Ich mag eigentlich sanfte Holzdüfte. Poivre Samarcande ist total schön - und gerade die schweren, düsteren Holzdüfte gehen mir oft völlig ab und wirken einfach nur alt auf meine Nase. Doch dieser Duft hat mich enttäuscht. Nachdem ich ihn als Essigreiniger bezeichnete, testete ich ihn nun nochmals. Ich kann meine Assoziation aber immer noch verstehen. Der Duft startet zitrisch-frisch, wie fast jeder Atelier Cologne. Doch dann kommt etwas hinzu, was glaube ich einfach eine Sandelholzkomponente ist. Ich habe den Verdacht, dass ich auf bestimmte Sandelholznoten empfindlich reagiere. Die kommen bei mir oft als stechende, unangenehme Süße rüber. Wenn die Hölzer kommen, entwickelt sich das ganze zusammen mit den zitrischen Komponenten für mich tatsächlich irgendwie säuerlich. Doch nicht typisch zitrisch säuerlich, einfach unschön säuerlich. So, dass ich das nicht auf meiner Haut haben möchte. Das liegt sicher an einer Persönlichen Empfindung oder Empfindlichkeit meinerseits auf bestimmte Duftnoten. Aber ich kann damit nichts anfangen.
Ich denke dieser Eindruck ist dem kratzigen Vetiver in Kombination mit Dihydramyrcenol geschuldet. Die Mischung finde ich auch nicht gut, aber Essigreininger ist schon ein bisschen überspitzt.
Mich auch :). Es kommt ja tatsächlich manchmal vor, dass ich Düfte die ich furchtbar fand anfange zu lieben und geliebte Düfte anfange zu hassen. Ist das nicht normal :) ?
Tja, Hautchemie... Wer nach Essig-Essenz und Wiener Würstchen riecht, sollte sich allerdings zweimal überlegen, ob er sich wirklich ein eigenes Molecule 01 zurecht mischt. ;D Ich mochte den allerdings auch nicht, soweit sind wir einer Meinung. :)