... wenn sich die Wolken lichten, der Regen weiterzieht und frische klare Luft hinterlässt, die sich so blau anfühlt, wie sich der Himmel nun zeigt. Der Wellengang ist mäßig, das Wasser recht kühl.
Doch ein Strandspaziergang inklusive dem Graben mit den Zehen im feinen, nassen Sand ist ein Genuss.
Baden? Noch ist es nicht soweit, denn es ist erst Mitte Mai. Dennoch warm genug, um sich in einem Hain mit Strandkiefern auf einer Decke niederzulassen und fas Rauschen des nahen Meeres und seine würzigen Düfte zu genießen, die sich mit denen der Bäume und dem dazwischen wachsenden Rosmarin vermengen. Herb- leicht salzig, ist das für Nase und Gemüt ein großer Genuss.
Immer mal wieder ein Windstoß, der hell wie Pfeffer und Zitronen riecht, machen alles perfekt.
Aber dem recht Kühlen, das mitunter frösteln lässt, kann mit einer hell- erdfarbenen Stola aus feiner Schafswolle um die Schultern Paroli geboten werden. Besonders, wenn sie leicht nach Patchouli duftet....
"Orientalisch" ist dieser "Blaue Schein" auf gar einen Fall. Das ist hier auch gut so. Obwohl ich auch gerne "satten würzigen Orient" mag, kann sich ein olfaktorischer Nordsee-Urlaub im späten Frühjahr als durchaus angenehm und erholsam erweisen :-))