Laut Arquiste soll dieser Duft an jenen verhängnisvollen Tag erinnern, an dem Alexander Puschkin im Duell um seine Ehre tödlich verletzt wird. Der Name des Duftes -- Aleksandr -- bezieht sich damit als auf Puschkin.
Der Duft startet mit einem kräftigen Hauch weißer Blüten und einer winzigen Zitrusnote. Ohne die Duftnoten vorher zu lesen, würde man eventuell hier eine Interpretation des klassischen Colognes denken.
Doch eiligen Schrittes geht es weiter, Blüten sind nur noch eine vage Erinnerung, stattdessen gallopieren wir jetzt durch einen dichten Nadelwald; durch die engstehenden Tannen hindurch dringt ein warmes Licht, balsamische Noten sind zu erkennen und treffen auf eine angenehme Pudrigkeit.
Und immer mehr übernimmt die animalische Duftnote, das Leder ist nun unverkennbar der Tongeber. Dabei handelt es sich aber um ein eher sanftes Leder, die holzigen und pudrigen Noten lassen es nie außer Kontrolle geraten.
Auch die Sillage ist eher im mittleren Bereich zu verorten, was ich bei Lederdüften generell als angenehmer empfinde.
Aleksandr ist ein solider, gut gemachter Duft ohne größere Ecken und Kanten, der meines Erachtens auch noch knapp als unisex durchgehen könnte.