In den letzten Wochen, habe ich mir einige von den günstigen kleinen Rollern mit Parfümölen geordert. Nachdem ich früher dachte, dass diese nicht so gut wie ein Spray sein können, muss ich mittlerweile eingestehen... die globale Parfümindustrie sollte sich mal eine gehörige Portion von den Arabern abschneiden!
Während man in den Ketten immer und immer wieder mit einseitigen Moschusdüften oder ähnlichen überhäuft wird, die auch noch qualitativ nicht so nennenswert sind, sollte der Kunde wirklich mal ein Auge auf die Parfumkunst aus dem Orient werfen.
Wie bei diesem hier, "Hajar al Aswad" von Surrati Perfumes. Für einen kleinen Preis von 5,90€ bekommt der Käufer einen Roller mit 8ml bräunlichem Parfumöl geliefert. Einziges Problem bei den Ölen, gerade in dem Braunton, man darf nicht zu viel zum Beispiel am Hals rollen, sonst sieht's schlimm aus.
Das Öl von Surrati eröffnet krautig-alkoholisch. Allein dieser Geruch ist für den ersten Moment ungewohnt, es hat leichte Assoziation in Richtung Kräuterlikör. Die Likörnote wird kurz danach von einer anderen Note entschärft und bekommt in der Projektion ein leicht cremiges Aroma, was richtig gut ist. Ich denke, dass das Vetiver mit dem Moos eine gewisse Verantwortung dafür hat. Obwohl es auch eine Anmutung von Moschus haben könnte, was aber nicht gelistet wurde. Das indische Oud und Hölzer wurden auch noch in den Noten genannt, die ich persönlich aber nicht wirklich wahrnehme, vielleicht möchte der Parfümeur nur für Verwirrung für dieses wunderbare Parfümöl schaffen.
Viel Entwicklung hat man nicht, der cremige Kräutercocktail bleibt lange Zeit auf der Haut haften, was man bei den Ölen nicht anders gewohnt ist. Von der Sillage muss man keine Wuchtbrumme erwarten, aber man nimmt "Hajar al Aswad" immer wieder wahr und umhüllt den Träger in eine ungewohnt gute und sanfte Aura.
Mein Reden: die echten Araber ! Und das Öl gibt nicht aufm Hals, sondern hinter die Ohrlis und ein wenig in die Haare einarbeiten, so man welche hat :-) schön geschrieben