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Bvlgari Black von Bvlgari
Flakondesign:
Thierry de Baschmakoff
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Bvlgari Black 1998

7.5 / 10 548 Bewertungen
Ein Parfum von Bvlgari für Damen und Herren, erschienen im Jahr 1998. Der Duft ist ledrig-süß. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.
Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Ledrig
Süß
Rauchig
Würzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
grüner Teegrüner Tee BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
JasminJasmin SandelholzSandelholz ZederZeder
Basisnote Basisnote
LederLeder VanilleVanille AmberAmber MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.5548 Bewertungen
Haltbarkeit
6.9408 Bewertungen
Sillage
6.4385 Bewertungen
Flakon
7.6400 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.394 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet · letzte Aktualisierung am 30.01.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum wurde 1999 von der Fragrance Foundation mit dem Preis „Fragrance of the Year – Men's Luxury” ausgezeichnet. Die Form des Flakons soll an die in der Großstadt allgegenwärtigen Autoreifen erinnern.

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Rezensionen

27 ausführliche Duftbeschreibungen
8Duft 8Haltbarkeit 6Sillage
DonJuanDeCat

2047 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Top Rezension 22  
Schwarz wie meine Seele, aber gepudert!
Hallo ihr Riechkolben! Es ist knapp nen Monat her, dass ich hier zuletzt ein Kommentar veröffentlicht hatte. Das war Absicht, denn ich wollte einfach mal sehen, wer mich vermisst hat und wer mir in all dieser Zeit schreiben würde. Natürlich hat sich nicht EINE gemeldet, was mich eigentlich dazu veranlassen sollte, Parfumo für immer zu verlassen, ihr gemeinen Fieslinge!! :D
Warum schreibe ich eigentlich hier, hä? Tsss…

Na jedenfalls komme ich heute zu einem Bvlgari Duft, nämlich Black, also schwarz, so wie meine Laune und Seele sich gerade verfinstert, weil ihr mich lange nicht so mögt und wie einen Gott anbetet, wie ich immer dachte, argh! :D

Hm, okay, ich komme trotzdem mal zum Duft, auch wenn ihr es nicht verdient habt, uff!… Seltsam, ich dachte immer, dass ich diesen Duft schon längst beschrieben hätte, immerhin habe ich so einige Bvlgari Düfte beschrieben, unter anderem auch die schöne Tee-Duft-Reihe (die „Eau Parfumée au Thé“ – Düfte). Und ich sehe gerade, dass auch dieser Duft hier Tee enthalten soll, daher ist meine Motivation auch umso höher, diesen Duft zu testen und für euch zu beschreiben, obwohl ihr es, wie eben schon gesagt, so gar nicht verdient habt, hmpf!

Okay, bevor ich noch endlos weiter meckere, lege ich dann mal los!

Der Duft:
Ich rieche zu Beginn einen leicht grünlich-süßen Duft, bei der es mir kurz schwerfällt, irgendeine Duftnote richtig zu erkennen, selbst mit der Duftauflistung hier auf Parfumo brauche ich eine Weile, um ein wenig säuerliche, zitrische Noten wie die von der Bergamotte zu erkennen. Das alles ist aber nicht weiter schlimm, da der Mix der Duftnoten von Beginn aus richtig gut duftet. Ich würde also zu Beginn auf Bergamotte, süßlichen Jasmin und eventuell sogar etwas alkoholisches wie Whiskey oder Rum tippen, auch Tonkabohne konnte ich leicht riechen (oder habe ich da doch die Herrenversion des Duftes bekommen?… mal abwarten).
Aber mit der Zeit stellt sich heraus (falls ich mich nicht irre), dass diese Düfte doch eher Duftnoten wie Amber sind und dass die angenommene Tonka (dachte wohl an Tonka wegen den puderigen Noten) immer mehr in Richtung Leder geht.
Etwas später wird er puderiger, das Leder nimmt etwas ab, dafür wird der Duft harzig-süßlicher. Jetzt hat er auch etwas Ähnlichkeit mit dem (Herren)Duft „Midnight in Paris“ von Van Cleef & Arpels.
So bleibt der Duft jedenfalls auch bis zum Ende, da man nur noch puderige und weiche Duftnoten riecht, die angenehm rüberkommen und süßlich sowie harzig duften. In der Basis ist das Leder recht schwach geworden, dafür riecht man dann noch ein wenig Moschus. Ein ziemlich schöner Duft.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist ganz okay. Der Duft ist kein Kracher, aber man wird ihn auf nicht so großen Entfernungen dennoch gut riechen können für eine Weile. Die Haltbarkeit fand ich mit so ca. 8-9 Stunden recht gut.

Der Flakon:
Der Flakon ist scheibenförmig und dick, hätte man den Sprühkopf nicht, würde er wie ein Hockey-Puck oder ein Autoreifen aussehen. Jedenfalls ist die dicke, schwarze Wand nicht durchgehend durchsichtig, da der Innenbereich (also das Flakonglas) von oben betrachtet sichtbar ist. Der Deckel ist ebenfalls scheibenförmig, allerdings weiß, aber mit einem schwarzen Innenteil. Sieht alles ganz nett aus.

Fazit:
Okay, das war also Black von Bvlgari. Und er ist ziemlich gut! Der Anfang hatte mich noch verunsichert, da ich dachte, ich hätte hier den Herrenduft erwischt, aber dann konnte ich nach und nach die vorhandenen Duftnoten besser zuordnen. Wie gesagt ist Black ein schöner Duft, der süßlich puderig ausstrahlt und damit auch recht feminin rüberkommt. Das einzige, was ich hier vermisst habe, war der Grüne Tee, den ich in der Kopfnote hier aufgelistet sah, ihn aber nicht riechen konnte, aber vielleicht können andere ihn besser wahrnehmen.

Für mich ist er ein Duft, den man ganz gut zum Ausgehen benutzen könnte. Aber auch für sich allein kann er gut wirken, da er geschmeidig ist und die meisten solche weichen und puderigen Düfte wohl mögen. Doch wenn man sowas nicht mag, tja dann ist der Duft für einen eben absolut nichts. Der Duft ist für mich jedenfalls ein Allrounder, den man immer tragen könnte, also egal ob tagsüber, in der Freizeit oder auch zum Ausgehen. Jahreszeitenmäßig ist er ebenfalls beinahe ein Allrounder, aber ich würde am meisten zum Herbst tendieren. Also, ein reiner Damenduft ist er wohl nicht, naja, ist hier ja auch als Unisex markiert worden, von daher passt es, aber ich dachte halt immer, dass es diesen Duft sowohl für Männer als auch für Frauen separat gibt? Egal :D

Ein Test lohnt sich schon, generell sind die Bvlgari Düfte ja nicht schlecht, vor allem unter den erwähnten Tee-Düften, besonders aber unter den „Le Gemme“ Düften findet man einige so richtig tolle Düfte, so dass es sich immer lohnt, bei den Bvlgaris rumzuschnüffeln.

Und damit bin ich wieder am Ende angelangt, natürlich könnte ich hier noch ein wenig weitermeckern, aber ich glaube, die Hälfte meiner Einleitung bestand schon aus Gemeckere, so dass ich euch einfach einen schönen Abend wünsche, also bis dann :)

Euer Duftgott
Don Juan de Cat :DDD
Aktualisiert am 06.09.2021 - 15:01 Uhr
9 Antworten
10Duft 5Haltbarkeit 7.5Sillage
VERIT

26 Rezensionen
VERIT
VERIT
Top Rezension 20  
Einfach atemberaubend geile Jasmin!
"Helga lass uns mal dahinten hingehen, hier hat irgendwo jemand hin gepinkelt, riechst du das auch???"
Dieses charmante Kommentar hörte ich beim zweiten mal tragen von Bvlgari`s Black, als ich in der Nähe eines betagten Ehepaares stand.
Aber dieses Pärchen, war geschätzt, sicher schon an die 70 Jahre alt, von daher stehe ich diesem Statement etwas neutraler gegenüber... *g*
Extreme und dreckige Jasminnoten, wie sie in "Black" vorkommen, können für viele Näschen nun einmal den Geruch von Urin darstellen.
Seitdem habe ich zum Glück nichts mehr in dieser Art hören müssen, vielleicht hätte mir das sonst mein Dufterlebnis etwas geschmälert.

Nun aber zum schwarzen Bvlgari!
Es ist wieder so ein Duft der spaltet und hier scheinbar (noch) nicht so richtig geschätzt wird.
Ich denke, dass kann sich leicht ändern, sobald ein paar Leute mal die schlechten Kritiken außer Acht lassen und sich ein eigenes Bild von diesem Ausnahmeduft machen.

Was finden wir hier:
Vor allem finden wir Jasmin, aber diese wird hier in ein gänzlich anders Licht gerückt, als es sonst meist in Parfüms der Fall ist.
Das feine weisse Blümchen wird hier unter anderem mit Leder, Vanille und Tee derart perfekt in Szene gesetzt, dass wir ein Gesamtkunstwerk erhalten, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einzigartig ist!
Anfangs riecht dieses Kunstwerk tatsächlich nach echtem Gummi! Genial das so hinzubekommen!
Nach und nach geht diese Gumminote dann etwas zurück, so dass jetzt hauptsächlich die genannten Noten aus Jasmin, Leder, Tee und Vanille zurück bleiben.
Diese Kombination wirkt meiner Meinung nach unglaublich sexy und anziehend!

Für wen ist nun eigentlich dieser Duft geeignet ?
Der Flakon ist zwar in einer Reifenform gehalten, aber ich denke nicht dass "Black" unbedingt etwas für den "typischen" Automechaniker ist. Man sollte als Mann schon etwas metrosexuell angehaucht sein, um diesen Duft tragen und sich gleichzeitig damit auch wohlfühlen zu können - ganz klar Unisex also.
Ich glaube jeder eingefleischte "Sadamaso-Anhänger" hätte mit diesem Eau de Toilette seinen Signaturduft gefunden!
Leute die den Geruch von Jasmin mögen, sollten sich wirklich ruhig mal ran trauen, trotz der Kritiken bisher. Ihr werdet erstaunt sein, was man aus dem kleinen weißen und so unschuldig wirkenden Blümchen so alles rausholen kann!
Vor allem den Damen, die das Parfüm "Jasmin Noir" aus gleichem Hause lieben, würde ich empfehlen Bvlgaris Black einmal zu testen. Ihr erhaltet hier nämlich nicht nur eine dunkle Jasmin, sondern auch eine dreckige. Welche Frau träumt schließlich nicht heimlich auch mal davon, die dreckige Seite zeigen und ausleben zu dürfen ? Sei es auch (erstmal) nur mit einem Parfüm...

Ich würde Bvlgari`s Black auch in gewisser Weise mit Jean Paul Gaultier`s Fleur du male vergleichen wollen. Beide haben etwas, was auf eine Art pervers und abstoßend ist, aber auf der anderen Seite unglaublich anziehend und sexy ist!
Bin mir sicher, die Benutzerzahl hier (momentan 27) wird noch deutlich zulegen, sobald sich "rumgerochen" hat, wie genial Bvlgari`s Black eigentlich wirklich ist…
Eines ist der Duft auf keinen Fall - langweilig!
Allein deshalb dürfte ein Test sich schon lohnen...
2 Antworten
9.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Chocolococo

21 Rezensionen
Chocolococo
Chocolococo
Sehr hilfreiche Rezension 16  
Zu lange nicht gecheckt,was du für mich bist...
Was für ein Duft und was für eine Schande, ihn vom Markt genommen zu haben.
Aufmerksam bin ich auf Bvlgari Black geworden, weil ich auf der Suche nach Düften war, die Ähnlichkeit mit Luna Rossa Black haben. Hier im Forum wurde er immer wieder erwähnt.

Ich habe mir zunächst die einzelnen Duftkomponenten angesehen und Black erstmal wieder verworfen. Teedüfte liegen mir in der Regel nicht, Leder mag ich für mich gar nicht. Aber er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Nach einigen Monaten habe ich sämtliche Rezensionen und Statements durchgelesen und kam wieder zu dem Schluss, dass ich nicht das Bedürfnis habe, nach Autoreifen zu riechen. Das Schreiben hier ja fast alle, also muss da was dran sein.
Mh.
Trotzdem ließ mich der Wunsch nicht los, Black kennenzulernen. Ich denke, der Vergleich zum LRB und die zum Teil große Begeisterung in den Bewertungen hatten mich da sehr beeinflusst und neugierig gemacht.
Eigentlich ist es unvernünftig, einem vom Markt genommenen Duft so viel Aufmerksamkeit zu schenken.
Eine Abfüllung wollte ich mir im Souk nicht kaufen, weil ich das ganze Internet vergeblich nach einem Flakon abgegrast hatte. Die Preisvorstellungen einiger ist schon mutig....ansonsten nichts zu finden. Wiedermal zu spät auf einen Duft aufmerksam geworden. Das war leider nicht das erste Mal.
Letzte Woche habe ich es einfach hier im Souk nochmal versucht und tatsächlich einen Flakon ergattert. Ich mag blind buys überhaupt nicht aber hier konnte ich nicht widerstehen.

Und nun folgte das, womit ich nicht gerechnet hatte:
Ich packte den Flakon aus, feierte kurz die witzige Idee, ihn rund und mit Gummi umrandet (Autofelge mit Reifen?) zu gestalten und sprühte direkt auf meine Haut.

Und was soll ich euch sagen.....es hat mich völlig aus den Schuhen gehauen! Was für ein wahnsinnig interessanter, unkonventioneller und einzigartiger Duft!
Ja, es ist, als würde ein schicker, nagelneuer Rennwagen Gummi geben, die Reifen drehen wild durch aber nicht auf Asphalt, sondern auf einer Schicht Vanillepulver mit frischen Grünteeblättern. Sofort vermischen sich diese Komponenten zu einem staubig-warm,vanillig-süßlichen Gummigemisch. Im Ziel angekommen gibt es nach einer rasanten Fahrt für den Fahrer/die Fahrerin eine große Portion Zuckerwatte (Die fehlt mir in der Auflistung der Basisnoten). Ich hätte es nicht für möglich gehalten aber SO möchte ich durchaus nach Gummi riechen. Ich habe den Duft am nächsten Tag getragen und immer wehte mir diese Mischung um die Nase. Hielt bis zum frühen Abend an. Ich möchte eigentlich sparsam mit dem Flakon umgehen aber erwische mich seitdem immer wieder dabei, einen kleinen Sprüher aufs Handgelenk zu setzen,damit ich daran riechen kann.
Wie man so einen spannenden und absolut unkonventionellen Duft vom Markt nehmen kann, ist mir ein Rätsel. Ich habe bisher nichts Vergleichbares gerochen. Luna Rossa Black und auch Midnight in Paris Eau de Toilette sind anders.
Große Liebe!
Aktualisiert am 21.12.2022 - 03:07 Uhr
3 Antworten
9.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Minigolf

2567 Rezensionen
Minigolf
Minigolf
Top Rezension 9  
Gelungenes olfaktorisches Verwirrspiel, oder: Wie duftet ein Michelin- Männchen von innen..
Ich habe ja schon viel Aussergewöhnliches gerochen, aber dieser Bvlgari "Black" setzt dem ganzen die Krone auf.
Dieser Duft kann verwirren. Von Anfang an sind alle Ingredienzien vereint wahrnehmbar, angefangen vom Tee, der bei Bvlgari ein Muss ist, über den Jasmin, der sich mit dem Sandelholz und der Zeder vereint, bis hin zu den dekorativen Balsam- und Ledernoten. Dieses Parfum ist "linear", das heisst, dass es keine unterteilten Kopf-Herz- und Basisnoten gibt. Es ist so aufgebaut, dass unter einer feinen Hülle von Düften, die als "Beiwerk" dienen, nur das dunkle Herz des Duftes zu erkennen ist. Und das Wahrnehmen dieser vereinten Duftbausteine ist ganz von der persönlichen momentanen Stimmung, der "Blickrichtung" und der Befindlichkeit abhängig.
Der Eindruck reicht von "Fahrradgeschäft" über ledrigen Jasmintee, Latexfetisch, Holzfällermeisterschaften im Lederdress bis hin zu der Zentralfigur der Reifenwebung: Dem "Michelin-Mann".
Wenn er real existieren würde, röche er wahrscheinlich genau SO.
Von aussen umgäben ihn womöglich holzig- vanillige Jasminnoten, von innen wäre der Duft von ledrigem Bergamotte-Holz bestimmt, das den Geruch von frischem Gummi heraufbeschwört.
Bei richtigem "Reifendruck" zumindest.
Das Duftkonzept ist ganz großartig, doch es gibt für mich leider zu wenige Gelegenheiten, ihn wirklich zu tragen.
Manchmal, wenn mir danach zumute ist, schnuppere ich am Sprühkopf meiner Abfüllung, und denke darüber nach, was der "Bvlgari Black" wirklich ist: Alien, Erden- oder Mischwesen. Falls ich vor angenehmer Verwirrung überhaupt noch denken kann.
3 Antworten
8.5Duft 5Haltbarkeit 5Sillage
3lbows

66 Rezensionen
3lbows
3lbows
10  
Wie Fahrenheit Absolute eigentlich duften sollte...
Jeder Parfumnärrische glaube ich kennt das Gefühl, einen Duft vor sich zu haben, mit dem man sich so richtig identifizieren kann. Meist hat man den Testsprüher noch auf der Hand; Man bekommt immer wieder mal einen "Whiff" ab, führt Handgelenk oder -rücken immer wieder zum Riechkolben und denkt, Mensch - das ist er. Den muss ich haben. Der passt zu mir. Der drückt mich aus. Das Schöne dabei: Das passiert meist zufällig. Ein bisschen Parfumorecherche hier, eine mitbestellte Abfüllung da, ein Gratispröbchen dort, und manchmal funkt´s halt.

Bvlgari Black ist für mich so einer. Ein Befindlichkeits-Ausdrücker, ein emotionales Statement, eine vertraute Aura. Düfte gefallen uns immer dann besonders, wenn sie für uns mehr sind, als nur die Summe ihrer (Pyramiden-) Bestandteile, weil sie die verschiedensten Regionen unseres Gehirnes stimulieren, die unser Weltbild konstruieren. Erinnerungen, Bilder, Wünsche, Situationen, Farben, körperliche Empfindungen, aber niemals den isolierten Dufteindruck, den nur an den können wir uns weder erinnern, noch können wir ihn beispielsweise träumen. Da braucht es immer ein "Darum-herum", und je mehr davon ein Duft mitbringt, desto intensiver ist er in uns verankert.

Bvlgari Black hat es hier besonders leicht, entfaltet er doch gleich nach dem Aufsprühen eine sehr konkrete Konnotation, nämlich die von Gummi (Tee?), so in etwa wie eine Werkstatt mit fabrikneuen Reifen. Schnell kommen aber auch andere Assoziationen hinzu. Ich nehme da eine dreckige, petrolige Note (Leder?) wahr, die von vanilliger Süße umspielt wird. Diese dreckige, fast animalische, warme Süße, die den weiteren Drydown beherrscht ist es, die Black für mich ausmacht. Ich finde ihn aber zu keinem Zeitpunkt aufdringlich, plakativ oder unangenehm - nein, Black ist eher zurückhaltend und harmonisch komponiert. So hatte ich mir eigentlich immer Fahrenheit Absolute vorgestellt, bis ich von der Unbesondersheit des letzteren herbe enttäuscht wurde. Was die Duftintention angeht, spielt Fahrenheit, wenngleich frischer, sphäriger, blumiger und vor allem - dominanter, im selben Team der kreativen Garagenschmutzschmeichler. Bvlgari ist dann, wenn man so will, dessen Herbstversion, die Fahrenheit Absolute in meinen Augen nicht ist.

Vermutlich ist es die Plastizität von Black, die den Duft für mich so attraktiv macht. Ähnlich wie Terre d´Hermes heisse Orangenstrasse ist Black im Vergleich zu anderen Düften wenig abstrakt und einfach zu begreifen. Das soll aber seinen künstlerischen Anspruch nicht schmälern, denn das muss man erst einmal hinbekommen, ohne den Duft ins Belanglose abdriften zu lassen. Die wahre Kunst ist es, mehr als bloßen Geruch abzubilden, eine Brücke zu schlagen, mit all diesen Sinneseindrücken zu spielen, aber dennoch etwas zu schaffen, wonach man auch duften möchte, was man auch gut riechen kann. Eine Garage mit Autoreifen alleine, oder eine Strasse in Sommerhitze, auf der ein paar Orangen vor sich hin gammeln kann das nicht.

Darum ja: Bvlgari Black ist tolles Parfumeurshandwerk, großes Kino, Synthese von Geruch und Duft, von olfaktorischer Alltagswahrnehmung und Luxuskosmetik, von urbaner Anonymität und wohliger Wärme.
Bvlgari Black ist sicher nicht für jeden. Wer eine dieser Noten, oder die kombinierte Wirkung nicht abkann, findet ihn sicher abstossend. Für mich ist da allerdings viel drin.
Um so mehr finde ich es Schade, dass er performancemäßig nicht viel zu bieten hat. Eine Stunde, sagen wir, glänzt er mit passend dosierter Sillage. Eine Armlänge, mehr ist auch nicht nötig, denn sonst könnte sein Duftkonzept schnell vereinnahmend oder gar abstoßend wirken. Danach wird er aber schnell hautnah, und nach 6 Stunden kann ich ihn praktisch gar nicht mehr wahrnehmen.
Auf eine passende Alternative bin ich bis dato noch nicht gestossen; Prada‘s Luna Rossa Black hat auch diesen süsslichen Gummiakkord, anstatt ledrig-warm entwickelt der sich allerdings eher leicht seifig, kühl und distanziert weiter. Midnight in Paris konnte ich bis dato nicht testen, allerdings ist dieser ohnehin nur noch schwer zu bekommen. Gucci’s aktuelles Release Memoir d’un Odeur ist ganz ähnlich konzipiert, wenn auch mit Kamille heller und frischer.
Reformuliert wurde Black dafür nicht. Ich habe hier einen Vintage-Restflakon, sowie aktuelle Abfüllung - praktisch identisch in Duft und Haltbarkeit. Apropos Flakon: Sieht schick aus, definitiv ein Hingucker, die Gummiummantelung fühlt sich toll an. Auch über die Haptik kommuniziert Bvlgari also gekonnt sein einzigartiges Duftkonzept. Der Sprühkopf, beim Vintage noch mit Drehverschluss, ist aber eine einzige Katastrophe: Klappriges Plastik, das, wenn nicht behutsam behandelt, beim Zudrehen einfach abfällt, und wer zu zaghaft drückt, der entlockt dem Reifenfläschen lediglich einen schwachen Strahl, statt Sprühnebel.

Und wer kauft das jetzt am Besten? Obwohl eingestellt, ist Bvlgari Black online noch güstig zu bekommen. Zum Blindbuy kann ich dennoch nicht raten, dafür ist er definitiv zu speziell. Auch denke ich, dass das - obwohl so gar nicht outdated - eher ein U30er ist. Am besten die Wirkung per Abfüllung testen. Auch wenn‘s nicht gefällt, so ist Black doch ein Dufterlebnis, das man mal gemacht haben sollte.
1 Antwort
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