Inspiriert von einem japanischen Zeitgenossen, der wohl nicht zufällig Parfümeur geworden ist. Ich denke, um solche Düfte zu komponieren braucht es Fantasie, Einfühlungsvermögen und eine gute Portion Duftverständnis, einschließlich einer feinen Nase.
Hier wurde weder "gekleckert" noch "geklotzt", eine Ausgewogenheit leicht exotischer Duftstoffe macht dieses Parfum aus. Die Kühle einer Kombination von Kardamom, Pfeffer und Mandarine eröffnet die Komposition und wird recht bald von ebenso kühler Iris umpudert, während sich schon die wärmeren Aromen startklar machen. Etwas Patchouli nimmt alles bisher Gerochene unter leicht erdige Fittiche und ein zarter Nerolihauch ergänzt um leicht süße, aber luftige Wohlgerüche.
Eine ganze Waldlandschaft tut sich unter dem kühlen, pastellfarbenen "Himmel" auf, Aromatischer Tannenduft, Fichtenharze und andere Hölzer lassen ihre warme Pracht leicht herb duften. Das Kühle, ja, fast "eisige" des Kardamom und des Pfeffers lässt immer wieder unerwartet seine Brise darüber wehen. Alles mutet irgendwie leicht "fernöstlich" an, wie ein Japanischer Wald im Frühjahr um einen See am Fuße des Fuji. Ein Duft, der bereit ist, seine Träger und Trägerinnen träumen zu lassen. Ein Gedicht? Ja, ein olfaktorisches Meisterwerk!