Top Rezension
Between two worlds
oder... nix Halbes und nix Ganzes. Ich möchte diesen Duft mit zwei anderen vergleichen, mit Grey Vetiver und mit Sel de Vetiver. Grey Vetiver und Black Vetiver verbindet etwas. Sie haben beide deutliche, zitrische Noten, die sie den ganzen Duftverlauf begleiten. Das ist gut für alle Vetiverallergiker, weil der Vetiver so immer ganz soft bleibt und niemals zu grob wird. Das hat aber auch den entscheidenden Nachteil, dass jeder Kick verloren geht. Zitrischen Noten die lange anhalten fehlt häufig Natürlichkeit, Frische und der gewisse Pep. Sie kommen recht matt und glanzlos daher. So leider auch hier. Der Vetiver ist sehr schön, wird aber durch die wenig natürlich wirkenden, zitrischen Komponenten meiner Meinung nach eher weniger schön dargestellt, als es möglich gewesen wäre. Bei Sel de Vetiver hat man auch einen wunderbaren, düsteren und knackigen, aber niemals zu scharfen Vetiver. Die zitrischen Noten sind da herrlich saftig, frisch, lecker und natürlich. Dafür verfliegen sie aber auch nach einiger Zeit und der Vetiver wird noch mehr zum Hauptdarsteller. Alles wird dann nur noch durch diese leicht salzige Note und die milden Reste der frischen Zitrusnoten abgerundet, aber nicht verfremdet. Nun, vielleicht war sowas wundervolles auch gar nicht gewollt. Black Vetiver ist ruhiger und gediegener, zudem maskuliner als Sel de Vetiver. Aber leider auch deutlich weniger schön, für mein Empfinden.

