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Top Rezension
Die russische Edelnutte Tatjana P
Eigentlich war sie eine stolze Frau. Doch manchmal ging es ums nackte Überleben und eine Frau (und vor Allem eine Mutter) musste tun, was sie tun muss. Tatjana P war eine außergewöhnlich schöne Frau. Mit ihrem von Natur aus eher dunklen Teint, dem typisch russischen, herzförmigen Gesicht und der koketten braunen Kurzhaarfrisur verdrehte sie den Männern den Kopf. Mit 25 war sie verheiratet und nun, mit knapp 30 wollte sie nur noch eines: die Flucht. Ihr Russischer Ehemann schlug sie und ihren 5-jährigen Sohn. Sie kam sich vor wie eine Angestellte und nicht wie eine Ehefrau.
Das Ziel war Deutschland. Um dort dauerhaft bleiben zu dürfen, musste sie einen Deutschen heiraten. Das wusste sie. Gleich in der Agentur für Arbeit lernte sie einen agil wirkenden Mittfünfziger kennen. Braugebrannt, mit ledriger, jedoch straffer Haut und einem nicht unansehnlichen Körper. Es war der Sachbearbeiter. Und wie gewöhnlich, war er ihr verfallen. Schon bald zog sie bei ihm ein, ein schönes Einfamilienhaus in ruhiger Lage mit Garten. Die Nachbarn reckten die Köpfe, wenn sie sich wieder einmal oben Ohne, nur mit einem Tanga bekleidet, im Garten zum Sonnen räkelte. Oft verließ sie noch spät Abends das Haus in ihrem gestromerten Echtpelzmantel und viel zu hohen, roten Lackpumps. Irgendwann tauchte sie dann mit einem nagelneuen VW Cabrio auf und die Nachbarn fragten sich noch mehr, ob beim Nachbarn wohl die Geldscheine zu locker saßen. Doch die Wahrheit war, dass Tatjana jeden Abend in das Bordell der nächstgrößeren Stadt ging und sich dort für Geld verkaufte. Sie wollte nur eins: Unabhängig sein und sich und ihrem Sohn alles kaufen was sie wollte. Es dauerte nicht lange, bis ihr neuer Mann mitbekam, was sie Nachts tat. Doch er warf sie nicht aus dem Haus, sondern bettelte darum, dass sie bei ihm blieb. Er war ihr verfallen. Tatjana jedoch bekam immer was sie wollte und ließ sich schon bald Scheiden. Nun stand ihr Unterhalt zu und dazu noch ihr beträchtlicher Verdienst ihrer nächtlichen Tätigkeit. Jeder Mann lag ihr zu Füßen.
Was hat die Story nun mit Careful Hot zu tun? Irgendwie hat mich das Parfum sofort an meine ehemalige Nachbarin erinnert. Ja, die Frau gab es wirklich und ich war damals das 5-jährige Mädchen, das immer mit ihrem Jungen spielte. Careful Hot ist wie meine ehemalige Nachbarin: Umgarnend, unwiederstehlich, süß und verführerisch, es streichelt dich, bis es dir die Schlinge um den Hals zuzieht. Denn am Schluss, nach all der Mandelmilch, der Lilie, den Clementinen und Nektarinen, kommt schließlich der Patchouli zu Tage, der einen Hauch von Agressivität und Verruchtheit mit reinbringt.
90 statt 100 % gibt es nur wegen der etwas zu geringen Haltbarkeit.
We own the night! :-)
Das Ziel war Deutschland. Um dort dauerhaft bleiben zu dürfen, musste sie einen Deutschen heiraten. Das wusste sie. Gleich in der Agentur für Arbeit lernte sie einen agil wirkenden Mittfünfziger kennen. Braugebrannt, mit ledriger, jedoch straffer Haut und einem nicht unansehnlichen Körper. Es war der Sachbearbeiter. Und wie gewöhnlich, war er ihr verfallen. Schon bald zog sie bei ihm ein, ein schönes Einfamilienhaus in ruhiger Lage mit Garten. Die Nachbarn reckten die Köpfe, wenn sie sich wieder einmal oben Ohne, nur mit einem Tanga bekleidet, im Garten zum Sonnen räkelte. Oft verließ sie noch spät Abends das Haus in ihrem gestromerten Echtpelzmantel und viel zu hohen, roten Lackpumps. Irgendwann tauchte sie dann mit einem nagelneuen VW Cabrio auf und die Nachbarn fragten sich noch mehr, ob beim Nachbarn wohl die Geldscheine zu locker saßen. Doch die Wahrheit war, dass Tatjana jeden Abend in das Bordell der nächstgrößeren Stadt ging und sich dort für Geld verkaufte. Sie wollte nur eins: Unabhängig sein und sich und ihrem Sohn alles kaufen was sie wollte. Es dauerte nicht lange, bis ihr neuer Mann mitbekam, was sie Nachts tat. Doch er warf sie nicht aus dem Haus, sondern bettelte darum, dass sie bei ihm blieb. Er war ihr verfallen. Tatjana jedoch bekam immer was sie wollte und ließ sich schon bald Scheiden. Nun stand ihr Unterhalt zu und dazu noch ihr beträchtlicher Verdienst ihrer nächtlichen Tätigkeit. Jeder Mann lag ihr zu Füßen.
Was hat die Story nun mit Careful Hot zu tun? Irgendwie hat mich das Parfum sofort an meine ehemalige Nachbarin erinnert. Ja, die Frau gab es wirklich und ich war damals das 5-jährige Mädchen, das immer mit ihrem Jungen spielte. Careful Hot ist wie meine ehemalige Nachbarin: Umgarnend, unwiederstehlich, süß und verführerisch, es streichelt dich, bis es dir die Schlinge um den Hals zuzieht. Denn am Schluss, nach all der Mandelmilch, der Lilie, den Clementinen und Nektarinen, kommt schließlich der Patchouli zu Tage, der einen Hauch von Agressivität und Verruchtheit mit reinbringt.
90 statt 100 % gibt es nur wegen der etwas zu geringen Haltbarkeit.
We own the night! :-)
5 Antworten


@ Yuki68: Freut mich! Im Duftverlauf beschreiben bin ich sowieso total schlecht. Für mich sind Düfte immer mit Erinnerungen/Geschichten verbunden.