...dann sicherlich jene von Lostmarc'h, dachte ich, als ich zum ersten Mal einen Duft dieses Parfumhauses erleben durfte. Zart, fein, sehr natürlich und leider zumeist auch recht flüchtig gestalten sich die Creationen, die kaum als Parfums zu bezeichnen sind, sondern sehr viel eher eine Aura darstellen, in der sich ihre Träger fühlen wie in einem besänftigenden, behütenden Kokon. "Din Dan" bildet hier keine Ausnahme, sondern fügt sich elegant und nahtlos ein in ein Duftkonzept möglichst naturnaher olfaktorischer Impressionen. Kristallklar und unverfälscht eröffnet der Duft mit einer recht kraftvollen Zitrone, die sich jedoch schnell zurücknimmt und warme - keine eisigen! - Minzaromen willkommen heißt. Bereits hier nehme ich auch das Eisenkraut wahr, jedoch keine Pfirsichblüte, was daran liegen mag, daß mir deren Duft nicht so vertraut ist wie jener der Frucht. So vermengen sich im eher kurzen Duftverlauf für mich Zitrone und Minze mit Verbene und noch etwas undefinierbar Grünem (das mein Liebster als Petersilie zu identifizieren meinte, oje!) zu einer transparent-zarten Frische, die mich kurz vor dem zweiten Advent in eine eher mediterrane als bretonische Frühlingslandschaft versetzt und an die eingangs erwähnten Elfen denken läßt - und deren huschende Schatten im Unterholz mir eine Erklärung des sonst nur verwirrenden Namens liefern. Ein feines und sehr nah bei seinem Träger bleibendes Düftchen, das für mich nur einen einzigen Wunsch offen läßt: Bliebe es doch ein wenig länger bei mir... So aber ist es nach 3-4 Stunden bereits im Wortsinne verduftet.