Jade of Chama kommt mit einer großen Portion Würze im Opening daher: Intensive und tiefe, schwarzer Tee und Kräuternoten, welche an die alte chinesische Medizin erinnern, sind hier am deutlichsten auszumachen. Bereits nach kurzer Zeit zeigen sich die Rosen. Sie treten präsent hervor, dominieren den Duft aber nie, sondern lösen sich vielmehr in Tee, Kräutern und heller Höhenluft auf, wie Wegbegleiter entlang des Pfades. Im Verlauf bleiben die (schwarz) Teeakkorde klar im Vordergrund. Mal schwebend und hell, mal zerstoßen, herb und leicht rauchig. Oud sehr Hintergründig und trocken erahnbar. Etwas Safran und trockene (Rosen)hölzer geben dem Duft Tiefe. Mich erinnert der Duft von der Würze und dem Rosenprofil an Kyara no Bara. Beide haben diesen meditativen Rosencharakter, welcher durch Liebstöckel, Geißblatt und auch das Phoebe zhennan verstärkt wird, wenngleich der Kyara no Bara eher eine weihrauchigere Richtung einschlägt. Qualitativ gut, aber letzlich nicht mein Geschmack.