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Oud Save the Queen (Eau de Parfum) von Atkinsons

Oud Save the Queen 2013 Eau de Parfum

DonJuanDeCat
01.03.2018 - 14:06 Uhr
6
Sehr hilfreiche Rezension
8Duft 8Haltbarkeit 6Sillage 7Flakon

Tee trinken und Oud sprühen mit der Queen

Oud Save the Queen. Jaaa… früher hätte ich gesagt, das ist kein Wunder, dass Oud die Queen beschützen kann, denn Oud riecht so abstoßend, dass alle, die der Queen etwas böses antun wollen, auf Grund des Duftes gar nicht erst in ihre Nähe trauen würden.

Ja, das waren Zeiten, wo ich Oud so gar nicht mochte, heutzutage aber etwas aufgeschlossener bin, da ich (wie schon mal erwähnt) gesehen habe, dass Oud nicht immer schlecht duftet. Es kommt einfach auf die Dosierung und Zusammenspiel mit den anderen Duftnoten an. Früher also hätte ich mich wegen dem Oud kaum an diesen Duft deswegen getraut… anderseits… na vielleicht an diesen hier ja doch, denn (Achtung, jetzt kommt wieder etwas zum Augenrollen!) hier ist eine Duftnote drin, die ich anderseits extrem mag. Na, habt ihr es schon erraten? Richtig, es ist der Tee! :DD
(Jetzt könnt ihr wieder mit dem Augenrollen aufhören!).

Und dann ist der Duft auch noch von Atkinsons, eine Marke, von der ich zwar noch kein Duft besitze, die Marke aber allgemein gut finde, vor allem deren Duft 24 Old Bond Street,… was… wie sollte es auch anders sein,… ebenfalls ein Tee-Duft ist! :D
Man kann vielleicht über die Engländer Scherze wegen des Wetters und des Essens machen, muss aber zugeben, dass sie eine schöne Tee-Kultur haben, sofern man darauf steht. Da sehe ich dann auch glatt darüber hinweg, dass die ihren Tee falsch trinken, nämlich mit Milch darin :DD

**Der Duft:**
Der Duft beginnt cremig, sanft, aber auch frisch. Ich rieche Bergamotte, welcher sehr schön zusammen mit dem Tee duftet, wobei der Tee noch sehr schwach ist. Das süßliche, was ebenfalls sehr schön duftet, sollte vom Jasmin kommen, auch wenn ich eher auf Veilchen getippt hätte, da mir der Duft wegen seiner Sanftheit auch puderig erscheint und dies eher auf Veilchen zutrifft als auf den Jasmin. Aber egal, schön ist diese blumige Süße so oder so.
Wenig später wird der Tee-Duft etwas stärker und ist nun auch als schwarzer Tee erkennbar. Zwar leider weiterhin schwach, aber dennoch schön duftend. Der Oud mischt ebenfalls sich so langsam ein. Dieser ist zwar nicht besonders intensiv, aber man erkennt dennoch seinen markanten Duft, welche teilweise manchmal einem auch recht gewöhnungsbedürftig erscheinen kann. Allerdings finde ich, dass er hier nett duftet und gut zu den sanften Noten passt.
In der Basis ist der Duft weiterhin sanft und auch puderig, was nun vor allem das „Werk“ der Tonkabohne ist. Seinen süßlichen Duft nimmt man immer besser wahr, was auch sehr schön ist, da Tonkabohne meist eine tolle, sehr angenehme Duftnote ist. Und natürlich ist da noch der Oud, der weiterhin duftet, wenn auch schwächer. Den Tee allerdings kann man in der Basis kaum noch riechen, da er leider immer schwächer wird, vermutlich hat ihn die Queen längst ausgetrunken! :D

**Die Sillage und die Haltbarkeit:**
Die Ausstrahlung des Duftes ist okay, aber ohne den Oud wäre er wohl deutlich schwächer gewesen. So wird er auf kurze bis noch normale Entfernung einigermaßen gut wahrgenommen werden.
Die Haltbarkeit dagegen ist relativ gut ausgefallen, da ich ihn etwa zehn Stunden wahrnehmen konnte.

**Der Flakon:**
Der Flachmann-artige Flakon ist komplett vergoldet, wirkt deswegen aber nicht protzig und man sieht auf der Vorderseite eine große, runde und schwarze Plakette mit dem Namen des Duftes sowie dem Logo der Marke. Darunter wurde noch einmal der Name der Marke in den Flakon eingearbeitet. Der Deckel ist trapezartig, ebenfalls vergoldet und hat ein geflochten aussehendes Muster. Wie immer ein schöner Flakon, wobei mir die durchsichtig klar-gläsernen Flakons etwas besser gefallen.

Ja, der Duft hier hat mir gefallen. Zwar nicht unbedingt auf die Art, wo ich einfach nur „Wow“ sagen könnte, aber man kann mit dem Duft an sich auch nichts verkehrt machen, vor allem, wenn einem die Duftnoten Tee und Oud sowie Tonkabohne gut gefallen.

Er könnte eigentlich gut zum Ausgehen sich eignen, wäre er dafür nur etwas stärker gewesen. Allerdings könnte man sich auch etwas stärker dosieren, das müsste man mal testen. Ansonsten ist er vom Duft her für mich fast wie ein Allrounder, auch wenn er etwas mehr zum Herbst tendieren könnte.

Hmpf… natürlich muss das Ganze mal wieder ein Damenduft sein, wollte ich gerade sagen, aber ich sehe, dass es den Duft auch für uns Herren gibt, was bedeutet, dass ich den Herrenduft auch auf jeden Fall irgendwann mal probieren muss. Und durch das ganze Tee-Gerede musste ich eben kurz etwas über die englische Teekultur, den sogenannten Tea-Time lesen und sah dann Bilder mit Tee (sowohl mit als auch OHNE Milch übrigens!) sowie kleine Snacks, die einem dazu verleiten, sich auch mit irgendwas vollzustopfen, obwohl man eigentlich recht satt ist… *seufz* :D

Übrigens gibt es von Atkinsons auch einen Duft, den man mit diesem hier eventuell verwechseln könnte, nämlich „Her Majesty The Oud“, welcher allerdings deutlich schlechter ist und mir nicht so toll gefallen hatte…
1 Antwort
SeeroseSeerose vor 7 Jahren
Mir war der einfach zu bedrängend, das Oud ist marginal, aber ich roch Nelken und Sandel, das ganze zu süß. Nee, der ist gar nicht meins.
Tee? Welcher, wo? Vielleicht den von mir nicht gemochten Teebeuteltee? Oder gar Darjeeling. Den ich allerdings mit Milch auch widerlich finde.