Gengis Khan Marc de la Morandière 1991 Eau de Toilette
3
Sehr hilfreiche Rezension
Sehr ausgiebig getrocknete, leicht süßliche Kräuter auf Seifenbasis
Der Flakon, der hat mal was. Seltenheitswert und dann doch typisch für die 90er. Wenn ich den Namen "Gengis Khan" (Cappellusmans Blindtest No.12) höre, denke ich nicht nur an besagten Schlager.
Es wird eine ganze Palette Kindheitserinnerungen wach, weil mein Vater für lange Urlaubsfahrten nach Bayern etc. immer Cassetten aufgenommen hatte mit seinen (oft furchtbaren) Lieblingsschlagern und -volksmusikqualen, die wir 10 Stunden ertrugen, sofern wir nicht schliefen.
Dabei war auch (weniger schlimm) "Golden Dreams of El Dorado", welches einem aufgrund seiner Theatralik als Kind fast Pipi in die Augen trieb. Auch dazu würde der Flakon des Morandière-Duftes irgendwie passen.
Entfernt erinnert der Duft einen dann erstmal an "Giorgio Beverly Hills", allerdings nicht ganz so laut und schrill. Dennoch durchaus seifig, kräuterbetont gerade zu Beginn, hier wohl vornehmlich Thymian. Recht trocken kommt der Duft bei mir rüber, dabei durchaus leicht gesüßt, was ich obiger Aromenliste nicht recht entnehmen kann.
Ich hätte auf goldig getrockneten Tabak getippt.
Die Seife zieht sich nach und nach zurück, im Zentrum wird es etwas floraler, vor allem Jasmin, welches recht markant von Kiefernnadeln umgarnt wird, die wiederum einen leicht holzig-süßlichen Duft verströmen, quasi Hochsommer und trockenes Gebäum.
Patchouli rundet noch etwas erdig ab. Insgesamt ein solider Duft, der mir aber zu sehr im etwas süßlich Kräuterigen herumpuckert und dabei nicht so recht aus dem Quark kommen will. Der Flakon begeistert mich mehr als der Duft selbst.
Es wird eine ganze Palette Kindheitserinnerungen wach, weil mein Vater für lange Urlaubsfahrten nach Bayern etc. immer Cassetten aufgenommen hatte mit seinen (oft furchtbaren) Lieblingsschlagern und -volksmusikqualen, die wir 10 Stunden ertrugen, sofern wir nicht schliefen.
Dabei war auch (weniger schlimm) "Golden Dreams of El Dorado", welches einem aufgrund seiner Theatralik als Kind fast Pipi in die Augen trieb. Auch dazu würde der Flakon des Morandière-Duftes irgendwie passen.
Entfernt erinnert der Duft einen dann erstmal an "Giorgio Beverly Hills", allerdings nicht ganz so laut und schrill. Dennoch durchaus seifig, kräuterbetont gerade zu Beginn, hier wohl vornehmlich Thymian. Recht trocken kommt der Duft bei mir rüber, dabei durchaus leicht gesüßt, was ich obiger Aromenliste nicht recht entnehmen kann.
Ich hätte auf goldig getrockneten Tabak getippt.
Die Seife zieht sich nach und nach zurück, im Zentrum wird es etwas floraler, vor allem Jasmin, welches recht markant von Kiefernnadeln umgarnt wird, die wiederum einen leicht holzig-süßlichen Duft verströmen, quasi Hochsommer und trockenes Gebäum.
Patchouli rundet noch etwas erdig ab. Insgesamt ein solider Duft, der mir aber zu sehr im etwas süßlich Kräuterigen herumpuckert und dabei nicht so recht aus dem Quark kommen will. Der Flakon begeistert mich mehr als der Duft selbst.
1 Antwort
RobGordon vor 9 Jahren
Die Pyramide klingt verheißungsvoll, aber irgendwie will bei niemanden so richtige Begeisterung aufkommen. Sehr informativ, danke!

