Sonderzeiche
Rezensionen
Detailliert
Sonderzeiche vor 5 Monaten
Rose mit Attitüde?
Eigentlich bin ich bekennende Rosenskeptikerin. Kein guter Start für
Sublime und mich, die Rosennote ist nämlich die prominenteste aller Noten. Geerdet (und tragbar gemacht!) wird sie von einer schwarzen Johannesbeernote, die so süß und sirupartig ist, dass ich mir nur vorstellen kann: Da muss doch jemand Johannisbeersirup ins Parfüm gegossen haben!
Ja, gottseidank haben wir hier keinen pudrigen, altbacken Rosenduft. Bekehren kann er mich trotzdem nicht. Ich hatte mich auf einen holzigen Drydown gefreut, der bleibt leider aus, denn der Duft entwickelt sich auf meiner Haut linear und bleibt so süß bis sirupartig mit einer prominenten Rose. Für mich auf jeden Fall ein eindeutig femininer Duft!
Sublime und mich, die Rosennote ist nämlich die prominenteste aller Noten. Geerdet (und tragbar gemacht!) wird sie von einer schwarzen Johannesbeernote, die so süß und sirupartig ist, dass ich mir nur vorstellen kann: Da muss doch jemand Johannisbeersirup ins Parfüm gegossen haben!Ja, gottseidank haben wir hier keinen pudrigen, altbacken Rosenduft. Bekehren kann er mich trotzdem nicht. Ich hatte mich auf einen holzigen Drydown gefreut, der bleibt leider aus, denn der Duft entwickelt sich auf meiner Haut linear und bleibt so süß bis sirupartig mit einer prominenten Rose. Für mich auf jeden Fall ein eindeutig femininer Duft!
Sonderzeiche vor 5 Monaten
Rege besuchter Klostergarten
Hortus versetzt mich in einen rege besuchten Klostergarten im Sommerurlaub. Es ist mittags, man kriecht von Schatten zu Schatten und hat frühs zu einem zitronischen Duft gegriffen. Zu den Füßen dann ein üppiger, ausgiebig gepflegter Klostergarten: Da blüht reihenweise Lavendel und zwischen den einzelnen Pflanzen ist reges Treiben. Nicht wegen der Menschen - im Garten ist es fast leer - sondern wegen der Bienen und Hummeln. Überall surrt es, aber der Duft bleibt nicht nur zitrisch und blumig, es wird auch grün. Um in der Klostergarten-Metapher zu bleiben: Da muss heute Morgen aber Einiges penibel zurückgestutzt wurden sein.
Hortus ist kein Hingucker-Duft, mit dem man den ganzen Raum über sein Kommen informiert. Er ist viel mehr die Ausstrahlung, Ruhe und gebräunte Haut, die man nach einem Sommerurlaub trägt und vermittelt. Der Duft verkörpert für mich genau dieses Gefühl!Mal innehalten.
Ja, was sagt man nun zu einem Duft, der so viel bedeutet?
Schließe ich die Augen, spüre ich den in voller Blüte stehenden Fliederstrauch im Garten meiner Eltern. Die Sonne strahlt, aber zu warm ist es nicht, nein. Dazu weht ein lauer Wind. Es ist genau diese Art von Sonnenstrahlen, die nach einem langen Winter Kraft spenden. Kraft, aber auch Hoffnung. Vielleicht auch etwas Vorfreude auf den Sommer, der sich gerade ankündigt.
Nach Flieder riecht der Duft, fotorealistisch ist er nicht. Da gibt es andere Düfte, die das besser können. Dafür gibt und kann er so viel mehr, nämlich ein Gefühl erwecken: Über den Flieder hinaus ist er wohlig weich, pudrig, leicht und schwebend. Schon präsent, aber nie störend. Ein wenig wie eine teure Bodylotion - nein, klebrig ist er nie! Also vielleicht doch eher ein Schaumbad?
Anschmiegsam ist er. Weich und zart. Und besonders auch. Besonders, da er mich an einen ganz bestimmten Tag zurückversetzt - meinen Hochzeitstag. Sicherlich hätte ich länger nach meinem Hochzeitsparfüm suchen können. Vielleicht war es aber auch Schicksal, dass ich nach einem Fliederduft fragte und die nette Mitarbeiterin mich zielstrebig hierhin führte. Und was soll ich sagen - es war (zum zweiten Mal) Liebe auf den ersten Blick. Da war es um mich geschehen.
Und so kam es, dass mich an diesem heißen Augusttag nicht nur meine Liebsten begleitet haben, sondern auch ein Stück Frühling. Und so vergänglich, wie der Flieder es ist, so vergänglich sind auch die schönsten Tage im Leben. Schade ist das ja, traurig aber nicht. Denn es gibt doch immer wieder Momente, an denen man innehalten kann. Nicht nur zurückblicken auf das Schöne, was schon erlebt wurde, sondern auch freuen auf all das Schöne, was noch man noch gar nicht erlebt hat. Denn, diese Sicherheit gibt mir der Duft - das Schöne wartet nur auf mich.
Schließe ich die Augen, spüre ich den in voller Blüte stehenden Fliederstrauch im Garten meiner Eltern. Die Sonne strahlt, aber zu warm ist es nicht, nein. Dazu weht ein lauer Wind. Es ist genau diese Art von Sonnenstrahlen, die nach einem langen Winter Kraft spenden. Kraft, aber auch Hoffnung. Vielleicht auch etwas Vorfreude auf den Sommer, der sich gerade ankündigt.
Nach Flieder riecht der Duft, fotorealistisch ist er nicht. Da gibt es andere Düfte, die das besser können. Dafür gibt und kann er so viel mehr, nämlich ein Gefühl erwecken: Über den Flieder hinaus ist er wohlig weich, pudrig, leicht und schwebend. Schon präsent, aber nie störend. Ein wenig wie eine teure Bodylotion - nein, klebrig ist er nie! Also vielleicht doch eher ein Schaumbad?
Anschmiegsam ist er. Weich und zart. Und besonders auch. Besonders, da er mich an einen ganz bestimmten Tag zurückversetzt - meinen Hochzeitstag. Sicherlich hätte ich länger nach meinem Hochzeitsparfüm suchen können. Vielleicht war es aber auch Schicksal, dass ich nach einem Fliederduft fragte und die nette Mitarbeiterin mich zielstrebig hierhin führte. Und was soll ich sagen - es war (zum zweiten Mal) Liebe auf den ersten Blick. Da war es um mich geschehen.
Und so kam es, dass mich an diesem heißen Augusttag nicht nur meine Liebsten begleitet haben, sondern auch ein Stück Frühling. Und so vergänglich, wie der Flieder es ist, so vergänglich sind auch die schönsten Tage im Leben. Schade ist das ja, traurig aber nicht. Denn es gibt doch immer wieder Momente, an denen man innehalten kann. Nicht nur zurückblicken auf das Schöne, was schon erlebt wurde, sondern auch freuen auf all das Schöne, was noch man noch gar nicht erlebt hat. Denn, diese Sicherheit gibt mir der Duft - das Schöne wartet nur auf mich.




