Einfach toll, diese kleine Weiberclique: Chloé, Love-Chloé, Eve und Stella. Alle zart, alle gepflegt, alle wertig, alle feminin.
Ja, das ist wieder so ein sanfter Schleier von einem Luxusweibchen-Pflegeduft. Ob nun „Chloé“ und „Love, Chloé“ von Chloé, „Eve“ von Jil Sander oder „Stella“ von Stella McCartney. Wundervoll zugeschnitten auf die Käuferschicht der 30+, die gut duften, aber nicht komatisieren wollen. Die es bevorzugen, dezent-weiblich zu bezaubern, statt einzulullen.
Dabei ist „Stella“ das leicht pudrige Fruchtröschen innerhalb dieser Weiberclique. Die unsüße Mandarine bewirkt, dass man an die leichte Fruchtigkeit einer frischen Morgenrose denken muss (welche Rosensorte ist das nur, die diese dezente Fruchtigkeit hat?). Die sehr hellen Hölzer machen das Röschen leicht pudrig, leicht gepflegt-seifig (aber nicht Oma-seifig!). Alles in allem modern, frisch, zurückhaltend und sehr feminin.
Würde man die duftende Weiberclique auf die Freundinnen aus „Sex and the City“ übertragen, dann wäre „Stella“ am ehesten mit der schönen, aber recht zugeknöpften Charlotte zu vergleichen. („Chloé“ könnte die strahlende Carrie sein, „Love, Chloé“ die sinnliche Samantha und „Eve“ der Rotschopf Miranda.)
Wer sich aber „Stella“ ins Haus holen möchte, sollte sich besser damit anfreunden, sie in einem Taschenzerstäuber mit sich zu schleppen: Sie hält bestenfalls mittelmäßig.