Aleksandr 2012

Aleksandr von Arquiste
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6.7 / 10 42 Bewertungen
Aleksandr ist ein Parfum von Arquiste für Damen und Herren und erschien im Jahr 2012. Der Duft ist ledrig-holzig. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Ledrig
Holzig
Blumig
Würzig
Pudrig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
NeroliNeroli AldehydeAldehyde BirkenblattBirkenblatt WodkaWodka
Herznote Herznote
VeilchenblattVeilchenblatt CognacCognac IrisIris russisches Lederrussisches Leder
Basisnote Basisnote
animalischer Moschusanimalischer Moschus BirkenteerBirkenteer EichenmoosEichenmoos TannenbalsamTannenbalsam

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.742 Bewertungen
Haltbarkeit
7.239 Bewertungen
Sillage
5.340 Bewertungen
Flakon
7.041 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 30.08.2023.

Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
3
Flakon
5
Sillage
7
Haltbarkeit
5
Duft
FabianO

1003 Rezensionen
FabianO
FabianO
0  
Harziger, leicht dumpf-blumiger Russe
Die russische Schreibung "Aleksandr", hierzulande eher selten zu lesen, deutet bereits vor dem Einduften auf den Anspruch des Besonderen hin, den die Exklusivmarke Arquiste verkörpern will.

Der Flakon kommt optisch recht bescheiden und tiefstapelnd daher, ein Kontrast zu den 150 Euro, die für nur 55 ml fällig sind.

Etwas eigentümlich wirkt der Duft allerdings von Anbeginn an auf mich. Eine recht wächsern geratene Nerolinote macht den Auftakt - recht trocken, fast etwas bitter fällt das Orangenblütenöl aus.
Etwas dumpf, etwas schal kommt das bei mir rüber.

Veilchenblatt stellt die Herzphase (auf dem Papier) dar, wobei auch das - verglichen etwa mit "Fahrenheit" als typischem Veilchenduft - aufgrund einer unterschwelligen Harzigkeit nicht richtig zur Geltung zu kommen vermag.

Die Tanne muss Schuld sein. Schon früh schlägt sie durch, und zwar auf eine leicht dumpfe, verharzte Art und Weise. Das ist zumindest kein olfaktorisches Kompliment für die russischen Wälder, die eigentlich als schön, weit und wild gelten.

Das hier entspricht dem Bild jedenfalls nicht, sondern wirkt eher wie ein halbherzig zusammengegossenes Baumharzöl.

Auch das Leder deutet sich nur als Randerscheinung an - leichte Anleihen an Knizes "Ten" werden bestenfalls erkennbar, aber richtig ledrig wird es für mein Empfinden nicht.

Insgesamt kein beachtenswerter Duft, unausgegoren, in seiner Konzeption unharmonisch, auf unschöne Weise aus leicht herbfloralen und harzigen Nuancen zusammengesetzt. Und das zu diesem Preis....
0 Antworten
7.5
Flakon
2.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
Florblanca

1143 Rezensionen
Florblanca
Florblanca
7  
Mit Sascha am Mittelmeer
Sascha ist Russe. Kein Moskau-Russe, sondern einer aus dem Ural. Sascha - der russische Kosename für Alexej oder Alexander - ist was man allgemein einen Naturburschen nennt. Er ist Wildhüter und seine Haare duften immer ein wenig nach den Nadelbäumen der Taiga, wo Sascha arbeitet, was an seinem Shampoo liegt.

Einmal im Jahr hat Sascha Urlaub und dann fährt er ans Mittelmeer. Er liebt die Gegenden des Mittelmeeres sehr. Den Geruch und das Rauschen des Meeres, den frischen Fisch und die stark an seine Heimat erinnernden Pinien, aus denen die Zikaden ganz laut singen.

Sascha liebt lange Spaziergänge am Strand entlang und im Hinterland, durch die Zitrus-Plantagen - vor allem während der Blütezeit - und die Pinienhaine.

Die Lederweste aus Russland trägt er dann auf nackter Haut; Sonnen- und Körperwärme lassen das Leder duften und der Duft vermischt sich mit dem Duft seiner Haare, die er mit seinem Tannennadel-Shampoo gewaschen hat - so trägt er immer ein wenig Heimat mit sich herum, wo immer er auch ist - und dem Blütenduft der Zitrusbäume.

Wenn sein Urlaub zu Ende ist und Sascha wieder nachhause fährt, nimmt er immer drei blühende Zitruszweige mit, damit ihr Duft ihn noch lange an die schöne Zeit am Mittelmeer erinnert.

Alexandr ist ein gut gemachter, sehr schöner, unaufdringlicher Duft und vor allem - ganz anders als ich es von einem maskulinen Duft erwartet hätte.

Da ich nicht auf Lederdüfte stehe, passt Alexandr nicht zu mir, also werde ich ihn Sascha überlassen ;-)
6 Antworten
5
Sillage
10
Haltbarkeit
7.5
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 16  
Neroli muss man mögen...
Na gut, noch eine hochambitionierte und hochpreisige Nischen-Linie - eine mehr oder weniger, was soll´s. Man (will sagen: ich) verliert sowieso langsam den Überblick.
Nun also „Arquiste“. Carlos Huber heißt der Gründer, ein weitgereister, polyglotter Mann, der dieses und jenes studierte und schon immer von Düften fasziniert war (irgendwie habe ich das Gefühl, immer die gleiche Vita zu lesen....).
Jedenfalls hat dieser Herr Huber, was die Auswahl seiner Parfümeure betraf, ein erstaunlich gutes Händchen bewiesen: Yann Vasnier und Rodrigo Flores-Roux (wie Herr Huber ein gebürtiger Mexikaner) waren seine Auserwählten, und die schufen ihm gleich eine ganze Reihe von - wie könnte es anderes sein – sicher bedeutenden Werken.
Als ich die Kurzbeschreibungen der Düfte las, war es vor allen anderen „Aleksandr“ der mich augenblicklich interessierte: Puschkin und sein schicksalhaftes Duell im russischen Winter, olfaktorisch abgebildet mit Noten von Neroli, Veilchenblatt, Tannenbalsam und Russisch Leder. Holla, das klang vielversprechend!
Obendrein von Yann Vasnier komponiert, dem Mann hinter den Divine-Düften – dabei konnte eigentlich nur Grandioses herauskommen.

Doch ich muss gestehen: ich bin enttäuscht.

Nicht dass der Duft schlecht wäre, ganz im Gegenteil, er ist gut, vielleicht sogar sehr gut, aber ich habe ihn mir ganz anders vorgestellt: kräfiger, ledriger, reichhaltiger, irgendwie russischer.
Aber ich hätte gewarnt sein können: Neroli stand da immerhin geschrieben, und Neroli ist es auch, was meiner Nase da augenblicklich so kräftig entgegenweht.
Nun bin ich aber alles andere als ein Fan dieser, meines Erachtens, schwierigen, häufig lauten und eigentlich immer viel zu klebrig-süßen Blüten-Note. Ist sie gut eingebunden, ertrage ich sie, wird sie aber herausgestellt oder bildet gar das Zentrum eines Duftes, ist sie mir zuviel.
Und hier, im Falle von „Aleksandr“ ist sie für meinen Geschmack viel zu deutlich im Vordergrund, ja dominiert im Grunde den ganzen Duft.
Schon zu Beginn blüht sie mächtig auf, begleitet von allerlei ozonischen Noten (Puschkin, mit altmodischem Neroli-Cologne beduftet, bereit zum Duell, auf einer Lichtung im frostigen und zugigen Winterwald...), und schon hier steige ich aus - das ist mir einfach zuviel: zuviel Neroli und zuviel ozonisches Gewaber. Mochte ich ersteres – wie gesagt – noch nie so richtig, finde ich letzteres nur noch mit Mühe erträglich.

Aber gut, jeder Anfang hat ein Ende, und mal schauen wie es weitergeht.
Doch die Entwicklung ist langsam, sehr langsam.
Zunächst verschwinden glücklicherweise die ozonischen Anklänge und lassen Raum für ein leises, zaghaftes Veilchenblatt. Das mag ich eigentlich ganz gerne, vor allem dessen frische und grüne Nuancen, die hier aber leider überhaupt keine Chance gegen die überlaute Pomeranzen-Blüte haben.
Ich muss mich schon sehr anstrengen um es zu riechen, aber dann rieche ich es – immerhin.
Ansonsten: Neroli, Neroli, Neroli.

Zusehends gewinnt der Duft dann etwas Volumen und auch Wärme: harzige und balsamische Noten scheinen auf (der Tannenwald), ebenso eine Ahnung von feinem, veloursartigem Leder, nebst leisem animalischen Hauch (das Pferd mit dem Herr Puschkin zu seinem letzten Gang ritt), und das alles auf einer dezent ambrierten, leicht pudrigen Basis, deren Proportionen eher überschaubar sind.
Überhaupt ist der Duft eigentlich in jeder Phase ausgesprochen zurückhaltend, dabei dennoch präsent – ganz im Stile der klassischen Gentleman-Düfte à la „Pour Monsieur“ von Chanel oder „Monsieur“ von Givenchy (allerdings haltbarer als diese, wenn auch ohne deren Raffinesse).

So klingt „Aleksandr“ schließlich ganz versöhnlich aus und zu guter letzt gefällt er mir sogar ein wenig.
Doch wie gesagt, ich hatte mehr erwartet: etwas im Stile eines – meinetwegen neu interpretierten – Cuir de Russie. Kraftvoller jedenfalls, verwegener.
„Aleksandr“ aber ist überaus zivilisiert, feingliedrig und von eher blassem Teint.
Fazit: ein schöner und melancholischer Duft, wenn, ja wenn da nicht diese übermäßige Neroli-Dominanz wäre, die ihn mir schlichtweg verleidet.

Andere werden ihn genau darum schätzen, dessen bin ich mir gewiss!
5 Antworten
5
Sillage
5
Haltbarkeit
6
Duft
Tarata

130 Rezensionen
Tarata
Tarata
Hilfreiche Rezension 4  
Wirf den Lederhandschuh!
Laut Arquiste soll dieser Duft an jenen verhängnisvollen Tag erinnern, an dem Alexander Puschkin im Duell um seine Ehre tödlich verletzt wird. Der Name des Duftes -- Aleksandr -- bezieht sich damit als auf Puschkin.

Der Duft startet mit einem kräftigen Hauch weißer Blüten und einer winzigen Zitrusnote. Ohne die Duftnoten vorher zu lesen, würde man eventuell hier eine Interpretation des klassischen Colognes denken.

Doch eiligen Schrittes geht es weiter, Blüten sind nur noch eine vage Erinnerung, stattdessen gallopieren wir jetzt durch einen dichten Nadelwald; durch die engstehenden Tannen hindurch dringt ein warmes Licht, balsamische Noten sind zu erkennen und treffen auf eine angenehme Pudrigkeit.

Und immer mehr übernimmt die animalische Duftnote, das Leder ist nun unverkennbar der Tongeber. Dabei handelt es sich aber um ein eher sanftes Leder, die holzigen und pudrigen Noten lassen es nie außer Kontrolle geraten.

Auch die Sillage ist eher im mittleren Bereich zu verorten, was ich bei Lederdüften generell als angenehmer empfinde.

Aleksandr ist ein solider, gut gemachter Duft ohne größere Ecken und Kanten, der meines Erachtens auch noch knapp als unisex durchgehen könnte.
2 Antworten

Statements

2 kurze Meinungen zum Parfum
Zauber600Zauber600 vor 4 Jahren
10
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Feinsinniger zartwürziger Veilchen-Lederduft mit dezenter Süße + vielerlei Nuancen ohne jedwede Härten die zu entdecken sich lohnt
Spannend!
6 Antworten
YataganYatagan vor 8 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Es gibt Tage, an denen dieser Duft auf meiner Haut eine überirdische Schönheit (Tanne und Veilchen) entwickelt; dann wieder wirkt er blass.
0 Antworten

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

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