Encre Noire 2006 Eau de Toilette

Encre Noire (Eau de Toilette) von Lalique
Flakondesign Lalique
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Platz 34 in Parfums für Herren
7.8 / 10 2835 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Lalique für Herren, erschienen im Jahr 2006. Der Duft ist holzig-erdig. Es wird von Lalique Group / Art & Fragrance vermarktet. Der Name bedeutet „schwarze Tinte”.
Aussprache
Gut kombinierbar mit Molecule 01
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Duftrichtung

Holzig
Erdig
Rauchig
Würzig
Grün

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
VetiverylacetatVetiverylacetat ZypresseZypresse
Herznote Herznote
Bourbon-VetiverBourbon-Vetiver haitianisches Vetiverhaitianisches Vetiver
Basisnote Basisnote
KaschmirholzKaschmirholz MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.82835 Bewertungen
Haltbarkeit
7.92461 Bewertungen
Sillage
7.32439 Bewertungen
Flakon
8.22441 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
9.01304 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 19.05.2024.

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Rezensionen

201 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
3
Duft
DeJu

14 Rezensionen
DeJu
DeJu
Top Rezension 64  
!!!!!!!!!!!
Zu Beginn meiner Leidenschaft für Düfte habe ich den Fehler gemacht mir Düfte blind zu bestellen, wenn die Bewertungen dafür hier bei Parfumo entsprechend hoch genug waren. Encre Noir war mein letzter Fehler dieser Art.

Alle Statements und Kommentare habe ich mir zu diesem Duft hier durchgelesen und mir ist das Wasser im Mund zusammengelaufen. Göttliche Tinte, himmliches Vetiver und weis Gott was durfte ich hier lesen. Dazu noch ein Score von aktuell 8,1. Bei dem Preis muss man da einfach zuschlagen. Dachte ich.

Vorneweg kann ich schon Mal sagen, dass das schönste an diesem Parfum der Flacon ist. Auch wenn er minimalistisch gestaltet wurde, sieht er trotzdem sehr edel aus.

Dem Duft an sich fehlt hier an ziemlich so allem was hier vorher so hoch gelobt wurde. Ich rieche von Anfang bis Ende keine Tinte. Nicht ein einziges Mal und auch nicht ansatzweise. Wer authentische Tinte riechen möchte, sollte Mortal Skin von Stephane Lucas testen. Das einzige was ich hier vom ersten Sprühstoß bis in die Basis rieche ist Erde. Feuchte alte Erde. Nun finde ich es ja nicht schlimm, wenn ein Duft linear verläuft. Aber nur wenn der Duft auch gut riecht. Dieser tut das für mich nicht. Ich habe auf Ähnlichkeit mit dem Encre Noir für Damen gehofft, den ich sehr gerne gerochen habe. Aber da liegen Welten dazwischen. Wie kann es sein, dass so ein Duft hier besser bewertet wird als z.B. Tom Fords Grey Vetiver oder Guerlains Vetiver. Das sind nur zwei der unzähligen Beispiele für die unrealistischen Scores hier bei Parfumo. Dazu kommen noch die ganzen unsachlichen und oft weit hergeholten Kommentare und Statements die den Lesern ein Interesse und eine Erwartung aufkommen lassen, die der Duft dann nicht rechtfertigen kann. Ich habe das Gefühl, dass einige Leute hier eher ihren inneren Poeten ausleben, anstatt sich wirklich sachlich und real mit dem Duft auseinander zu setzen und den Leuten die der jeweilige Duft interessiert somit helfen.

Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich hier von der Community gesteinigt werde, konnte ich nicht anders...

Hab euch lieb
Denis
38 Antworten
8
Preis
10
Flakon
4
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Fappelzillip

6 Rezensionen
Fappelzillip
Fappelzillip
Top Rezension 29  
Ich und mein Holz...
Dieser Duft ist der Grund für meinen ersten Kommentar. Bisher war ich nur stiller Mitleser, aber nach der ersten Begegnung mit der "Schwarzen Tinte" ist es mir einfach ein Bedürfnis, meine Eindrücke mit euch zu teilen. Auch wenn es schon 82 Kommentare gibt - ich muss einfach. Das ist übrigens der erste Duft, welchen ich mir aufgrund der Kommentare und der Beschreibung hier blind bestellt habe. Es gibt ihn ja schon sehr günstig im Internet, also geordert, gewartet, und mein Urteil gefällt. Hier also der Kommentar Nr. 83:
Nach dem Öffnen der schönen, edel wirkenden Verpackung und kurzer Begutachtung des schlichten, aber sehr hochwertig wirkenden Flakons verabreichte ich mir einen kräftigen Sprühstoß auf den Unterarm und wartete kurz. Nase dran, Augen zu und langsam eingeatmet. Mein erster Gedanke: "Wow, was ist das denn?" Mein zweiter Gedanke: "Das soll ein Parfum sein?" Mein dritter Gedanke: "Holz, Holz, Holz. Trockenes Holz, gerade bearbeitet. Gehobelt, gesägt, was auch immer. Tischlerei. Sägewerk. Und etwas leicht stechendes, harzig, fast schon lösungsmittelartig. Terpentin! Wirklich, eine meiner ersten Assoziationen nach dem vielen trockenen Holz war Terpentin. (Mein Opa hatte eine kleine Tischlerwerkstatt. Dort gab es einen Schrank mit verschiedenen Ölen, Wachsen, Lacken, Beizen etc. Wenn ich mich recht erinnere, gab es auch Flaschen mit Terpentin. Aus diesem Schrank strömte ein ähnlicher Geruch, wie er auch in abgeschwächter Form in der Kopfnote von Encre Noire vorhanden ist.) Ob es tatsächlich ein Terpentingeruch ist, sei dahingestellt. Jedenfalls war das mein erster Gedanke bei dieser Note. Ich vermute, dass irgendwie die Zypresse dahinter steckt. Die enthält nämlich laut Wikipedia auch Terpineole. Dazu kam dann etwas rauchiges, leicht angesengtes. Irgendwo brennt das viele Holz also schon. Na klar, ein Holzofen, der die kleine Tischlerei mit den Bergen von Holz und Spänen und dem "Terpentinschrank" im Winter warm hält.
Boah, was für eine heftige und geniale Kopfnote! Noch nie so etwas als Parfum gerochen. Aber will ich so riechen und damit auf die Menschheit losgehen? Ganz klar: nein. Die Gefahr, dass die Leute mich ansprechen, und um die Fertigung oder Restaurierung irgendwelcher Möbelstücke bitten, ist einfach zu groß. Wenn ich diese Kopfnote irgendwo gerochen hätte bevor ich den Duft kannte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen, dass das ein Parfum sein könnte.
Nach ziemlich genau einer halbe Stunde verfliegt diese Kopfnote und übergibt an die wunderschöne Herznote. Der Übergang ist fließend aber doch irgendwie abrupt. Plötzlich riecht man nur noch Vetiver. Ich mag Vetiver sehr. Hat für mich überhaupt nichts muffiges, kellerartiges. Im Gegenteil. Ich empfinde Vetiver als frisch, grün, irgendwie holzig und sehr elegant. Und hier ist es sehr gut verarbeitet. Frisch, aber keinesfalls aquatisch. Grün, aber nicht krautig. Holzig, aber nicht modrig. Null Synthetik. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, eine ganz leichte Süße bzw. etwas sehr warmes wahrzunehmen. (Moschus?) Und auch eine klitzekleine Zitrusnote kommt ab und an durch. Beim zweiten Mal hinriechen denke ich dann: "Ne, da ist kein Zitrus. Das ist das Vetiver. Sehr hochwertig, elegant und edel. Leider geht die Sillage nach dem extremen Auftakt bei mir stark zurück. Relativ körpernah, aber dann und wann erhascht man mal einen Hauch und denkt: "Ach Encre, du bist ja auch noch da." Er verschmilzt quasi mit dem Träger, bleibt als nicht aufdringlicher, sehr natürlich riechender, eleganter Duft relativ im Hintergrund, und meldet sich nur gelegentlich zu Wort, bei schnellen Bewegungen des bedufteten Körperteils zum Beispiel. In dieser Phase ist er absolut edel und hochwertig, zurückhaltend aber wahrnehmbar. Er sagt nicht: "Hallo, ich bin der Superduft, und dahinten kommt mein Träger!", sondern er sagt: "Schaut was für eine natürliche Ausstrahlung mein Träger hat! Ich bin auch hier und unterstütze ihn ein bisschen."
Im weiteren Duftverlauf wird er dann noch runder, noch etwas weicher, bleibt aber zu einhundert Prozent beim Vetiverthema. Nach ca. 7-8 Stunden ist er dann nur noch ganz hautnah schwach wahrnehmbar. Völlig ok.
Also bis auf die krasse Kopfnote finde ich den grandios. Die Assoziation mit feuchtem Holz, Friedhof, Wald nach dem Regen usw. kann ich nicht nachvollziehen. Diese Dinge riechen doch eher modrig-erdig, wie nasse Erde oder haben so einen leichten Schimmelpilzgeruch, wie verrottendes Holz. Holz hat er - ja, aber für mich sind das eher trockene Edelhölzer. Absolut elegant, absolut natürlich, und ich finde auch absolut zeitlos. Und - ganz wichtig - ein klares Statement gegen den Trend zum klebrig-süß-fruchtigen Einheitsbrei in der aktuellen Herrenduftwelt.
Ich trage ihn oft und gern, gehe aber erst nach ca. 30 min unter Menschen. (Wegen der Tischlereiaufträge.)

Nachtrag ca. 2 1/2 Jahre später:

Ich trage ihn nicht mehr.

Na ja, fast nie.

Nein, schon längere Zeit eigentlich gar nicht mehr.

Ab und zu, wenn ich mal wieder Lust darauf habe, gibt's einen kleinen Sprüher auf das Handgelenk, und ich folge seinem Duftverlauf und genieße die ungewöhnliche, extrem holzige Komposition.
Aber mehrere Stunden oder den ganzen Tag möchte ich ihn nicht mehr um mich herum bzw. an mir haben.
Nach einiger Zeit des fast täglichen Tragens griff ich morgens unbewusst immer öfter nach anderen Düften. Ich dachte, dass dies so aus meiner Laune heraus passiert, bzw. dass ich einfach auch mal etwas Abwechslung möchte. Bis ich mir eingestehen musste, dass es ja eigentlich so gut wie gar nicht mehr vorkommt, dass ich Lust auf Encre Noir habe.

Mittlerweile weiß ich auch warum:
Der Duft ist zu "schwer".
"Schwer" nicht im Sinne von opulent, schwülstig-süß oder orientalisch-überladen, sondern im Sinne von seiner absoluten Ernsthaftigkeit und Seriosität. Es gibt nichts Leichtes, nicht die kleinste Spur von Beschwingtheit oder gar Humor in dem Duft. Man trägt ihn mit sich herum wie eine Last oder Bürde. Oder vielleicht eher wie eine Verpflichtung. Er drückt für mich das genaue Gegenteil von Lockerheit, Ungezwungenheit oder Albernheit aus.
Ohne dass ich ihn die ganze Zeit bewusst wahrgenommen habe, schlug er mir aufs Gemüt, und ich griff eben instinktiv zu anderen, "leichteren" Düften.
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin nach wie vor begeistert von dieser einzigartigen Komposition. Ich habe auch nicht vor, ihn wegzugeben. Aber tragen kann ich ihn eben leider nicht mehr.
5 Antworten
10
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Yatagan

396 Rezensionen
Yatagan
Yatagan
Top Rezension 42  
Der Hexenmeister
A.D. 1302

„Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben!“

Der junge Alchimist saß in seinem Studierzimmer, in der Hand eine Feder, getaucht in dunkle Tinte, um die geheime Formel zu Papier zu bringen, sie wirkmächtig zu machen. Da stieg ihm der Geruch der schwarzen Tinte in die Nase, der Duft der encre noire, ein Geruch, der ihm sofort alle möglichen Assoziationen bescherte: die Schulzeit, mit ihrem Leid und ihren Freuden, der letzte Brief an seinen Vater, der erste Brief an ein Mädchen, das er aus irgendwelchen Gründen, an die er sich nicht mehr recht erinnern konnte, geliebt hatte, das umgestoßene Glas Tinte am Küchentisch seiner Mutter; sie war erzürnt, dann aber schnell wieder besänftigt gewesen. Tinte war ein Elixier des Geistes: So wie Wasser das Elixier des Körpers war, so war die Tinte Seelennahrung für denkende Menschen, ein Geruch, der zu inspirieren vermag.

„Seine Wort und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.“

Wenn nun noch andere inspirierende Gerüche zu dem Tintengeruch hinzuträten, dann könnte man wirklich ein Wunder vollbringen, ein Wunder des Wohlgeruchs: scharf-würziges Kraut gehört in einen Zaubertrank, ebenso Vetiveröl aus der geheimnisvollen Wurzel des Vetivergrases, für das noch kein Alchimist eine synthetische Formel als Ersatz gefunden hat. Manchmal gibt es Wunder der Natur, die sich allen Analysen der Alchimie entziehen. Dreimal kräftig umgerührt mit einem Zauberstab aus Kaschmirholz, der eine Ahnung seines feinen Geruchs in der brodelnden Brühe lässt: fertig wäre der Zaubertrank, der noch in Generationen Heerscharen von Männern dazu verführen könnte, sich die Lösung auf dem ganzen Körper zu verteilen und der Heerscharen von Frauen dazu verführen möge, diesen Männern zu verfallen.

A.D. 2013

Natürlich kann man Encre Noire allerlei vorwerfen: Ist ein Duft, der tatsächlich den Geruch von Tinte in der Kopfnote evoziert, im Zeitalter virtueller Sprache noch zeitgemäß? Offenbar ist es aber gerade die Faszination von dunkler Tinte mit all ihren Konnotationen, die den Erfolg von Encre Noire begründet. Dass dieser Duft nicht nur so heißt (Encre Noire), nicht nur in einem schwarzen Tintenglas steckt, sondern auch noch ein wenig so zu riechen scheint, macht das Gesamtkunstwerk perfekt.

Für mich ist es aber vor allem wieder die kunstvolle Einbettung von Vetiveröl, die mich hier fasziniert, ganz ähnlich wie bei Timbuktu (das feiner ziseliert ist), wie bei Sycomore (das man fast für einen Duftzwilling halten könnte, solange man die beiden Düfte nicht direkt vergleicht) und wie bei Guerlains Vetiver (das den Geruch des Vetiveröls puristischer präsentiert).

Encre Noire erzählt eine Geschichte: Man muss nicht an Goethes Hexenmeister oder an die eigene Schulzeit denken; allein die Faszination von schwarzer Schreibtinte im Zeitalter von Internet und Blogs ist eine Geschichte im besten Sinne des Wortes, ein genialer Wurf, der bei einem Duftkunstwerk so etwas wie Ganzheit und Dichte schafft. Das ist vielleicht die olfaktorische Umsetzung der Idee, die hinter den Tintenherz-Romanen von Cornelia Funke steckt, Kinder- und Jugendbücher, die ganz zu Recht auch Erwachsene in ihren Bann gezogen haben: Tinte, aufgetragen auf die Seiten eines leeren Buches, erweckt die Gestalten dahinter zum Leben, schafft einen Gegenentwurf zu unserer nur mehr blutleeren Zeit, die lediglich noch Bildschirme, Bilder und Tastaturen kennt, aber keine Räume für Phantasie.

Ein Duft, der den weichen Geruch von Tinte mit der säuerlichen Herbheit einer Pflanze (!) kontrastiert (Vetiver) und mit Holztönen unterlegt, kann in diesen Zeiten eigentlich nur Erfolg beschieden sein. Es gibt noch genug Menschen, die eine solche Idee im weiteren Sinne des Wortes bezaubernd finden. Voraussetzung ist dann allerdings noch die Bereitschaft, sich auf den säuerlichen Duft von Vetiver einzulassen, zugegebenermaßen nicht jedermanns und -fraus Sache.
Aber wenn es gelingt, dann bitte Vorsicht: Suchtgefahr!

„Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
26 Antworten
10
Preis
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Caligari

75 Rezensionen
Caligari
Caligari
Top Rezension 37  
Was kann der Siegismund dafür, ...?
Wegen genau diesem "bescheuerten" Duft bin ich hier gelandet und in Folge dessen, nach knapp vier Jahren, um eine erhebliche Geldsumme ärmer. Es hätte so schön weitergehen können. Aber nein, die mussten ja unbedingt meinen damaligen Lieblingsduft aus dem Programm nehmen.

Um eine Alternative ausfindig zu machen bemühte ich eine Suchmaschine im Internet und die führte mich auf eben genau diese Parfumo.de Seite von Encre Noire (Eau de Toilette), weil dieser dem Verblichenen angeblich so ähnlich wäre.

Tatsächlich wurde ich jedoch erst mal von der Fülle der Informationen und Angebote so stark abgelenkt, dass die schwarze Tinte zur Nebensächlichkeit degradierte. Aber die Tinte verschwand nicht von meinem Radar und glücklicherweise wurde ziemlich früh eine kleine Probe bei mir an Land gespült. Und...

Er hatte nur am Rand was mit dem gesuchten Ersatz zu tun, aber...!!! Für diesen Preis? Round about 20 € für 100 ml? Selbst 150 ml Duschgel (was ich übrigens nicht empfehlen kann) davon kosten mehr!

Ich bin wirklich ein großer Vetiver Fan und habe schon so einiges durchprobiert. Für mich kann es nicht rauchig genug sein. Dahingehend ist dieser Vetiver nicht die Krönung der Schöpfung. Kann ja auch gar nicht. Denn wenn er noch drastischer wäre, hätte es nie zu so einem Erfolg gereicht.

Ich habe mittlerweile schon so einige Budget-Düfte, die ich von meinen jungen Jahren her kenne, in ihrer Neuauflage getestet und erschrak dabei regelmäßig. Sie sind nicht stimmig, haben keinen Tiefgang und wirken unkonkret.

Nicht so hier! Encre Noire (Eau de Toilette) ist ein ziemlich reinrassiger Vetiver-Duft. Er ist sehr stabil, von guter Qualität und er leistet gut. Und daher kann er auch mit guten Vetiverdüften, die vielleicht fünfmal so teuer sind als er, locker mithalten. Er ist nicht lieblich, sondern robust und daher eine angenehme Überraschung auf den Grabbeltischen der Online-Parfümerien.

Obwohl er qualitativ von anderen Vetivers in meiner Sammlung ausgestochen wird, kann ich ihn nicht mehr hergeben. Es geht einfach nicht. Es wäre ihm gegenüber nicht fair. Soll ich ihn etwa für 10 € + Porto verkaufen? An ihm hängen mehr Emotionen als an manch anderem Duft meiner Sammlung, der das 10-fache gekostet hat.

Encre Noir, du hältst vielen den Spiegel vor. Du bist ein Gradmesser und du regst zum Nachdenken an. Danke!
7 Antworten
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Siebenkäs

63 Rezensionen
Siebenkäs
Siebenkäs
Top Rezension 35  
Dialog vor Sonnenaufgang
Komm doch ein bisschen näher, sprach die Dunkelheit.

Ich wüsste nicht warum, sagte Encre.

Bist du denn kein Kind von mir? fragte die Dunkelheit.

Wie kommt ihr nur darauf , erwiderte Encre.
Wie sehr ihr euch da doch täuscht.
Ich trage den Duft von Holz, die Aura von Bäumen.
Und das Wesen der Bäume ist es, das ich vermitteln will.
Verwurzelt im Dunklen, im fruchtbaren Erdreich, oft tief.
Aber nur, um hoch zu streben und mit den Zweigen
in der Helle des Himmels zu spielen.
Spazieren zu gehen im Licht. Deiner bewusst.
Ich trage den Duft des Grases, das flacher im Dunkeln
wurzelt, aber ebenso gern im Wind spielt.
Und ich liebe Überraschungen. Zum Beispiel, indem
ich unerwartete Frische ausstrahle, lange nachdem man
mich versprühte.
Ich trage meinen Namen, weil Papier nun mal weiß ist.
Und um eine helle Botschaft zu verbreiten, bedarf es doch
einer dunklen Farbe. Das ist alles.

Du bist sonderbar, sagte die Dunkelheit. Kommst mir so
bekannt vor und bist mir doch fremd.

Ich trage die fragile Idee von Gras in mir, sagte Encre.
Nennt es ruhig Vetiver. Ich verbreite keine Trauer.
Ich sage nicht - Hört auf.
Ich sage - Fangt an. Ich gebe Grünes Licht.

Spielst du mit mir?, fragte die Dunkelheit. Spielst du gern
mit Feuer? Oder lieber mit Asche?

Ich weiß es nicht, sagte Encre.

Ich kann nicht mehr lange bleiben, sagte die Dunkelheit
ein wenig traurig.

Ich weiß, antwortete ENCRE fröhlich, die Sonne geht
bald auf.
26 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

541 kurze Meinungen zum Parfum
SchüchaSchücha vor 7 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
4D Erlebnis bei Herr der Ringe:

1. Encre Noire aufsprühen
2. 3D Brille aufsetzen
3. Szene: Fangornwald

Mittendrin statt nur dabei :)
2 Antworten
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 3 Jahren
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Tauche ein in dunkles Gras
grabe in feuchter Erde
zu den Wurzeln aus Holz und Rauch
die schwarze Tinte schreibt hellgrau
23 Antworten
SiebenkäsSiebenkäs vor 7 Jahren
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Moderat modert Schatten.
In der Rocktasche - Brett Pit.
Zeit speit ins Vestibül.
Rabengrabwetter.
Bitter. Olivkühl a go go.
10 Antworten
ThegoldenboyThegoldenboy vor 5 Jahren
wann tragen?
vorm duschen, sagt die freundin
tja
1 Antwort
MarieposaMarieposa vor 1 Jahr
9
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Federkiel aus Vetiver
Schreib deinen Namen auf meine Haut
Blutstropfen auf feuchter Erde
Schwelende Zweige
Gekühlt von schwarzer Seide
26 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
HavarieHavarie vor 3 Jahren
Herren-Parfum
Encre Noir Alter
"Encre Noire (Eau de Toilette) | Lalique"  ist in erster Linie ein von Vetiver dominierter Duft. Du solltest zunächst mal prüfen, ob du mit dieser Duftnote grundsätzlich etwas anfangen kannst, also vielleicht...
Sandra1979Sandra1979 vor 9 Jahren
Beratung
Bitte helft mir!
Nimm alle drei als Abfüllung, dann kann er und natürlich auch deine Nase den einzig wahren erschnüffeln.
Hkd99Hkd99 vor 9 Jahren
Herren-Parfum
Haltbarkeit/Dosierung Encre Noir
Fencingline:Ich nehme immer 10 bis 20 Sprühstoss! :DJa mach ich ähnlich :wink: Ich nutz den auch oft als Fußspray nach dem Sport...... :twisted:
Lia27Lia27 vor 13 Jahren
Damen-Parfum
Sind lie Lalique Encre Noir bei Amazon echt?
du solltest die links mit bringen, denn die Parfume sind nicht von Amzaon, sondern jeweils von einem anderen VK

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