Ich kann mich in den zahlreichen Rezensionen nicht wiederfinden, die diesen Duft mit dem Tod oder totaler Schwärze vergleichen. Der Duft ist definitiv stumpf und dunkel, jedoch ist er grün, grün und noch mehr grün.
Encre Noire erinnert an lebendige, dunkelgrüne Nadelwälder am morgen, nachdem leichter Nebel marodes Holz, ölige Nadeln und den lockeren Boden angefeuchtet hat. Dieser Duft ist für einen selbst, nicht für andere. Er gibt das Gefühl als wäre man alleine genug. Voller Fokus auf selbst gesetzte Ziele. Stark männlich tendierend, nur von selbstsicheren Frauen tragbar.
Setting: 5 Uhr morgens vor der Arbeit im Dunkeln, durch einen nebligen, kalten Nadelwald joggend
Charakter: ernst - zielsicher und diszipliniert - redet wenig, doch sagt immer das Richtige - junger Entrepreneur mit Vorliebe für Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung
Muss mich hier anschließen. Womöglich gab es Reformulierungen die den einst vielleicht wirklich morbideren Duft abgeändert haben (ein paar Rezensionen suggerieren dies zumindest), aber ich vermute, dass für viele vor allem die früheren Reaktionen sowie die vom Namen und Flakon induzierten Assoziationen ausschlaggebend dafür sind, dass sie den Duft als "schwarz", "tot" oder "böse" beschreiben. Er ist aber sehr grün - herb-frisch trifft ihn gut, nur eben, dass das Herbe hier überwiegt.