu meinen liebsten Duftnoten. Und hier wird der Duft der schönen Feigen auch noch mit Kokosnuss kombiniert, was vor allem für ein Urlaubs-Feeling sorgt.

Der Duft:
Der Beginn duftet so schön nach Feige, wie ich sie seit Diptyques Philosykos schon lange nicht mehr gerochen hatte. Auf dem ersten Riecher ist die Feige noch recht grün und auch sehr lecker, bei allen Feigenfans wird der himmlische Duft ein Lächeln in das Gesicht zaubern.
Danach wird der Duft leicht cremiger, ich nehme an, dass liegt an der Mandelmilch. Auch wenn man diese Duftnote nicht so genau riechen kann, so wird der Duft zarter und balsamischer. Danach ist die Kokosnuss an der Reihe, der nicht so intensiv geraten ist und damit der Feige viel Raum zur Entfaltung lässt, aber dennoch ordentlich vom Hintergrund aus duftet und den Duft frischer gestaltet.
Zur Basis hin wird es ganz leicht süßlicher, vielleicht wegen den Trockenfrüchten, nehme ich an. Eigentlich bleibt der Duft auch in der Basis hauptsächlich grün wegen den Feigen sowie balsamisch und sanft wegen der Kokosnuss. Gegen Ende wird die Kokosnuss kurz stärker als die Feige, fällt dann aber wieder rapide ab, so dass am Ende ein wenig Sandelholz und nur noch eine sehr leichte Feige übrig bleiben.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Da sind wir wieder bei dem Punkt, bei der man am liebsten schreien möchte, wenn einem ein Duft so sehr gefällt. Denn bei Premier Figuier ist nicht nur die Haltbarkeit niedrig, sondern auch die Sillage. Der Duft hält sich gerade mal etwa drei Stunden auf der Haut auf, da er danach so schwach ist, so dass es dann nicht mehr zählt. Und wie gesagt ist die Sillage zwar nicht so extrem schlecht, da er hin und wieder emporsteigt und einem in die Nase dringt, was einen ja erfreut, aber sie wird nicht so leicht an jemanden wahrgenommen werden, was schade ist.

Der Flakon:
Der Flakon ist wie immer siebeneckig geformt und hat einen ebenfalls siebeneckigen und vergoldeten Deckel, auf dessen Oberfläche das Logo von L’Artisan zu sehen ist. Auf der Vorderseite des Flakons ist ein schmales Etikett zu sehen, auf dem der Name des Duftes und passend dazu ein kleines Feigenblatt als Bildchen abgebildet sind. Ein wie immer schöner Flakon (allerdings habe ich noch den alten Flakon beschrieben, da ich die neuen noch immer nicht selber gesehen habe).

So muss es also riechen, wenn eine kleine, niedliche Feige sich dazu entschließt, mal Urlaub (am Meer) zu machen und sich dort mit Kokosnussmilch-Creme eincremt, um sich vor der Sonne zu schützen. Dennoch bekommt sie einen leichten Sonnenbrand und riecht dann nach getrockneten Früchten :D

Premier Figuier ist ein herrlicher Duft für warme Tage, der sehr angenehm und wohltuend riecht. Er gibt einen einfach ein gutes Gefühl der Gelassenheit und passt dadurch nicht nur in den Sommer allgemein, sondern ist auch besonders schön in Urlaubsgegenden zu tragen.

Wer grünliche Düfte und Kokosnuss mag, sollte hier mal reinschauen. Wer ohnehin auf Feigen steht, für den ist ein Test dieses Duftes eigentlich sogar Pflicht. Wer dagegen Feigen mag, aber nicht so sehr auf Kokosnuss steht, der könnte sich mal das vorhin erwähnte Philosykos von Diptyque ansehen. Einziger Haken (bei beiden Düften übrigens): Die geringe Sillage und Haltbarkeit…

Auf alle Fälle kommt dieser Duft vorerst mal auf meine Wunschliste, ich bin aber schon mal auf die Extreme Variante dieses Duftes gespannt!
3 Antworten
7
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
NoraTemple

16 Rezensionen
NoraTemple
NoraTemple
Top Rezension 10  
Blattgrün, Stengelgrün und irgendwann weniger grün...
Weil heute ein furchtbarer Schneesturm wütet, sprühe ich zum Trotz einen grünen, eher in den Sommer tendierenden Duft: L´Artisan Parfumeur "Premier Figuier" (was für ein Name). Also die erste Feige? Na schön.

Eindeutig grün, das ist klar. Ich stehe also mitten in einem dieser Blumenläden, deren Gesamtduftmischung mich magisch anzieht. Ähnliche Assoziationen habe ich mit den Eau de Toilettes der Baiser Vole Reihe mit Cartier, aber obacht: Hier duftet nur das Grüne der Blumenstengel, oder das Blattgrün, oder alles Grüne überhaupt.
Knackig, fast bitter, scharfes Grün. Keine Lilie weit und breit wie bei Baiser Vole. Hier gibt es nur grüne, scharfe Kanten.
Feigenblätter, das kann ich noch nachvollziehen. Höchstens noch Limette, wenn auch zu früh geerntet und noch nicht saftig. Früchte? Höchstens unreif und hart und ungenießbar. Eindeutig der Stengelverschnitt, wenn ich einen Blumenstrauss zurechtschneide (minus Blumenduft). Nach einiger Zeit nervt das eher als es entspannt. Und trotzdem: so wird der kommende Sommer angenehm, falls er wieder ein tropischer wird.

Etliche Stunden später suche ich nach der "Feige". Vielleicht eine kleine unreife Frucht? Wo ist die Kokosnuss? Gegen Abend verabschiedet sich das knorrige Grün und wird sanfter. Kokos? Immer noch nicht. Mandelmilch? Aha, nein, ähm. Keine Ahnung. Auch getrocknete Früchte im Sinne von süßen Komponenten sucht man vergeblich. Vielleicht irgendwann etwas gnädige Cremigkeit ohne gemütliche oder gar vanillige Tiefe, nur zuckerfreies Grün. Doch da...nein...ist ein sanfterer Duft aber schon fast verschwunden. Leb wohl!

Duft: Grün, grün, grün und noch einmal, man ahnt es: Stengelgrün. Dahinter verbirgt sich was Cremiges, aber schon sehr gut verdeckt unter der Grasdecke. Sehr viel "nature".
Sillage: mittelprächtig, hautnah
Preis: Herzlichen Dank an TKMaxx, wo wäre ich ohne dich.
Zielgruppe: Seltsamerweise sehe ich Hercule Poirot, dargestellt von Sir Peter Ustinov, wie er seine Reisen antritt in tropische Gefilde. Also irgendwie hat das Grün etwas Angestaubtes, was nicht schlecht sein muss. Aber spritzig frisch eher nicht.
Wertung: 7/10, so lala interessant
Laune: jetzt muss eine Erfrischung her (in der Hand den Mojito)
Nachkauf: muss nicht sein
Zitat: Grün, grün, grün sind fast alle meine Komponenten. Vive le vert!
2 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

30 kurze Meinungen zum Parfum
PollitaPollita vor 4 Jahren
7
Sillage
7
Duft
Schwester von Philosykos mit etwas mehr Kokos im Abgang. Gut gemacht, nur ist das leider überhaupt nicht mein Beuteschema. Bin keine Feige.
11 Antworten
SchatzSucherSchatzSucher vor 5 Jahren
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
Grüne, noch eher unreife Feigen mit einer Ahnung von Holz und Kokos. Bleibt leise und unauffällig und weit hinter Philosykos zurück.
9 Antworten
ParmaParma vor 2 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Sehr authentische grüne Feige. Warm-sandiger, heuartiger Graston, zarte Kokoscreme, dezente Fruchtsüße. Abgetöntes, erdigeres Philosykos.
5 Antworten
StanzeStanze vor 5 Jahren
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Frau Giacobetti hat in den 90ern erstmals Feige als Duftnote verwendet. Das ist wohl der erste Feigenduft überhaupt. Gut gemacht.
4 Antworten
CherguiaCherguia vor 4 Jahren
Enttäuscht! Der Duft ist alles anders als schön ( an mir)Grün, bitter und kein Kokos zu erahnen. Ich habe mich in Philosykos verliebt!
2 Antworten
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