Shalimar

Eau de Parfum (1986)
Shalimar (Eau de Parfum) von Guerlain
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Shalimar (Eau de Parfum) (Guerlain)
Shalimar (Eau de Parfum) (Guerlain)
8.3 / 10     799 BewertungenBewertungenBewertungen
Shalimar (Eau de Parfum) ist ein beliebtes Parfum von Guerlain für Damen und erschien im Jahr 1986. Der Duft ist orientalisch-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von LVMH vermarktet.

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Parfümeur

Jacques Guerlain

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBlüten, Bergamotte
Herznote HerznoteIris, Jasmin, Rose
Basisnote BasisnoteVanille, Iris, Opoponax, Tonkabohne

Bewertungen

Duft

8.3 (799 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.9 (511 Bewertungen)

Sillage

8.1 (476 Bewertungen)

Flakon

8.9 (529 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 21.04.2017

Wissenswertes

Das Wort "Shalimar" ist persisch und bedeutet so viel wie "Die reinste aller menschlichen Freuden". Es ist der Name eines indischen Gartens, den der Großmogul Shah Jahan für seine geliebte Hauptfrau Mumtaz Mahal erweitern ließ. Das nach ihrem Tod für sie erbaute Mausoleum, der Taj Mahal, steht heute symbolisch für die glanzvolle Pracht des Orients. Mit dem Namen "Shalimar" werden also große Liebe, Schönheit und eine Vorstellung des Orients aufgerufen.

Shalimar ist eine Ikone und Referenzduft der Parfum-Familie "Orientalisch".

Ein viel erzähltes (aber nicht sehr glaubwürdiges) Gerücht ist, dass Jacques Guerlain auf den Duft kam, als er beim Zusammenmischen einer Portion "Jicky" aus Versehen zu viel Vanillin reinkippte, was dann unerwartet gut roch.

Variante der Duftkonzentration

Shalimar (Eau de Parfum)

Hierbei handelt es sich um eine Variante des Parfums Shalimar (Eau de Toilette) von Guerlain, welche sich in der Duftkonzentration unterscheidet.
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Kommentare

loewenherzloewenherz vor 23 Monaten
Duft 8.0

„An die Freude und auf das Leben”


Shalimar ist einer der Düfte, die ich gern rieche an einer Frau. Wunderbare Frauen sind es, die ich kenne, die ihn tragen - keine von ihnen der anderen...
NadsSpatzNadsSpatz vor 3 Jahren
Duft 2.0

„Rauchige Vanille im Orient”


~ Inspiration ~ Eigentlich hab ich mich nicht getraut, diesen Klassiker zu testen, da ich mir anhand der Beschreibungen schon dachte, dass es nichts...
Flakon 10.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    8 Auszeichnungen
Erotik pur, eine Klasse für sich
Mein Schatz war wieder dienstlich ab und weg in die Lüfte. Als er am Freitagabend nach einer Woche zurück kam, da hatte er ein Präsent für mich dabei, Shalimar aus dem Duty free Shop.
Den Duft hatte ich schon in aller Munde vernommen, alleine kennen tat ich ihn nicht. Meine Freude war riesig. Neugierig trug ich ihn am Samstag und das Ergebnis war faszinierend. Shalimar ist der erotischste Dufte, den ich je gerochen habe. Ich weiß, es ist die re-formulierte neuere Fassung, die ich jetzt mein eigen nenne. Ich war so verblüfft, so begeistert, ass ich trotz der vielen, vielen Kommentare diese Erkenntnis hier festhalten muss.
Nehmt es mir nicht übel, und ich bin ja auch schon im guten Mittelalter, aber dieses Parfum hat eine erotische Ausstrahlung und das Unisex, da können sich die Allermeisten jungen Duftkreationen viele Scheiben abschneiden. Haltbarkeit beträgt 9 Stunden und mehr, Silage ist kräftig, aber nicht drüber. Die Dosierung ist mit Fingerspitzengefühl vorzunehmen.
Flakon gefällt mir sehr. Orientalisch anmutend. Duftausdruck ist zitrisch blumig mit leichter orientalischer Würzt im phantastischen Vanille Bett. Aber nicht penetrant drüber, sondern on the Point, Vanille die sich sehr harmonisch einfügt in diesen Duft. Meiner Meinung nach entsteht die Erotik aus dem Zusammenspiel der Ingredienzien. Und das Vanille Bett spielt eine tragende Rolle dabei. Die Wiege der Erotik für jeden Menschen ist in der Mutterliebe, in der Elternliebe fundiert. Vanille ist für die Nase genau das in der Erinnerung.
Trotz der vielen Kommentare zu Shalimar musste ich diese Erkenntnis hier mit Euch teilen. Danke fürs Lesen.
3 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 4.5/10
2 Auszeichnungen
Meh..
Der Beschreibung nach hätte ich dieses Parfum ja lieben müssen aber leider war das Gegenteil der Fall, als ich dann im Douglas stand und es ausprobierte...

Der Auftakt riecht für mich nach verrauchter Bar in der schwitzige parfümierte Leute herumsitzen, und sobald dieser vorbei ist, bleibt für mich der Geruch von kaltem Rauch in meinen Haaren und Klamotten zurück. Nach einer Stunde geht das dann auch vorbei und dann erst rieche ich angenehme Noten heraus, auch wenn die für mich dann schon so ineinander verschwimmen, dass ich sie nicht identifizieren könnte.

Schade, das wird wohl nichts mit uns. Bin nämlich kein Fan davon, mir zuerst eine Stunde die Nase zuzuhalten, bis ich es erträglich finde. Da gibt's definitiv bessere Optionen. Bleibe lieber bei Samsara...
3 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 9.0/10
5 Auszeichnungen
Na so was, ein Klassiker den ich fast mag.
Ich oute mich jetzt, dass ich absolut kein Freund von Klassikern oder Düften bin, die schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Diese Düfte passen nicht zu mir. Sind mir fremd. Sie wirken zu schwer auf mich und drücken meist mit einer Aufdringlichkeit und Wucht in meine Nase, dass ich erst mal dicht mache.

Meist sind sie bei mir mit Erinnerungen an ältere Bürodamen, die nur muffige Laune verbreiten, verknüpft. Da ich persönlich eher auf der feinfühligen, intuitiven, sensibleren Seite bin, gehe ich dem lieber aus dem Weg.

Bis jetzt dachte ich auch, dass ich die Richtung Oriental auch nicht mag, aber bei diesem Duft geht es. Die Vanille holt mich wie ein vertrauter Freund ab, nimmt mich mit auf eine Reise durch unbekannte Gefilde und schützt mich vor allzu kräftigen Noten. Mir wirds dann doch aber bald zu viel und bedanke mich für den Besuch in der Fremde. Und merke: nach dieser Reise freue ich mich wieder auf mein zu Hause, auf meine mir lieben zarten Blumendüfte, die gern auch ein bisschen fruchtig und gourmand sein dürfen. Vielleicht bin ich einfach noch zu jung für diese dichten, kräftigen Düfte. Aber in jedem Fall ein interessanter Duft mit viel Tiefgang.
4 Antworten
Duft 5.0/10
Natürliche Vanille, leider!
Das nach einem asiatischen Gartenarangement benannte Parfüm riecht auch nach Weihrauch. Es könnte, als es ursprünglich herauskam, den Bedarf an Exotik bedient haben, 'Exotismus'. Sollte ich den Duft in einem Wort beschreiben, wäre es das: 'Rosine'. Dass 'Shalimar' sicher viel mehr ist, das braucht man nicht weiter erläutern. Eine Auslegung der Komposition nach sogenannten Bestandteilen könnte zum Roman geraten, eine Darstellung meiner emotionalen Resonanzen wäre auch zumindest - ein etwas länglicher Witz. In seiner barocken Pracht berührt es mich kaum. Und also haben wir ein Missverhältnis von Aufwand und Ertrag. Wozu diese Fülle, wenn dem auf meiner Seite nichts entspricht?

Was mich am meisten interessiert, ist die synthetische Vanille. Und bevor die einschlägig bekannten Tugendwächterinnen mich zurück in ewige Verdammnis wünschen, ja, Guerlain war stolz auf die synthetische Herkunft des Stöffchens.

Ich finde die 'Vanille' a la Guerlain für einen kurzen Moment in meinem uralten Flakon EdT. Hier aber ist nichts von der schwelenden Rauchigkeit. Auch fehlt die etwas kniffelige Zurückhaltung des EdT, das große Geheimnis findet schlicht nicht statt. Auch wenn ich 'Shalimar' in der EdT-Variante nie so richtig toll fand, aus rein geschmäcklerischen Gründen: ein solches EdP als Kompromissstärke zwischen EdT und extrait hat die Idee nicht verdient.

Mitlerweile bietet Guerlain ja auch nach natürlichen Herkünften benannte flanker an, 'Route du Mexique' etc. Damit wird der Idee noch weniger entsprochen - man erinnere, synthetische Vanille als künstlerisch wertvolles Element. Man hat aber nunmehr wohl herausgefunden, dass man wieder Richtung 'Natur' geht, und das 'Echte' will. Also bedient man den Wunsch, auch wenn es für 'Shalimar' bedeutet, das es falsch wird. Weil, wenn Shalimars Vanille 'echt' ist, dann ist Shalimar falsch!

Das EdP ist für mich nur ein weiterer Grund, nicht an 'Klassiker' des Parfüms zu glauben.
2 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    21 Auszeichnungen
Noch stärker und noch vanilliger!
Vor einiger Zeit hatte ich einige Shalimar Düfte getestet, die meisten zum Glück mittels Proben, da ich, wie ich in den Kommentaren geschrieben hatte, mich damals noch weniger getraut habe, mir diese Damendüfte aufzusprühen. Beziehungsweise musste ich immer Ausschau halten, ob da Frauen anwesend waren oder ob ich es schnell wagen konnte, mich einzusprühen und mich vom Regal schnell wieder zu verziehen!

Nun ja, vom EDP dieses Duftes bekam ich glücklicherweise wieder eine Probe, so dass ich mich nicht in die Nähe eines Regals mit Damendüften wagen musste, nur um innerlich „Verschwinde Weib, verzieh dich, bevor noch mehr von euch auftauchen!“ zu rufen, damit ich ungestört und vor allem ungesehen mich einsprühen zu können.

Naja, wie auch immer, endlich kann ich also das EDP mit dem EDT vergleichen und muss gleich schon mal sagen, dass die Unterschiede eher gering sind und dass das EDP für Besitzer des EDTs sich eigentlich nicht wirklich lohnt. Davon abgesehen ist Shalimar wie immer ein echt super Duft!

Ach und ich weiß, dass zu diesem Duft nun soviele Kommentare gibt… aber… tja, wer ihn nicht lesen möchte, kann es ja einfach sein lassen, allen anderen viel Spaß, oder so… :D

Der Duft:
Eigentlich beginnt der Duft ja genauso wie Shalimar EDT. Allerdings scheinen die eher etwas frischeren Noten wie die Blüten und vor allem die Bergamotte weniger auszuhalten, da der Duft in der Kopfnote etwas schneller würziger wird. Auch hier riecht es kurz irgendwie Korianderartig, welcher zum Glück aber nicht lange anhält und die würzige Note danach besser riecht.
Dann, in der Herznote, ist der Unterschied etwas größer. Vom Duft her zwar gleich, merkt man aber deutlich den Unterschied bei der noch intensiveren (und dadurch auch pudrigeren) Iris, die richtig eine Staubwolke aufzuwirbeln scheint (vor allem durch den Weihrauch bzw. Opoponax, welche schon jetzt richtig stark wirken), allerdings im positiven Sinne, da der Duft hervorragend riecht. Jedoch denke ich, dass die pudrige Note einigen eventuell zu viel sein könnte, doch wem es gefällt, für die ist diese Stelle des Duftes mit Sicherheit traumhaft.
Auch hier kommt durch den Jasmin ein süßlicher Duft, der so ziemlich gleich wie beim EDT duftet. Die Die Vanille scheint den größten Unterschied auszumachen, da diese nun deutlich stärker zu sein scheint und sie riecht daher mit der ebenfalls stärkeren Iris noch pudriger.
In der Basis gehen auch hier die würzigen Noten immer weiter zurück, ich hatte aber das Gefühl, dass diese würzigen Noten sogar noch schneller in den Hintergrund rücken als beim EDT. Am Ende bleibt der Duft pudrig, weich und sanft mit einer etwas stärkeren Vanille.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Die Haltbarkeit ist sehr gut und hält vermutlich sogar ein oder zwei Stunden länger aus, so dass man hier auf etwa 12-14 Stunden und mehr kommen könnte.
Die Sillage ist um einiges stärker als der ebenfalls starke EDT und bleibt auch einige Zeit auf einem hohen Niveau. Das bedeutet auch, dass eine große Duftfahne hinterlassen wird.

Der Flakon:
Über die Jahre gab es wohl dutzende verschiedene Flakons, der aktuelle hier sieht dem derzeitigen EDT sehr ähnlich aus. Laut Beschreibung soll er mit seinen geschwungenen Formen die Bauwerke des Orients einfangen und wiederspiegeln, für mich sieht er mehr wie ein Wesen mit sich ausbreitenden Flügeln aus. So oder so, der Flakon ist wunderbar geworden. Der Hals ist wie immer dünn und hat eine Schleife. Der Edelsteinartige Deckel ist blau und scheint etwas dunkler als beim EDT zu sein. Ein Etikett gibt es weiterhin nicht und der Name Shalimar ist direkt auf den Flakon aufgedruckt worden. Insgesamt ein hervorragender Flakon, der allerdings für mich so wirkt, als ob er wegen des kleinen Fußes einen unsicheren Stand hätte.

Soo, endlich konnte ich also das EDP mit dem EDT vergleichen. Ich finde jetzt, dass abgesehen von der etwas intensiveren Sillage und den ganz geringen Unterschieden beim Duftverlauf (wie schneller in den Hintergrund geratende würzige Noten und stärkere Iris, Vanille und Weihrauch) eigentlich kein wirklich großer Unterschied gibt, abgesehen davon, dass am meisten die Vanille am Ende in der Basis auffällt, da diese stärker duftet.

Shalimar ist und bleibt damit ein wundervoller Duft, der vor allem zu Beginn einen klassischen Touch hat und so ähnlich wie Guerlains Habit Rouge für Herren fast schon eine Art Pflichtkauf für alle Damen ist. Er riecht wunderbar und ich selber würde ihn sehr gerne bei euch Damen riechen.

Trotz der pudrigen Noten ist er auf Grund der Vanille und den würzigen Noten mehr ein Duft für den Herbst und Winter, wobei er aber auch an nicht zu heißen Frühlingstagen getragen werden kann. Wer möchte, kann ihn dann jeden Tag benutzen, ich finde aber auch, dass Shalimar ein sehr guter Duft zum Ausgehen ist, da er eben so lecker riecht bzw. eine lecker riechen lässt :)

Wie am Anfang erwähnt lohnt sich der Duft allerdings nicht für Besitzer des EDTs, da der EDT auch stark genug ist und vom Duft her kaum Unterschiede gibt. Wenn man keines davon hat und eines haben möchte, dann sollte man sich entscheiden, ob man einen Duft haben möchte, bei der dir Duftnoten ausgewogener sind (EDT) oder ob man es lieber etwas mehr vanilliger mag (EDP).

Nach und nach werde ich hoffentlich auch weitere Shalimar-Düfte testen können, und vielleicht fällt es mir in Zukunft etwas einfacher, in aller Öffentlichkeit Damendüfte zu testen… (wer’s glaubt…).

… ja… das alles wage ich nur für euch :D
1 Antworten
Erstklassiger Kommentar    20 Auszeichnungen
Shalimar eine Liebe die nie vergeht
Ich war 16, machte eine Frisörausbildung und half in unserer Parfümerie beim Aufräumen, da im Salon nichts los war. Da nahm ich den Duft zum ersten mal wahr. Obwohl, ... wahrnehmen ist der falsche Ausdruck, ich folgte ihm. Magisch angezogen von einem faszinierendem Geruch, der mich kreuz und quer durch unsere große Abteilung leitete. Bis, ... ja bis mich meine Kollegin anmotzte warum ich ihn auf Schritt und Tritt folgen würde.
Erst da wurde mir bewusst, daß ich ihr, in einigem Abstand zwar, aber stetig hinterher lief.
Erst als sie nun vor mir stand nahm ich ihn bewusst wahr, den Duft der mich bis heute nicht mehr los läßt.
Meine "Jugendliebe" schwer, orientalisch, kuschelig, einfach zum verlieben, Samt in flüssiger Form.
Von meinem kleinen Lehrlingsgehalt von monatlich 175,- DM gönnte ich mir mein erstes Shalimar Parfum.
Shalimar eine Liebe die nie vergeht
1 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    8 Auszeichnungen
Orientalischer Traum....
Mein absoluter Lieblingsduft! Liebe auf den 2. Blick. Balsamische Vanille mit zitrischer Note und schönem Rauch. Ein Duft für Romantiker. Auch mit mitte 30 absolut tragbar. Komplimentefänger. Geborgenheit in einem Duft ausgedrückt. Orientalisches Märchen....Vintage Version!
2 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Orientalische Zitrusgärten
Was für ein herrlicher Duft nach orientalischen Zitrusgärten.
So sinnlich, würzig und warm wie eine liebevolle Umarmung voller Gastfreundschaft und Herzlichkeit.

Das Zitrische, das in meiner Nase dominiert, ist die Bergamotte, dann kommt eine Mischung aus Rose und Jasmin. Vanille rieche ich selbst nach Stunden nicht heraus. Ich hätte sogar eher auf Moschus getippt.

Ich bin hier mit meiner Meinung, dass der Duft nicht "jung" ist und etwas sehr Madamiges hat, nicht alleine. Ich glaube sogar, dass meine verstorbene Oma ein sehr ähnliches Parfum hatte. Daher kann ich ihn mir momentan nicht an mir vorstellen, zumindest nicht als Alltagsduft für's Büro. Dafür ist mir der Duft außerdem zu schwer, obwohl er gleichzeitig etwas Leichtes, Beschwingtes, Lebensfrohes hat.

Genau wie bei Chanel-Düften auch assoziiere ich mit Shalimar eher eine Frau um die 50.
Dennoch gefällt er mir sehr und passt auch gut zu meiner Hautchemie, ich finde ich ihn sehr harmonisch und rund für besondere Anlässe. Tragen werde ich ihn in naher Zukunft jedoch nicht. Da ziehe ich andere, "jüngere" Guerlin Düfte doch vor.

Durch die enorme Sillage und Haltbarkeit ist sparsame Dosierung angebracht (Kopfschmerzgefahr ;)).
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 6.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    15 Auszeichnungen
Die Waffen der Frauen
Vor Kurzem habe ich den Film "Die Waffen der Frauen" einmal wieder gesehen. Ich mag ihn sehr, auch wenn er nicht mehr ganz taufrisch ist. Doch erst jetzt ist mir eine Szene aufgefallen, in der Sigourney Weaver sich großflächig mit "Shalimar" beträufelt um sich Harrison Ford zu angeln. Ausgehend von ihrer Art den Duft zu verwenden, hätte ich als Harrison Ford wohl auch das Weite gesucht.

Dabei gehöre ich weder zur "Love it"- noch zur "Hate it"-Fraktion. Für mich ist "Shalimar" ein zeitloses Kunstwerk in einer Zeit, in der schon "Angel" oder "Cool Water" als Klassiker angepriesen werden. Das ist jetzt nicht wertend gemeint, denn auch mit so manchem literarischen oder gemalten Kunstwerk kann ich nicht viel anfangen.

Ich bin an "Shalimar" mit Respekt herangegangen und hatte gar nicht den Anspruch, dass dieser Duft mir sofort gefallen müsste. Sparsam eingesetzt finde ich ihn interessant, auf positive Weise altmodisch und elegant. Für mich ist er zu stark und zu dominant. Aber für so manche selbstbewusste Frau ist der Duft auch heute noch passend.

Auf jeden Fall zeigt "Shalimar" Klasse - und das hat sich seit seiner Veröffentlichung nicht verändert. Eine Frau, die diesen Duft verwendet, hat ein gewisses Standing, ist wählerisch und darf eigenwillig sein. Allerdings sind dies auch heute noch Attribute, die nicht unbedingt dabei helfen, einen Mann zu angeln. Da ist Harrison Ford keine Ausnahme.
3 Antworten
12 Auszeichnungen
Der Kommentar Nr. 100...
Habe die Ehre! Schreibe den Kommentar Nummero 100 und werde bestimmt jetzt geköpft (von allen Shalimar-Liebhabern, bitte verzeiht mir!). Ganz sicherlich habe ich das auch verdient, denn mein Kommi wird nicht positiv ausfallen. Ich schwimme nicht auf der Linie, auf der so viele schwimmen, obwohl ich vieles mag, was die allgemeine Welle ist. Davon kann ich mich nicht freisprechen, dass kann man an meiner Sammlung erkennen.

Shalimar habe ich in zwei Varianten besessen und beide erfolgreich verkauft. Einmal war es die ursprüngliche Variante und ein anderes Mal die Mexique Variante. Ich fand beide einfach nur gruselig. Eine Duftbeschreibung möchte ich hier nicht zum x-ten Male abgeben. Ich denke bei 99 Kommentaren zu diesem Duft ist das auch nicht notwendig.

Für mich ist das ein echter Oma-Duft. Penetrant und stechend in jeder Hinsicht. Kopfnote mag noch ganz okay sein, aber der Rest erinnert mich an den Duft von der Kernseife, den meine Großmutter immer in ihrem Kleiderschrank hatte. Mein Opa hat unter Tage gearbeitet und da gab es diese Seife umsonst, die dann meine Oma gegen Motten in ihrem Kleiderschrank untergebracht hat.

Vor kurzem stand ich neben einer sehr gepflegten Dame im Rewe Markt. Sie hatte eine Mega Sillage von Parfum... Das muss man Shalimar ja nun zugestehen! Ich erkannte Shalimar sofort! Musste mich jedoch schnell abwenden, denn diese Stinkbombe konnte ich nicht lange ertragen. Ich bekomme von diesem Duft Kopfweh. Ich empfinde diesen Duft als seifig und sehr unangenehm.

Einen Vorteil hat dieser Duft: Er hat ein enormes Durchhaltevermögen und eine extreme Sillage. Jeder, der diesen Duft mag, ist damit bestens bedient, was Haltbarkeit und Wiedererkennenswert betrifft.

Fazit: Shalimar ist ein Duft, den man entweder liebt oder so wie ich, hasst, sorry!
Eigentlich mag ich die Wummser älteren Jahrgangs. Aber Shalimar? Nein danke! Da gibt es bessere Mottenvernichter!

In diesem Sinne verneige ich mich vor allen Shalimar-Liebhabern und hoffe, dass ich sie nie riechen werde.
Ein Vanilleholldrio in die Runde!
Eure
Riechegut (immer ehrlich)
9 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    13 Auszeichnungen
Meryl Streep
Ich schreibe dann mal den 99. Kommentar zu diesem herausragenden Duft und wehe der Hundertste wird keine Lobeshymne! ;-)

Eins vorweg: ich vergöttere Meryl Streep und verehre Shalimar. Erst vor kurzem habe ich herausgefunden, dass es angeblich eines ihrer Lieblingsparfums ist. Wie passend! Natürlich nicht jeder mag die beiden, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber man muss wohl neidlos anerkennen, dass sowohl die eine, wie auch die andere einzigartig und über die Maßen erfolgreich ist. Auch sind beide nicht im oberflächlichen, herkömmlichen Sinne schön. Sie entfalten eine Aura und Eleganz und wirken dabei beide so warm, bodenständig und authentisch, dass es eine Freude ist.

Der Beginn des Duftverlaufes ist nicht einfach und auch da gibt es Parallelen zu Meryl Streeps Leben. Als sie für die Rolle der Dawn in King Kong vorsprechen sollte, wurde sie vom Produzenten Dino De Laurentis als zu hässlich abgewiesen. Für mich nicht nachvollziehbar...

Shalimar startet gewöhnungsbedürftig, aber sobald sich Blumen, Blüten und Zitrus vertragen, entsteht ein Duft, der in seinem Verlauf immer feiner, komplexer und wunderbarer wird dass es kaum zu beschreiben ist... pudrig, sinnlich, unsüß vanillig, ledrig, würzig und doch beruhigend. Auch Meryl Streep hat eine beispielhafte Karriere hingelegt und ist dabei erfrischend natürlich geblieben.

Punkt um. Ich liebe sie beide :-)
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Popmusik oder Chopin?
Ja, manchmal hab ich Lust auf Popmusik (bzw bei mir ist es eher Rockmusik und Metal - aber manchmal wirklich Pop), aber an einem anderen Zeitpunkt habe ich eben Lust auf Chopin. Manchmal macht mich mich die Currywurst einfach mehr an als das Steak. Ist halt so, manchmal ist einfach und gefällig halt geil.

Aber hin und wieder brauch ichs eben stilvoll. Chopin zum Steak und duften nach - zum Beispiel Shalimar. Der fordert ein bisschen von seiner Trägerin. Sowas wie Selbstbewusstsein und Benehmen. Kann ich, wenn ich mich ein bisschen anstrenge.

Zum Duft ist schon so viel geschrieben worden, ich hänge trotzdem noch meine 2 Cents
dran. Ich rieche rauchige, würzige Vanille mit einem Hauch Zitrus, besonders zu Beginn. Ein wenig süß ist er schon, aber nicht klebrig, mehr über die "teurer Puder" Schiene. Er besiztz einfach eine Wärme und Tiefe, die ich so nicht häufig rieche. Nie gleitet er ins belanglose. Der riecht einfach edel und gut gemacht und irgendwie teuer. Für den Alltag wäre er mir zu schade, aber zum Ausgehen oder zu besonderes Anlässen ist er Kandidat Nr 1.
Trotzdem finde ich ihn eigentlich Allround-tauglich. Wenn man ihn denn jeden Tag bändigen kann, sonst trägt er dich.

Wundervoll und ganz zu Recht ein Klassiker.
3 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    48 Auszeichnungen
An die Freude und auf das Leben
Shalimar ist einer der Düfte, die ich gern rieche an einer Frau. Wunderbare Frauen sind es, die ich kenne, die ihn tragen - keine von ihnen der anderen gleich. Stolze Wesen sind darunter und zarte Geschöpfe - manche lebenserfahren, andere jünger, doch alle unter ihnen Frauen, keine Mädchen mehr. Stets wird er bewusst gewählt - und einer derjenigen scheint er zu sein, bei dem man spürt, wenn seine Zeit gekommen ist. Shalimar ist einer, dem die Gewissheit innezuwohnen scheint schön zu sein, und nichts - so lernte ich vor Jahren - macht eine Frau schöner als das Gefühl schön zu sein.

Blüten, Bergamotte, Opoponax, Tonkabohne und Vanille - alle dabei und alle schön, aber: geschenkt! Denn da ist etwas anderes - ist viel mehr, was Shalimars Charakter und sein Wesen formt - jenseits von Blumen und Vanille.

Ein Duft ist dies, der riecht wie Sonne auf warmer Haut am Ende eines perfekten Tages. Ein Duft wie von einem Kaschmirschal, ganz fein und duftig-zart so wie der Flügelschlag der Eule, lautlos beinahe - und doch behütend warm. Ein Duft, der auch nach bitteren Tränen schmeckt - nach der Entdeckung eines nie erwarteten Verrats - und einer wie das erste Sonnenlicht nach einem Winter, der unendlich schien. Ein Duft, der von der Atemlosigkeit in einer lang herbeigesehnten Liebesnacht erzählt - und von der Vertrautheit einer Umarmung nach ganz langer Zeit. Ein Duft, der wie das Leben riecht.

Fazit: für eine Frau, die gewonnen hat und verloren - die triumphiert hat und manchmal bereut. Für eine, die das Leben kennt und in seiner ganzen schrecklichen Schönheit in die Arme schließt. Ganz viel Lachen und Weinen. Und ganz viel geliebt.
12 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    20 Auszeichnungen
Vanilliger Selbstversuch mit Happy End....!
So, Shalimar von Guerlan ist nun der Erste Damen Duft den ich Kommentieren darf und hoffe das ich dessen auch gerecht werden kann. Bis jetzt habe ich immer nur positives über Shalimar Ode à la Vanille - Sur la route du Mexique gelesen,aber dieser Duft ist mir bis jetzt leider verwehrt worden. Umso glücklicher bin ich nun wenigstens das Orginal Shalimar von 1925 nun vor mir liegen zu haben und testen zu dürfen.
Nun wenn ich mir so diese Duftpyramide mit der dazu gehörigen Erläuterung zu diesen Duft durchlese, ist mir schon klar das es sich nicht um eine leichte orientalische Wolke, sondern mehr um ein Schwergewicht unter den Düften handelt, welcher es über die Jahre geschafft hat zu verweilen und zu begeistern.
Also teste ich nun, natürlich mit freundlicher Erlaubnis meiner Freundin diesen niemals in die Jahre gekommenen Klassiker unter den Damen Düften.
Ich erwarte einen sehr schweren und Süßen orientalischen Duft der es sogar schafft, mich mit seiner Wärme und einem wohligen Gefühl einzululleren.

Diese sehr schöne, gerade zu weiche orientalische Bergamotte, bildet mit ihrem zitrischen Duft und fein abgestimmten Blüten Nuancen von Jasmin, welche mit einem wunderschönen Duett von Iris einher geht und mit dem Hauch von Anis einen wunderbaren Anfang von diesem Klassiker . Eine wundervolle Komposition die einen in sich zusammen sinken lässt und das Gefühl vermittelt, man könnte diesen Duft greifen, ja sogar seinen liebliche Stimme hören.
Im Background schwingt und singt eine sehr gereifte und tiefrote Rose die zweite Stimme und macht die Kopfnote zu einer stimmigen Symphonie von Floralen-weich duftenden Aromen mit einer Bergamotte, die von beginn an durch dieses Blumenbouquet entschärft worden ist.
Ich lausche demütig dieser wohlriechenden Arie und bemerke diese sinnliche Süße des Opoponax und die cremig-Pudrige sowie rauchige Geschmeidigkeit der Tonkabohne welche dieser Arie mehr klang und Volumen verleiht und das Opernhaus zu einen orientalischen Palast werden lässt, sowie mich weit weg in den orient entführt.
Es ist eine Oase des Wohlgeruchs, die mich in große, auf den Boden liegende Kissen versinken lässt und zum dahinschmelzen einlädt. Die in der Basisnote enthaltende Vanille schenkt mir den Schlussakkord der mir mit seinem Wohlgeruch und der cremigen Süße, den gesamten Orient zu Füßen legt und mich in eine Märchenwelt aus 1001 Nacht mit ihren Sagen, Geschichten, Märchen und Mythen einlädt.
Geurlain’s Shalimar vermag es mit seiner traumhaft rauchigen Vanille, meinen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Zurück bleibt das Gute Gefühl und die Sehnsucht diese Arie und Reise nochmal erleben zu dürfen.
Ich bin begeistert von diesen sehr sehr schönen und ausgewogenen Damenduft der einem die Sinne vernebelt und eine zum Verweilen einlädt.
Seine Silage ist traumhaft schön und für mich keineswegs aufdringlich, die Haltbarkeit dürfte über den Tag bestehen bleiben und 24 Stunden ein rund um Wohlfühl- Paket vermitteln.
Ich würde ihn als man als Kuschel und Wohlfühlduft fürs Sofa in der Kalten und dunkeln Jahreszeit nutzen und meiner Freundin ganz schön Konkurrenz machen:-)
hoffe das ich Shalimar Ode à la Vanille auch einmal vor die Nase bekomme und die Damenwelt durch diesen Kommentar nicht verärgert habe.
5 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    13 Auszeichnungen
Danke für deine Geduld
Fast ein Jahr liegt meine Bekanntschaft mit dir zurück. Im Alsterhaus in Hamburg erhielt ich bei meinen regelmäßigen Beutezügen das eine oder andere Pröbchen, empfand dich jedoch als zu stark, zu mächtig, zu alt (es waren heisse Tage, und ich suchte eher Blumiges, lud Floral Romantiqua zu mir ein und schenkte ihm ein Zuhause).

So verschwanden die Pröbchen in einer dunklen Schublade und fristeten ein tristes Dasein.

Nun bin ich seit einer Woche hier unter den Duftverrückten und kam zu einer Abfüllung deiner jungen Initial-Schwester, die mir sehr sehr gut gefiel. So erinnerte ich mich an dich, wurde neugierig ob der positiven Kommentare und hoher Bewertungen. Mal sehen - in der Nacht sicher okay, hoffentlich eine einlullende Schwere, die mich in den Schlaf trägt.

Gesagt getan. In den Schlafanzug geworfen und aufs Handgelenk gesprüht. Zwei, drei Dinge gemacht, geschnuppert.... und hängengeblieben. Was ist denn das?! Eine wunderwunderschöne Vanille begrüßt mich und stiftet mich an, noch mehr aufs Handgelenk sowie aufs Dekolleté zu geben, damit ich den Duft ja die ganze Zeit in der Nase haben kann, bis Morpheus mich holt.

Vanille, ja... anfangs rauchig, außergewöhnlich - eine wohlwollende Umarmung, in die ich mich gern sinken lasse.
Eine Unruhe in mir - ich kann nicht aufhören, an mir zu riechen. Warm, weich, und unglaublich spannend, da nicht einfach nur einschichtig-süß und pappig sondern komplex. Ich entspanne.

Doch du bist unfassbar tiefgründig und frech, riefst mir im Halbschlaf einige amouröse Abenteuer meiner Vergangenheit in Erinnerung. Ich war richtig perplex und kurz wach. DAS beschwörst in mir herauf? Ich dachte an eine wohlige Umarmung, ein Hineinsinken, dann diese Bilder. Keinerlei negative oder gar plakative (so möchte ich das nicht verstanden wissen), einfach Erinnerungen an Gefühle und Momente, die zu mir und meinem Leben gehören. Doch schließlich sank ich in einen tiefen Schlaf.

Heute morgen begrüßte mich dann nur noch ein zarter Vanillehauch, der mich sanft und wohlig erwachen ließ. Du hast mir also noch einen Abschiedsgruß hinterlassen, bist nicht sang- und klanglos verschwunden- obwohl ich dich weggesperrt hatte, obwohl ich meinte, du wärst alt und schwer, nicht harmonisch. Du weisst, wer du bist und was du kannst, vor allem kannst du warten, bis du einen doch gepackt hast.

Ich danke dir für deine Geduld und diese traumhafte Erfahrung.
Bald hole ich dich ganz zu mir und freue mich auf jeden gemeinsamen Augenblick, den wir miteinander verbringen.
Ich bin so froh, dich in meinem Leben zu haben - du machst den Moment besonders.
2 Antworten
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    10 Auszeichnungen
Schwere Kost ......
So nun war es soweit, Shalimar sollte in meine Sammlung aufgenommen werden.
Fast entrüstet war mein lieb Kusinchen, als ich zugab dieses Ihr doch so wertvolle Stöffchen nur vom Hörensagen zu kennen.
Das ginge nun mal gar nicht , der kultigste Klassiker überhaup.
Ja nun ,gab ich zu ,so viel anders als die anderen orientalischen Düfte die ich schon hatte, würde der auch nicht sein.
Ich dachte da an das original Opium zum Beispiel.
Nun ,hmm,, grins..... OPIUM ....hui, weich , süss , samtig !!!Na ja , fein ebend angepasst.
Ohh ha und dann der Kick..
Vorsichtig nahm ich den ersten Sprüher und schnupperte.
Hiiiiilfe was war denn das?????
Meine Erwartung fiel zerfetzt auf den Boden.
Hatte ich grade unvorsichtiger Weise die Schublade mit dem Wermutkraut zu schnell aufgerissen??
Eine bittere Wolke legte sich mir auf die Schleimhäute der Nase .ging aber dann leicht in einen zitrischen Duft über. Auch meinte ich den Duft von Süssholz zu erspüren.
Am besten gefiel mir dann die Vanille und massenhaft kommt bei mir auf der Haut,
der Duft der Tonkabohne.
Ich kann mir vorstellen , dass mir diese Mischung von Ingredientien viel länger als jede andere Zusammenstellung etwas zu sagen hat.
Nur einfach und leicht ist dieses Miteinander in der Art und Weise bestimmt nicht.
Ausserdem ,für mich kommt der Duft gar nicht süß daher, nein er ist sehr geheimnisvoll und verrät nicht gleich
seine ganze Geschichte!
Grad so, wie in Tausend und einer Nacht, muss man sich sehr viel Zeit nehmen ,um alles zu verstehen.
Was uns gesagt wird mit den kleinsten,, vielen Teilen aus der sich diese Parfum zusammensetzt.
Für mich will es gelesen werden wie ein Buch ,keine leichte Literatur, sondern
"Schwere Kost" !!!!!!
Also, es ist wie mit meinen Büchern, Für die Badewanne ein leichter Roman.....
Aber für den gemütlichen, stilvollen Abend,
einen Klassiker mit einem Glas Rotwein ,
im Barrique gereift.
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Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Shalimar, der 93.
Kennt ihr diese Frauen, von denen andere Frauen sagen: ach DIE, die ist total arrogant und eingebildet. Und deshalb spricht man nie mit ihr. Und dann will es der Zufall, dass man sich doch mal näher kennenlernt und man stellt fest – die ist total in Ordnung!

So ähnlich ging es mir mit Shalimar. Hab am Counter mal flüchtig am Flakon geschnüffelt (Todsünde als Bewertungsgrundlage bei einem Guerlain, ich weiß) und das fast schon Derbe, das der Duft im Auftakt haben kann, hat mich total verschreckt. Das zusammen mit den vielen Kommentaren, wie schwer dieser Duft zu tragen und wie speziell er sei, haben mich davon abgehalten ihn kennenzulernen.

Nach ein bisschen mehr Parfum-Erfahrung bin ich mittlerweile dazu übergegangen Düfte, die mich interessieren einfach mal Todesmutig auf die Haut zu sprühen (völlig verrückt! *g). Das habe ich dann auch mit Shalimar gemacht: die ersten 3-5 Minuten haben mich total erschlagen. Ich finde, hier kracht alles auf einmal auf die Haut, vor allem auch dieser animalisch/ ledrig/ würzige Teil, der nicht wirklich meins ist.

Aber dann… hat sich die fauchende Katze noch drei mal um sich selbst gedreht, um sich friedlich auf meine Haut zu legen und nur noch samtig-weich zu schnurren. Was danach kommt ist vanillig-blütige, aber dennoch irgendwie herbe Weiblichkeit mit einer wunderbaren Wärme und Tiefe. Die Blumennoten sind für mich nicht einzeln wahrnehmbar, alles verschmilzt zu einem sehr edlen, fast nostalgischem Make-Up-Puder-Duft.

Shalimar ist alles gleichzeitig und immer wieder anders: blumig-pudrig, feminin aber würzig, vintage aber nicht altmodisch, manchmal hat sie eine Vanille-Butter-Cognac/ Rum-Gewürznote, aber ohne wie ein Dessert zu riechen, tiefgründig und schwermütig, dann wieder kuschelig und warm.

Der Duft zieht sich im Verlauf immer näher an die Haut zurück und ist dann gar nicht mehr „sperrig“, sondern wunderbar samtig und ... persönlich. Das macht ihn für mich so meisterlich.

Ich habe, um zu entscheiden welche Konzentration ich kaufen soll dann EdT, EdP und Parfum zeitgleich an verschiedenen Körperstellen getestet (einen dritten Arm bräuchte man manchmal). RIESENUNTERSCHIED. An mir gefällt mir das EdP am besten. Hier bekomme ich am ehesten meinen Make-Up-Puder-Duft. Das EdT war erstaunlicherweise viel fauchiger und kratziger. Zartbitter Schokolade vs. Vollmilchschokolade, sagte mein Mann als Einordnung des Vergleichs. Ich nehme an er meinte damit, EdT herber, rauchiger – EdP weicher, vielleicht auch gefälliger. Parfum war mir persönlich too much, da müsste man seeehr sparsam sein.

Fazit: Traut euch sie kennenzulernen – Shalimar ist vielleicht zunächst etwas unnahbar und verrät einem nicht im ersten Schnack alle Geheimnisse, aber sie ist schwer in Ordnung und gar nicht so zickig, wie manche behaupten. Mittlerweile bin ich mit ihr schon durch dick und dünn gegangen und sie gehört zu meinen engsten Freudninnen! :-)
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Flakon 7.5/10
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Was hieran so toll sein soll bleibt mir verborgen.
So, nachdem alle immer so von dem Duft schwärmten, habe ich mir doch mal eine Probe zukommen lassen. Vielen Dank an die Spenderin an dieser Stelle. Vorweg, ich habe das Shalimar Ode à la Vanille - Sur la route du Mexique und den ich wirklich mag.

Nun zu Shalimar, ich bin schlichtweg enttäuscht. Hatte ich mir doch einen augewogenen, geheimnivollen, orientalischen Duft vorgestellt. Aber was meine Nase vernahm, hat ihr nicht gefallen. Ein bunter Mix von Blüten, mit einer, wie ich finde, gar nicht passenden Bergamotte. Greller Auftakt, für mich zu viel von allem. Also abwarten, das Herz begrüßt mich mit einem Blütenmix der sehr homogen anmutet, nichts drängt sich hier hervor, und so bleibt es für mich ein homogener Blütenmix mit einer, mir nicht liegenden, Pudrigkeit. Der Duft ist mir zuviel von allem und dann gesellt sich noch Vanille und Weihrauch dazu, wobei ich dem Weihrauch hier fast was abgewinnen könnte. Dann nehme ich noch Nuancen von Leder wahr.

Nein ist nichts meins.
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Ich schäme mich nicht
Kürzlich war hier über Shalimar ein Kommentar zu lesen, in dem es hieß, dieser Duft sei scheußlich und der, der ihn verfaßt hatte, würde sich schämen, mit Shalimar auf die Straße zu gehen.
Nun, ich schäme mich nicht, im Gegenteil: ich trage Shalimar mit Stolz und erhobenen Hauptes, denn er ist von vorn bis hinten ein olfaktorisches Kunstwerk.
Es gibt heutzutage Düfte, die sind zwar nett, aber nett ist nur die kleine Schwester von mies. Sie haben weder Tiefe noch Durchhaltevermögen, sind weder Fisch noch Fleisch, sie sind austauschbar, eindimensional und ohne Wiedererkennungswert.
Shalimar ist anders. Ganz anders.
Dieses Elixier ist eine Lady, eine Königin, eine Diva, eine Femme Fatale, eine Grande Dame.
Sie betritt den Raum und zieht sofort alle Blicke auf sich. Sie genießt das Bad in der Menge, auch wenn es so wirkt, als sei sie streng oder desinteressiert oder gar unterkühlt. Aber in ihr lodert ein Feuer, sie ist wie ein Vulkan, der jeden Augenblick ausbrechen kann. Sie raucht Ziragetten, stilsicher mit langer Zigarettenspitze, und alle Männer im Raum sind versessen darauf, ihr Feuer zu geben, einen Blick von ihr zu erhaschen, und sei er auch noch so flüchtig.
Sie zieht jeden in ihren Bann, man kann sich ihr nicht entziehen, auch oder obwohl sie unerreichbar zu sein scheint.
Und sie duftet so gut...berauschend, betörend, umgarnend, einnehmend, sexy.
Bergamotte kitzelt in der Nase und erweckt das Interesse, während sich die rauchige Vanille nähert, die mit Iris eine schillernde, facettenreiche und unwiderstehliche Liaison eingeht.
Hach, ich könnte stundenlang so weiter schreiben und Shalimar belobhudeln...doch mir bleibt nur noch zu sagen: Shalimar ist einer der schönsten Düfte überhaupt und Guerlain's Liebeserklärung an die Weiblichkeit.
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Nehme alles zurück!
Zunächst bitte ich die erlauchte Parfumo Gemeinde, zu meinem ersten Kommi gnädig zu sein.
Ich greenhorn bin so frech, sich gleich an das Heiligste zu wagen: SHALIMAR!
Was es zu Shalimar zu sagen gibt, hat Dexter82 in seinem Kommi mehr als treffend schon gesagt und ich habe ihm in meiner Antwort voll zugestimmt. Also brauche ich hier nicht noch einmal alles abzunudeln.
Für mich riecht Shalimar zunächst nach Zitronenrolle, dann kommt etwas Marzipan der billigeren Sorte, dazu gesellt sich ein Geruch nach frisch geteerter Straße und verbrannten Gummireifen, dieses Gemisch bleibt über Stunden. Ich habe ihm in den letzten Tagen einige Chancen gegeben (EdP), es ändert sich nichts, es ist für mich kein Duft sondern ein Geruch, den ich an mir nicht haben möchte.
Nach dem ausgiebigen Studium der Parfumo und Fragrantica Kommentare, einiger amerikanischen Blogs und des Kommentars von DuftJunkie h i e r, hatte ich keine Ruhe mehr und habe mir eine Vintage Version besorgt.

Was soll ich sagen? Mir fehlen einfach die Worte.
Shalimar ist völlig zu Recht der Duft der Düfte.

Die berühmte Guerlinade rieche ich nicht, auch keine Vanille und kein dies und das, ich rieche etwas Unvergleichliches, eine Schöpfung, die es auf dieser Welt einfach sonst nicht gibt. Ein edler Traum, welcher mit dem momentanen Shalimar nicht mal eine kleine Ähnlichkeit hat.
Der Duft wurde angeblich reformuliert, d.h. er wurde ganz offensichtlich reformuliert, aber warum so schlecht?
Meine bescheidene Theorie ist einfach die, dass die Guerlain-Altvorderen die Formel mit ins Grab genommen haben und das war es.
Nun eile ich, den letzten Test des neuen Shalimar abzuwaschen.
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Fürs Protokoll: Ich hätte da noch gern festgehalten, dass... oder: die Wärmepumpe Freitag Nachmittag
So. Freitag Nachmittag. Wer hat da nicht Feierabend ?? Klar -> die Istschonlieb.
Im Rausche der Nächstenliebe hat se sich bereit erklärt, noch einen Termin für jemand anders wahrzunehmen, in dem es - JA! - um nichts anderes gehen sollte, als: Eine Wärmepumpe !!
Jawoll, Herrschaften, richtig verstanden. Stein des Anstoßes war eine Wärmepumpe, die irgendwer irgendwo falsch eingebaut hat, oder die vielleicht auch von Beginn an völlig mangelhaft war und jetzt musste ein Sachverständiger sich zur Sache äußern.
Hah - leichtes Ding, ich geh' dann mal dahin.
Was tut man nicht alles für Kollegen ?
Also alles zusammengepackt - huch, das ist aber viel Schriftkram , egal - und los.
HALT !! Es fehlt was ganz Existentielles !! Zurück das Ganze. Es fehlt: der passende Duft, einer, der einlullt, der zufrieden macht, der satt ist, aber auch zeigt: Hey, mit mir NICHT !! (Falls es zum Streit kommen sollte, man weiß ja nie...:-)) !
Für solche Fälle habe ich hier im Büro die von lieben Mitstreitern gelieferten Kampfgeschosse ganz fein sortiert.
Es gibt die Abteilung: "Bloß raus hier", die Abteilung: "Mensch, Sie sind echt nett", die Abteilung "Mauerblümchen" ( also dezent) und die Abteilung: "Achtung ! Hier kommt eine, bei der ist Nachgeben angesagt!"
Die Abteilung: "Aufgeben, Niederlage" gibt es hier nicht....
Hmm, was eignet sich jetzt für Sachverständige mit Wärmepumpen ?? Zugleich seriöses Auftreten mit einer Mischung aus: "Hey, einige Dich, sonst war es das und ich weiß genau, was ich sage !!" ??
(Weiß ich natürlich nicht genau, wer hat es schon mit Wärmepumpen ?)
Hah !! Shalimar !! Hält Feinde auf Abstand und lässt Freunde zusammenrücken.
Also: Schön dosiert aufgesprüht! Ein feiner Duft !!
Leider startet der zitrisch, das ist jetzt nicht so meins, aber wenn man weiß, was kommt: Wurscht. Diese weiche, schmeichelnde Vanille macht das wieder wett !
Ein ganz kleines bisschen rauchig bleibt sie, aber: Wer will schon ohne Ecken und Kanten über Wärmepumpen reden ?
Och nöö. Ich nicht.
Drauf damit, es ist entschieden. Schön auch auf den Schal, ist eh' ar..kalt, da braucht man das, stützt, hält aufrecht, unterstreicht.
So. Los.
Angekommen. Der Sachverständige ist ein Professor für Wasserwirtschaft. Klaaaaaaar.
Der hat's mit Wärmepumpen. Logisch. Jetzt einen Techniker zu bemühen - Mensch, wieso denn, wenn es alt ehrwürdige Professoren der Wasserwirtschaft a.D. gibt ?
Wir setzen uns.
Er spricht.
Lange. Noch länger.
Und: nochmal von vorne. Die Anwesenden haben das nicht ganz verstanden. Wie war das nochmal, die können vereisen ? Warum, wieso ? Rechtwinklig ? Linksrum ? Gestern ?
Ich werde müde. Seeeeeeeeeeehr müde. Aus meinem Schal, den ich vorsorglich anbehalten habe ( ja, sicherheitshalber) strömt mir jetzt die weichste Vanille ever entgegen. Der Rauch ist nur noch minimal wahrzunehmen, hier sprechen wir über eine unverfälschte, orientalische, weiche und warme Vanille.
Nix mit Extra - Modern-Zutats oder so. Ursprüngliche orientalische warme Vanille.
Häh ? Achso. Ja klar. Jetzt isser beim Innenleben der Pumpe angekommen. Boah, dieses Gähnen zwischendurch. Ich setze mich gerade hin und visiere in Absicht absolut feindlicher Grundstimmung den Kollegen gegenüber.
Der sieht nicht soo schick aus, eher strubbelig, fällt mir gerade auf, aber: Er gähnt nicht so oft, wie ich oder verbirgt es besser. Kompliment.
Jetzt fällt sein Kopf nach unten, der Professor redet immer noch. Ich grinse. Dieser Duft !! Er trägt richtiggehend, dieser orientalisch - warme Charakter wärmt und macht glücklich.
So. Herr Wasserwirtschaft ist fertig.
Gesagtes wird zusammenfassend von einem recht kleinen Kerl ganz vorne diktiert, der seine Sache gut macht. Ich versinke wieder in meinen Schal, in meine Vanille - Wärme und wäre jetzt dann auch fertig (fragen sollte ich ja explizit nüscht !!), da ruckt der Kopf des Kollegen, der aus seinem Dämmerschlaf erwacht und er sagt: "Fürs Protokoll, ich hätte da noch gern festgehalten, dass nicht jede Art der Vereisung einer Wärmepumpe eine Vereisung im klassischen Sinne darstellt !"
ZACK.
Das ist natürlich logisch. Dem muss ich mich auch in meinem wunderschönen Vanilleschlaf stellen. Kompromisslos die Aussage des Kollegen gegenüber. Klar.
Jetzt muss ich ja dann doch was sagen. Der kantige Orientale muss raus, das rauchige an Shalimar muss die Oberhand gewinnen, der kann ja nicht NUR warm bleiben.
Ich raffe mich also auf und entgegne kämpferisch: "Häh ? " Ich muss eigentlich lachen, halte mir aber ein Papier interessiert vors Gesicht.
Ein lobendes Zunicken des kleinen Mannes ganz vorne.
Er diktiert ungerührt weiter und der Kollege mit den Strubbelhaaren ist sauer. Er unterbricht erneut: "Könnten Sie bitte noch präzisieren, dass hier eine Form der Vereisung............"
Jetzt wird's mir aber zu blöd.
Ich sitze hier Angesicht zu Angesicht mit einem Prof. der Wasserwirtschaft ( hatte ich das schon erwähnt??) , der ein gnadenlos fundiertes Wissen zu Wärmepumpen und Vereisungen jeder Art aufweisen kann - ?? - eingehüllt in den Klassiker schlechthin, am Weiterträumen gehindert und das alles mit der Maßgabe, ich bräuchte nur vertretungsweise hinzugehen, das ginge ganz schnell ( wir sitzen jetzt 2 Stunden hier) und gut ??
NEE. Nicht mit mir. "Herr Kollege, eine Vereisung IST eine Vereisung. Fürs Protokoll: DIESE Wärmepumpe war vereist. Eine Wärmepumpe die vereist ist eine nicht wirklich gute Wärmepumpe. Herrscht darüber jetzt Einigkeit ?? "
Der kleine Mann vorne muss sich sichtlich beherrschen, nicht zu lachen.
Der Kollege gegenüber muss sich sichtlich beherrschen, nicht zu brüllen.
Ich muss mich sichtlich beherrschen, nicht zurück in meinen Vanilletraum zu fallen und doch wirklich zielgerichtet nach vorn zu sehen, um einen höchst böswilligen und konzentrierten Eindruck zu hinterlassen.
Das ist ganz schön schwer auf meiner Wolke !!
Aaaah Wir sind fertig. Vereisung einer Wärmepumpe ist festgestellt, ich kann gehen.
Jetzt bin ich ja auch bös'. Ich gehe auf den Protokoll - Kollegen zu und wedle noch mal schön mit den Armen. Die Vanille - Wolke muss ihn getroffen haben, ich bin mir sicher. :-))
Hoffe, es war noch ein kleiner Anteil dieses - von Vielen hier als "muffig" empfundenen Bestandteils drin ! :-))
Auch dem Professor gebe ich die Hand, bedanke mich artig und drehe mich dann mit Schmackes um.
Haha, der dürfte dann auch eine Ladung abbekommen haben :-)))

Fazit: Ganz ehrlich: Ich fand' Shalimar früher ganz furchtbar omahaft. Aber welcher Duft hat schon das Kaliber, so viele Mädels um den Finger zu wickeln ?? Nicht mal ein Prof. für Wasserwirtschaft kann das, was Shalimar fertig bringt! Lasst ihm Zeit. Der kommt (NEIIIIIIIIIIIIN, nicht der Prof., der DUFT !!)
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"Das ist ein kalter Aschenbecher."
Ich: "Das ist Guerlain."

Wiesel: "Das sind hier alles kalte Aschenbecher."

Ich: "Schnupper mal an dem hier, der 'Initial'."

Wiesel: "Ist wie: Hey, meinst du das ist zuviel Aschenbecher? Komm, ich nehm die Hälfte der Zigarettenstummel raus."

Ich: "Und der hier, der 'Ode à la Vanille'?"

Wiesel: "Ist wie: Der Aschenbecher alleine erscheint dir wohl zu langweilig? Hier haste nen Vanillekaramell dazu."

Ich: "Du magst doch orientalische Parfums."

Ein Sprühstoß Shalimar EdP auf Wiesels Arm.

Wiesel: "Nein! Nicht! Mach das wieder ab!"

Ich: "Zu spät."

Wiesel: "Ich leide, bääääh!"

Ich: "Stell dich nicht so an. Erzähl mal, an was denkst du bei dem Geruch? Und sag jetzt nicht Aschenbecher."

Wiesel: "An, äh...verkokelter Babypuder?"

Ich: "Na komm, das kannst du besser."

Wiesel: "Verschmorter Markenpuder? Bübchen? Bebe?"

Ich: "Ja nun..."

Wiesel: "Penaten?!"

Ich: "Wiesel! Du sollst dich nicht über den Rahmen aufregen sondern sehen, was darin noch zu sehen ist."

Wiesel: "If verfteh nift waf du mir damit fafen fillft."

Ich: "Hör auf am Rahmen herumzukauen. Lass los und nimm mal ein wenig Abstand."

Wiesel: "Der ist aber so dunkel und schwer. Wie soll ich den denn übersehen?"

Ich: "Das ist ein französisches Kunstwerk und das ist dir doch schon in der Vergangenheit aufgefallen, dass die Franzosen das sehr gerne so machen."

Wiesel: "Genau, zum Beispiel das französische Art Nouveau ist gerne düster und wuchtig und überhaupt nicht so hell und klar wie der norddeutsche Jugendstil mit dem ich aufgewachsen bin.

Ich: "Und da sind wir schon grob im richtigen Zeitfenster der Entstehungszeit des Parfums. Stell dir mal vor du bist auf einem Fest in der Zeit der Belle Époque, vielleicht bei der legendären Soirée '1002te Nacht' von Paul Poiret, wo der Designer seine Lampenschirmkleider und Haremshosen vorgestellt hat."

Wiesel: "Aber Paul Poirets '1002te Nacht' war 1911 und 'Shalimar' kam erst ein paar Jahre später nach dem ersten Weltkrieg raus."

Ich: "Vielleicht haben sich aber viele nach der 'schönen Zeit' von vor dem Kriege gesehnt. Außerdem ist es trotzdem noch mit derselben Hingabe zu Details gemacht worden wie ein Haute-Couture Kleid aus der Zeit der Jahrhundertwende. Das ist also Wirklichkeitsflucht der allerersten Güte."

Wiesel: "'Shalimar' ist dann so als ob ich solch eine Kreation auf dem Fest vorbei schweben sehen würde..."

Ich: "...und jede einzelne Paillette und noch so kleine Rocailleperle, die du daran mit deinen Augen verschlingen würdest, ist eine Duftnote, an der sich deine Nase ergötzen kann."

Wiesels Augen werden groß: "Oooh!"

Ich: "Oder anders gesagt: Das ist hier nicht Helene Fischer sondern eine klassische Symphonie, die als Gesamtkunstwerk verstanden werden will, und bei Beethovens Neunter fragst du doch auch nicht nach 2 Minuten: 'Wo bleibt denn der Refräääh?'"

Wiesel: "Aber für so eine Party ist das EdP doch ziemlich seicht, oder? Gibt es nicht was stärkeres? Das reine Parfum vielleicht?

Ich: "Na da ist aber ein Frettchen ins Kaninchenloch gefallen... Deine Umwelt schwebt nicht unbedingt in deiner Welt, darum bleibst du beim EdP und auch nur bei einem Sprüstoß, nicht mehr."

Wiesel: "Och menno. Hm, na gut."

Ich: "Wieso steht denn dein Fell so ab?"

Wiesel: "Hab Gänsehaut darunter."

Ich: "Ach so, hehe. Komm, ich geb dir ein Vanilleeis aus."

Wiesel: "Auja, lecker! Aber sag mal: Wieso kennst DU eigentlich Helene Fischer?"
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"Sie riechen aber so umwerfend "!
Diesen Satz benützte ich im Jahre 1999, es war damals ein eiskalter Dezemberabend im Winter und ich besuchte meine Mutter die im Krankenhaus lag. Schon im Aufzug roch die Dame einfach umwerfend so schön nach Limetten, aber da war noch eine orientalische Schwere, Gewürze, Vanille. Ich musste sie ansprechen.

"Aha, dass ist Shalimar"! Entgegnete sie mir stolz. "Ist aber ziemlich teuer"! Dann erzählte ich ihr meine Duftleidenschaft mit Opium etc. Sie war schwer beeindruckt.
Sofort zückte sie ihren schönen Flakon aus der Handtasche und sprühte mich mit dem Duft! Der hatte mich gefangen genommen, gefesselt. Als Teenager und dann so einen Geschmack (naja mit Opium nicht anders).

Diesen Duft musste ich haben! Nachdem der Duft auf meiner Jacke einige Zeit erhalten blieb wuchs in mir die Lust den Duft zu haben noch grösser. Irgendwann ich hatte etwas beisammen kaufte ich mir das Eau De Parfum. Ja, da war er wieder dieser tolle frische, würzige süsslich orientalische Vanilletraum.

Ich kaufte aber auch das Habit Rouge einige Jahre später und es könnte als "Shalimar Pour Homme" durchgehen.

Wie beschreibe ich am besten Shalimar ? Der Anfang sprich Kopfnote erhellt den Duft frischen Zitrusnuancen. Eine warme Note schmiegt sich schon nach kurzer Zeit dazu (mir wäre es aber lieber wenn die Zitrusnoten etwas länger wahrnehmbar wären (sicher es gibt auch andere Konzentrationen, aber beim Eau de Parfum sind sie extrem gut komponiert).

Das was ich danach rieche ist in Worten ausgedrückt: Warme vanilige Wolle (wirklich Wolle) in einem schönen Bett aus pudrigen Nuancen, die sofort das Gefühl in mir rufen, "daheim" "Geborgenheit" "beschützt".
Der Duft ist nicht neu, aber trotz seines Alters wirkt es taufrisch und lebendig und irgendwie auch verführerisch anziehend.

Der Flakon und die blaue Kappe haben auch was orientalisches verzauberndes ansich. Irgendwie muss ich an ein "bestimmtes Gefühl" denken, wenn die Herznote bei Shalimar eintritt. Ist es eine Erinnerung an früher? Ist es Nostalgie? An die Kindheit?
Trug es vielleicht jemand aus meiner Familie ohne dass ich es wusste, aber dadurch erinnert wurde?

Ich weiss es nicht aber es ist ein schönes wenn auch seltsames Gefühl, dass mir manchmal die Nackenhaare zusammen ziehen lässt (sprich Gänsehaut).

Mein Flakon aus dem Dezember 1999 riecht tadelos und wirklich gut! Aber eine grosse Überaschung kommt noch hinzu, dass ich ein Vintage Shalimar geerbt habe.
Aus dem Jahr 1985!!!

Dieses Shalimar müsste man eigentlich mit dem Prädikat "Achtung gefährlich" (!) versehen! Mensch, ich bin ja schon einiges gewöhnt, aber das Vintage Shalimar ist ja wirklich mit dem was es heute zu kaufen gibt (und auch der vor dem Millenium welches ich besitze) wie Tag und Nacht. Da sind Limetten, Zitronen, grüne Zitronen alle Zitrusfrüchte vereint und dass nicht zu knapp in Melonengröße.

Die balsamische Pudrigkeit ist eine Staubwolke ähnlich und sehr dicht. Die Vanille hat sich bei der alten Version wohl mit Moschus und Zibet verbündet (sie riecht angenehm "schmutzig" mit viel Rauchigkeit. Meine liebe Neune! So extrem, so sinnlich dass man nur schwer widerstehen kann (Mann natürlich inklusive). Shalimar in "Alt" ist wirklich komplexer. Ein Rausch für jeden Shalimarsüchtigen.

Ich habe das Vintage nur einmal ausgeführt und kann ohne zu überteiben sagen, dass die Leute "wahnsinnig" drauf wurden. Da wurde ich beschnuppert, habe Komplimente bekomme und einen "Poklaps" bekommen (wozu dass auch gut sein mag) :).
Shalimar kuppelt an, schafft neue Gespräche und fördert auch irgendwie die Spiritualität. Es regt mich an und verwöhnt mich. Gut, dass ich dich habe Shalimar denn du bist Duftgeschichte!
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Sie hat mir zugenickt und dabei gelächelt!
An einem der wenigen richtig warmen Tage des vergangenen Sommers bin ich mit dem Rad in die Stadt gefahren. Nach meinem Test von Shalimar Parfum Initial L'Eau Si Sensuelle, der mich so sehr begeistert hatte, wollte ich wieder einmal um den Rest der Familie Shalimar "herumschleichen".

In der Parfumerie kennen sie mich schon. Somit kann ich dort nach Herzenslust ungestört gustieren, schauen und probieren.

Vor dem Guerlainregal blieb ich stehen. Plötzlich spürte ich einen leichten Stoß zwischen den Rippen. Ich drehte mich um und sah eine ältere Dame in einem Lehnstuhl sitzen. Sie trug ein dunkelblaues Seidenkleid, das graue fast weiße Haar war wunderschön frisiert. Ihre feingliedrigen Finger spielten mit einem Fächer. Mit dem hatte sie mich wohl in die Seite gestupst. Ihre dunklen Augen blitzen mit den kleinen Diamantsteckern in ihren Ohren um die Wette. Sie strahlte eine unwahrscheinliche Ruhe und Güte aus. Niemand außer mir schien sie zu bemerken.

Ohne die alte Dame ganz aus den Augen zu lassen, griff ich fast automatisch zum Shalimarflakon. Ich hatte den Eindruck, daß sie mir wohlwollend zunickte und mich anlächelte.

Ich sprühte mir ein winziges Tröpfchen aufs Handgelenk. Ich wußte ja, was mich erwartet. Wie oft hatte ich Shalimar in den letzten Jahrzehnten ausprobiert, wie gerne hätte ich diesen Duft gemocht! Doch die anfängliche Rauchigkeit hat mich immer wieder abgeschreckt. Doch diesmal war alles anders.
Eine weiche angenehme rauchige Vanillenote entströmte meinem Handgelenk. Hin und wieder blitze eine zarte blumige und zitrische Note hervor, eingebettet in diesen
Rauch-Vanille-Traum. Tiefversunken stand ich da, die Nase am Handgelenk.
Wenn das Shalimar ist, dann ticken die Uhren ab jetzt anders, dann dreht sie die Welt in entgegengesetzter Richtung!

Ich blickte über die Schulter - die alte Dame war verschwunden. Auch der Lehnstuhl war nicht mehr da.

Ich radelte nach Haus. Immer wieder mußte ich an meinem Handgelenk riechen. Bis spät am Abend war ich verzückt von diesem Duft.

Shalimar habe ich danach an mehreren Tagen und sogar in anderen Parfumerien getestet. Jedes Mal war ich begeistert.

Die alte Dame hätte ich so gerne wiedergesehen, doch sie war nirgendwo zu erblicken.

Shalimar ist mittlerweile ein Mitglied meiner Sammlung geworden. Der rauchige Vanilletraum begeistert mich mehr und mehr. Trotz sommerlicher Wärme bin ich ihm erlegen. Sehr sparsam und kleinstdosiert habe ich den Duft bisher verwendet. Obwohl ich ein Sonnenkind bin, freue ich mich jetzt schon auf die kühlen Herbsttage,
denn ich werde in bester Begleitung sein.
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Duft 6.0/10
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Meine Reise in den Geist der Zwanziger
Shalimar – welche Sehnsüchte magst Du einst bedient haben? Eine unwissenschaftlich-provokante Spekulation über den Geist einer Zeit:

Grundfesten des Sicheren waren gestürzt. Und mehrfach hatte es die „Krone der Schöpfung“ getroffen. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Darwin der Wandlung des Lebens das Ziel und den Menschen die urschriftlich zugesagte Sonderrolle genommen; rund fünfzig Jahre später hatte Freud ihnen den Verstand geraubt. Und während Jahrzehnte zuvor Schopenhauers „blinder Wille“ noch für die Spinnerei eines notorischen Miesepeters hätte gehalten werden können, erlebte die Idee nun als „Trieb“ unfrohe Urständ, grausig bestätigt durch den Krieg - über die Abgründe im Menschen legten zahllose an Körper und Seele Verwundete inmitten der Gesellschaft Zeugnis ab: Sogar der von Gott emanzipierte Homo sapiens ist nicht nur Subjekt, sondern stets auch Objekt; und das lebensnah spürbar im Freud‘schen Sinne und nicht mehr bloß im zwar unauflöslichen, doch alltagsfremden philosophischen Widerspruch der Kausalität als Bedingung und zugleich Hindernis der Willensfreiheit.

In den Zwanzigern selbst schrumpfte der Mensch weiter, als der große, aber überschaubare galaktische Lebensraum ins Unendliche wuchs. Die Eindeutigkeit der Naturwissenschaft verlor sich zudem bei der Beschau des Allerkleinsten im Ungefähren der Quantenphysik.

Wahrscheinlich können wir, die heute schon rein begrifflich mit der Wissenschaft nicht mehr Schritt halten können, uns nicht vorstellen, wie derlei die Seelen von Künstlern – dazu seien (kühn?) die Parfümeure gezählt – verstören kann. Schlimmer vielleicht, als es die manifeste politische Unruhe vermochte, deren Schatten womöglich erst für uns Nachgeborene ins Gigantische wuchs. Künstlerisch scheint mir Letzteres eher bewältigbar; es ist einfacher, Position zu beziehen.

Und so verließ die Kunst ihren Orbit, wurde politisch, befasste sich mit gesellschaftlichen Themen. Die „Neue Sachlichkeit“ entstand, der Surrealismus festigte sich. Fernand Leger nahm im avantgardistischen Film „Ballet mecanique“ (1924) Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“ vorweg und presste dazu die Rhythmik aus Igor Strawinskijs skandalösem „Sacre du Printemps“ (1913) in einen maschinellen Takt. Das Tryptichon „Großstadt“ (1927/28) von Otto Dix zeigt exemplarisch die Gebrochenheit einer Gesellschaft, deren Oberschicht feiernd die Augen abwendet vom Elend derer, die für sie einen Krieg aus-geführt hatten – das ist nah an Poes gleichnishaftem „Die Maske des Roten Todes“, entstanden rund neunzig Jahre vorher. Manches ändert sich eben nie.

Die Oper wurde bis in die Dreißiger hinein vom Echo des Fin de Siècle durchweht, obschon mit anderen, aktuelleren Sujets. Ekelhafte Morbidität wie die lüsterne Enthauptung Johannes‘ des Täufers in „Salome“ von Richard Strauß (1905) findet sich - wenngleich subtiler und näher am Ist – bei Alban Bergs schizophrenem „Wozzeck“ (1921) und bei seiner desolaten „Lulu“ (1937), mit deren Stoff Berg jahrzehntelang schwanger gegangen war.

Auf solchem Grund standen die Goldenen Zwanziger. Designer wie die uns auch anderweitig gut bekannten Chanel, Patou oder Lanvin boten stoffliches Ventil für die äußere Emanzipation der Frau, die der inneren nachfolgte, welche ihrerseits Tribut für die Übernahme einer neuen Rolle in der durch millionenfachen Tod ent-mannten Gesellschaften war. In dieselbe Logik fügt sich nahtlos jedes auffällige oder aufreizende Parfüm.

Eine Zeit dekadenter, überbordender – und allzu ostentativ zur Schau gestellter - Heiterkeit der Hautevolée, die in den Metropolen das Geld verblies. Fröhlich-frivole Texte der Comedian Harmonists („Veronika, der Spargel wächst…“) oder die Auftritte der „Schwarzen Venus“ Josephine Baker in Paris sind Ausdruck davon. Dieser Rausch ist kaum allein mit dem überstandenen Krieg (und in Deutschland der Inflation) erklärt. Mir scheint eher, als hätten diese Leute geahnt, dass ihnen nur wenige Jahre bleiben würden, weil sie auf einem gesellschaftlichen Vulkan tanzten.

Woran festhalten? An einem heilen Orientbild? Dort wird die Welt aus Sicht der oberen Zehntausend noch in Ordnung gewesen sein; vor allem für den aus dem institutionellen Speck geschnippten Adel, der mit Sorge das Schicksal des letzten Zaren verfolgt haben dürfte, dessen Absetzung nicht genügt hatte. Fern im Süden oder Osten gab es ein paar stabile (oder was man kolonial-selig dafür hielt) Monarchien, die in erdacht-undenkbarem Märchen-Luxus lebten. Nie von unten auf die Probe gestellt, jedem war seine Rolle klar. Über unzählige Meilen hinweg mischten sich Wahres und Wunsch in tausendundeinfacher Weise. Haremsphantasien mögen schmierige Männerrunden unterhalten haben.

So sind die Anfang der Zwanziger entstandenen Ägypten-Bilder des Russen Iwan Bilibin, ansonsten drastisch-expressiver Illustrator der Märchen seines Volkes, zwar „realistisch“, gleichwohl ragen sie in ihrer überraschenden Schlichtheit ruhig und eben beinahe märchenhaft wie aus Vergangenheit oder Ferne hervor. Bezeichnend möglicherweise, dass Giacomo Puccinis Opernschaffen einerseits dem „verismo“, der Darstellung des wahren Lebens, verpflichtet ist („La Boheme“; 1896), später aber die Grenzen des Exotischen streift („Madama Butterfly“; 1904) oder gar weit ins Fremdländisch-Märchenhafte hinein überschreitet („Turandot“; 1926).

Und all dies soll nun Herr Guerlain im Sinn gehabt haben? Ich weiß selbstverständlich nichts darüber. Doch das ist unwichtig. Adorno meinte: „Wahr ist nur dasjenige Kunstwerk, das sich selbst nicht versteht.“ Er spielte auf das der Entstehung jeder Kunst innewohnende, vom (mehr oder weniger konkreten) Willen ihres Schöpfers gleichsam befreite Eigenleben an. Der Gedanke ist keineswegs absurd. Die frühen malerischen Elaborate kindlich-sprunghafter Phantasie haben ähnliche Dynamik, freilich auf technisch und intellektuell anderer Ebene. Diese innere Bewegung ist Voraussetzung für die Vieldeutigkeit, Unergründlichkeit und für die zahllosen Interpretationsmöglichkeiten künstlerischer Werke und gerade bei „uns“, wo ein tiefsitzendes, höchst individuelles (Geruchs)-Gedächtnis eine Rolle spielt, wird der immanente Reichtum der Kunst, mit der wir uns hier beschäftigen, überdeutlich.

Für mich sind die pelzige Bergamotte und der indolige Jasmin-Vorbote des Auftakts (EdP) extrem fordernd. In meiner Nase mischen sie sich zu einem fast stinkigen, säuerlichen Geruch, der eine alte Schul-Chemie-Erinnerung weckt, die Unfug sein mag, nämlich an – ich mag es kaum sagen: Buttersäure? Bestandteil des Fächers an weiblichen Sexuallockstoffen, hieß es. Pubertierende Jünglinge grinsten, bis die Ausgelachten klug fragten: „Und wer steht drauf?“. Die nachfolgende Vanillenote kann ich schlichtweg nicht „schön“ nennen. Die Rose wird zur Statistin degradiert. Erst in der dritten Stunde beruhigt sich das Gerangele der Hesperidien und des Synthetisch-Indolig-Vanilligen. Dankbar nehme ich die gelegentlich durchwuselnden Animalismen und später die leichte Rauchigkeit zur Kenntnis, mildern sie doch meinen Künstlich-Eindruck ab, der mich leider auch im weiteren Verlauf nicht in den Orient und ebenso wenig sonst irgendwo hin entführen mag.

Und wie bei jeder Kunst endet die Betrachtung an der Grenze zur Meinung, zum artikulierten Geschmack als entweder letztem, uneinnehmbarem Bollwerk der Ignoranz oder tiefem Ausdruck der Persönlichkeit. Und ich stelle fest: Ich mag Shalimar nicht besonders. An meiner Frau möchte ich gleichfalls lieber anderes riechen.

C‘est la vie. Schade.
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Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 2.0/10
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Rauchige Vanille im Orient
~ Inspiration ~
Eigentlich hab ich mich nicht getraut, diesen Klassiker zu testen, da ich mir anhand der Beschreibungen schon dachte, dass es nichts für mich sein kann. Aber wie der Zufall so will, war in einem Pröbchenpaket eine von "Shalimar" dabei...

~ Flakon ~
Sehr orientalisch und Vintage. Es sieht aus wie eine Skulptur oder ein Pokal mit einem blauen Fächer als Kappe.

~ Duft ~
Ich habe vorsichtshalber den Duft gaaaaaanz leicht aufgesprüht, um keine böse Überraschung zu erleben.

Vanille, Tonkabohnen, Rosen, Patchouli, Vetiver und vor allem das Opoponax (Räucherharz) verbreiten sich rasend und geben dem Duft seinen außergewöhnlichen Charakter. Bergamotte sorgt für eine zitrische Beinote, die mit verschiedenen Blüten, Jasmin und Iris aufgefangen wird, aber im Hintergrund bleiben.

~ Haltbarkeit ~
Auf meiner Haut hält es sich um die 10 Stunden (auf Kleidung und Haaren sogar noch länger). Man sollte es wirklich nur sehr, sehr sparsam anwenden, da es schon ein echter Hammer ist!

~ Anlass ~
Es passt meiner Meinung nach nur in sehr kalte Abende im Winter.

~ Fazit ~
Wie erwartet ist dieser Duft nichts für mich. Es ist mir zu schwer, opulent, altbacken, rauchig, kratzig und orientalisch. Ein Pluspunkt ist die süße Bourbon-Vanille!
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Kann mir mal eben jemand die Krawallbürste rüberreichen?
Darum also ging es. Darum also geht es. Stein des Anstoßes, Stein der Weisen, ein Juwel? Ich weiß noch nicht, oft weiß ich auch nach Jahren noch nicht so ganz genau und gar nicht so selten nie. Angesichts dieser, der jüngsten Vorgeschichte möchte ich uns allen jedoch, nach meinem allerersten Tag mit diesem Duft, eine Art Zwischenruf zumuten: Das also ist Shalimar? Wieso riecht es dann nach Fenjala?

Sicher war ich mir gewesen, dass ich diesen Duft irgendwann haben, tragen und lieben werde. Diese Gewissheit möchte ich gern umwandeln, in eine Wahrscheinlichkeit unbestimmter Größe. Wie die anderen Guerlains, die ich kenne, ist auch dieser extrem gut gemacht und wunderschön. Ein Klassiker, weil er das Zeug dazu hatte und hat. Also könnte ich ihn tragen. Wenn er dann, irgendwann, zu mir passt. Aus heutiger Sicht tut er es nicht. Was nicht an Shalimar liegt, sondern an mir.

Noch nie, nicht einmal in Tauers "Miriam", habe ich so derartig viel von einer idealen, idealisierten Mutter erkennen können wie in Shalimar. Eine Mutter-Königin, keine Königin Mutter. Der Duft hat etwas absolut Souveränes, ohne dafür mit irgendwelchen Klunkern oder Werturteilen zu klappern. Dieser Duft ist da. In voller Schönheit, ohne jede Zurückweisung, in einer Perfektion, die auf Kühle gänzlich verzichten kann.

Das ist absolut großartig. Existenziell. Und doch, für mich, nicht genug.

Denn ich wünsche mir mehr - Vollständigkeit. Das Bild einer Frau, das diese Mutter nicht nur mit einer Königin, sondern auch mit der Hure in Verbindung zu bringen wagt. Ich wünsche mir eine Realität, die dem Trost und der Pracht das Begehren gestattet. Für jedes große Herz und jede schöne Seele wünsche ich mir einen Körper, um ihn zu bewohnen, ganz auszufüllen.

Ein Parfum ohne jede Maskulinität, ohne den Hauch von Härte, ohne ein winziges bisschen Willenserklärung, ist daher im Moment für mich untragbar. Dafür kann dieser Duft nichts - dass ich es so sehe und so empfinde. Und dafür (oder dagegen) kann auch niemand etwas, der diesen Duft hat, trägt, liebt und möglicherweise auch braucht. Was könnte an Liebe je kritikwürdig sein oder an dem Wunsch nach Geborgenheit abzulehnen?

Ein Wunsch, den jeder kennt, auch ich - und den ich oft mit ein bisschen Milchreis klein genug kriege, auch jetzt im Sommer, dann meist mit Kokosmilch zubereitet und immer mit einer Prise Salz darin. Ein Kniff übrigens, den ich mir von einem Mann abgekuckt habe, nicht von meiner Mutter. Aufgewachsen bin ich gänzlich ohne Milchreis, Armer Ritter, Hawaii-Toast - und mit einer (wie manche schon wissen) ziemlich eigenen und entschiedenen Mutter.

Und Fenjala? War ihrs, war sie, war königinnenhaft und wie von einem anderen Stern - in einer Welt, die zuvor von Nivea, Fa und Irischem Frühling dominiert wurde. Oh, und von krauser Petersilie, mit der man für mein Empfinden jedes noch so gute Essen ein kleines bisschen schlechter machen kann - ein Punkt, in dem meine Mutter mir heute immerhin zustimmt.

Damals wurde gegessen, was auf den Tisch kommt. Heute müssen wir das nicht mehr. Wir entscheiden selbst, was auf den Tisch kommt, wen wir einladen, wessen Geschmack wir achten und wessen Hunger wir stillen. Wir können selbst hervorbringen, was uns fehlt und jeden satt kriegen, wenn wir das wollen.

Es ist die klare, entschiedene und ausdauernde Schönheit Shalimars, die uns genau daran erinnern kann.
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Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    14 Auszeichnungen
Meine liebste Vanille
Das ist mein 2. Kommentar.
Heute nach längerer Benutzung weiss ich mehr....
und ich halte mich an folgender Pyramide fest:

Die Kopfnoten sind Zitrusfrüchte, Mandarinorange, Zeder, Bergamotte und Zitrone; Die Herznoten sind Iris, Patschuli, Jasmin, Vetiver und Rose; Die Basisnoten sind Leder, Sandelholz, Opopanax, Moschus, Zibetöl, Vanille, Weihrauch und Tonkabohne.

Shalimar ist ein Wunderduft und das für mich schönste Vanilleelixir für die Frau. Jeder Mann kann für sich selbst entscheiden ob er ihn tragen möchte. 
Obwohl mir nach wie vor der zitrisch hesperidische Auftakt nicht ganz gefällig ist, ist der Duft sehr wandlungsfähig, und das fasziniert mich sehr und nenne ich luxuriöse Parfümkunst. Die etwas beissende Kopfnote tritt schnell zurück und lässt das fein pudrige und rauchige Vanillin erleuchten und duftet unwiderstehlich, edel und sinnlich. Bei sehr warmen Temperaturen wie heute ist er auf der Haut zwar nicht so langlebig wie im Winter, die Vanille entwickelt sich aber schöner und vollmundiger.

Das Extrait ist um Klassen besser, als das EdP. Die Vanille ist intensiver und noch edler als beim EdP, die Kopfnote für mein Empfinden nicht beissend und stechend. Dafür überwältigt mich eine sehr feine Vanille-Cognac Note. Zusammen mit dem "Perfumed DustingTalcum Powder" ein wahres Schöhnheits- und Wohlfühlritual. Das vorsichtige herausnehmen aus der Schachtel, das langsame tupfen und wieder einpacken ist wundervoll und wie es Lulu75 beschrieben hat ein Glücksmoment,  in aller Entspanntheit.

Ich hatte Shalimar lange Jahre wegen der Kopfnote abgelehnt, dies war fatal. Aber dennoch habe ich die Kurve noch rechtzeitig gekratzt, erkannt welch schöne Entwicklung Shalimar zu bieten hat und den richtigen Duftweg für mich gefunden. Hätte ich das Extrait zuerst kennengelernt, hätte er mir sofort gefallen.
Orientalisch Vanille ist einfach nur himmlisch.

Jetzt freue ich mich sehr auf mein, wohl blind bestelltes, "Ode a la Vanille sur la route du Mexique"...
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Duft 10.0/10
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Glückselixier
Ich bin eine glückliche Besitzerin von Shalimar Extrait de Parfum.

Was soll ich dazu sagen, die Duftnoten brauche ich nicht zu beschreiben, das haben viele von Euch Parfumoexperten schon vorher perfekt getan.

In meiner Sammlung sind "nur" 4 Düfte, nicht weil ich es mir mehr nicht leisten kann, ganz im Gegenteil jeder von den Vieren ist wie eins von 4 Elementen, das zu meiner Persönlichkeit einfach nur 100prozentig und kompromisslos passt.

Und einer davon ist Shalimar, den ich mein goldiges kostbares Glückselixier nenne.
Den trage ich in den Momenten, wenn ich mich einfach glücklich fühle, einfach so, ohne Grund. Wenn ich von diesem Glück weitergeben möchte. Wenn ich eine tolle Mutter sein will. Wenn ich mich geborgen fühle und wohl, dann heißt es, Shalimar kann man in meiner Nähe erschnuppern ; ) Das ist der Duft, mit dem ich mich sehr weiblich fühle...
Ich kann nicht sagen, dass Shalimar sexy ist,( ja, zwar ist er es auch,) aber das wäre eine Vereinfachung, ja fast Beleidigung. Shalimar ist wie die wahre Liebe, facettenreich, hingabevoll, ewig und eben mehr als nur sex.
Ich habe mal Shalimar auch als EdP getestet, nein, es ist kein Vergleich, es kam mir bissig, sogar agressiv vor. Shalimar Extrait ist eine ganz andere Geschichre, es ist eine wunderbare Liebespoeme. So samtig und weich, so intim und innig, unbeschreiblich. Alleine das man es beim Auftragen tupfen muss, statt zu sprühen, macht es für mich zu einem besonderen Ritual. Ganz langsam, bewußt, eine Meditation, ein Gespräch mit sich selbst, was Besonderes.
Mein goldiges Glückselixier. Tropfen für Tropfen Glück.
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TTG
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Geht für mich gar nicht
Ich hatte mir Shalimar auch mal zugelegt, Namensverwechslung mit Samsara(schäm), und ich habe dem Parfum mehrfach die Chance gegeben, mich zu überzeugen. Ergebnis bei allen Tests immer gleich, ich fand es stinkig und irgendwie scharf würzig, es erinnerte mich an eine übelriechende Seife, auf welcher eine Flamencotänzerin abgebildet war, die meine Oma oft ´´aus dem Westen´´ bekam, von blumigen oder vanilligen Anteilen war bei mir nichts zu merken und dann hielt es noch so extrem lange. Ich habe den Duft damals gut wieder verkaufen können und war heilfroh, dass es wieder weg war. Lustigerweise habe ich dann kurze Zeit später eine Probe des Initial als Zugabe erhalten, Effekt derselbe.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
7 Auszeichnungen
Ein Meisterwerk
Typisches Beispiel eines Duftes in den man hineinwachsen muss, bevor man ihn vollständig zu schätzen weiß! Als ich den zum ersten mal probierte...traf mich ein sehr starkes, sehr schmutziges, fast bitteres vanilliges Leder-Aroma, und ich fand es ziemlich beißend und dominierend. Doch nach einigen Tagen und weiteren Anwendungen...musste ich wirklich jedem hier zustimmen dass das ein elegant gemachter, schön zusammengestellter, anspruchsvoller Duft ist, und ich sehe ein, warum ihn viele ein Meisterwerk nennen. Dem, was andere gesagt haben, ist nicht mehr viel hinzuzufügen, doch den Erstanwendern möchte ich sagen, bitte gebt ihm ein paar Versuche auf der Haut und überlasst es der Zeit, die es braucht, um ihn voll wertschätzen zu können. Vertraut mir, wenn ihr das tut, werdet ihr belohnt, aber seid geduldig und ihr werdet sehen, warum so viele Leute den ein Meisterwerk nennen.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Die Hohepriesterin
Auch wenn es der eine Millionen siebente Kommentar ist-ich kann nicht anders. Und auf die Gefahr hin euch zu langweilen-ich bin bemüht mich kurz zu fassen.

Ich habe schon als junge Frau Shalimar getragen und ich habe ihn zu keiner Zeit als "Altfrauenduft" empfunden. Düfte unterstreichen die Persönlichkeit in all ihren Facetten und ich glaube, egal welchen Alters, wenn Shalimar passt, wird aus jeder Frau oder auch Mann ein unglaublich geheimnisvolles Wesen.

Noch kurz die Kurve zu Medusa-auch ich habe den Eindruck, dass Shalimar heute gezähmter ist und etwas an Kraft und Ausdrucksstärke eingebüßt hat, aber seine Schönheit hat er bis heute nicht verloren.

Bei diesem Duft muss ich immer an die Hohepriesterin aus dem Rider Waite Tarot denken. Für alle die sie nicht kennen: sie steht für tiefe innere Gewissheit, Hingabe und Fürsorge. Für intuitives Wissen, verkörpert das Yin-Prinzip und die Kunst des Geschehen-Lassen-Könnens. Sie weiß, dass alles seine zwei gleichberechtigen Seiten hat. Sie ruht in sich selbst und ist als Einzige in der Lage in das tiefe Unbewusste abzutauchen, um auch die letzten Geheimnisse zu lüften-ohne sich dabei in ihren Tiefen zu verlieren.

Wenn Shalimar bei mir auch nicht wunschgemäß startet und Bergamotte mit mir nicht eins werden will, so werde ich spätestens nach 5 Minuten reich belohnt und entschädigt. Hier entfaltet sich Shalimar in all seiner Pracht-seine Rauchigkeit mit einem Hauch Jasmin in dunkler, weicher und warmer Vanille lässt mich fast den Verstand verlieren. Ich kann mir diesen Duft sehr gut an einem Mann vorstellen-aber vorsicht-nicht in meine Nähe kommen!!! Rose und Iris kommen bei mir nur kurz vorbei, wobei ich mir einbilde (ich bin leider nicht so eine Supernase), beide auch noch in der Basis wahrzunehmen, wenn auch nur ganz schwach. Dafür dominieren Tonkabohne und Opoponax und lassen ihn zunehmend weicher und verführerischer werden. Sie ist einfach ein Star, auch unter den Klassikern und lässt sich so leicht nicht das Wasser reichen. Sie ist die "Hohe Priesterin"!
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Duft 5.0/10
4 Auszeichnungen
Mein Mann kann sie nicht leiden..
...die große Shalimar.
Ich selbst bin hin- und her gerissen.
Vor einigen Wochen sprühte ich eine winzige Menge auf mein Handgelenk und war anfangs überrascht von einer sehr herben, fast bitteren Note, die mir nicht sehr gefiel.
Zwei Stunden später roch ich an meinem Arm und wünschte mir, der warme, vanillige Duft würde nie wieder meine Haut verlassen.

Die Vanille roch nicht süß, sondern warm und leicht holzig und das hatte etwas erotisches.

(Nein, ich hatte das Werbevideo zu diesem Zeitpunkt ehrlich noch nicht gesehen)

Ich war verknallt und wollte auf der Stelle einen großen, riesigen Flakon kaufen!;-)))

Vorher jedoch testete ich beim nächsten Stadtbesuch erneut im Beisein meines Mannes, ließ ihn schnuppern und er verzog angestrengt das Gesicht.
"Entschuldige, aber das ist ein Duft für alte Damen, so riechen immer die in den Pelzmänteln...":-O

Na toll..gut, dass ich mir keinen Flakon gekauft habe.
Ich musste bei aller Enttäuschung aber zugeben, dass Shalimar an diesem Tag wirklich anders roch, viel herber, altmodisch und leicht beißend.
Nicht schön, erotisch und sexy.
Ob der Duft gekippt war???Ich hoffe immer noch....
Vielleicht habe ich irgendwann Gelegenheit, es erneut auszuprobieren.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
5 Auszeichnungen
Wahre Diva unter den Düften....
Shalimar ist und bleibt einer meiner ersten Düfte.Shalimar trug ich über sechzehn Jahre...solange ich meine erste grosse Liebe erleben konnte.Da dieser Mann selbst Orientale war,liebte er Shalimar sehr an mir.Trug ich Shalimar hatte ich immer das Gefühl komplett Frau zu sein.
Und jedesmal,wenn ich in einer Parfümerie bin und es mir aufsprühe,ist sofort diese von so viel Liebe und Leidenschaft geprägte Zeit wieder gegenwertig.
All dies findet man in der Komposition von Shalimar.Der Duft einer echten,grossen Liebe.
Warm....der Traum von eintausend und eine Nacht.....geheimnissvoll,oppulent und glamurös.....
Shalimar ist einfach ein Traum von Parfum....mit diesem Duft erlebte ich meinen und seinen Traum von einer grossen Liebe....

Unvergesslich ....ohne Zeit und Raum....
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Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    43 Auszeichnungen
Mein Leben! Mamas Duft....
Schon Anno 1977, als ich das Licht der Welt erblickte und mir meine Mama das Fläschchen gegeben hat, habe ich diesen Duft wahrgenommen und ja...es hat mich geprägt - bis heute. Jahre später, als ich mir von meinem ersten Geld vom 630-DM-Schüler-Supermarkt-Kassiererin-Job eine 30ml-EDT-Flasche Shalimar gekauft habe, hat mir meine Mutter erzählt, dass es wohl ein frühkindliches Trauma sei. Als "Belohnung" dafür, dass sie mir diesen und so viele weitere Düfte von Guerlain "präsentiert" hatte, schenkte ich ihr einige Monate später eine Seife von Shalimar, die ich in einem Guerlain-Laden in Frankfurts exklusivster Einkaufsstrasse gekauft hatte. Ich war knapp 18, fühlte mich wie die "Frau von Welt" und stolzierte erhobenen Hauptes mit meiner blauen Guerlain-Papiertüte durch die Straße. Diese Tüte besitze ich bis heute und hüte sie als wertvolle Erinnerung. Denn ich bin im nachhinein immer noch so unendlich froh, dass ich mein erstes Geld nicht wie jeder andere Teenie nur in H&M-Klamotten, sondern in kostbare Guerlain-Geschenke für meine Mutter investiert habe - denn leider hatte ich nicht mehr viel Zeit mit ihr, bis sie diese Erde verließ.
Es gibt keinen anderen Duft, der mich schon mein Leben lang begleitet und mich auch für immer begleiten wird und es gibt nichts, was meine Mutter besser wieder auferstehen lässt, als dieser Duft. In diesem Duft lebt sie weiter für mich...
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    14 Auszeichnungen
Fixstern, Vorbild, Legende - animalische Vanille-Referenz
Vor manchen Düften hat man einfach Ehrfurcht, Respekt und etwas Angst. Wenn es sich um eines der größten und legendärsten Frauenparfums handelt als Mann umso mehr. Nicht ganz zu unrecht, denn Shalimar ist extrem gut, sehr zeitlos, komplex und sogar heutzutage von modernen, mutigen Männern tragbar (s. Tom Fords Noir). Daher nun der längst überfällige Test zu diesem Klassiker.

Mir stand im Duty-Free-Bereich Dresdens die Eau de Parfum Version als Tester bereit, denke dies war die erste und originale Version. Ich hoffe ich vertue mich hier nicht, denn ein EdT stand direkt daneben. Ich dachte mir nur, wenn dann richtig.

Shalimar startet schmutzig, animalisch, süß, fast rauchig. Eine in die Jahre gekommene Raubkatze fällt mir ein, fast zibetähnliche Zustände stellen sich ein. Vanille, etwas Zitrusfrüchte, eine Menge Schminkpuder und Luxusiris. Aber das besondere, verruchte ist definitiv der versaute, tief sexuelle Unterton. Jeder sollte sparsam dosieren, Männer erst recht. Es könnte schnell wie im oft zitierten Pumakäfig riechen. Später nimmt der Duft etwas Geilheit ab und Sanftheit zu. Er wird runder, cremiger, die Vanille hat eine Dusche danach genommen und scheint fürs erste erstmal gereinigt und schläfrig. Traumhaft schön, lecker. Beide Seiten des Duftes sind jede Lobpreisung wert. Noch dazu die floralen Botschaften nebenbei, die ich beim Test gar nicht richtig begreifen konnte, so schüchtern und vereinzelt traten etwa die Rose auf.

Der Flakon ist der vielleicht schönste Mainstream-Flakon aller Zeiten. Sillage ist ein Biest und Haltbarkeit bei mir zwischen 9-11 Stunden.

Wäre Shalimar ein Bild, wäre es wohl die Mona Lisa. Außer vielleicht No.5 und Mitsouko spielt auf diesem Niveau in der Duft-Hall of Fame keiner mehr. Bravo, Kulturerbe,Kult, Qualität und Must Have!

Wenn ich die ganzen wohl ebenfalls grandiosen Flanker hier angezeigt sehe, dann ist das Kapitel Shalimar für mich wohl noch lange nicht abgeschlossen. Das freut mich, denn über Parfums dieser Größenordnung könnte ich liebend gerne öfters schreiben. Also nur Mut Männer, zumindest einen Test ist Shalimar wert, ihr müsst ja nicht direkt den Hunnie auf den Tisch legen ;)
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Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 5.0/10
Hilfreicher Kommentar    13 Auszeichnungen
Drum prüfe wer sich (ewig) bindet …
Auch ich habe Flakons schon blind gekauft. Im Nachhinein betrachtet hatte ich dabei noch großes Glück gehabt. Nach einigen Erfahrungen mit Duftproben sind Blinderwerbungen bei mir nur noch Duftproben und Teilnahme an Sharings im kleineren finanziellen Rahmen. Ein 10ml-Sharing-Fehlkauf findet hier auf parfumo meist noch einen Abnehmer. Mein jüngstes Paradebeispiel für eine große Dufterwartungsenttäuschung ist ausgerechnet Shalimar.

Ich liebe Gärten, Gartengestaltung, Parkanlagen und alles was damit noch so zusammenhängt. Ein Parfüm wie Shalimar, welches der Name eines indischen Gartens für eine geliebte Frau ist und mit dem Schönheit, Liebe und der Orient verbunden werden, musste!!!! ich testen. Also pilgerte ich in der vergangenen Woche mit einer Freundin zusammen nach Berlin zum Maison Guerlain. Dort nahm sich eine nette und sehr kompetente Verkäuferin unserer an.

Klar war, dass das EDP sofort direkt auf meinem Unterarm getestet wurde. Shalimar startet mit einer Kopfnote, deren Abklingen es abzuwarten galt. Doch danach passierte nicht viel. Der Duft bräuchte zur Entwicklung seine Zeit hieß es. Inzwischen testeten wir noch 2 andere Düfte. Ich hatte ja noch einen Unterarm frei. Dann rochen wir alle (teilweise fachkundig) an der mit Shalimar bedufteten Haut. Da hatte sich kaum etwas getan.

Nun wollten wir es aber wissen. Die Verkäuferin zückte Shalimar Extract: 2 Sprühstöße auf den Handrücken. Für mich war interessant, dass das Extract normalerweise getupft wird. Für die Kunden wird es aus hygienischen Gründen gesprüht. Wir begutachteten den Flakon. Der kleine 30ml-Extract-Flakon mit Glasstöpsel ist wirklich wunder ..., wunder ... schön. Falls den Jemand leer übrig haben sollte, bitte sofort mir zusenden. Nun zurück zum Duft. Das Extract startete weicher und schmeichelnder auf der Haut als das EDP. Aber wieder tat sich nichts Positives. Noch länger wollten und konnten wir uns am Guerlain-Stand nicht aufhalten. Im Stundentakt nahmen meine Freundin und ich eine Riechprobe an meinem Handrücken. Es war und blieb „Mottenpulver de Luxe“, dabei sehr körpernah und nicht aufdringlich. Die Haltbarkeit war mit über 10 Stunden phantastisch. Nur leider mochte sich dieser Duft auf meiner Haut nicht ebenso entwickeln. Da stand ich also vor diesem indischen Garten. Das Tor hatte sich einen kleinen Spalt weit geöffnet und dann klemmte es fest.

Fest steht für mich, dass Jacques Guerlain sich seinerzeit diesen Duft so nicht ausgedacht hatte. Der wäre nicht verkaufbar gewesen. Die einzelnen Duftkomponenten kann ich nicht beschreiben. Bei mir war nur ein undefinierbarer Geruchsmischmasch entstanden. Nun weiß ich zwar, dass Shalimar bei mir nicht funktioniert, aber ich weiß leider, nicht wie er duften könnte. Denn ich besitze keine Miniprobe mit der ich mein Umfeld mal durchtesten könnte. Das war der Nachteil beim Test vor Ort mit Fachberatung. Vor lauter Enttäuschung hatte ich vergessen nach einer kleinen Abfüllung zu fragen.
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Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Duft 10.0/10
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Shalimar ... j'taime oder Luxus & Champagner
Bin gerade in Champagner & Shalimarlaune. Oder auch umgekehrt. Egal.

Bitte erwartet nicht eine genaue Beschreibung der Duftpyramide, das können andere besser. Ich beschreibe jetzt meine Gefühle. Von heute. Morgen kann es anders aussehen. Telle est la vie.

Ich werde morgen 60. Und hatte mir vorgenommen, diesen Tag mit einem besonderen Duft zu beginnen. Bin zum Oberpollinger. (München, googeln ...), da man bei benefit seine Augenbrauen als Geschenk zum Geburtstag bekommt. (Wachsen, Formen, Schönen). Vorher aber zum Guerlain-Counter. War mir nicht sicher, kaufe ich Shalimar oder Shalimar Parfum Initial. Linkes Handgelenk Shalimar, rechtes Shalimar Initial. Schon beim Aufsprühen eine Welle von Glückshormonen seitens des linken Handgelenkes. So, als wenn eine Sonne über mich hinwegflutet nach langen und kalten Regentagen. Dazu muss ich sagen, mal wieder Regenwetter in der bayerischen Landeshauptstadt, kennt man ja ...

Okay, da ich ja weiß, dass Guerlain Kopf-, Herz- und Basisnote respektiert (ich kenne da einige Düftchen, die über die Einstiegsnote nicht hinaus kommen), warte ich erst einmal ab. Lasse mir die Brauen stylen. Schlendere etwas umher. Rieche und schnuppere immer wieder. Anfangs erschien mir Initial wesentlich kantiger und würziger. *Auch mag* Beides entwickelt sich.

Ich Glückliche habe zwei Champagner-Gutscheine für die Veuve Clicquot Lounge/Bar. Ich löse einen Gutschein ein. “Möchten Sie Chips?” (Innere Stimme: halt, Kalorien, Bauch, muss das sein?). Äußere Stimme: “JA GERNE, VIELEN DANK”. Es kam eine große Schale dieser englischen handgeschnittenen geriffelten Chips. Habe mich damit auf einen weißen Lounge-Würfel gesetzt. Und es mir gutgehen lassen beim “Champagnern” und beim Schnuppern.

Links – rechts – links – rechts. Irgendwann schaut eine Verkäuferin des Guerlain-Counters zu mir rüber und lächelt. Ich sage ihr dann, ich teste gerade. Sie meinte, sagen Sie bitte nichts, lassen Sie mich riechen, ich rieche es schon hier. (Für ganz Genaue: so ca. zwei Meter Abstand). Sie meint dann, links Shalimar, rechts Shalimar Initial. Links das sind Sie. Was vollkommen überein stimmte mit meinem Urteil, zu dem ich mittlerweile gelangt war.

Daraufhin löse ich meinen zweiten Gutschein ein. Ich habe in den 80ern und 90ern in Werbeagenturen gearbeitet und es gab bei jeder Feier ... und die gab es oft ... Veuve Clicquot. Für mich war das damals normal. Nun hat mich mein Lebensschiff aber in einen anderen Hafen gefahren, wo die Witwe Clicquot nicht mehr bei mir aus und ein geht und ich diesen Luxus wirklich genießen konnte.

Ein vollkommener Augenblick. Danach ging ich in die Parfumerie meines Vertrauens und erstand 90ml EDP für 92,00 €. Ein guter Preis.

Ich bekomme dafür:
* Einen Jahrhundertduft
* Glückshormone pur
* Das Gefühl, im Luxus zu baden
* Etwas, was in mir drin ist, mit einem äußeren Duft “sichtbar” gemacht zu haben
* Ein tiefes und warmes Gefühl im Bauch. Geborgenheit.
Hallo Jenseits:

Sehr geehrter Herr Guerlain,

ich danke Ihnen für diesen bezaubernden Duft. Er ist nicht mit Worten einzufangen. Sie kennen ihn. Sie haben vielen Frauen damit ein unschätzbares Geschenk erwiesen. Mögen Sie im nächsten Leben glücklich sein.

Ihre, Sie verehrende Lavendel
16 Antworten
Duft 1.0/10
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Etwas altbackener Damenduft
Sicherlich gibt es viele Shalimar-Liebhaber, aber seit wann ist Massengeschmack ein Indiz für Klasse? Seltene Nischendüfte empfinde ich als eleganter und weitaus interessanter, als diese erdrückende Komposition. Neulich stieg meine Kollegin in mein Auto, frisch gestriegelt und parfümiert. Aus alter Zeit hatte sie kurz zuvor das passende Duschgel, Bodylotion und als Krönung das Parfüm benutzt.
Schnell das Fenster auf, mein Erstickungsanfall ließ sich gerade noch rechtzeitig abwenden, das Vanillemonster gab jedoch nicht auf, drückte mich an die Wand, verursachte Kopfschmerzen.

Meine Kollegin lächelte, "gefällt dir der Duft nicht?" fragte sie honigsüß. "Doch, doch" erwiderte ich, ganz Kavalier "ich bin nur zu dick angezogen, daher das geöffnete Fenster." Schweigend fuhren wir durch die Nacht, mein Hals, meine Kehle in fester Vanilleumklammerung. An der Ampel schwappten gefühlt tausend Vanillewolken über mir zusammen und ich muss kurz das Bewusstsein verloren haben. Ein wütendes Hupkonzert ließ mich aus meinem Koma erwachen und ich gab Gas, das Vanillemonster ließ sich jedoch nicht abschütteln.
Endlich am Ziel, meine Kollegin ging schon mal vor und ich stieg mit zittrigen Beinen aus. Was für ein berauschendes Parfum frische Nachtluft sein kann, weiß man, wenn man einmal von einem Duft derart geknebelt wurde.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Laudatio und Ovation
Nein, es braucht wirklich keinen 71. Kommentar zu Shalimar. Ganz sicher nicht. Ich möchte ihm auch nur die Ehre erweisen und demütig mein Haupt neigen vor diesem Duft, den ich nicht schnell lieben gelernt habe aber dafür um so mehr, nachhaltiger, dauerhafter, leidenschaftlicher.

Ich kenne ihn seit etwa 20 Jahren und als junge Frau bin ich über Filme (an die ich mich nun nicht mehr erinnern kann) und vielleicht die eine oder andere Schauspielerin auf diesen Duft gekommen. Bis ich ihn dann das erste Mal in der Nase hatte, gingen noch ein paar weitere Jahre ins Land. Mit damals noch sehr viel undifferenzierterer Nase als heute bemerkte ich nur: VIEL, STARK. Noch zuviel für meine noch viel zu unausgeprägte Persönlichkeit. Ich ließ ihn im Laden zurück und räumte ihm lediglich ein Plätzchen in meinem Unterbewusstsein ein, in dem er viele Jahre bis zum Winter vergangenen Jahres schlummern durfte. Aber auch da hatte ich so meine Anlaufschwierigkeiten. So vermute ich zum einen, dass die Flasche im Laden gekippt war, außer wahnsinnig viel Rauch konnte ich beileibe nichts erkennen. Unsere liebe Esclarmonde hatte mich nämlich auf die Idee gebracht, dass er gekippt sein könnte und mich dazu inspiriert, es noch einmal zu versuchen. Da ich wahnsinnig viel Vertrauen in unsere Parfumos habe, habe ich mich aufgemacht und bei einer gewissen Plattform eine etwas betagtere Variante, schätzungsweise 7 bis 10 Jahre alt, ersteigert ohne mich noch lang mit gekippten und vielleicht doch ein wenig zu oft (?) reformulierten Flakons in den Parfumerien aufzuhalten.

Da entstand dann eine Liebe fürs Leben. Die Bergamotte kann ich in der Kopfnote bestenfalls erahnen (liegt vielleicht an meinem älteren Modell) ein Hauch von Rose und Iris im Herzen kann ich zwar bestätigen, aber der Weihrauch hüllt alles warm, kuschelig und paternalistisch ein, um das Ganze dann ganz vorsichtig zur Vanillebasis zu bringen um sich dort mit ihr für den Rest des Tages (fast 24 Stunden!) zu verbinden und mit ihr zu feiern, bis in die frühen Morgenstunden des neuen Tages. Aber das drückt nun wieder überhaupt nicht hinreichend erkennbar aus, wie schön diese Komposition von Rauch und Vanille ist. Ich kann es daher auch nur schwer in Worte fassen, wie schön dieser Duft für mich ist und welch eine wunderbare Komposition uns hier von Guerlain geschenkt wurde. Es ist einfach ein zeitloses Meisterwerk, wie wir es nur wenige gibt. Das haben viele der Kommentatoren vor mir schon wunderschön und trefflich beschrieben und sie hatten wohl schon die besten Worte dafür gefunden und danke dafür an dieser Stelle!

Alles in allem für mich der schönste Duft den es gibt!
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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70-408
Wow..70 Kommentare gibt es für den Duft der Düfte für die Parfum-(Damen-)Welt.
408 Benutzer haben ihn..unglaublich alleine diese Zahlen sprechen für sich...nun gut..ich bin kein Controller oder Buchhalter..habs eher mit Bildern und Emotionen(dazu)..und versuch nun die nackten Zahlen mit meinen Bilder zu schmücken. Ich hoffe ich werde dem Inbegriff des Parfums gerecht.

Eigentlich benötige ich nach einem Dufthighlight + Kommentar einige Tage pause..sowohl von der Nase her als auch von der Emotionalität..um wieder einen neuen Test/Kommentar zu schreiben.Gestern meiner neuer Fave Serge Lutens(nicht gerade als Leichtgewicht bekannt;-)) und heute vielleicht D A S Parfum!?!
Und eigentlich ist das ein Parfum für einen Test zur Primetime..ist eigentlich nur einem Abendtest würdig..ist so ein Gefühlt..kann ich nicht erklären oder begründen..da würde ich aber meine Eitelkeit in den Vordergrund stellen, weil ihn dann vielleicht ein paar mehr lesen würden..und zum anderen ist dieser Jahrhundertduft (in 11 Jahren wortwörtlich) schon rauf und runter gebetet worden..als ich da noch grossartig was(wichtiges) zu ergänzen hätte.

Die Abfüllung von NannyPlum (Mille Grazie hierfür!) lag schon einige Tage auf meinem Tisch und hab ihn abends immer wieder ganz ehrfürchtig kurz in winzigen Dosen auf meinen Handrücken getröpfelt...jetzt war "er" heute fällig..meine Ungeduld ist auch zu gross geworden inzwischen..ich wollte endlich wissen worin sich alle 408 soo einig sind, sein sollen..;-)!

Meine Bilder sind hier ein cremiger Bergamotte-Blüten-Start..die Blüten deutlich stärker als die Zitrusnote..aber beide präsent..das Verhältnis zueinander aber sehr ausgewogen..grundsätzlich schon mal ein starker Auftakt...in meheren Belangen!!!

Zu diesem herrlichen (ausgewogenen) Duftteppich gesellt sich etwas, was ich als den "Klassiker-Guerlain" bezeichnen möchte...da ich es nicht richtig benennen kann...ist die gleiche Note wie in dem zu mir nicht passenden Habit Rouge..bei HR besteht lediglich der ganze Duft aus dieser Note. Vielleicht ist es ja die "Guerlian-Essenz"...die Basis aller Guerlain-Düfte!?

Das schöne an Shalimar (das klingt schon wie Musik in meinen Ohren) ist, dass hier die einzelnen Noten so gut wie bei fast keinem anderen Parfum so deutlich zu erkennen sind..die pudrige Iris..was diese schöne Cremigkeit bewirkt...diese Hauch von Rosen (seit Lumiere grosser Fan davon) und die dezente Note von Vanille. Alles fügt sich zu einem Großen..zu einem Ganzen..nichts ragt raus..kitzelt, nervt, stört die Nase, nichts lässt den Duft in nur eine Richtung "kippen"...also kein reiner Blumenduft der mehr die Frauen anspricht oder das ganze mehr zu einer Richtung "Abend-Parfum" drängt..!

D A S ist für mich die vielbeschriebene und vielzitierte Guerlain-Qualität..einzelne saubere Noten und IMMER eine traumhafte Entwicklung..nie ein linerares dünnes oder eindimensionales Wässerchen das nach ein paar Minuten schon sein ganzes Pulver verschossen hat. Trifft im Fall von HR und Vetiver nicht immer meinen Geschmack aber immer von unbestrittener und zweifelsfreier höchster Qualität..dafür müsste es in wie in anderen Branchen den Preis fürs Lebenswerk geben.

Im Gegensatz zu Angelique Noire ist dieser Duft für einen Mann sehr gut tragbar..ich kann den mir sehr gut an mir vorstellen..selbst fürs Büro müsste der tauglich sein..ob man(n)s das dann auch macht..bleibt dann aufgrund der Exklusivität des Parfums abzuwarten. Bei mir wandert er auf jedenfall in meine Wunschliste und wird irgendwann den Weg in meiner Sammlung finden. Eine ganz leichte Verwandtschaft zu Tobacco Vanille kann ich nicht von der Hand weisen..!

Die Haltbarkeit mit über 8 Stunden und selbst noch nach einer Nacht am frühen Morgen zu erkennen (da "nur" noch die tolle Vanillenote) ist super...aber irgendwie auch gewohnte Guerlain-Qualität!

Ein Wort noch zum Flakon(oben auf dem Bild)....für mich mit Abstand der König/die Königin unter den Flakons..schöner, besser, edler, anmutiger gehts nicht. Wenn ich das Wort Flakon höre dann hab ich immer das Bild von Shalimar vor Augen und einen traumhaften Film aus der Ära mit Clark Gable, Audrey Hepburn, Rock Hudson, Doris Day uvm..wo so ein Flakon auf dem Nachtisch oder Schminktisch steht, wo der Whiskey und Soda jeweils aus einem schweren Glasflakon kommt...an Charme und Schönheit nicht zu überbieten.

Ich habe den Duft nun aber auch in anderen Falkons gesehen..also auch ohne das schöne blaue Hütchen?! Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen...
Flakon 10.0/10
Duft 9.0/10
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Würde ich ihn tragen?
habe ich mich auf dem Nachhause-Weg gefragt. Und die Antort ist eindeutig "Ja!"
"Shalimar" duftet wie es heißt, rauchig geheimnissvoll, edel, absolut köstlich und wunderbar. Zum Glück überhaupt nicht zitrisch duftet er brilliant nach Rosen, Rauch, Harz, Vanille und Tonkabohne, so unbeschreiblich gut, soo gut, so gut.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Ich habe es getan...
Ja, ich habe es letzten Winter getan. Ein Flakon Shalimar EdP ist letzten Winter bei mir eingezogen. Bereut habe ich diese Entscheidung noch keine Sekunde. Und er steht auch nicht einfach nur zum gelegentlichen Schnuppern im Schrank, sondern wird auch benutzt. Vor allem an grauen und kalten Tagen habe ich bislang dieses grandiose Kunstwerk, diese Legende der Parfumeurs-Kunst getragen. Interessanterweise bekam ich dafür etliche Komplimente und verwunderte Anfragen, was für einen tollen Duft ich denn da trüge. Es hat sich also wieder einmal bewahrheitet, daß die Herren-Damen-Duftgrenze fließend und geradezu willkürlich ist. Ich würde sogar soweit gehen, daß man eigentlich von einem fließenden Verlauf sprechen sollte! Und wenn ich mich daran erinnere, daß ich bei einer Türkis-Filiale einmal von einer sogenannten Fachkraft darauf hingewiesen wurde, daß die von mir gerade beschnupperten "Jardin..."-Düfte von Hermès, doch Damendüfte seien und sie hier etwas ganz wunderbares für den Herren für mich hätte (es war eine widerliche Billig-Plörre!!), möchte ich laut aufschreien und meinen Geschlechtsgenossen zurufen: Jungs, tragt, was Euch gefällt und was Euch steht! UNd außerdem: Liebe Fachkräfte, unisex heißt, daß bestimmte Düfte generell für beide Geschlechter konzipiert wurden. Und ein Kunde, der einen höherpreisigen Damen- oder Unisexduft erwerben möchte, soll dies ruhig tun dürfen. Denn mit dem Low-Price-for-Men-Gebräu könnte ich den Kunden a) vergraulen und b) der Filiale etliche Euronen durch die Lappen gehen lassen.

Und nun zu Shalimar:
Nach einem Parallel-Test in der Parfümerie (links Habit rouge, rechts Shalimar), war ich von der Damenversion einfach angefixt. Diese wunderbare Komplexität, die Schwere und Süße kombiniert mit herben und bitteren Noten hat mich tief beeindruckt. Und wie für mich Vetiver aus dem gleichen Haus wie ein komplexer Riesling ist, stellt sich mir Shalimar wie ein großer Bordeaux dar. Alles an diesem Duft erinnert mich irgendwie an einen wunderbaren und schweren Rotwein: Die Komplexität der dicht miteinander verwobenen Aromen, der wunderbare Gegensatz von Fruchtnoten und herben, tannin-artigen Aromen, zusammengehalten und bekrönt von der sanften Geschmeidigkeit der Vanille und den charaktervollen Hölzern, der mächtige Nachhall... Ein wirkliches Kunstwerk!

Ein Duft für den großen Auftritt, aber auch für den Moment der Stille und der Entspannung. Ich habe mir vorhin einen kleinen Sprüher auf den Handrücken gegeben und schnuppere seitdem ständig daran und genieße das komplexe Zusammenspiel der Zitrusfrüchte mit der Vanille, berausche mich an Zeder und Sandelholz und den komplex miteinander verwobenen Blütenaromen sowie der sinnliche Beimischung von Leder und Zibet, den Spuren von Weihrauch.

Die Grande Dame der Parfums sollte definitiv von mehr Männern getragen werden! Auch in der Damenwelt rieche ich sie leider viel zu selten.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Grau bleibt nicht grau
Gekauft habe ich mir das Parfum vor vielen Jahren...
Für einen Mann, den ich sehr geliebt habe.
Weil er mir sagte, dass er dieses Parfum mag.
Die Zeit von Shalimar und mir war bis heute gezeichnet von Einsamkeit.
Der Mann hat mich sehr schlecht behandelt.
Es war eine Zeit, in der ich sehr verloren war.
Lange Zeit bevor ich meine indische Mutter wieder gefunden hatte..
Immer wenn ich Shalimar roch wurde mir schlecht.
Ich bekam Kopfschmerzen.
Ich fühlte den Schmerz und die Einsamkeit.
Ich ging nicht durch einen dunklen Wald, ich ging durch graue Nebelschwaden.
Ich mied das Parfum viele Jahre.
Durch Parfumo kam ich damit immer wieder in Berührung.
Die schlechten Gefühle wurden weniger, aber ich mochte den Duft immer noch nicht.
Mein Leben hat sich sehr verändert.
Heute habe ich das erste Mal Shalimar benutzt und war berauscht davon.
Von der Schönheit des Duftes.
Von der Feinheit und Eleganz.
Die Sonne scheint seitdem.
Die Welt hat Farbe bekommen.
Es ist herrlich.
Ich habe die grauen Tage hinter mir gelassen!
Ich denke, ich muss den Duft in seiner Zusammensetzung nicht auseinandernehmen, denn diese spielt für mich keine Rolle.
Durch den Duft weiß ich nun, dass ich die Königin meines Lebens bin.
Autonom.

Danke Shalimar!
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Vor nicht allzu langer Zeit beschloss ein ungestümer Bursche, sich in den Status eines Duftexperten zu erheben. Er meinte, man müsse dafür nur ein paar Kommentare bei Parfumo schreiben, dann wäre die Sache geritzt. Furchtlos und unerschrocken wie er war, machte er sich bereit, sich den unzähligen Düften auf unserem Planeten zu stellen. Aber er wollte sich nicht an irgendwelchen unbekannten Wässerchen versuchen, für die sich niemand interessiert, sondern hatte genug Selbstbewusstsein, es gleich mit den Klassikern aufzunehmen.

So stand er nach kurzer Zeit vor diesem Amphoren gleichen Flacon mit goldenem Inhalt wie Aladin vor der Wunderlampe. Der Geist war schnell aus der Flasche gelassen, aber was war denn das? Eine hormongeschwängerte Zibetkatze verbiss sich in seine Nase und drohte mit ihren Ausdünstungen die empfindlichen Schleimhäute unseres wackeren Helden zu verätzen.

Mit diesem hinterlistigen Angriff hatte er nicht gerechnet. Wie konnte sich nur jemand freiwillig einem solchen Martyrium aussetzen? Wie konnte nur jemand freiwillig so riechen wollen? Und gar ein weibliches Wesen?
Unser Held beschloss, die Welt vor dem Unsäglichen zu retten und schrieb einen flammenden Kommentar, der allen unwissenden Verbrauchern die Augen öffnen und ihn ganz sicher in den Olymp der Duftexperten erheben würde.

Doch er war nicht auf die HüterInnen des heiligen Grals vorbereitet, die Furien gleich über ihn herfielen um die Zibetkatze zu verteidigen. Böse Antworten drohten sein Postfach zu überschwemmen. Völlig verschreckt zog er sich und den Kommentar zurück und verstand die Welt nicht mehr, die sich offenbar nicht retten lassen wollte.

Wünschen wir ihm, dass er einmal reif ist für den anderen Geist der Flasche, die bezaubernde Shalimar, die, nachdem sich die beißende Wolke verzogen hat, mit ihrer warmen vanilligen Opulenz die Sinne betört. Die Männlein wie Weiblein in magische Welten entführt und nicht mehr los lässt. Für manche Erfahrungen braucht es eben Erfahrung.

(Aufgezeichnet aus der Erinnerung und ohne Anspruch auf korrekte Wiedergabe, doch mit dem Zugeständnis einer eigenen Meinung für jeden.)
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Duft 10.0/10
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Die Königin
...der Düfte. War für mich klar, seit ich Shalimar das erste Mal erschnupperte. Der Duft ist mit nichts zu vergleichen, ausser noch Habit Rouge, klar. Ich brauchte auch keine Bedenkzeit, es war nur WOW!

Was ich nicht verstehe ist, dass es offenbar viele Nutzer gibt, die diese Kostbarkeit sprühen, d.h. ein gut Teil davon landet in der Luft. Das würde mich reuen, auch wäre es mir zu intensiv, ich finde es viel schöner, die Essenz direkt auf die Haut zu geben, oder in die Haare, gleich wo, als Tröpfchen, und zu entdecken, wie sie sich entwickelt.
Duft 9.0/10
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damals
Ein Winterausflug nach Berlin. Meine Freundin und ich hatten einen flippigen Laden aufgestöbert, und uns dort mit new wavigen Klamotten eingedeckt - knallenge Jeans und metallicfarbene Schuhe mussten in den 80ern schon sein. Da entdeckten wir in dem schrägen Shop eine Parfumecke, ausgestattet mit wunderschönen Flakons. Welch Überraschung! Die Freudin rief erstaunt : Shalimar! , was mir aber nur ein Fragezeichen ins Gesicht zauberte. Den hat Ingrid Bergmann in Casablanka getragen, fügte sie noch hinzu. Oh, das hat meine Neugier geweckt. Ich sprühte, und war mitten in diesem schönen schwarz-weiss Film! Ein Hauch von Melancholie und Wärme umhüllte mich, die Umrisse des Ladens verschwanden, und ich war auf der regennassen Rollbahn. Aufgewacht, den Flakon bezahlt, und ab auf die verschneiten Berliner Straßen. Dabei drückte ich mein Shalimar an mich, damit es nicht friert. Im Gegenzug hat mich der Duft bis heute immer gewärmt. Kein Tag, wo nicht das tröstende Shalimar bei mir im Hause war, und mich sanft in seine Arme nimmt.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Der verführerische Fremde
Sie kannte ihn nicht wirklich, nur gelesen hatte sie von ihm. Das, was sie las, hatte sie neugierig gemacht, ihr Interesse geweckt, doch anfangs war es dabei geblieben.
Immer häufiger versuchte sie, ihn in diesen Zeilen zu erkennen, seinen Charakter, seine Natur zu verstehen. Das war natürlich unmöglich, sie wusste das. Und doch fühlte sie sich von ihm angezogen, sie konnte nicht anders, sein Charme hatte sie bereits in seinen Bann gezogen.

Mit der Zeit entstand eine Sehnsucht in ihr, die sie sich nicht erklären konnte. Sie ging im Geiste all die vernünftigen Gründe durch, die dagegen sprachen, ihn zu treffen, sie wusste, sie war nicht die Einzige, die ihn begehrte, und er würde nicht im Geringsten zu ihr passen. Immer wieder ertappte sie sich dabei, wie sie gedankenverloren aus dem Fenster starrte, ruhelos, aufgewühlt, und an ihn dachte. In ihren Tagträumen war er nur schemenhaft zu erkennen, doch seine Berührung konnte sie erahnen, und statt ihn zu vergessen, wurde der Gedanke an ihn ihr ständiger Begleiter und die Sehnsucht immer größer.

Als sie später darüber nachdachte, konnte sie sich nicht mehr erklären, wie es dazu kommen konnte. Eines Tages stand er einfach vor ihr, und seine Nähe, seine Ausstrahlung, sein selbstsicheres Auftreten ließen ihre Zweifel übermächtig werden. Hatte sie einen Fehler gemacht?
Da stand sie nun, allein mit ihm, schwankend und unsicher. Er war einen Tag früher angekommen als geplant, hatte sie überrascht, und sie hatte keine Zeit mehr gehabt, sich umzuziehen. In ihren verwaschenen, alten Jeans und ihrem dicken Pulli fühlte sie sich seltsam fehl am Platz, zu unscheinbar, zu jung.
Doch bevor sie wusste, was sie tat, streckte sie die Hand nach ihm aus. Ein herber, frischer Duft raubte ihr fast den Atem, als er auf sie zukam, wirkte verstörend auf sie. Er zog sie an sich, hielt sie fest, und jetzt erkannte sie ihn, wusste, dass er es war, der Eine, nach dem sie gesucht hatte. Und plötzlich war da kein Platz mehr für Zweifel, es gab nur noch sie und ihn, so vertraut, als wäre es nie anders gewesen. Sie spürte seinen Herzschlag, fühlte seine Wärme, sog gierig den schweren, süßen Duft seiner warmen Haut ein und vergaß alles, was vorher gewesen war.

Er zog sie fort, entführte sie in die verschwommene Welt ihrer dunklen Träume, tanzte mit ihr eng umschlungen einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang, und sie fühlte sich in seinen Armen wie eine Königin in schimmernden Gewändern in einer rauschenden Ballnacht.

Später, am nächsten Tag, saß sie am Fenster, wieder allein. Sie sah hinaus in die trübe Kälte und dachte an das, was geschehen war. Wie im Rausch hatte sie sich gefühlt, und noch immer konnte sie ihn riechen, überall dort, wo er sie berührt hatte, seine Wärme hüllte sie ein wie ein unsichtbarer Umhang.

Sie wusste, sie würden sich wiedersehen, an einigen, ganz besonderen Tagen, und ein kleines Lächeln lag auf ihren Lippen.
Für M.
Für alle dunklen Träume und jeden berauschten Tanz.
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Shalimar darf mich zu meiner Hochzeit begleiten :)
Also es gibt nur 3 Dinge die man an die Haut lässt an seinem Hochzeitstag... Stoff, Ehemann und Shalimar als Duft :) ... 3 Dinge die einem echt verführen können,.... mein Zukünftiger trägt den männlichen Duft dazu HR... und ich schmelze auch :)
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Duft 10.0/10
8 Auszeichnungen
Irgendwas riecht hier gut...
Ich kann nicht sehr viel Neues berichten - über den Duft wurde schon so gut wie alles gesagt. Dennoch möchte ich erzählen, wie wir zueinander gefunden haben :-)

Das erste mal trafen wir uns vor ca. einem Jahr. Damals war ich bereits fleißiger Mitleser hier und war gespannt auf unsere Begegnung. Nun, wie hätte es auch anders kommen können? Wir guckten uns kurz an, beschnupperten uns neugierieg aber wurden nicht warm miteinander. Alles, was Ihr in meiner Sammlung sehr ist innerhalb eines Jahres neu angeschafft worden und ich habe mich viel mit Düften beschäftigt und immer fleißig getestet und geschnüffelt :-)

Nun wagten Shalimar und ich einen Neubeginn. Immer mal einen Sprüher auf die Hand beim Shoppen zum testen - wieder kamen wir uns näher. Einige Zeit verstrich so. Als der Winter richtig loslegte und ich in meinem Büro saß, stieg mir ein wundervoller Duft in die Nase, welchen ich absolut nicht zuordnen konnte. Ich fragte mich, ob dieser möglicherweise von meinem neuen Azubi käme und fragte ihn sogar, welches Parfum er benutzte. Dieses passte allerdings gar nicht zu dem Geruch, den ich wahrnahm. So vergingen einige Tage, bis ich feststellte, dass dieser Geruch von meiner Jacke kam und noch mal einige Tage bis ich mich an das zuvor getestete Shalimar erinnerte - Haltbarkeit ist somit bombastisch, auch wenn man dies nicht mehr so enorm wahrnimmt bei der dauerhaften Verwendung. Als mir klar wurde, dass dieser Wohlgeruch von Shalimar kam, war beschlossen, dass sie bei mir einziehen musste.

Letzten Endes hat sie mich nun also gefunden ;-). Nun habe ich sie ersoukt und seither sind wir unzertrennlich. Auch ich kann mich vielen Vorrednern anschließen: Shalimar ist DAS Parfum! Einzigartig, unangefochten und unvergleichlich. In Shalimar muss man in der "hineinwachsen" und geduldig sein. Schätzungsweise werden 70% der Menschen, die sie nicht mögen, ihr früher oder später erliegen...
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Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
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Und noch einer....
Der nächste Kommentar! Ich schreibe noch nicht so viele Kommentare, aber diesen muss ich einfach schreiben.

Die ganzen Kommentare und Bewertungen haben mich sehr neugierig gemacht, da ich auf sehr auffallende und starke Düfte stehe. Also war es klar, dass ich ihn testen musste.
Letztes Jahr an einem sehr heißen Sommertag hatten meine Kollegin und ich nichts besseres zu tun, als nach der Arbeit shoppen zu gehen. Bevor wir allerdings in die Läden sind, haben ich noch Shalimar getest. Einen großer Sprüher auf meinem Arm! Erst dachte okaayyyyy....warten wir mal ab! Ich weiß nicht, ob es am Wetter lag, an der schwülen Luft in den überhitzten Räumen oder einfach nur an meinem Kreislauf...keine Ahnung aber mir wurde speiübel schlecht davon. Noch nie zu vor hatte ein Duft bei mir einen Würgereiz ausgelöst (auch ich entschuldige mich schon mal bei den Liebhabern von Shalimar).
Kann das denn wirklich sein? Ja leider es war so! Jedes Mal wenn ich an meinem Handgelenkt roch wurde mir übel! Aber dann Stunden später zuhause entwickelt sich der Duft rauchig sanft! Und da war es, was mir auf einmal so gefiel! Das Besondere! Ich fragte meinen Freund was er davon hielt. Er schnupperte und er meinte nur...du hast bessere Düfte. Hm.... also doch nicht.....
Was ist es das man trotzdem nicht an Shalimar vorbei gehen kann? Die Kommentare und Bewertungen? Das gewisse Etwas was später zum Vorschein kommt???

Gestern war wieder so ein Parfum-Probier-Tag! Also noch einmal ran ans Shalimar! Vorsichtig...nicht das mir wieder schlecht wird!! Und....????
....und er hat mich doch! Er gefällt mir richtig gut! Ein Duft auf den 2. Blick ähm Riecher :-)
Abbbeeerrr wenn ich direkt mit den Nase ran gehe, wird mir in der Tat wieder leicht übel!
Meine Freund meinte gestern...hm...was hast du da dran....als ich ins Auto einstieg.
Ja ja so kann es gehen!!! Shalimar riecht, wenn er schon etwas verfolgen ist und man ein kleines Windchen wohl dosiert abkriegt einfach nur toll! Er ist einzigartig!
Und ja....er wird bei mir einziehen! Irgendwann....ganz sicher!
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
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orientalische Sinnlichkeit
Ich habe mir diesen sinnlich-opulenten Duft im flugzeug auf meiner Urlaubsreise nach Tunesien gekauft.Haupsächlich weil mir der Name (gleicher Name wie unser gebuchtes Hotel) und der Flakon gefallen hat.als ich ihn dann in Tunesien zum Abendessen trug,war ich positiv überrascht: er ist würzig,sinnlich mit einer wunderbar warmen und opulenten Vanillenote.*love*
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Duft 3.0/10
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Auweia, der ist um
Es macht mir schon ein wenig Angst, dass dieser beliebte Duft, der überall fast nur Lob erntet, mich auch nach mehrfachem Versuch so gar nicht überzeugen kann.

Das erste Mal probierte ich ihn in einer kleineren Parfümerie, in der nur noch eine einsame Seife davon im Regal lag - und der Probierzerstäuber. Nach dem Aufsprühen dachte ich „Auweia, der ist um“ und gab das unvermittelt so an die Verkäuferin weiter. Die war recht jung und konnte das verkraften. Der Duft war natürlich völlig in Ordnung.

Bei allem Respekt vor dem Hause Guerlain - der Duft riecht für mich ölig, pudrig, mottenkugelig und schwülstig - insgesamt gestrig. Erst nach geraumer Zeit hat sich diese erdrückende Schwere ein wenig verflüchtigt und ein „erträglicher“, würzigsüßer Geruch bleibt auf der Haut und strahlt eine gewisse Wärme und Opulenz aus.

Vielleicht benutzte eine meiner Omas oder Großtanten diesen Duft? Auch ich assoziiere (und damit bin ich ja zum Glück hier nicht die einzige) damit eine „alte Frau“.

Vielleicht bin ich einfach noch nicht bereit für diesen Duft - und damit beziehe ich mich nicht auf das Alter (so jung bin ich leider auch nicht mehr...).
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Die Meisterin
Nun, da ich immer mehr lerne, einzelne Düfte zu differenzieren, muss ich sagen, dass Shalimar den größten Beitrag dazu geleistet hat, dass ich einen Duft über Stunden "als Ganzes" auf mich wirken lasse.

Shalimar gehört schon länger zu meinen "Basics", tatsächlich hat der Duft es so weit gebracht, obwohl ich einen Parfumerie-Teststreifen davon sofort in den Mülleimer werfen würde.

Kennengelernt habe ich den Duft als sehr weich, sehr tief, bei einem Mann. Mir auf die Haut gesprüht verschlug es mir den Atem - Mottenkugeln, Mottenpapier, Oma, Staub, Benzin. Ich dachte, dass es vielleicht an meiner Haut liegt, ekelhaft, das Zeug.
Nach rund einer Stunde war Shalimar nur noch wunderbar, und es wandelt sich über Stunden.

Inzwischen kann ich den Mottenkugel-Anfangsekel nicht mehr so recht nachvollziehen, allerdings würde ich Shalimar auch nicht tragen, wenn die Anfangsnote bestehen bliebe.
Ich trage Shalimar erst in der Öffentlichkeit, wenn rund eine Stunde vorüber ist. Dann allerdings bin ich ziemlich schmerzfrei, was den "Anlass" betrifft. Ich trage es Sommer wie Winter, bei der Arbeit wie am Abend, einfach immer, wenn mir nach "kaltblau, weich, Strenge, Vanille und Rost" ist.
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Flakon 5.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 1.0/10
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Angriff der Mottenkugeln
Genauso kommt Shalimar mir vor.
Dank einer Probe einer (übrigens sehr freundlichen und kompetenten Douglasverkäuferin)kam ich in den "Genuß", diesen Klassiker zu testen.
Gleich nach dem ersten Sprüher schoß mir das Bild eines mit rotem Samt überzogenen Sofas in den Sinn, das irgendwo in einem Boudoir der 20iger Jahre
stand und in die heutige Zeit transportiert wurde, ohne das Teil zu reinigen.
Als Shalimar geboren wurde, galt es vielleicht als DER Duft der Düfte.
In die heutige Zeit paßt es irgendwie nicht.

Mein armer Mann, der immer als erstes Testopfer für meine Ausflüge in die Duftwelt herhalten muß, meinte:"der riecht, wie alte Frau unterm Arm:))
(Liebe Shalimar Fans: bitte nicht hauen)
Soweit will ich nicht natürlich nicht gehen, aber muffig kommt er auch nach meinem Empfinden rüber.
Vielleicht bin ich auch ein Duftbanause, aber eines ist sicher: SHALIMAR, du gefällst mir nicht!!!!!!
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Duft 1.0/10
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Uffff...
Shalimar ist eine Legende. Jeder schwärmt davon. DAS Parfum. Ich habe von der lieben Nandini eine Probe zu meiner bestellten Abfüllung erhalten. Also nix wie testen.

Aufgesprüht und... ufff... bäh. Auf meiner Haut befindet sich ein Schwall wild gemischtes Chypre Wirrwarr, es riecht wie schon von meinem Vorredner beschrieben nach Altdamenduft. Nicht modern, nicht verführerisch, nicht betörend. Ein Klassiker vergangener Zeiten. Einfach ein Wumms Zeder, Leder und Weihrauch gemischt mit dem widerlichen Geruch von Patchouli und Katzenpipi (Zibet), der sich in diesem Duft extrem breit gemacht hat. Die Sillage ist zu meinem Pech extrem gut. An mir verändert der Duft sich überhaupt nicht. Nach einer halben Stunde bekomme ich Kopfschmerzen. Selbst Abwaschen nützt nichts. Haltbarkeit also ebenfalls 1a, zu meinem Pech.

Nein, Shalimar, du passt nicht zu meinem zarten Wesen. Aber meine Oma wird dich lieben. Doch selbst sie war noch nicht geboren, als du auf den Markt kamst.
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Duft 9.0/10
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Respektlos, vielleicht...
Zuerst einmal: ein herrlicher, traumhafter, köstlicher Duft.

Und nun die Respektlosigkeit... mein erster Gedanke bei der ersten Begegnung:

Das ist doch der Fenjala-Badeschaum meiner Mutter!

Nun ja. Shalimar kann noch viel mehr, wenn man ein Weilchen wartet. Und wer da von wem abgekupfert hat, habe ich im ersten Moment mit Sicherheit "verwechselt". Aber dank des braven Fenjala (das inzwischen ein A verloren hat) war mit Shalimar im Grunde schon vertraut, bevor ich es kannte. Auch schön!
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Meine Begegnung mit einer Legende....
Ich habe soviel von Dir gelesen...gehört...soviel schönes....bewunderndes....aber auch abschreckendes....ernüchterndes...das hat mich so unendlich neugierig gemacht auf Dich...die Femme Fatale unter den Parfums....Ich habe gelesen woher dein wunderschöner Name stammt...romantisch bis ins Mark....

Also habe ich mich bemüht...Um einen HAUCH von Dir auf einen Streifen Papier zu bekommen....Dich vorsichtig kennen zu lernen....Ich gebe zu...Ich bin was die Legenden angeht etwas skeptisch veranlagt...Ich kann (und das ist nur meine ganz persönliche Meinung, voller Respekt für die Menschen, die diese Düfte lieben), mit vielen Legenden leider gar nichts anfangen...Zum Beispiel Chanel No. 5....
Das entfacht kein Verlangen in mir....Keinen Wunsch nach mehr....einfach nur ein Duft....
Und nun stehst Du vor mir...und ich habe fast etwas Angst...Angst davor das sich für mich persönlich wieder eine Legende in heisse Luft verwandelt.... mich nicht anspricht... mich nicht verzaubert...

Also gut....Nur Mut...Ich wage es.....
Aufgesprüht....Augen zu....Da bist Du....Zitrusduft steigt mir in die Nase...frisch....dann...was ist das?.....Ahja....die Zeder....Mein Puls steigt...Die Zeder...irgendwelche Gewürze...ich vermag nicht zu sagen welcher Art....gibt so eine Strenge...och nööö....bleibt das so???....
Ich kann und will nicht glauben das das alles war....bitte....mach weiter....
Dann....auf leisesn Sohlen...jaaa....ich glaube die Kopfnote ist überstanden....zeigst Du mir ein ganz anderes Gesicht....und ich bin überwältigt...sprachlos....verzückt......ein Blumengarten (Aha...Nomen est Omen also doch...)öffnet seine geschwungenen Tore vor mir....getragen von wunderbarem Patchouli...eine Rose blüht am Wegesrand... Vetiver gibt eine leichte holzige Note....und jaa...ich mag sie...Ich liege auf einer Decke in deinem wunderbaren Paradies aus Blumen....ich liege mit geschlossenen Augen dort....inhaliere Dich....nehme Dich auf....strahle mit der warmen Sonne um die Wette....Weil ich so glücklich bin....Dass ich den Mut hatte Dich kennen zu lernen....
Und als in deinem Blumengarten langsam die Sonne untergeht....schwebe ich wieder zurück....Ein wenig ängstlich...das mit der Sonne Deine Wärme und Dein Strahlen geht....Aber....keine Angst...Du hast mich eingeladen noch über Nacht zu bleiben....bittest mich aus dem Garten in Dein Haus....Hast ein Bett für mich....Aus wundervollem Moschus gepaart mit Zibet....warmer Vanille....exquisitem Sandelholz.....Du entzündest für mich Kerzen...sie duften nach Weihrauch....Ich schlafe ein....In einem Märchen aus 1001 Nacht....Fühle mich warm bei Dir...geborgen.....

Wache am nächsten Morgen auf...liege in meinem Bett.....Hab ich das alles nur geträumt?....Doch.....nein.....Ich weiß ich habe nicht geträumt....Alles duftet nach Dir....Wunderbar süß...immer noch....und ich bin sprachlos....Du hast mich in Deinen Bann gezogen....Ich gebe zu....Ich bin Dir verfallen....Wie so viele vor mir....und endlich....kann ich verstehen warum....Du bist (zu Recht) eine Legende....bei der Bewunderer vor Ehrfurcht den Atem anhalten....und Du...hast mir gestattet eine kleine Weile mit Dir zu verbringen....Ich danke Dir....Du bist wunderbar.....
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
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Betrachtungen einer unerfahrenen Nase
Vor ein paar Wochen durfte ich das erste Mal an dem auf einen Teststreifen aufgesprühten Shalimar EdP schnüffeln. „Wer zur Hölle kann das ertragen?“ fragte meine zutiefst verstörte Nase – Gewürze, Teer, Zugsalbe waren meine ersten Assoziationen und da sich auf dem Teststreifen im Duftverlauf nicht mehr viel mehr tat, schwor ich mir, das Zeug nie wieder in meine Nähe zu lassen.

Dann aber hat mir die liebe Partyqueen in einem Duftpäck eine Probe Shalimar EdP dazu gelegt und in einem Anfall von Verwegenheit habe ich es dann doch an meine Haut gelassen. Vorgewarnt durch den ersten Test ließ ich die Nase von meinem Arm, ging alltäglichen Arbeiten nach, bis ich nach einer Viertelstunde immer wieder so einen leckeren vanillig-zitronigen Wohlgeruch wahrnahm. Konnte das Shalimar sein? Jepp, war es! In Hautnähe war immer noch die medizinisch-rauchige Note zu erschnuppern, allerdings lange nicht mehr so intensiv wie zu Beginn. Mit ein wenig Abstand zur Haut entwickelte sich ganz langsam ein unglaublich angenehmes Dufterlebnis, warm und kuschelig, leicht zitronig , einfach herrlich!

Nach etwa einer Stunde ist dann auch auf der Haut nichts mehr von der gewöhnungsbedürftigen Kopfnote zu vernehmen, es bleibt ein Traum von einem Duft, in dem warme Vanille überwiegt, die aber den Zitrusfrüchten der Kopfnote bis zum Schluss immer mal wieder das Feld überlässt.

Ich gebe zu: ich bin angefixt! Und je öfter ich Shalimar auftrage (mittlerweile habe ich dank Dusnatli eine großzügige Abfüllung), desto weniger stört mich die Kopfnote. Bald wird ein großer Flakon bei mir einziehen müssen …
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Primus inter pares oder die Annäherung an eine lebende Legende
...ist der Titel zu meinem Kommentar. Warum? Weil ich mir genau diese Frage gestellt habe: Wie nähere ich mich diesem Parfum (oder besser einem der Über-Parfums schlechthin), das alleine schon durch seinen Namen Strahlkraft besitzt und zwar "nur" ein Parfum ist, aber eines, das sich deutlich aus der Masse abhebt?

Hastig? Nein!
Unvoreingenommen? Wäre schön, geht aber nicht (allein die Anzahl der Kommentare hier spricht für sich)!
Neugierig? Ja!
Offen? Ja!

Nachdem das nun geklärt war, habe ich einige Abende lang ganz entspannt ein paar Tröpfchen des edlen Dufts aufgetragen. Die Duftentwicklungen und meine Wahrnehmungen waren niemals immer gleich. Mal dominierte die "frischere Note", dann mal wieder die schwere Basis länger. Schön, also schon mal keine gepflegte Langeweile!

Zur Duftentwicklung möchte ich hier und jetzt gar nicht viele Worte verlieren, ist alles schon zig-Mal sehr gut be- und geschrieben worden. Nur soviel: Nach dem relativ frischen, leicht zitrischen Auftakt hätte ich niemals gedacht, dass ein Duft in der Basis derartig tief, warm, dunkel, ja fast schon erotisch werden könnte.

Aber er kann - und wie! Dabei wird er niemals zu süß oder zu rauchig, sondern hält immer schön die Balance. Chapeau! Wenn man bedenkt, dass der Duft aus dem Jahr 1925 stammt, ziehe ich erneut meinen Hut vor dem Hause Guerlain! Gut, die Vintage-Version riecht natürlich etwas anders (zumindest bei mir), aber das wird der Zeit geschuldet sein. Zumindest finde ich, dass Guerlain den Duft im Verlauf der Jahre nicht verschandelt hat.

Tja, und so sitze ich nun, eingehüllt in meinen "Shalimar-Kokon" und frage mich, ob Shalimar mir in's Haus kommt. Jaaaaaaaa!

Denn dieser Duft ist kuscheliger und wärmender als Kaschmir, hat eine Wahnsinns-Ausstrahlung und ist somit ein echter Statement-Duft.

Ich denke allerdings, dass Shalimar ungeteilte Aufmerksamkeit des Trägers erwartet und beileibe kein ich-trage-ihn-mal-einfach-so-nebenher-Parfum ist. Denn damit würde man Shalimar nicht gerecht werden, denn eins ist klar: Shalimar ist nichts für die zweite Reihe. Wenn man ihn trägt, dann bitte bewusst und mit der entsprechenden Attitude.

Shalimar verlangt viel, gibt aber umso mehr zurück. Tragbar von Frauen und Männern, die sich ihrer selbst sicher sind. Eine gewisse Reife ist erforderlich, allerdings hängt die ja bekanntlich nicht am Alter. Ich kann mir den Duft daher weniger an extrem jungen Menschen vorstellen, dafür scheint mir Shalimar zu übermächtig zu sein.

Schade finde ich, dass dieser äußerst edle, luxuriöse, lang haftende und raumgreifende Duft von dem einst so edel anmutendem Flakon in einen viel schlichteren Flakon umziehen musste.
Der Alt-Flakon hat die Aussage des Dufts aus meiner Sicht um Längen besser gespiegelt und die Duftaussage durch den glamourösen Flakon noch unterstrichen.
Aber was zählt, ist ja bekanntlich der Inhalt und der passt!

Ich verneige mich in Demut und heiße eine der Königinnen der Parfum-Welt auf's herzlichste Willkommen bei mir!
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Was bleibt
Für Caro

Auf dem Tisch türmten sich Bücherstapel, Notizblöcke und Zettelkästen, zwischen halbleeren Kaffetassen und überquellendem Aschenbecher eine kleine Seifendose.
Wir steckten in der Endphase unseres Examens, eine Prüfung folgte der anderen und wir lebten mit rauchenden Köpfen vergraben in den Tiefen der Wissenschaft.
Shalimar kannten wir erst seit ganz kurzer Zeit und waren hingerissen.
Leisten konnte sich keine von uns einen Flakon, aber wir brauchten irgendetwas, was uns an das' Leben danach' erinnern konnte und so legten wir unsere Bargeldreserven zusammen und kauften uns ein Stück Shalimar Seife. Ein Stück für uns beide!
Und ab und zu wurde die kleine Dose geöffnet, um eine Atempause lang die Sinnlichkeit in die Studierstube zu holen, die wir bei diesem Kopfmarathon vermissten:

diese kühne Eleganz der rauchverhüllten Zitrusfrüchte,
Blüten , durch kühle, herbe Vanille gebunden,
dazwischen wärmender Hauch von Amber,
kaum verhüllt unglaubliche Erotik durch den kräftigen Schuß Zibet, noch verstärkt durch Leder und über allem immer der kühle Weihrauch.....
unfaßbar, faszinierend, vollkommen.

Kurz nach dem Examen brach meine Freundin zu einem 6 wöchigen Praktikum nach Israel auf - und dort lebt sie heute noch, im Negev, 7 km von der Gazagrenze entfernt, ihre und auch meine Kinder sind inzwischen erwachsen.
Gesehen haben wir uns seitdem nur sehr selten, aber dennoch beinah täglich Kontakt, dank Briefen und jetzt Mails.
Shalimar in allen Konzentrationen haben wir immer getragen und ab und zu reist eine kleine Dose mit duftender Seife übers Mittelmeer.

Dies bleibt:
eine lebenslange innige Freundschaft und der Duft von Shalimar.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.5/10
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Balsam für die Seele
Es gibt Tage an denen ist die Stimmung so grau wie der Himmel. Der Herbst wendet sich langsam dem Winter zu, die Natur entledigt sich für den Winterschlaf ihrer Kleidung.

Trüb und düster.

Wenn dann noch schlechte Nachrichten und etliches an Stress hinzu kommen, dann habe ich, so wie heute, das körperliche Bedürfnis mich in einen hauchfein dosierten Schleier Namens "Shalimar" zu hüllen.
Nichts passt so gut zu fallendem Laub , eiskalter Winterluft und Schneekristallen.

Dieser Duft schafft es wie kein anderer auch nur annähernd, mich zu trösten, nicht auf die gute Laune Art, sondern eine beruhigende, einhüllende, beschützende, Alles ist gut Art.

Immer wieder schnuppere ich nach, an meinem Handgelenk, an meinem Arm, an der Innenseite meines Rollkragenpullovers, es ist so wohltuend, Balsam für meine Seele.

Natürlich, all die aufgelisteten Duftbausteine sind da, aber ich nehme nur diese Einzigartigkeit, diese warme schillernde Eleganz, diese rauchige Vanille, dieses Umfangensein wahr.
Jedesmal wenn ich ihn trage bin ich wieder erstaunt über seine Brillanz, würde ich ihn nicht schon kennen, ich würde mich sofort in ihn verlieben.

Mit ihm fühle ich mich geborgen.
Ich bin so froh das es diesen Duft gibt, er begleitet mich seit ich 17 bin, zwischendurch mit Pausen, aber ich habe ihn mir immer wieder gekauft, konnte nie ohne ihn sein.
Ohne dies tröstliche Wispern in meinem Haar, mit dem Versprechen das manche Dinge sich doch eben nie ändern und das ist auch gut so.
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Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
3 Auszeichnungen
Ambra
Nachdem das Parfum hier so gut bewertet wurde, musste ich es gestern erst einmal testen.

Nach einem etwas herben und trockenen Auftakt wird es in der Kopf und Basisnote recht schnell sehr warm.
Ich rieche Vanille und sehr stark Ambra heraus, das auch Stunden später noch zu riechen war. Ich habe hier einen Ambra Duft, einer französischen Parfumerie, die den gleichen Grundstoff nutzt (genutzt hat).

Ich mag es. Mein Mann mag es. Also ist Shalimar demnächst auf meiner Einkaufsliste.
Die Verkäuferin sagte noch, die Ansichten bei diesem Parfum seien sehr unterschiedlich. Ich würde sagen, wer sich am Anfang nicht direkt abschrecken lässt, wird belohnt.
Auf dem Teststreifen roch es sehr ähnlich wie auf meiner Haut. Was ich getestet habe, war das Eau de Parfum. Ich würde sehr gerne mal eine ganz alte Version des Parfums testen.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Der Klassiker
Ja, ich bin noch jung. Ja, ich trage bevorzugt Mainstream-Parfums. Und Ja, ich trage Shalimar.

Tja, die Leute sagen, dass man eine gestandene, selbstbewusste und extrovertierte Frau sein sollte, um Shalimar tragen zu können und man es sich am besten als ein Abendduft aufsprüht. Tja, die Leute sagten früher auch, dass die Erde eine Scheibe sei und dass dieses Jahr die Welt unterginge.
Shalimar ist vielfältig, anders, individuell. Für die einen ist es ein opulenter Ausgehduft für die anderen der hautnahe Wohlfühlduft. Für mich ist Shalimar ein Klassiker. Und zwar einer passend für jede Frau Shalimar passt sich den Gelegenheiten an. Es passt sich seiner Trägerin an.

Shalimar beginnt mit ungewöhnlich frischen zitrischen Noten, die jedoch von Anfang an etwas pudriges auf meiner Haut entwickeln. Wahrscheinlich sind es die Iris und der Jasmin in der Herznote, die Shalimar bereits von Anfang an so rund wirken lassen. Die Zeder, der Patchouli, der Vetiver … nichts davon kann ich einzeln wahrnehmen.
Die Vanille schleicht sich langsam, aber stark, an und bleibt von Anfang bis Ende dominant. Die Basis wird sehr hautnah an mir. Nicht dunkel und würzig, wie man es bei der Duftpyramide mit Leder und Weihrauch vermuten sollte, sondern einfach warm und sanft.
Voll entwickelt umgibt das Parfum mich, wie eine zarte, aber irgendwie rauchige Vanille-Zitrus-Moschus-Wolke. Diese Wolke umgibt mich nahezu 10 Stunden und wird nicht schwächer.

Shalimar ist MEIN Duft, wenn ich….

… abends von einem anstrengenden Tag unter noch anstrengenderen Menschen nach Hause komme, unter die Dusche springe und danach einen Spritzer Shalimar aufsprühe. Ein absoluter Wohlfühlduft, der einen das Gefühl gibt endlich angekommen zu sein und ganz bei sich selbst zu sein. Ein Duft, der einen selbst nach dem noch so chaotischten Tag auffängt und erdet.

… an einem eiskalten und schmuddeligen Tag vor die Tür muss und weiß, dass ich an diesem Tag noch entspannte und besondere Momente brauche. Man steht im strömenden Regen und macht sich so seine Gedanken über den anbrechenden Tag, während man auf die öffentlichen Verkehrsmittel schimpft, weil sie einen mal wieder im Stich lässt. Doch unbewusst fährt man sich mit der Hand durch die Haare und hat wieder diesen Duft in der Nase. Ein schöner Moment, der einem ein Lächeln entlockt und hoffen lässt, dass der Tag besser wird als er angefangen hat.

… mich mit Freunden treffe und gefragt werden will, was denn hier so gut riecht. Ja, wenn ich für einen kurzen Moment im Mittelpunkt stehen will ohne dass es aufdringlich oder erzwungen wirkt. Shalimar wirkt ohne es zu wollen. Es wirkt nicht exzentrisch oder gewollt, nein, Shalimar unterstützt einfach die eigene Ausstrahlung.

Wegen dieser Momente verbinde ich mit Shalimar nur schöne Erinnerungen und Emotionen. Es gab sogar schon Momente in denen ich es aufsprühte und eine Gänsehaut bekam, weil es so viele Emotionen auslöst. Deshalb liebe ich mein Shalimar.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Jetzt nur noch Frau sein - voll und ganz
Frevel gehört bestraft. Das gilt nicht nur für die Kastration von Shalimar, sondern auch für mein eigenes Vergehen. Verdammt lang ist´s her, seit mich dieser Orientale aus dem Hause Guerlain begleitete. Es war die Zeit, als Selbstgestricktes noch „in“ war, wie man damals zu sagen pflegte. So kuschelig und warm wie meine Kreationen aus Angora und Mohair empfand ich auch mein Shalimar. Dann kam der Tag, an dem ich beidem überdrüssig war. Die Pullover flogen aus dem Schrank, und Shalimar in den Müll. Zumindest Letzteres war eindeutig Frevel.

Die Jahre vergingen - ich verschwendete keinen Gedanken mehr an diesen Duft. Bis, ja bis mir immer wieder diese eine Probe in die Hände fiel. Eigentlich hätte ich sie, wie andere zuvor auch, schon weitergeben wollen. Doch aus irgendeiner sentimentalen Anwandlung heraus sprühte ich dann doch noch mal. Mein erster Eindruck ist am besten mit etwas wie UARGS zu beschreiben. Eine unangenehme, strenge, und für mich undefinierbare Kopfnote waberte mir entgegen. Etwas, was ich so nicht in Erinnerung hatte. Sollte DAS wirklich der Duft sein, den ich so lange getragen und so geliebt hatte? Spielte mir mein Gedächtnis etwa einen Streich?? Hat sich Shalimar so verändert, oder ich mich??? Egal, ich ließ den Mief drauf und kümmerte mich nicht mehr darum. Bis, ja bis mir ein Dufthauch in die Nase stieg, der tief aus meinem Inneren ein spontanes und wohliges "Shaaalimaaaar" hervorzauberte.

Da war sie wieder, meine Jugendliebe. Das Leben hat auch an ihr seine Spuren hinterlassen. Ein wenig blasser ist sie geworden, und längst nicht mehr so voller Energie wie damals. Und doch: Noch immer bewegen sich in ihr Weihrauch und Vanille so eng umschlungen wie umeinander werbende Tänzer in perfekter Harmonie. Akkorde von Blüten, Gewürzen und Patchouli bringen die Luft zum knistern. Animalische Noten erhöhen den Takt. Pure Erotik raubt den Verstand. Jetzt nur noch Frau sein - voll und ganz.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Die Oase der Liebe
Die Geschichte dieses Parfums beginnt in Indien, vor mehr als 300 Jahren.

Sein Name war Shajahan, nach seinem Vater Jahangie der dritte Mogulherrscher auf dem Thron Indiens. "Sie" war die schönste und lieblichste unter seinen Frauen. Ihr Name war Mumataz Mahal. Obwohl Shajahan viele Frauen besaß, war sie allein die Königin seines Herzens. Man sagt, er habe sie bis zum Wahnsinn vergöttert. In seinen Augen war Mumataz Mahal der Balsam seines Lebens. Alles verblaßte neben dieser Frau für ihn.

Seine Liebe zu ihr war so groß, dass er sich nicht einmal mit ihrem Tod abfinden konnte. Um Mumataz Mahal für alle Zeiten gegenwärtig zu halten, ließ er ein Marmormausoleum erbauen, eines der Weltwunder, die wir heute kennen, das Tadsch Mahal in Agra.

Lange davor jedoch erschuf er ein anderes Sinnbild seiner Liebe, ein lebendiges Sinnbild des Glücks, den Garten "Shalimar" in Lahore. Hier wurde die Liebe der beiden Menschen zur Legende.

Shalimar bedeutet "Oase der Liebe". Shajahan duldete in diesem Garten nur Dinge, die Ausdruck der Liebe waren: Herrliche Springbrunnen, tiefe, kristallklare Seen, unvergänglich angelegte Marmorterrassen, seltene Singvögel und wundervoll duftende Blumen. Nur im Garten "Shalimar" waren die Liebenden wirklich alleine und ungestört.
Wenn man die Gründe sucht, die zur Erbauung des Tadsch Mahal führten, so wird man sie in diesem Garten finden.

Ein indischer Maharadscha erzählte den Herren Pierre und Jacques Guerlain diese Geschichte in Paris im Jahr 1925. Von der Erzählung menschlich berührt und inspiriert schufen sie als Huldigung an eine große Liebe, an die Liebe überhaupt, ein Parfum von berauschendem, zart sinnlichem und erregendem Duft. Man entschied sich für den Namen "Shalimar" und nicht wie zuerst gedacht "Tadsch Mahal", denn dieses Bauwerk bedeutete das Ende einer großen Liebe. "Shalimar" jedoch wird immer die Erinnerung an die schönste Zeit der Legende zurufen.

Shalimar - Parfum aus 1001 Nacht. Prototyp aller Parfums mit orientalischer Note. Eine berauschende Huldigung aus erlesenen Blütendüften, Sandelholz, kostbaren Gewürzen, Nachtviolen und Opoponax auf einer Basis aus kostbarem Ambra.

Shalimar ist das Parfum des Ewigweiblichen!

In Erinnerung an diese wunderbare Liebesgeschichte die hinter der Entwicklung von Shalimar stand, wurde 2010 zum 75. Geburtstag des Duftes diese Limited Edition Shalimar Charms herausgegeben!
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Shalimar - Tausend und eine Nacht
An Tagen, an denen man sein Selbstbewusstsein morgens im Badezimmer vergessen hat, sollte man tunlichst die Finger von Shalimar lassen. Wenn Du Shalimar trägst musst Du strahlen und selbstbewusst sein, sonst erdrückt es Dich, man kann halt mit gesenktem Haupt keine goldene Robe mit Reifrock tragen, das wirkt einfach nur mitleiderregend.
Trotz der vielen Orientalen auf dem Markt, mit Shalimar fällt man auf, dass muss man wollen und auch aushalten.
Ich kenne nur wenige Parfums, die so komplex, so vielschichtig und so unglaublich aufregend und so präsent sind wie dieses, und obwohl ich genügend Anlässe habe, zu denen ich es tragen könnte, tue ich es doch eher selten, weil mich seine barocke Opulenz oft einfach überfordert. An Abenden an denen ich mich aber gut fühle und es aufsprühe, fühle ich mich wie die Königin der Nacht. Der Katzenjammer kommt am Morgen - die Weihrauchkomponente, die 24h locker überlebt, löst bei mir mit der Zeit starke Kopfschmerzen aus. Daher von mir - nur - 90%.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Ich bin gebührend beeindruckt...
Das ist es also. Das Flaggschiff von Guerlain. Seit 1925 auf dem Markt.

Die Kopfnote ist sehr zitronig-frisch mit einem deutlichen Auftritt des Zedernholzes (lässt mich irgendwie an Kirchenbänke und Pelzmäntel denken) und verfliegt äußerst schnell. Aber schon dieser erste Hesperidienhauch lässt einen erkennen - das ist ein großes Altweltparfum. Das ist Geschichte.

Nach den Agrumen zeigt sich ein betörender Blumenduft, kann sich aber nicht freimachen von Vanille und Zeder. Daneben auch noch eine Ahnung von Walpurgisnachtsfeuer. Rauchig, harzig. Der Duft ist wie die Weisheit einer erfahrenen älteren Frau, die viel vom Leben gesehen hat und einen daran teilhaben lässt. Eine Bezugsperson. Sehr nostalgisch. Sehr schön. Wirklich ein Parfum, das in einem emotional etwas bewegt.

Im Verlauf wird es immer pudriger und würziger. Bemerkenswert auch die untypische Vanille - stark, verraucht.

Keine Ahnung, ob das ein Duft ist, der zu mir passt, aber er ist wirklich speziell und von daher werd ich mir vielleicht mal ein Fläschchen zulegen. Aus Respekt vergebe ich hier 100%.

Edit: nachdem ich Shalimar nun einige Tage lang getestet habe, muss ich sagen, ich kann mir durchaus vorstellen, den öfter zu tragen. Er ist zwar ein alter Klassiker, aber keinesfalls so muffig und altbacken wie zB Chanel N°5. Shalimar ist zeitlos. Es stimmt, was ich neulich irgendwo gelesen habe:

Shalimar lässt 80% der heutigen Düfte trivial erscheinen!
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Kopiert und doch niemals erreicht
Shalimar ist ein aufregendes Parfum, das Verlangen symbolisiert. Diejenige, die
mutig genug ist, es zu tragen, unterstreicht damit ihre Weiblichkeit und
ihre extreme Sinnlichkeit. Sie ist erotisch, von ungeheurer Verführungskraft -
an der Grenze des Verbotenen. Shalimar gibt ihr die Freiheit, ihre Gefühle und ihr Begehren zum Ausdruck zu bringen - dabei geht sie mit ihrem Parfum eine
leidenschaftliche Beziehung ein. Shalimar zu tragen heißt den Verstand vor
den Sinnen kapitulieren zu lassen.Shalimar zu tragen bedeutet Lebenfreude, dadurch dass Shalimar nicht zu schwer ist, eignet sich der Duft auch tagsüber zu tragen und ich schwebe jedesmal dahin, ich liebe diesen Duft, der ab 25+ tragbar ist. Shalimar, wenn man es trägt, spürt man eine Gewisse, Reife die einen umgibt wie eine Erfahrung die man am liebsten täglich habe möchte! Dadurch das Shalimar nicht zu herb aber auch nicht zu süsslich (vielleicht
eine Kreuzung zwischen den beiden!!!) riecht ist es ideal für jede/n!

Der Duft ist tages und nachttauglich! Ich habe von Shalimar das Eau de Toilette und Eau de Parfum in Gebrauch und muss sagen, dass beide langhaftend sind, vielleicht das Eau de Toilette etwas weniger intensiver als das Eau de Parfum ist, aber trotzdem sehr gut auf der Haut haften. Denn egal ob EDT oder EDP beide verweihlen lange auf der Haut und dass kann man zu diesen Preis auch verlangen! Das EDT ist etwas spritziger als das EDP wird aber auch pudrig süss wie das EDP....Shalimar ist ein Duft der niemals in meiner Sammlung fehlen darf, da der Duft mich glücklich macht, mich in andere Zeiten versetzt (nostalgisch eben :)
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Duft 9.0/10
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Geborgenheit, die niemand sieht
Den Moment, in dem mir Shalimar zum ersten Mal begegnet ist, werde ich wohl niemals vergessen. Es war in der Wiener Innenstadt in einer jener Parfumerien, die man, angelockt von den Duftschwaden davor, mit ungewissen Zielen betritt und die man glücklich verlässt - im Idealfall nur um einen halben Monatsgehalt ärmer. So geschehen im Jahr 1979, es war tiefster Winter, und ich wollte mir die Mittagspause verschönern, da und dort ein bisschen die Nase reinstecken, glitzernde Flacons bewundern und wunderbar beduftet wieder zur Arbeit zurückkommen.

Die Verkäuferin war eine von denen, die auch eine Neunzehnjährige mit "gnädige Frau" ansprach, meine Güte, ist das lange her, das war ja Alt-Wien..... und sie meinte "Sie sehen ja völlig ausgefroren aus". Sprachs und nahm den Traumflacon in die Hand.... "probieren Sie mal, das kann ich mir schön an Ihnen vorstellen".

Was sich ausbreitete, im Raum, auf meinem Mantel, auf meiner Haut, das war nicht nur ein Duft. Das war zitronige Frische vermischt mit Puder, eine flauschige Vanillewolke, ein wenig rauchig, ein bisschen geheimnisvoll, einladend, kuschelig. Es war eine Ahnung von Geborgenheit aus dem Flakon.

Ich fühlte mich wie eine Katze, die ihre Nase in ein wenig Schlagobers (für meine Nachbarn: Sahne) steckt, während irgendwas unglaublich Leckeres im Ofen nach Vanille duftet, der Kamin ist warm, alles ist friedlich.

Doch Shalimar regt dank Zitrusfrüchten gleichzeitig an, so wie es dann beruhigt. In der Basis wird es zum Statement: Ich bin eine Frau, mit vielen Facetten. Und ich genieße es.

1979 gab es Shalimar im nachfüllbaren Zerstäuber, weiß-blau geblümt; ein wahres Schmuckstück, das die zarte, geborgene Komponente des Duftes zusätzlich betont hat. Natürlich habe ich ihn damals gekauft, mit allem Zubehör.

An den Tagen, an denen das Leben die Geborgenheit nicht verschenkt, gibts die Chance, sie in sich selber zu finden. Shalimar ist der unsichtbare Kuschel-Schal dafür.
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Uff brennt hier was?
Wie ich hier nachlesen kann bin ich wohl nicht die einzige deren Haut diesen "Duft" nicht an sich ranlässt :(
War ich doch ganz interessiert wie dieses Wässerchen wohl riecht , neugierig bis aufgeregt wurde ich mit einem Brett vor dem Kopf im die realität geholt und ganz schön betraft mit dem Test dieses Parfüms.

Mein erster Gedanke? Verbranntes Sofakissen ( an alle Liebhaber sorry) das geht garnicht, da möchte ich sofort das Athmen einstellen :(

Die fruchtigen Noten nehme ich soweit garnicht durch , was jedoch klar zu erkennen ist, ist die Vanille diese sticht deutlich aus dem "rauchigen" hervor, ledrige sowie die Weihrauch Noten zeigen sich auch sehr klar, für mich aber unangenehm... mehr kann ich soweit mir möglich nicht wahrnehmen und muss mich geschlagen geben und zugestehen zu mir passt er absolut nicht

Leider für mich nur muffig, rauchig und etwas stechende Vanille
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Ich trau mich vielleicht was...
Aufgrund all dieser euphorischen Kommentare hier ließ ich mich sofort anstecken und kaufte Shalimar, OHNE ihn vorher zu probieren... Aufgerissen, Deckel ab, aufgesprüht: Na, was mich jetzt erwartet hat war allerunterste Dufthölle, die sofort in einem Wort zusammengefasst wurde - Nuttendiesel! Dieser "Geruch" - nein, ich weigere mich, es Duft zu nennen - liegt sogar noch vor meinem Hassgeruch Maroussia!

Also, den musste ich nun unbedingt wieder loswerden. Mir fiel eine Freundin ein - herbe Schönheit, Raucherin (ist keine Abwertung) - zu der dieses bleischwere Parfum passen könnte. Also, nix wie hin. Bevor ich noch "Vorsicht!" rufen konnte, hatte sie ES sich schon aufgesprüht. Was unfassbar war: Hier entwickelte sich etwas, das ich kaum glauben konnte. Verbunden mit ihrer Haut entwickelte sich Shalimar plötzlich zu einem teuren, edlen Parfum, das an abendliche, arabische Sonnenuntergänge erinnerte. Auch ihr hat's gefallen und ich hab ihr nur allzu gern diese Freude bereitet...

Mein Fazit: Nix für Häute wie meine, zu denen Aromatics Elixir, Scherrer, Eau du Soir und im Winter noch allerhöchstens Amethyst passen.

So, jetzt dürft Ihr mich fertig machen :-]
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Haltbarkeit 7.5/10
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Fernweh
Der Orient ruft. Ich bin betört. Als absoluter Duftneuling hier in der großen Runde vermag ich mich dieses Mal diesen ausgiebigen, tollen Kommentaren 'nur' anzuschließen und bitte um Verständnis ;-)

Was soll ich noch groß dazu beitragen?
Shalimar ist für mich ein außergewöhnlicher, großartiger Duft. Der erste Duft, den ich ausgesprochen orientalisch empfinde.
Ich möchte sofort die Koffer packen und verreisen. Weit, weit, weg.......
Meine Lieblinge Chypre, Patchouli, Leder, rauchige und holzige Noten sind alle vereint.
Bei Opoponax habe ich zuerst Ohropax gelesen. Verzeihung!!! Ja, harzig kann ich auch bestätigen.

Alles in allem, orientalisch traumhaft.

Nach dem wundervollen Bois des Iles ist dies heute abend schon der zweite Traum, der von mir 100 % erhält - Wunschliste eingeschlossen.

Was ein Glück, dass nach Weihnachten ziemlich schnell mein Geburtstag folgt. Der Platz unter dem Baum wird nämlich immer beengter.
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Die Schleier der Shalimar
Einen Löffel Jicky

Eine Messerspitze L´Heure Bleue

Abgeschmeckt mit einer Prise Vanille

Voila´ : Das Beste Parfum aller Zeiten.

Müsste ich mich für einen entscheiden. Es wäre dieser.

Kein Duft ist gleichzeitig so herausfordernd, lockend, schmeichelnd, verrucht und doch geschliffen.
Die Dame trägt Samt und Seide doch darunter das verführerische Negligé .

Auch passend für Herren, wenn sie sich trauen. Das dunkle, holzige kommt hier mehr zum tragen.

So wie man das Rad nicht mehr perfektionieren kann, so gibt es nichts, was diesem Duft seit seinem Erscheinen auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Viele haben es versucht und konnten nur scheitern. Hier ist nichts zu blumig, zitrisch oder vanillig.

Wer Eleganz gepaart mit orientalischer Verführung sucht: Bitte, dies ist die Weapon of Choice.

Kein Balz/Lockstoff doch ein sinnlicher Schleier der Verheißung, nicht des Versprechens.Doch
bei diesem Tanz der Shalimar werden nicht alle Schleier sofort gelüftet. Das hat sie nicht nötig. Denn die Vorführung an sich ist schon dergestalt das man, wie bei einem perfekten Menü, den jeweiligen Gang als den schönsten empfindet und nicht ungeduldig auf die Erfüllung der Erwartungen hofft.

Vielleicht ist die heutige Version nur mehr ein Schatten des Originals doch selbst jetzt noch stellt sie alle anderen in den selben.

Ich weiß nicht, ob dieses Monument Mumtaz Mahal, die angeblich die Inspiration für Shalimar
gewesen sein soll, gefallen hätte. Doch eines ist klar. In diesem Duftwunderwerk steckt mehr orientalische Sinnlichkeit als in allen Amouages, Lutens und Montales zusammen.

Dies ist, jedenfalls für mich, die Quintessenz des orientalischen Parfums.
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meine erstes mal
ich habe mich mal getraut und zwei tropfen der shalimar-probe von der lieben sevda aufgetan.
hui.....was ist das? sowas habe ich ja noch nie..puh, das durchatmen fällt noch schwer. was ist das, was am anfang so muffig riecht?
ich harre jetzt mal der dinge, die da noch kommen mögen....
10 minuten später rieche ich ein bisschen wie frischer zitronenkuchen..mit ein paar geheimnisvollen gewürzen....aber irgendwas stechend-gleichzeitig-muffiges ist immer noch dabei, fast bin ich versucht zu sagen, es riecht wie mottenkugeln, ähäm, hoffe, das verfliegt bald, weil das andere köstlich ist...
diese mottenkugeln...könnte auch eine ekelige medizin sein.....ein geruch aus dem krankenhaus.....ich hoffe wirklich, dass das verschwindet!
wieso rieche ich jetzt erst, eine halbe stunde später, ganz deutlich bergamotte? ist das nicht ein duftbaustein, den man ganz zu beginn riecht? nee, ich glaube,die bergamotte war vorhin vielleicht doch schon da, da war es aber nicht so deutlich und hell, eher etwas vanillig, deshalb die kuchen-assoziation.
komisch, eine armbeuge strahlt von bergamotte, die andere mufft noch leicht nach krankenhaus oder mottenkugeln. zum glück jetzt etwas schwächer...
könnten nicht langsam auch mal ein paar blumen um die ecke kommen? etwas jasmin ahne ich....
boah, die vanille ist ja wohl....geil....jetzt ahne ich, warum sich frauen in der werbung so irre-willenlos in den laken wälzen.....
in der linken armbeuge reicht es jetzt mittlerweile wie eine ganze dose herrlichster earl-grey-tea und rechts hat sich das krankenhaus etwas verzogen und eine wirlich irre-sexy vanille ist da.....rrrhhhhh.....sexy krankenhaus? greys anatomy?
ich habe ehrlichgesagt gedacht, dass shalimar mehr nach aussen "abduftet", aber ich muss immer ziemlich nahe an die haut gehen um was zu riechen. mh, komisch oder? ich habe drei tropfen benutzt, armbeugen und dekolltée... - schreibt man das so? -
also wirklich, shalimar macht einem unsittliche anträge, bevor hier mal ein strauss blumen rüberwächst? ich bin empört! wo bleiben meine blumen? naja, ok, einer der besten earl-greys, die ich jemals geniessen durfte hat er mir ja immerhin serviert.....mh....
ich glaube, jetzt habe ich's seit knapp drei stunden drauf. keine blumen. jedenfalls für mich nicht. inzwischen etwas moschus, sandelholz, ein häuchlein von leder(?) und viel zu wenig von der tollen sexy vanille. überhaupt inzwischen viiieel zu schwach. ich habe gedacht, shalimar hätte eine der längsten haltbarkeiten überhaupt, aber dem ist, zumindest bei mir, leider nicht so! das enttäuscht mich echt. vor einer stunde, als ich mich gerade mit earl grey und vanille in den laken...äh, naja, da dachte ich, jetzt geht das erst richtig los...das wars? mh....
kommt da noch was?
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Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Ein Parfum für die Ewigkeit...
Alles an diesem Duft ist besonders und einmalig. Und alles an diesem Duft erinnert mich an einen Teil der Geschichte, an Mesopotamien und Babylon. An Nebukadnezar und an Semiramis und ihre hängenden Gärten, an einen herrlichen Palast mit Blumen und Zitrusbäumen überall, an Myrrhe und Weihrauch und an Honig und all die wunderbaren Düfte des Orients.
Mesopotamien ist die Wiege unserer Zivilisation und Babylon eine der ersten großen Städte auf unserem Planeten. Seine Geschichte reicht weit in die Antike zurück, in eine Zeit als die ersten Erfindungen, wie die Schrift gemacht wurden und wo mit dem Kodex des Hammurabi die ersten Gesetze festgehalten wurden, die teilweise noch bis in unsere Zeit gelten.

Shalimar ist der Duft einer babylonischen Königin und auch ganz sicher ihrer würdig. Und ich, gewöhnliche Sterbliche, habe diesen königlichen Duft bis vor kurzem gänzlich ignoriert und abgelehnt. Welch Frevel!

Doch eine der guten Eigenschaften des Menschen ist, dass er lernfähig ist. Und so habe auch ich diesen herrlichen Duft kennen-, schätzen- und liebengelernt. Die Verführung durch Shalimar beginnt nicht mit dem Auftragen, ganz im Gegenteil. Shalimar sucht sich seine Trägerin genau aus. Daher zeigt es erst einmal eine recht unangenehme und gewöhnungsbedürftige Seite. Es kommt bitter und rauchig, mit recht kräftiger Bergamotte, um die Trägerin erst einmal zu testen, ob sie eines starken Duftes würdig ist.
Doch jede und jeden, der dieses Wagnis eingeht und diese erste, ca. 1-stündige Testphase durch die Kopfnote übersteht, belohnt Shalimar mit seiner ganzen wunderbaren Fülle und Opulenz.

Shalimar ist unbedingt ein Duft der Superlative. Zart und gleichzeitig kräftig, süß und gleichzeitig cremig, würzig und gleichzeitig weich, blumig und wunderbar wandelbar.

Recht früh stellt sich bereits die Vanillenote ein, die alle anderen Duftbausteine während der ganzen Zeit begleitet. Ich fürchtete, dass dieser Duft zu stark für mich ist, aber ich habe mich geirrt. Shalimar ist ein Duft von einer unglaublichen Perfektion und trotzdem ein Duft mit Ecken und Kanten. Kein gefälliges Wässerchen und kein temporärer Modeduft. Shalimar ist ein Duft für die Ewigkeit und ich bin sicher, dass es Shalimar noch sehr, sehr lange geben wird.
Ganz gleich ob es das Original oder einer der Flanker ist, die Einmaligkeit von Shalimar zeigt sich in allen Varianten, mal mehr, mal weniger, mal gefälliger und mal exotisch, doch immer dufttypisch.

Es wird vielleicht noch einige Zeit dauern, doch Shalimar wird als EdP ganz sicher bei mir einziehen und einen Ehrenplatz in meiner Sammlung erhalten.
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Duft 10.0/10
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Senf 37
Ein paar Dinge sind noch nicht gesagt:
Shalimar riecht die erste Stunde lang fast original wie Habit Rouge. Da ich mit jener maskulinen Guerlain Dope-Variante seinerzeit angefixt wurde, und nicht nur in Besitz, sondern auch in regelmäßigen, kleineren Dosen davon abhängig bin, fällt es mir natürlich erstmal schwer den eigentlichen Umkehrschluss zu erkennen und das Feld von hinten aufzurollen.
Ich will es dennoch versuchen.
Shalimar ist also der Grundstoff; die Essenz, aus der Habit Rouge gewachsen/ geschmolzen ist. Völlig absurd, denn statt hinzuzufügen wurde einfach weggelassen!
Undzwar der Qualm, das dicke Leder und das Katzendingenszeug. Mehr Zitrus in HR, die Vanille leicht verzögert mit Nachspielzeit in Shalimar. Die Iris ist nach wie vor irisig, pudrig und einzigartig. In beiden Stoffen. Sicher ein Meilenstein der Parfumkunst, der so bislang nicht nachgeahmt, oder neu erfunden wurde. Ein Original in zwei eineiigen Ausführungen. Male + Female. Beide tragbar für Male + Female. Da Male meine Muttermilch war, werde ich diesen immer bevorzugen.
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Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
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Rauchschleier
Ich weiß, er ist schon fast so was wie eine Legende. Trotzdem: Für mich riecht Shalimar in erster Linie nach Rauch. In gewisser Weise erinnert er mich sogar an Osterfeuer, wenn die Luft von unterschiedlichen Rauchdüften von unterschiedlichen Holzarten erfüllt ist. Außerdem ist es Ostern nachts meist noch kalt und die Luft frisch. Und im Hintergrund von Shalimar kann ich dann doch noch etwas leicht frisches ausmachen. Aber die Zitrusfrüchte oder frische Bergamotte rieche ich nicht. Es ist mir schleierhaft im wahrsten Sinn des Wortes, wo sich die anderen Zutaten versteckt haben.
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irgendwas passt hier nicht
riecht irgendwie toll weil ich starke düfte liebe aber nach einer weile riecht er nach mundgeruch =(
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Ich versteh mich nicht.
Shalimar gehört, wie Samsara zu den Düften, die ich nie beachtet habe und es auch nie wollte. Der ist mir einfach zu bekannt gewesen. Außerdem ist das ein alter Duft und voreingenommen hielt ich ihn auch für zu alt. Sowas tragen doch nur alte Damen mit Hütchen und Häkeldeckchen, evtl. noch verschleierte glanzäugige Damen aus dem alten Orient.

Man bedachte mich nun mit einer Probe und wagte den Selbstversuch an einem freien Tag, wo ich zu Hause blieb und man mich anhand dieses Duftes nie erkennen könnte.

Skeptisch beroch ich mein Handgelenk nach dem ersten Sprüher, immer bereit, meine Nase ganz weit weg zu halten, mich aber nicht zu weit vom Waschbecken zu entfernen.
Der strenge zitrische und bei mir auch animalische Auftakt wurde sofort von Gewürzen überlagert, von welchen auch immer. Aber nicht etwa, daß meine Nase abwenden mußte. Diese Würze hatte etwas Anheimelndes und Gemütliches an sich.
Staubig, trocken und süß gesellte sich die Rumpelkammer eines alten Theaters dazu. Das hatte was.
Die zarte Räuchernote machte den Duft noch gemütlicher und ich dachte an Weihnachten und Spickgans.

Die einzelnen Noten kann ich eine ganze Weile nicht erkennen, aber sie sind alle da, irgendwie.

Doch dann kommt die Vanille und alles wird anders.
Nun...nicht wirklich. Der Duft wird weicher, die Gewürze wärmer und die Blumen...ach ja...wo sind eigentlich die Blumen? Ich vermute mal, Iris und Rosen sorgen für die Pudrigkeit, der Jasmin gibt einen schönen und leicht schwülstigen Hauch und der Vetiver hat was mit der Würze zu tun.

Mit der Vanille jedenfalls bekommt Shalimar das, was mich sagen läßt:'den will ich haben'.

Dieser Duft ist alles, oppulent, klassisch, weich, warm, kuschlig, streng, animalisch, hart, modern und sanft.

Shalimar ist ein Kunstwerk.
Wie konnte ich mich ihm nur so lange verwehren.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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Die Macht des Shalimar
Shalimar, der Inbegriff des verführerischen Damenparfums, ist mir in meinem Leben schon zahllose Male begegnet. Ich kenne viele Ex- und Noch-Verwenderinnen und auch ich selbst habe es schon oft gekauft, schon allein des Flacons wegen, der immer wieder zum Neukauf verleitete, und versucht, es so zu lieben, wie es ist. Aber, bis heute ohne Erfolg. Nachdem GlamourAngel (s.u.) seine Meinung kundgetan hat, der ich vollumfänglich entspreche, dass alle Formulierungen von Shalimar eine unbedingte Daseinsberechtigung haben und jede für sich ein Meisterwerk ist, habe ich mal wieder eine ältere Version zum nochmaligen Beurteilen hervorgeholt. Es handelt sich um ein Eau de Parfum aus dem Jahre 2001, "artgerecht gehalten" und tadellos.
Die Kopfnote ist für mich immer schwierig. Ich weiss nicht warum, aber die Konzentration des reinen Parfums macht für mich bei Shalimar weniger Probleme als die "dünneren" Versionen, aber bei allen älteren Formulierungen ist auf meiner Haut in der Kopfnote eine metallisch-muffige Note zu riechen, die nur langsam in eine durchaus angenehme Vanillenote übergeht, die für mich das Gefühl "Shalimar" ausmacht. Aber wir reden hier nicht von irgendeiner Vanille, sondern es ist die Vanille der Königsklasse. Da fällt mir ein, dass ich auch noch nie Spiritueuse Double Vanille gerochen habe, aber der Pyramide dieses relativ neuen Duftes nach zu urteilen, ist er weniger raffiniert als das, was Shalimar an Vanillewumms zu bieten hat. Was macht die Vanille bei Shalimar so besonders? Es sind die Noten, die der Vanille hier den Rahmen geben: Man riecht ohne viel Fantasie edles Leder, Weihrauch und Zibet, aber nicht einzeln, sondern als Gesamtpaket, das man bezeichnen könnte als "wilde, ungezähmte Vanille" oder "Vanille, wie sie animalischer kaum sein kann".
Das ist für mich, was Shalimar ausmacht.
Die Kombination von orientalischer Süsse, sakralen Komponenten und tierischen Einflüssen raubt den Verstand. Und dieser unglaubliche Flash, angesiedelt zwischen Duft und Droge, mal stärker, mal weniger potent, ist Bestandteil aller Formulierungen bis vor kurzem (die 2010er Version im Jade-Jagger-Flacon habe ich bisher nicht gerochen).
Shalimar ist vom Kultstatus uneinholbar, nur No. 5 ist ebenbürtig, aber No. 5 hat nicht, was Shalimar hat: Einfluss auf das Unterbewusstsein, egal ob beim menschlichen Weibchen oder Männchen.
Shalimar ist sehr speziell, und manche verstehen nicht, was der Duft wirklich ist: Mehr als die Summe seiner Einzelteile, der grösste Duft aller Zeiten, ein Wunder.
Warum fragen, warum wehren, warum noch Worte verschwenden?
Man sollte sich Shalimar einfach ergeben, und das tue ich jetzt auch. Widerstand ist sowieso zwecklos.

Edit: Shalimar war der Name eines indischen Gartens bei Lahore, und der Flaconentwurf von 1925 sollte einen der dortigen Brunnen darstellen. Shah Jahan, der indischer Kaiser, liess für seine grosse Liebe Mumtaz diesen Garten und nach ihrem Tod das Taj Mahal für sie errichten.
Und ich bekam nicht einmal Blumen zum Hochzeitstag.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
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Shalimar
Ich habe diesen Duft vor etwa 4 Jahren mal getestet, da war ich mir meiner Parfumabhängigkeit noch nicht so bewusst und fand ihn anfangs nicht schön, es roch wie ein Kraut was bei uns im Garten steht und irgendwie alt.
Dieses Jahr dann bin ich im Januar nach Spanien geflogen und hab mir wie üblich die Zeit im Dutyfreeshop vertrieben. Dort hab ich dann auch Shalimar wiederentdeckt, das Flakon fällt ja nun mal wirklich ins Auge.
Ich hab es auf mein linkes Handgelenk gesprüht und war wie beim ersten Testen ziemlich enttäuscht, und hatte den Duft in Gedanken schon abgehakt, ist nichts für mich. Im Flugzeug dann, über eine Stunde nach dem Start, stieg mir dann immer wieder so ein warmer Vanillegeruch in die Nase. Sehr intensiv aber nicht zu aufdringlich, und es roch einfach atemberaubend gut. Es hat tatsächlich kurz gedauert, bis ich den Duft ausfindig machen konnte, und zwar auf meinem linken Handgelenk. Wahnsinn wie sich der Duft entwickelt, vom Kräuterteebeutel zum perfekten EdP mit Vanillenote.
Steht seitdem ganz weit oben auf meiner Wunschliste!
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Reformuliert? Ja und!!
Das erste mal hatte ich Ende der 80er Jahre mit Shalimar zu tun, ich war jung, weit weit unter 20 und konnte den Saft des Extraits schnuppern.
Der Auftakt war schon ganz schön heftig, vor allem in solch jungen Jahren, aber die Basis liebte ich damals schon.

Viele Jahre gingen ins Land, mehr als 10, bis ich mir selber ein EdP im Schüttflakon gönnte.
Er roch anders, als in meiner Erinnerung (ob reformuliert oder wegen Extrait/EdP kann ich heute nicht mehr sagen), aber auch diesen liebte ich ohne Ende.

Die Flasche ging zu Ende und weitere 10 Jahre verstrichen, bis ich mir das neue Shalimar zulegte.

Ich muss gleich vorweg sagen: Ich liebe es noch immer, definitiv!
Es entwickelt sich absolut köstlich auf meiner Haut, kann gar nicht verstehen, das ich mir immer 10 Jahre Zeit lasse zwischen den Flaschen ;-)
Der Auftackt ist tatsächlich etwas schwierig, gerade für Anfänger, aber bereits nach 30 Minuten kommt bei mir die volle, edle Vanille durch.

Aber diese zitrisch-herbe Kopfnote liebe ich heute, man hat sich nicht nur daran gewöhnt, sondern man lernt sie kennen, sie lieben.
Es ist wie mit den Ecken und Kannten an einem Partner: Am Anfang stören Sie und man wünschte, sie wären nicht da oder abgemildert, doch im Laufe der Zeit lernt man sie zu schätzen, gar zu lieben.
Später ist ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellbar, sie gehören dazu, sind einfach ein Teil des Ganzen.

Die Herz- und Basisnote wird begleitet mit leichten Noten von Holz und Leder.
Der Duft hat immer noch dieses rauchige, was ihn durchzieht und was ich wirklich liebe.
Die pudrige, sanfte Basis am nächsten Morgen ist einfach toll.

Genau diese kamen mir früher viel stärker, mit mehr Wumms vor, aber ich finde ihn absolut tragbar, edel und lecker.
Er ist angepasst, an neue Zeiten, neue Inhaltsstoffe, aber ich finde nicht, das Shalimar was von seiner Eleganz, seiner Verführung, seinem Sexappeal verloren hat.
Ja, er ist ruhiger, leiser, nicht ganz so präsent.
Auf der anderen Seite kann ich ihn heute auch mal zu anderen Anlässen tragen, nicht nur zu Hause oder beim Weggehen.

Am liebsten hätte ich ein Vintage für den großen Auftritt und eine neue Version für die übrigen Zeiten.

Wie auch immer: Er ist toll, einfach ein Meisterwerk seiner Klasse.
Für mich zeitlos, elegant, aber ohne dabei langweilig oder durchschnittlich zu sein. (Ojh nein, das völlige Gegenteil ist der Fall!)

Shalimar aufzulegen bedeutet für mich angekommen zu sein, mich wohlzufühlen, mich Fallen lassen zu können... aber auch Feuer, die pure Wildheit und Verführung.
Dieser Duft ist nicht einfach nur ein Duft, er wird Teil von einem selbst.

Mich würde ja echt mal interessieren, wie er zur Lancierung roch, und bei all den folgenden Reformulierungen.
Denn das was wir als Vintage bezeichnen, ist garantiert nicht die originale Version...
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Duft 9.0/10
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Der Wonnebusen
Beinahe hätte ich bei diesem Duft einen Fehler beim Testen begangen: Man darf nicht direkt an der angesprühten Stelle riechen, und man muss eine knappe Stunde warten, um hinter das Geheimnis von Shalimar zu kommen.
So erkläre ich mir auch die extremen Bewertungen meiner Vorredner, von denen einige Nahe an 0% gelegen sind.
Frisch aufgesprüht, riecht es m.E. widerlich: säuerlich fäkal, opponax-und weihrauchlastig. Keine Vanille, keine Verführung. Stattdessen Räucherwaren, orientalische Esoterik und hämorrhoidale Beschwerden. Das Ganze ist zunächst kein Wohlgeruch und erinnert scherzhaft an eine Liaison zwischen Serge Lutens Extremen und Etat Libres Absurditäten.
Doch allmählich entfaltet sich eine Vanille, die ganz edel verführerisch duftet. Alles ist weich, mystisch und weckt Begierden. Sofort habe ich das Bild eines Wonnebusens vor Augen, zwischen den Mann am liebsten seinen Kopf versenken würde. Nun kann ich alles nachvollziehen, alle Titulierungen Shalimars als Duft der Verführung, als vanilligen Orientalen, als Meisterwerk. Und das Spannende an diesem Duft ist die Erkenntnis, dass Shalimar des scheußlichen Auftaktes bedarf, denn irgendwo im Hintergrund schlummert ein mystisches Bett, ohne welches die Vanille nicht auf diese edle, verführerische Weise zur Geltung käme.
Dieser Duft ist für mich ein Meisterwerk in der Kategorie der Vanilledüfte. Vanille ist ein Duftstoff, der bekanntermaßen für das verführerische ja erotische Potenzial in Düften sorgt, ein Duftstoff, den schon Kleinkinder, ja auch Säuglinge wahrnehmen, und dessen Wirkung unbewusst ein Leben lang erhalten bleibt bzw. dessen Wirkung auf uns programmiert ist. Kein Wunder also, dass vanillebetonte Düfte seit eh und je in Freudenhäusern o.ä. zum Einsatz kommen.
Shalimar ist ein Klassiker, der unvergänglich bleibt, der heute genauso passt wie vor 100 Jahren und auch in ferner Zukunft seine Existenzberechtigung nicht verlieren wird. Für alle modernen und auch jungen Frauen, die Vanille mögen, ist das ein unglaublich empfehlenswerter, tragbarer Klassiker, dem man den Staub der Zeit wohl nie anriechen wird. Hier ist nichts alltmodisch oder altbacken, denn es ist wahrlich ein zeit-und epochenloser Duft. Ich verneige mich vor Shalimar, vor Jaques Guerlain und bitte zu verstehen, dass ich NUR 90% vergebe, weil ich kein großer Vanillefan bin, aber wenn ich es wäre, wäre Shalimar sofort und unangefochten mein Duft erster Wahl.
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Duft 10.0/10
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Geglättet und geliftet!
Wer meine Kommis liest, weiß mittleweile, ich bin gnadenlos, wenn mir ein Duft nicht gefällt, egal, welche großen Namen dahinter stehen und egal ob Nische oder nicht. Keine Angst, das wird kein Verriß, doch ich möchte einige Dinge ob der Lobeshymnen über Shalimar mal in´s rechte Licht rücken, denn ich glaube alle Kommentatoren vor mir beschreiben das neue Shalimar.
Doch von vorn. Ich bekam Shalimar 1989- noch zu finstersten DDR Zeiten- wie und was ich dafür angestellt habe würde Bände füllen, also lasse ich das lieber. Und meine Damen und Herren, dieses war das oben genannte und abgebildete Shalimar. Es war ein 75 ml Flakon als EdP und mein größter Schatz. Ich habe ihn fast 22 Jahre bewahrt, kühl und dunkel gelagert und auch während meiner 15 jährigen Allergieauszeit, habe ich mich nicht davon getrennt, nur ab und zu wehmütig dran geschnuppert. Im Januar 2011 ist er mir auf den Fliesen zerschellt mit noch ca 25 ml Inhalt (nicht gekippt) Tastavollheul!Schniefrotz!
Sofort am nächsten Tag bin ich in die nächste Parfümerie geflogen (muß ja immer durchs halbe Bundesland kutschen) um meinen Liebling zu ersetzen. Schnuppertest auf Streifen, Schnuppertest auf Haut. Was ist das??? Shalimar für Arme? Mit der Verkäuferin rumgestitten:"Der ist reformuliert!!!" Die, aufgeblasen, von nüscht ne Ahnung, spitzes Mündchen:"Shalimar wurde nie reformuliert, nur der Flakon ist moderner!"
Blöde Ziege! Also nicht gekauft.
Dank lieber Parfumo Member konnte ich Shalimar nochmals testen. Und ja, er ist immernoch traumschön und wenn ich an das Vintage nicht mehr ran komme, zieht bestimmt noch in diesem Jahr die "abgespeckte" Version bei mir ein. Aufruf, an Flaconetti, hilf mir mal, Du kennst doch bestimmt noch den Vintage und weißt, daß ich hier keinen umnachteten Schwachsinn laber.
Der Vintage war ein Vollweib, mit einer Bug-Heck-Backbord-und Steuerbordwelle ohne Ende. Den konnte man bei Sturm tragen. Der Auftakt aus reifen Zitrusfrüchten war schon grandios. Der Neue startet auch so, doch viel verhaltener, halbierte, ausgepreßte Früchte. Aber schön, immernoch, unbestritten.
Beim Vintage, Riesenblüten, Säcke von Patchouli. Die Herznote machte jeden sexunwilligen Mann Feuer unter dem Arsch, daß dem einfiel:"Hier war doch noch was?" Der Neue: "Ich bin schön und willig, willst du mich?" Fragt man denn als Frau?
Die Basis beim Vintage, heiliges Kanonerohr, eine Herde rolliger Löwinnen. Zibet und baaauuum, miuauuu. Da hat nur noch der Nackenbiß geholfen um das Weib still zu halten. Der Neue, sanft erotisch, schöner Sexanstachler:Ich kuller mit dir in den Laken rum. Ich bezweifle, daß hier noch Zibet drin ist. Leder? Wenn ja, sehr sauberes.
Na gut, ich bin ja nun auch schon über .. zig. Der Neue gefällt mir auch und ein Nackenbiß kann in unserem Alter einen Besuch beim Zahnarzt nach sich ziehen. Doch zum Rumkullern ist der Neue allemal traumschön oder zum Ausgehen in einem geheimnisvollen Kleid.
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18.10.11 Es gibt viele Kommentare über meinem und es scheint mir einige Kommentatoren beschreiben Shalimar in Fragmenten oder den Nachbau vom Nachbau. Ich habe das Glück wieder einen Vintage zu besitzen und da ist keine vordergründige Vanillenote. Vielleicht wäre es sinnvoll Shalimar Kommis in "Klassiker" (bis 1995), ab 2005, EdT und EdP einzuteilen, denn diese unterscheiden sich immens!
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Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
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Duft 10.0/10
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Mona Lisa
Ich verkneife mir einen Bericht meines Testens, schreibe diesmal keine Duftanalyse oder einen Text über meine eigene Begegnung. Zum einen ist schon ganz viel Wahres über Shalimar hier geschrieben worden (s.u.), zum anderen hoffe ich, etwas über die besondere Qualität (im Wortsinn und im alltäglichen Gebrauchssinn von „Qualität“) erzählen zu können. Dafür nehme ich den Umweg über ein Bild:

Die Leute kennen die Mona Lisa, verstehen aber zum großen Teil nicht, was dieses Bild so sehr auszeichnet. Weitere Bilder von Leonardo da Vinci sind vom gleichen Kaliber, „besser“ oder „schlechter“ zu sagen ist nicht möglich und völliger Blödsinn. Die unglaubliche, Atem raubende und einen Höhepunkt der vollendeten Renaissance bedeutende Anna Selbdritt hängt nur etwa 30 Meter weiter, aber japanische Busbesatzungen joggen daran vorbei, um im Mona Lisa-Extraraum kurz das berühmte Bild zu sehen und dann wieder aus dem Louvre raus zu joggen. Es ist dieses eine Bild, das einen solchen Sog und solche Wichtigkeit hat.

Ich glaube nicht, dass diese extreme Wirkung, die Symbolfunktion der Mona Lisa allein auf PR-Kult und Bekanntheitsgrad beruht, sondern dass diese Position tatsächlich einen Grund hat:
In der Mona Lisa ist verständlich, was abstrakt nicht verstanden werden muss. Die Epoche, der Maler, die Technik, Geschmack und Kunstverstehen der/des einzelnen vor dem Gemälde… darum geht´s nicht in diesem unvermittelten, plötzlichen Moment der Begegnung, oder besser: Berührung.
Ich glaube, daher kommt der Ruhm.

In der Komposition wird etwas begreifbar vom Komponieren selbst.
Im Kunstwerk wird etwas spürbar von Kunst an sich.

Eine solche Position gibt es auch unter den Parfums.
Shalimar ist die Mona Lisa des Parfum.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Liebe Shalimar,
als wir uns zum ersten Mal trafen, hatte ich vorher schon so viel Großartiges über Dich gehört und gelesen, dass ich aufgeregt, ja sogar etwas ängstlich war. Mein Herz schlug schneller, als ich es endlich wagte, Deinen Tester in die Hand zu nehmen und einen vorsichtigen Sprühstoß auf einen Papierstreifen zu geben. Was erwartete mich? Dein Ruf war Dir natürlich vorausgeeilt; Du bist immerhin so etwas wie die „Königin“ der Düfte und ich rechnete folglich mit einer launischen Diva, die mir in ganzer Pracht und geschichtsträchtiger Opulenz erscheinen und nach einem Blick auf mein Benutzer-Herz darüber entscheiden würde, ob ich zum erlauchten Kreis derer zu gehören verdiente, die Deiner Schönheit und Größe würdig wären. Reif dafür, sozusagen.

Den besagten Duftstreifen wedelnd, welcher völlig emotionslos ein zitrisches Durcheinander mit deutlicher Alkoholnote wiedergab, erreichte mich plötzlich eine Ahnung von rauchiger Vanille, so verheißungsvoll und schön, dass ich Angst hatte, es wäre vielleicht lediglich eine zufällige Kombination anderer, in der Parfümerie herumschwirrender Düfte, aber nein- DU warst es, und dieser erste, noch sehr flache Eindruck (Du gehörst ebensowenig wie der Rest Deiner Familie auf Papierstreifen- verzeih mir bitte) änderte genau zwei Dinge. Er nahm mir meine Angst und beschleunigte mein Herz noch mehr, denn diese Entdeckung würde wundervoll werden, das spürte ich schon jetzt.

Ich nahm Dich mit, die EDT-Version, und ließ Dich zu Hause angekommen zum ersten Mal an meine Haut. Erinnerst Du Dich? Dein anfänglich zitrisch-herbes Auftreten legtest Du nach kurzer Zeit ab, wie eine orientalische Tänzerin den eingangs getragenen Schleier abwirft, wenn die Musik von ihr und ihrem Körper Besitz ergreift. Stattdessen ist da wieder das, was ich schon zu Beginn wahrgenommen hatte, nur viel schöner und lebendiger: Feine, rauchige Vanille, getragen von etwas noch Uneinschätzbarem; tief, würzig und dunkel, hintergründig, aber präsent. Jetzt verstehe ich, weshalb Du bei Deinem Erscheinen in den 20er Jahren die skandalöse Begleiterin der „Bad Girls“ warst. Das hier ist Verwegenheit und Unangepasstheit; diese jetzt schon spürbare Tiefe und Komplexität machen klar, dass der rauchig-sinnliche Auftakt kein leeres Versprechen ist. Dann dieser Jasmin.. nicht strahlend, sondern betörend pudrig und verführerisch, umschlungen von dunkler Iris und mit einer unglaublichen Fülle und Dichte. Die Rauchigkeit ist auch hier weiterhin gegeben; ich vermute dahinter Patchouli und Weihrauch, die in der weiteren Entwicklung immer mehr in den Vordergrund treten, ohne aber jemals alle Aufmerksamkeit an sich zu reißen. Das alles ist ohne Zweifel wunderschön, aber nicht lieblich oder seicht; alles ist begleitet vom Schnurren der Zibetkatze, das den Duft wie mit einem fast unhörbaren, aber immer deutlicher spürbaren Bass unterlegt. Diese Vielschichtigkeit! Ich habe die Assoziation, durch eine herrliche, alte Villa zu wandeln und in jedem Raum neue Entdeckungen zu machen, mich dort aber gleichzeitig überall zu Hause zu fühlen. Leder taucht kurz auf meiner Haut auf, gerade so viel, dass es mich nicht erschreckt. Die warme Basis aus Sandelholz, Moschus und Opoponax verbindet sich mit der mittlerweile durch alle Zimmer stolzierenden Zibetkatze zu einer unfassbaren Sinnlichkeit; alles ist verführerisch, ohne glatt zu sein und sehr, sehr sexy, aber nicht anbiedernd. Genau wie bei aller wahren Schönheit sind da Dissonanzen und Abgründe, die Dich einzigartig und wunderbar machen.

Liebe Shalimar, Du bist mir auf rätselhafte Weise so viel näher als nur ein Parfum. Ich verstehe es jetzt, Du bist keine Diva, die Dominanz und Applaus will und sich von ausgewählten Damen herumtragen lässt, um mit ihrer Stimme den Raum zu füllen. Nein! Du willst denen, die bereit sind, sich auf Dich einzulassen, lieber auf Augenhöhe begegnen, möchtest Dich mit der Person verbinden, statt sie zu beherrschen- damit das Wunder geschieht und eine Frau sich gemeinsam mit Dir, in einem geradezu emergenten Prozess, dem vollen Ausmaß ihrer Weiblichkeit und Sinnlichkeit bewusst werden und sie mit allen Höhen und Tiefen annehmen und feiern kann. Vielleicht sagt man Dir aus diesem Grund nach, Du würdest eine gewisse Reife erfordern?

P.S.: Du weißt, obwohl ich Dich gefunden habe, trage ich noch andere Parfums. Trotzdem messe ich seit dem Tag unseres Kennenlernens jeden anderen Duft an Dir, und keiner kommt auch nur in Gedanken an Dich heran. Müsste ich mich entscheiden, würde ich alle anderen für Dich aufgeben. Aber… Du bist großherzig und gönnst mir diese Eskapaden, wohl wissend, dass ich umso seliger wieder zu Dir zurückkehre. Und ich weiß, dass dieses Gefühl niemals enden wird.
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Duft 10.0/10
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Die Wölfin Im Schafspelz
Nun also mein erster Kommentar zu einem Damenduft. Ich habe nicht lange überlegen müssen, welches Parfum ich kommentieren wollte. Zumal ich hier schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen habe.

Zunächst einmal: Shalimar ist, laut Expertenmeinungen zumindest, der Begründer der orientalisch-ambrierten Duftfamilie bei Damendüften. Nun, Expertenmeinungen mögen für viele nicht ausschlaggebend sein. Aber selbst diese Leute kommen um den Fakt nicht herum, das dieses kontroverse Zeug sich schon so lange Zeit, als DAS FLAGSCHIFF eines so traditionsreichen und allseits respektierten Parfumunternehmens wie Guerlain behauptet. Etwas muss der Duft ja haben. Was könnte es also sein, dass die Frauen ihm so zu Füssen liegen.
Vielleicht wird einiges klarer, wenn man sich den Duft mal genauer anschaut.
Bedienen wir uns einfach der Meinungen, die bisher abgegeben wurden.
Bei allen erkenne ich eine Gemeinsamkeit. Es zieht wie ein roter Faden durch alle Kommentare: "Das Zeug ist stark". Ob positiv, ob negativ.
Bei genauer Betrachtung des Duftaufbaus vielleicht verständlicher:
Es stimmt tatsächlich, dass Jacques Guerlain zu der Zeit mit den neuartigen synthetischen Duftbausteinen wie Vanillin oder Ethylvanillin experimentierte.
Und es waren sicher noch andere als diese beiden. Es stimmt ebenfalls, das ihm bei diesen "Experimenten" Jicky als Vorlage diente. Da muss man kein Experte sein, das riecht mitunter auch der Laie heraus. Was also hat er gemacht?
Alles wird man natürlich nie herausfinden. Die Rezepturen sämtlicher Guerlain-Parfums sind die bestgehütetsten Geheimnisse der Branche. Erst Jahre später, durch die oft erwähnte Headspace-Technology, ist man dem Jacques Guerlain ein bisschen auf die Spur gekommen: Zitrone ist nicht gleich Zitrone. Rose ist nicht gleich Rose. Jasmin, Patchouli und allen voran natürlich Vanille. Sie sind nicht bloss das, wofür man sie hält. Sie haben alle Facetten, die auf den verschiedensten Duftebenen wirken. Sozusagen kleine "Parfums", die uns die Natur schon bereitgestellt hat. Wenn man die verschiedenen Facetten mit synthetischer Hilfe betont, dann kann man sogar Patchouli und Vanille, obwohl sie eher Basisnoten sind, schon in der Kopfnote mit Zitrus in Eintracht hervorlugen lassen. Da sie aber dennoch bis zur Basis durchhalten, hat man ein stabiles Gerüst, um den Duft immer wieder in verschiedene Richtung auszubauen, ohne aber das Gesamtbild von Patchouli und Vanille zu verfremden. Dadurch haben viele Menschen das Gefühl, das der Duft schön changiert, immer wieder neue Facetten hervorbringt, ohne etwas von seinem eigentlichen Wesen einzubüssen. Patchouli, ein wildes Tier und gleichzeitig süsse Vanille, ein handzahmes Schäfchen eben. Olfaktorisch erreicht, indem man die schnell schwingenden Anteile jeweils verstärkt. Bei Vanille durch Vanillin bzw. Ethylvanillin, bei Patchouli duch den Rosenholzbaustein Linalool. Dadurch meinen viele zu Anfang etwas wie Zeder oder Kienholz zu erkennen. Es ist die Symbiose von Patchouli und Linalool, die vermutlich auch dazu führt, das viele es als etwas ölartiges, rauchiges wahrnehmen (Petroleum?).
Zur Zitrusnote an der Spitze: Zitrone ist tatsächlich nicht gleich Zitrone. In diesem Fall ist es eher eine citralverstärkte "Zitrone" per isoliertem Citral mit oder aus der Litsea-Frucht. Natürliche Zitrone hat niemals diese Strahlungskraft.
Zur Herznote muss man wirklich sagen, dass die Blumen Jasmin, Iris und Rose einzeln nicht gross auffallen. Aber in Eintracht bilden sie eine leicht angedeutete, aber sehr schöne und vielschichtige Brücke zwischen Vanille und Patchouli. Hierbei ist der Florale Eindruck bei jedem etwas anders. Für die einen ist es Iris, für die anderen Rose und für einige wie mich etwa ist es halt Jasmin. Soll ja auch so sein denke ich, dass alle den Duft etwas anders wahrnehmen.
Dieses florale Trio bildet dann (mit Vetiver wahrscheinlich) einen sehr breiten Übergang zur mächtigen und viel breiteren Basis. Vetiver wäre sinvoll, weil es wie Patchouli und Iris auf verschiedenen Duftebenen wirkt, nur unauffälliger, dezenter.
Was kann man zu dieser mächtigen Basis sagen? Eins vorweg: Jacques Guerlain hat mit dieser Basis wahrscheinlich sein Geniestreich schlechthin geschaffen.
Und damit die Duftkultur auf, bis heute noch kaum erreichte Weise, geprägt.
Viele Parfumeure stehen da heute noch vor einem Rätsel. Wie kann man eine Basis so formulieren, dass sie auf engstem Raum sozusagen, gleichermassen:
Süss, Pudrig, Balsamisch, Holzig, Ledrig, Animalisch und Ambriert-warm
wirkt? Und das auf solche, für sehr viele Menschen harmonische und verlockende
Weise. Da weiss man gar nicht mehr, wie man es beschreiben soll. So etwas muss man selbst riechen, also erfühlen.

Zum Schluss noch einige Hinweise.
1.: Herren mögen nicht traurig sein, dass dieses Parfum nur für Frauen gedacht ist. Guerlain hat sich dieser Sache vor ca 50 Jahren angenommen, und hat 1965 Habit Rouge lanciert. Seitdem gilt es als das männliche Pendant zu Shalimar.
Name, Pracht und Konzentration wurden bewusst nicht übernommen, weil man Shalimar nicht gefährden wollte. Guerlain wollte also nicht, dass Monsieur seine Angebetete in irgend einer Weise nachahmt oder gar bedrängt.

2.: Dieser Duft kann bei falscher Dosierung und falscher Produktwahl verheerend sein. Im Allgemeinen kann man sagen; je heller die Haut, desto heller das Produkt. Also EdC oder EdT. Keine Sorge wegen der Haltbarkeit; diese Basis währt ewig. Notfalls, gerade bei EdC, auffrischen. Dunklere Hauttypen können auch schon mal zum EdP greifen. Das Parfum-Extrait eignet sich paradoxerweise wieder für alle. Muss wohl daran liegen, dass sie fondlastiger aufgebaut ist und die Verwirbelung des Durcheinanders zu Beginn eingedämmt wird. Dafür muss man sich aber mit einer weniger starken Zitrusnote am Anfang begnügen.

3.: Wundere sich niemand, wenn Er oder Sie sich erotisiert fühlt. Das Parfum gilt seit langem als das Parfum, das mit weitem Abstand, das Prädikat "SEXY", am ehesten verdient. Es liegt tatsächlich am Zibet. Aber keine Sorge, da pult keiner am Hintern der Zibetkatze herum. Es wird synthetisch aus isoliertem Indol(Duftmolekül in Jasmin, Iris etc.) und Skatol (darauf will ich lieber nicht gross eingehen :-b) hergestellt.

Shah Djahan und seine Mumtaz Mahal wären sicherlich glücklich gewesen, wenn sie das Zeug damals schon zur Verfügung gehabt hätten. Dann hätte der Shah sich, auch nach dem tragischen Tod seiner Gemahlin (Sie starb bei der Geburt des 14.! gemeinsamen Kindes), sich in den Liebesgärten von Shalimar an ihrer olfaktorischen Präsenz erfreuen können.

Irgendwie erinnert der Duft ja auch heute noch an eine mächtige und dennoch sehr liebreizende Prinzessin aus dem Orient. Man möchte ihr huldigen, hält aber dennoch respektablen Abstand. Es sei denn, man ist ihr auserwählter Prinz. Dann liebt man sie abgöttisch.

p.s.: Sorry, soeben ist mir im Nachhinein doch noch etwas eingefallen.
Und zwar: Shalimar wird oft verglichen mit anderen Düften dieser Richtung. Sogar mit solchen aus gleichem Hause. Aber mal ehrlich: Welche Prinzessin möchte mit einer anderen wetteifern? Sei es auch die eigene Schwester. Ich jedenfalls möchte das einer wahren, geliebten Prinzessin ersparen und sie in allen Ehren, als etwas Einmaliges halten. In alle Ewigkeit !
11 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
14 Auszeichnungen
Insektenspray!
Ja, ich bin einer dem der Duft nicht gefällt. Offenbar einer der wenigen. Nichts gegen das Haus Guerlain und ja, ich weiß, dass es den Duft nicht ohne Grund seit 1925 gibt. ;)
Ich habe den Duft mehrfach getestet, weil ich nicht glauben konnte, dass mir dieses Meisterwerk nicht gefallen konnte. Frühling, Sommer, Herbst und Winter habe ich den getestet. Nix. Mein Fazit: Insektenspray der schlimmsten Sorte. Jedes Insekt würde daran eingehen!
Ich lese "betörend" und muss eigentlich eher BETÄUBEND denken. Diese Duft raubt mir den Atem und vor allem fast mein Bewusstsein. Ich verstehe Sannas "Mann Ihres Herzens". Shalimar vertreibt die Männer.
Nun ein wenig zu den Inhaltsstoffen.
Zibet: Ich dachte mir schon, dass es was animalisches ist und habe es nachgegooglet. Zibet ist ein Sekret aus der Afterdrüse einer Katze. Also betörend ist was anderes.Eine Frau sollte sich doch nicht mit dem Aftersekret einer Katze einsprühen! Ist ja kein Wunder, dass die Männer wegrennen!

Opoponax: "Das Räucherharz Opoponax verstärkt die Wahrnehmungsfähigkeit und unterstützt die Intuition. Opoponax wird in verschiedenen Kulturen zum Schutz vor negativen Einflüssen verwendet." Also, meine Wahrnehmung hat das Harz vollständig vernebelt und meine spontane Intuition war: Wegrennen! Wenn Männer ein "schlechter Einfluss" sind, dann trifft es die Wirkung hier genau!!!

Fazit: Ich bin offenbar kein olfaktorischer Gourmet wie die meisten hier, denn dieser Duft ist abscheulich. Ich empfehle es leider niemanden, da ich der Auffassung bin, dass ein Duft die positiven Attribute des Träger hervorheben und für die Mitmenschen attraktiver machen soll. Ist das nicht unser aller Wunsch einen Duft zu tragen der uns anziehender macht und den Wohlgeruch mit anderen zu teilen? Wer möchte schon einsam in seinem Kämmerlein einen Duft tragen?

So, nun bin ich bereit mich von den Liebhabern zerreißen zu lassen. :)Aber Zuspruch finde ich auch super. ;)
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Hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Der Duft - Anlass für eine fatale Entscheidung
Shalimar ist eine Einladung zu einer Zeitreise, klingt nach Märchen, Orient, Stummfilm-Szenen im Harem. Der Duft erzählt Geschichten, ist aber nicht für alle Tage und Anlässe geeignet. Er ist zum Verkleiden, für Rollenspiele, nicht für den Alltag. Shalimar passt zu dunklen raschelnden Taftröcken, nicht zum City-Chic!
ein paar Mal im Jahr sprühe ich ihn mir auf, meist passt er nicht in meinen Tag, aber ich bin immer sehr beeindruckt.

Allerdings hat ein solcher Ausflug Konsequenzen, denn der Mann meines Herzens, durchaus den Düften gewogen, sagte zu Shalimar: das Parfum kannst du benutzen, wenn du allein schlafen willst!

Zum Glück kann frau sich einrichten... und auch andere Einladungen aussprechen.
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    22 Auszeichnungen
Es weihnachtet
Das merken wir immer daran, dass wir Proben von Düften bekommen, von denen wir das ganze Jahr über kein Testmuster zu sehen bekommen. Und heute war es wieder einmal so weit. Große Aufregung auf der Parf.-Abt. - wir haben 20 (in Worten zwanzig) Shalimar-Proben bekommen. Und zwar das EdP (wow). Ab damit in die Geheimschublade (ja, die gibt es tatsächlich, sonst wären sie schon nach 3 und nicht erst nach 5 Tagen weg) Und ich hab mir ein Herz genommen und die Chefin um ein Pröbchen gebeten und auch eines genehmigt bekommen. Lacht nicht, das ist wirklich so. Ich weiß, unsere Kunden denken, wir schleppen die Proben tragetaschenweise nach Hause.

Nun sitze ich also hier und erneuere meine höchstpersönliche Beziehung zu Shalimar. Ich muss übrigens sagen, dass ich von Düften im Geschäft, vor allem wenn ich schon ein paar Stunden im Verkauf war einen ganz anderen Eindruck habe, als zu Hause in duftneutraler Umgebung.

Als erstes fällt mir beim Lesen Eurer Kommentare und im Vergleich mit meinem Erleben auf, dass ich durchaus nicht warten muss, bis ich Shalimar mag. Ich mag den rauchig-vanilligen Eindruck sofort. Und es ist gut, dass über der gelben Vanille so ein grauer, eleganter Rauchschleier liegt. Denn gerade aus diesem Grund liebe ich Shalimar und kann mich mit Opium nicht anfreunden. Das ist mir zu "sauber" gewürzig. Shalimar hat viel mehr Zwielicht.

Die Vanille fällt mir also auf, obwohl sie in der Kopfnote noch gar nicht eingesetzt ist. Und erst jetzt blinzeln die Zitrus-Noten durch die Sanftheit von Shalimar und werden deshalb nicht so säuerlich-fruchtig, wie wir das sonst oft von fruchtigen Kopfnoten kennen.

Auch die blumige Herznote ist nicht vordergründig, sondern lockt nur durch den dunklen Schleier des Patchouli. Schön ist das, einfach schön. Und anstatt in einer weichen Basis zu enden, startet Shalimar noch einmal richtig durch. Herrlich wie sich die einzelnen Noten abwechseln und dann wieder gleichzeitig aufstrahlen. Leder und Vanille, Weihrauch und Sandelholz und, und, und....keine Note dominiert, alles vereint sich zu einem berauschenden Akkord, der gar nicht mehr aufhören will.

Zurück zur Sachlichkeit: Shalimar hat einen modernisiersten Flacon bekommen. Gruß an Wölfin) Und zwar hat sich keine geringere als Jade Jagger die Mühe gemacht, die Kanten abzuschleifen und die Silhouette als solche beizubehalten. Frage eins: Warum gerade die Tochter von Mick Jagger - was prädestiniert sie dazu? Frage zwei: Warum überhaupt ein Promi als Designer? Das hätte ich auch noch hinbekommen, den etwas antiken Pokal in seinen Proporionen zu erhalten und ihm ein moderneres, glatteres Outfit zu verpassen. Aber so wird vielleicht Shalimar auch in jüngeren Kreisen Aufmerksamkeit erhalten. Wer weiß?

Davon ganz abgesehen, gefiel mir der alte Flacon besser, denn er passte zum Duft. Aber mich fragt ja keiner.
4 Antworten
Duft 1.0/10
Weniger hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Muss mir das gefallen?
Heute getestet ...
Hätte ich das mal lieber gelassen. Also ich muss gestehen: Ich hatte auch gar keine größere Lust zu warten bis die Kopfnote verfliegt. Denn die war schon so ekelhaft, penetrant, medizinisch, absolut BÄH, dass ich keinen Elan mehr zum Abwarten hatte. Und ich kaufe mir doch keinen Duft, bei dem mich die Kopfnote fast erbrechen lässt, nur weil das Herz und die Basis eventuell, ich betone "eventuell", besser wird. Was soll das? Also ... nein. Dabei muss ich sagen, ich hatte wirklich Großes erwartet.

Auf jeden Fall: Nie wieder! Und den Flakon find' ich auch grausig. Passt vielleicht bei meiner Uroma ins Bad aber das war's dann.
Duft 9.0/10
3 Auszeichnungen
Das warten lohnt sich...
Die Kopfnote mag ich überhaupt nicht, kommt mir zu stechend und künstlich daher. Nach ca 1 Std. entwickelt sich der Duft in eine wundervoll orientalische Richtung. Jetzt mag ich ihn! Je länger man wartet desto mehr fange ich an die Vanille heraus zu riechen. Ein schöner würziger Duft, auf den man allerdings erst "etwas warten" muss.

Nachtrag: Nach mehrmaligem probieren, muss ich gestehen: Hammerduft, bin nahe dran mich wirklich zu verlieben!
Ach ja: Haltbarkeit ist bombastisch!
2 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
4 Auszeichnungen
Himmlisch
Shalimar duftet einfach himmlisch! Mit einer Einschränkung: die Kopfnote! Aber mit der Ansicht befinde ich mich offenbar in guter Gesellschaft. Ich frage mich, welche der angeführten Duftnoten dafür verantwortlich ist...

Was auch immer, der "frische" Start riecht extrem merkwürdig, ohne dass ich es genauer beschreiben könnte. Petroleum, wie schon geschrieben, trifft es nicht ganz, aber ich verstehe, was damit gemeint war.

Zum Glück verschwindet die unangenehme Note nach etwa einer halben Stunde und ab dem Moment bekomme ich meine Nase kaum noch vom Hangelenk weg. So sollte ein "großes" Parfum duften: Sinnlich, erotisch, orientalisch, warm, sehr rund und etwas geheimnisvoll!

Ich schwelge stundenlang in einer berauschenden Komposition von Duftnoten und kriege mich kaum noch ein!

Haben wollen... das ist meine nächste Anschaffung!

Nachtrag:

Mein Kommentar basierte auf einem Test des EDP. Inzwischen habe ich mir das EDT zugelegt und bei diesem entwickelt sich die Kopfnote ganz wunderbar! Die frischen, zitrischen Komponenten kommen großartig zur Geltung.

Die leicht geschwefelten Zitrusfrüchte verbinden sich harmonisch mit der Vanille. Von der von der etwas beißenden Kopfnote des EDP kann hier keine Rede sein. Ich erhöhe meine Bewertung auf 100 Punkte. Einer meiner absoluten Lieblinge!
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Duft 0.0/10
Hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Sprachlos...
... was ist so toll an diesem Duft?
Ich brauchte mehrere Anläufe um diesen Duft zu erschnuppern, habe ihn sowohl auf der Haut als auch auf Papier getestet.
Ich bin hin und her gerissen - einerseits ist Shalimar ein Klassiker und verdient alleine deshalb eine tolle Bewertung.
Andererseits sind es meine objektive Duftwahrnehmung und mein "nüchterner" Geschmack, die darüber urteilen.
Die Kopfnote ist an mir total vorbeigerauscht, ich merke nichts von Zitrus und anderen frischen Noten. Vielmehr sticht mir als allererstes der Geruch einer (sorry) billigen, alten Seife in die Nase.
Aus der Herznote kann ich lediglich Patchouli erkennen. Wo sind denn Iris, Jasmin und Rose???
Basisnoten sind sehr stark im Vordergrund, kräftig und aufdringlich. Irgendein Zutat stinkt förmlich nach "unsauber" :-( Ich kenne diese Note von keinem anderen Parfum.
Für mich unvorstellbar, welche Frau SO riechen möchte???

P.S.: Bewertungs-Skala lasse ich lieber unberührt, möchte Shalimar-Liebhaber nicht ärgern ;-)
2 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    14 Auszeichnungen
Ein Hoch auf Shalimar!
Ich habe sehr lange gezögert, Shalimar näher zu testen. Einfach deshalb, weil ich Chanels No 5 probiert habe und ihn furchtbar fand - genau so riechen sie, die mit Elnett-Haarspray vollgesprühten, mit Klunkern behangenen, elitären und überschminkten über 70er Ömchens aus der Vorstadt.
Und unter Shalimar habe ich mir ähnliches vorgestellt.
Weit gefehlt.
Shalimar ist schlicht und ergreifend grossartig. Eine solche Mischung habe ich noch nie gerochen. Der Duft ist die Mutter aller orientalischen Düfte, extrem reichhaltig und schwer. Wundervoll. Immer präsent die Vanille und das Sandelholz, das ganze wird anfangs durch ein total ausgeglichenes zitrisches Lüftchen aufgelockert, so dass der Duft nicht wie ein Dampfhammer startet. Diese Kopfnote hats mir total angetan, ich kannte so etwas bis dato nicht. Irgendwie prickelnd, schwer zu beschreiben. Diese Zitrusfrucht überlagert das aber nicht, sondern sorgt nur für einen kleinen Ausgleich zwischen der doch sehr blumig-süßen Note.
Der Duft wird mit der Zeit immer weicher und runder, hält ewig.
An der Basis, die nach ca. 4-5 Stunden übrig bleibt, rieche ich sehr viel Vanille und auch einen ganz leichten Hauch Weihrauch. Er verhindert dass das alles klebrig wird.
Shalimar ist glaube ich ein Muss für jeden Parfümliebhaber. Definitiv. Die Trägerin muss auf keinen Fall jenseits der 70 sein! Nein, ich finde den Duft für fast alle Altersklassen passen. Allerdings muss "sie" etwas darstellen. In gewisser Hinsicht ist der Duft sogar irgendwie sexy. Ich weiss nicht, warum.
Ich schreibe übrigens bewusst TrägerIN. Er ist viel zu weiblich für einen Mann. Nein nein, den Duft muss dieses sogenannte, immer wieder erwähnte "Vollweib" tragen. Ach ich weiss es nicht, vielleicht findet er mal den Weg in meine Sammlung. Er ist so grossartig, er muss eigentlich mal her.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 5.0/10
10 Auszeichnungen
Erschlagend
Ja, ein Klassiker. Untadelig, schon deshalb, weil es von Guerlain kommt Und allseits beliebt ist. Toll.

Mag sein, daß die Zusammensetzung sich im Laufe der Zeit verändert hat; es wäre ja nichts ungewöhnliches. Meine persönliche Erfahrung datiert ungefähr 1977 oder 78. Eine junge Mitbewohnerin, Studentin, Anfang 20, ließ sich eine riesige Nachfüllflasche aus einem Duty-Free-Shop mitbringen und hat es in Gegenwart der versammelten WG-Mitbewohner und -innen vorgeführt. Der Vanilleduft war nicht nur künstlich, wie jeder merkt, der echte Vanille kennt, er war vor allem erschlagend. Und ich empfand ihn, trotz des stolzen Preises, als billig. Ich mußte nach kurzer Zeit den Raum verlassen.

Nun, vielleicht hatte meine Mitbewohnerin einfach ein paar Spritzer zuviel erwischt. Und ich kann nur hoffen, daß Shalimar, dezent aufgetragen, auf jeder Haut und an jeder Dame etwas anders duftet und daher auch eine völlig andere Wirkung erzielt. Die werten Damen, die sich dieses Dufts erfreuen und ihn tragen, mögen mir bitte verzeihen, wenn ich meine damalige Dufterfahrung nur in einem einzigen Wort zusammenfassen kann: Ein Nutten-Diesel.
6 Antworten
Flakon 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
7 Auszeichnungen
Die Gärten von Shalimar
"Ein gelungenes Parfum ist jenes, dessen Duft einem Traum entspricht" (Jacques Guerlain).
-------------------
Ich habe gelesen, dass Jacques Guerlain, den eine legendäre Liebesgeschichte zwischen Mumtaz Mahal (?) und des Kaisers Schah Djahan in den Gärten von Shalimar in Kaschmir faszinierte (der Schah baute für seine Liebste das Mausoleum Tadsch Mahal), mit Äthylvanillin herumprobierte. Um zu sehen, was passiert, fügte er eine reichliche Dosis davon dem Extrakt von "Jicky" hinzu, entfernte anschließend den Lavendel, verstärkte jedoch die Bergamotte. Heraus kam: Shalimar !
Das wohl berühmteste französische Parfum aller Zeiten ... Nicht gerade ein Duft, der zu dieser Jahreszeit besonders gut passt, aber wahrlich einer der ganz großen Düfte überhaupt, ein Parfum, das Einfluss auf die weitere Parfumentwicklung genommen hat (behauptete ich einfach mal ganz kühn).

Zum Duft selbst: Orientalisch !!! Orientalisch-ambriert, um genauer zu sein.
Zitrisch/frisch am Anfang, in der Mitte holzig und pudrig-blumig (Iris), endend in einer süß-balsamischen Wolke (Opoponax!).

Fazit: Ein toller klassischer Duft für Frauen mit Stil, absolut kein Alltagsduft.
1 Antworten
Duft 8.0/10
2 Auszeichnungen
gepuderte Vanilleschote
diese Duft-Noten kennt man nur zu gut - kein Wunder, ist ja auch ein Klassiker. Warm, vanillig, pudrig-süß und nur minimal holzig dürfte er eine große Fan-Gemeinde haben.
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
5 Auszeichnungen
Es ist passiert!
Ich habe mir heute ein Eau de Parfum zugelegt. Seit dem Kauf (vor ca. 8 Std.) riecht der Teststreifen noch intensiv nach Opoponax und Vanille. Sie sind so stark, daß die anderen Düfte der Basis (Kopf und Herz sind schon vergangen) nicht all zu gut noch wahrnehmbar sind. Ich probier es dann mal auf der Haut aus, muß aber dann alleine sein :-))

Der Anfang war berauschend. Bergamotte, Citrus, Rose, Jasmin sind einfach ein tolles Quartett. Dezentes Patchouli rundet das ganze Duftspektrum ab.

Das Parfüm ist nicht aufdringlich, paßt zu jeder Dame die mehrere Düfte liebt. D.h., sie liebt Düfte bzw. Parfüms, die nicht in einer Duftrichtung liegen, also NUR Patchouli, NUR Vanille, NUR ...

Shalimar zeigt sich von vielen Seiten, soweit es die ersten 2-4 Stunden angeht. Ein Nachsprühen kann durchgeführt werden, weil es sehr gut zusammen harmonisiert - liegt evtl. am Opoponax :-)

Die Haltbarkeit bezieht sich auf das EDP - beim Parfüm würde ich 100% vergeben.

Hinweis: Kosten EDP 75ml 101€

Zusatz: Am nächsten Tag ist der Opoponax-Duft noch vorhanden und leicht ein Vetiver-Duft läßt sich erahnen. Natürlich ist die Vanille noch sehr leicht dabei. Aber der Rest hat sich verflüchtigt :-)
4 Antworten
Duft 6.0/10
Weniger hilfreicher Kommentar    2 Auszeichnungen
Leider nichts an meiner Haut (:
Riecht bei mir alt und mottig. Zumindestens die erste Stunde, danach wird er schön zitrisch vanillig aber so lange möchte ich nicht warten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Großartig
Shalimar ist ein Klassiker.
Dieses Schätzchen hat es sich verdient.Ich glaube,dass dieser Duft wirklich jeder Frau schmeichelt,die ihn trägt.
Jacques Guerlain haut ordentlich auf den Putz,denn es sind die gesamten Schätze des Orients in diesem Parfum enthalten.
Und auch,wenn ich lese,was darin enthalten ist,bin ich doch immer wieder erstaunt,wie warm,weich und vanillig Shalimar sich doch entwickelt.
Es sticht weder eine "böse" Zibetnote hervor,noch wird er herb rauchig durch den Weihrauch in der Basis.
Shalimar schmiegt sich an und wird im Duftverlauf immer schöner,je länger man (Frau) ihn trägt.
Dieser Duft ist sicher kein Alltagduft,er ist wunderschön und für besondere Anlässe immer der richtige Duft.
1 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
3 Auszeichnungen
Würzig-orientalisch
Ich mag würzige, leicht arabisch-oriantalische Düfte sehr. Dieses doch schon recht alte Perfum hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Es ist auf jeden Fall ein must have in meiner Sammlung^^
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
3 Auszeichnungen
War erst skeptisch - hab mich getäuscht!
Also was Shalimar betrifft war ich erst skeptisch. Gerade als ich es das erste mal geschnuppert habe, war ich nicht wirklich angetan.
Nun haben wir das nochmal ausführlich getestet - Wow! Eindeutig genial oriental!
1 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
1 Auszeichnung
Diesen Klassiker finde ich super!
Superschönes orientalisches Parfüm.
Durch Zufall habe ich es heute endlich testen können und bin total begeistert.
Kein Duft für junge Damen und auch nicht für jeden Tag.
Nur für bestimmte Anlässe und schickes Ausgehen geeignet.
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
4 Auszeichnungen
Verführung pur
Der Megaklassiker per se. Wer orientalische Düfte mag, wird diesen lieben. Habanita von Molinard ist auch aus der Aera und man man fühlt sich zurückversetzt in die Bohème der damaligen Zeit.
Mein Vorschreiber hat alles schön zusammengefasst. Ich würde diesen Duft tragen, wenn ich meiner absulut nicht sicher bin und einen Femme-Fatale Booster benötige. Auftragen, in eine Cocktailbar setzen und schauen, was passiert.

Statements

Fille vor 28 Tagen
20 Grad im Frühling - I don't care *pfff pfff*+22
Flakon 7.5
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
AudreyC vor 8 Monaten
Und jedes Mal nach dem ersten Sprühen und tiefen Einatmen denke ich "Wie konnte ich dich bloß so lange nicht tragen? Dich, die Königin."+20
Duft 10.0
1 Antwort
Angelliese vor 19 Monaten
Erst knarzt sie mich an, dann nimmt sie mich in ihre vanillig starken Arme und liebkost mit zart animalisch rauchiger Stimme. Grosse Liebe!+16
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
Landlord vor 19 Monaten
Seeeeehr verführerisch für ihr Alter! Zurecht eine der "grande dames" der Moleküle im unerreicht schönen Flakon!+16
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 9.0
Yatagan vor 15 Monaten
Was soll man zu dieser Haremsdame noch schreiben? Rhetorische Frage: eigentlich nichts! Der Inbegriff der orientalischen Guerlinade. Schön!+12
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Melli9710 vor 19 Monaten
Die Kopfnote ist gewöhnungsbedürftig, aber alles was danach kommt ist einfach nur schön! Komplex, fein, langanhaltend und diese Vanille!+12
Flakon 10.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Parfumfan29 vor 15 Monaten
Shalimar, rauchig, vanillig, orientalisch. Ein sinnliches Parfum,was die geheimnissvolle und mystische Aura einer Frau hervorhebt;)+10
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 10.0
Conrad vor 20 Monaten
Eine der besten Kompositionen in der Parfümwelt! Meine Referenz in Sachen Vanille, die Rauchigkeit und Zibet machen es spannend - vintage EdP+10
2 Antworten
Nasenschmaus vor 19 Monaten
Die bislang schönste Vanille-Verführung schlechthin. Charakteristischer Ausklang durch einen Hauch von bitteren Mandeln. Großes Kino !!!+9
Clivia vor 10 Monaten
Sollte in keiner Sammlung fehlen, kippt nicht so schnell und der Flakon ist wunderschön. Vorsicht, so mancher Mann ergreift die Flucht:-)+8
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
3 Antworten
JetonToni vor 13 Monaten
Ein Duft der eine Geschichte erzählt. Neben Zitrusnoten zu Beginn, vereinen sich florale und pudrige Noten die zum Schluss animalisch enden.+8
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
Serenissima vor 7 Tagen
Leider immer wieder vergessen und doch so heiß geliebt: 1001 Nacht beginnen mit dieser umschmeichelnden Königin der Düfte immer aufs Neue!+7
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
Azura vor 27 Tagen
Wie eine Mutter bist Du: Wir sind verschieden, oft gehe ich auf Abstand zu Dir. Dann wiederum brauche ich genau Deinen süß rauchigen Trost.+7
JU1993 vor 21 Monaten
Es kann nur eine geben.+7
Jenny05 vor 14 Monaten
Dich mag ich gar nicht, auch nicht deine zahlreichen Töchter. Liegt an der muffigen Vanille. Keine Verwandtschaft mit der schönen SDV !+6
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 4.5
1 Antwort
Sensitiv vor 10 Monaten
Wer kann mir erklären, was in diesem Parfum so extrem animalisch riecht? I really don't like! Wir passen nicht zusammen!+5
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 4.5
2 Antworten
Yuki68 vor 14 Monaten
Erst habe ich ihn gehasst, jetzt liebe ich ihn. Ein Duft, dem man Zeit geben muss. Dunkel, vanillig, einnehmend.+5
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
Gutriechfee vor 26 Tagen
Spät kennengelernt, aber große Liebe. Erotischer Traumduft aus Vanille, Blumenmeer und Zitrusfrüchten.
Unerreichte Klasse trotz Alter.+4
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
VonK vor 168 Tagen
Großes Shalimar, deine Schönheit hat ein ganzes Jahrhundert überdauert. Dir gebührt, wenn nicht Liebe, dann größte Ehre.+4
Flakon 9.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
Fiordalisso vor 169 Tagen
Warm, weich, sanft. Vanille, einnehmend, beruhigend. Perfekt. Einer der schönsten Düfte!!+4
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
DuftePerla vor 6 Monaten
Klassische, einmalige Duft Komp. Zitrischer Auftakt,- orientalisch, rauchige Vanille, Weihrauch- Alte Kirchen- meine Oma- Eine Legende!+4
2 Antworten
Seerose vor 9 Monaten
Einmalig Shalimar eben; Bitumen-Kampf(er) zu Beginn, gefolgt von Blüten mit der vanilledominierten Guerlinade. Unverzichtbar zuweilen.+4
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
1 Antwort
Gelis vor 11 Monaten
Hohe Erwartung nicht ganz erfüllt. Rauch, Vanille und kaum Blüten. Bin neugierig auf das EdT. Ist evtl für mich bessere Variante.+4
Duft 7.5
Sweetsmell75 vor 13 Monaten
Anfangs gewöhnungsbedürftig entwickelt sich Shalimar zu einem vanillig-rauchigen Orientalen. Ein Klassiker. Duften mag ich so aber nicht.+4
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.5
BeGantle vor 20 Monaten
Es sieht so besonders aus. Ich habe es noch nie gerochen :(+4
Lissy vor 168 Tagen
Es lohnt sich auf jeden Fall das EDParfum zu kaufen. Ersten sehr langanhaltend und duftintensiv.
Ausserdem, so wie die Vinitage Ausgabe !.+3
Duft 10.0
Josch vor 7 Monaten
Lieber das alte Original aus den 80ern suchen: Teerig-herbes Harz, Rohöl & Vanille. Ungleich interessanter und spezieller als das aktuelle.+3
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Elbchen vor 114 Tagen
Kokelkamin trifft 3 jahre altes angebranntes rauchiges Vanilleplätzchen hinter dem Ofen. Auf meiner Haut extrem fies. Muss nicht mehr sein..+2
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.5
Spring vor 15 Monaten
Zu Anfang angenehm zitrisch....dann wird es weicher.....ein Gefühl von "Wärme und Geborgenheit"+2

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