
TheBasti
21 Rezensionen

TheBasti
Hilfreiche Rezension
5
Teesatz lesen im Hochgebirge, oder: "Wolle Rosen kaufen ?"
Grüße zusammen.
Mein letztes Duft-Review ist jetzt auch schon ein Weilchen her. Man kennt es sicher: Oft fehlt einem vielleicht einfach die Muse, einen Duft kleinstmöglich zu sezieren, oder es gibt einfach nicht sehr viel zu sagen.
Jetzt habe ich mich aber doch mal wieder hinter dem Ofen hervorlocken lassen. Möglicherweise bin ich etwas eingerostet, aber wir versuchen es mal. Also macht es euch gemütlich, lauschet meinen Worten und wir sprühen auf.
Zu Beginn muss ich einwenden, dass ich durchaus verstehen kann, dass der Ein oder Andere nicht so recht mit dem Duft warm wird. Was Hunayn uns hier präsentiert, möchte auseinandergesetzt werden. Was hierauf gemacht wird, sind Rosen, feuerrot, sehr "jammy" (aber ohne in die Richtung übersüßt abzudriften, eher "no added sugars" Sweetness, also natürlich gediegen). Stellenweise wirkt das Rosengeflecht fast etwas Vintage, eingepackt in eine Hintergrundfolie aus subtilen Fruchtnoten.
Wie bereits erwähnt, ich kann nachvollziehen, dass der Duft manche etwas durcheinanderwirft. Jedoch macht der Verlauf, in meinem Empfinden, gerade hier Raum, um auf mehreren Ebenen zu "arbeiten". Was vor allem dadurch funktioniert, dass das ganze Gebilde an sich doch recht dicht gepackt ist, ohne großartig abzudriften (so locker wie manch anderer empfinde ich den Duft gar nicht).
Sukzessive drücken sich Teenoten durch, Schwarztee, Grüntee, Anklänge von Kamille, holzig, grün, leicht mineralisch-astringierend, you name it. Meinem Empfinden nach, überwiegt bei dem ganzen Tee-Melange der schwarze Tee leicht.
Ein kleiner Wehmutstropfen: Ganz schafft es der Tee nicht, sich über die Rosen zu setzen; diese bleiben weiterhin in der Frontstellung und halten ihn doch etwas an der Kette, was schon durchaus schade ist, aber immerhin halten sich beide relativ die Waage.
Machen wir eine neue Ebene auf. Langsam beginnt sich der Rahmen des Duftes aufzubauen. Holzig-raue Noten, staubig trocken. Safran bringt nochmal etwas rauere Elemente mit. Oud, mit leicht minzigen, ätherischen "Kyara-Vibes" auf Erde gedeckelt. Die ganzen Kräuter fungieren eher als Klammer, fein eingefädelt, ohne ins Medizinische abzurutschen, jedoch ordentlich Kraut aufgespielt. Der Duft wirkt hier rauer, ungeschliffener. Bergwanderung ins Ungewisse, Hunderte Höhenmeter. Rose bleibt jedoch weiterhin Centerpiece. Tee ordnet sich mittlerweile eher eine Ebene drunter ein.
So läuft der Duft dann eigentlich auch allmählich aus. Die Rose fährt sich langsam, Stück für Stück zurück. Fin
Alles in allem kann ich behaupten, dass der Duft mir im Gesamten zusagt, auch wenn man den Tee für mein Empfinden noch etwas herausstellen können. Präsentation, wie bei Hunayn üblich, wieder Chef´s Kiss, H/S gehen auch vollkommen i.O. War mal wieder ein netter Ausflug. Preislich dieses mal auch ok, da Hunayn normalerweise doch eher in die Kategorie, "preislich (sehr) schwierig" fällt.
Mein letztes Duft-Review ist jetzt auch schon ein Weilchen her. Man kennt es sicher: Oft fehlt einem vielleicht einfach die Muse, einen Duft kleinstmöglich zu sezieren, oder es gibt einfach nicht sehr viel zu sagen.
Jetzt habe ich mich aber doch mal wieder hinter dem Ofen hervorlocken lassen. Möglicherweise bin ich etwas eingerostet, aber wir versuchen es mal. Also macht es euch gemütlich, lauschet meinen Worten und wir sprühen auf.
Zu Beginn muss ich einwenden, dass ich durchaus verstehen kann, dass der Ein oder Andere nicht so recht mit dem Duft warm wird. Was Hunayn uns hier präsentiert, möchte auseinandergesetzt werden. Was hierauf gemacht wird, sind Rosen, feuerrot, sehr "jammy" (aber ohne in die Richtung übersüßt abzudriften, eher "no added sugars" Sweetness, also natürlich gediegen). Stellenweise wirkt das Rosengeflecht fast etwas Vintage, eingepackt in eine Hintergrundfolie aus subtilen Fruchtnoten.
Wie bereits erwähnt, ich kann nachvollziehen, dass der Duft manche etwas durcheinanderwirft. Jedoch macht der Verlauf, in meinem Empfinden, gerade hier Raum, um auf mehreren Ebenen zu "arbeiten". Was vor allem dadurch funktioniert, dass das ganze Gebilde an sich doch recht dicht gepackt ist, ohne großartig abzudriften (so locker wie manch anderer empfinde ich den Duft gar nicht).
Sukzessive drücken sich Teenoten durch, Schwarztee, Grüntee, Anklänge von Kamille, holzig, grün, leicht mineralisch-astringierend, you name it. Meinem Empfinden nach, überwiegt bei dem ganzen Tee-Melange der schwarze Tee leicht.
Ein kleiner Wehmutstropfen: Ganz schafft es der Tee nicht, sich über die Rosen zu setzen; diese bleiben weiterhin in der Frontstellung und halten ihn doch etwas an der Kette, was schon durchaus schade ist, aber immerhin halten sich beide relativ die Waage.
Machen wir eine neue Ebene auf. Langsam beginnt sich der Rahmen des Duftes aufzubauen. Holzig-raue Noten, staubig trocken. Safran bringt nochmal etwas rauere Elemente mit. Oud, mit leicht minzigen, ätherischen "Kyara-Vibes" auf Erde gedeckelt. Die ganzen Kräuter fungieren eher als Klammer, fein eingefädelt, ohne ins Medizinische abzurutschen, jedoch ordentlich Kraut aufgespielt. Der Duft wirkt hier rauer, ungeschliffener. Bergwanderung ins Ungewisse, Hunderte Höhenmeter. Rose bleibt jedoch weiterhin Centerpiece. Tee ordnet sich mittlerweile eher eine Ebene drunter ein.
So läuft der Duft dann eigentlich auch allmählich aus. Die Rose fährt sich langsam, Stück für Stück zurück. Fin
Alles in allem kann ich behaupten, dass der Duft mir im Gesamten zusagt, auch wenn man den Tee für mein Empfinden noch etwas herausstellen können. Präsentation, wie bei Hunayn üblich, wieder Chef´s Kiss, H/S gehen auch vollkommen i.O. War mal wieder ein netter Ausflug. Preislich dieses mal auch ok, da Hunayn normalerweise doch eher in die Kategorie, "preislich (sehr) schwierig" fällt.
Aktualisiert am 11.05.2026, 08:15 Uhr
2 Antworten



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Geißblatt
grüner Tee
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Hainan-Oud
indische rote Rose
Rose
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Szechuan-Liebstöckel
Tangerinenschale
weißer Lotus
bulgarische Rose
Honig
indische pinke Rose
Osmanthus
Taif-Rose
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Oud
Himalaya-Zeder
Safran
Rodrigues17x
LongTom
Smellspezial
BenjaminS
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