In einem Coming-Of-Age-Film ala "Breakfast Club" oder "Sing Street", geht es um Teenager in der Pubertät, ihre Wege & Probleme zum Erwachsenwerden & einfach Dinge, die uns Menschen in den wilden Jahren zwischen Kindheit & Erwachsensein, zwischen Schulhof & Disco beschäftigen. Calvin Klein Man ist ein sehr "teenagiger" Duft, finde ich zumindest, & passt in dieses Sub-Genre, riecht sogar etwas nach Jungenumkleide. Solide, brauchbar & seiner Zeit etwas voraus, auch mit Mitte 20 im Büro noch locker tragbar, allerdings alles andere als ein Überflieger oder Duft, mit dem Mann auffällt. Zum Teil wird man vielleicht noch nichtmal für einen ausgewachsenen Mann gehalten... Viel schlechter als viele andere, länger lebende CK-Parfums war/ist er sicher nicht & daher ist es für Fans des dunklen, tollen Flakons, von cremigen Veilchen oder einfach einem safe-süssen Holzduftes, schon eine kleine Enttäuschung, dass er eingestellt wurde. Viel zu hastig. Das er aber wohl nie wirklich zündete & Nachfolger wie "Encounter" da schon etwas mehr Glück hatten, zeigt ja schon allein die Haben- & Kommentar-Seite dieses schwarzen Monolithen hier auf Parfumo. Interesse & Popularität laufen gegen Null.
Calvin Klein Man hat sogar etwas von "Encounter", gemixt mit dem klassischen Armani Code. Cremige Tonka - milchig, süß, holzig, gefällig. Zu Beginn noch kurz mit Mandarine trifft Axe-Deo, eine kleine Erfrischung, danach eine solide, fast etwas gelangweilte Vorstellung aus Creme, (Zeder-)Holz & dezent verstreuten Veilchen-Pastillen. Chaotisch oder gewagt ist er für mich wenig, eher das Gegenteil & das ein oder andere Gähnen, konnte ich mir nicht verkneifen. Verkörpert alles, wofür CK seit Jahren steht: im Guten wie im Schlechten. Hinterhertrauern muss & wird ihm sicher keiner!
Flakon: einer der einfachsten & schönsten von CK Sillage: schwimmt mit Haltbarkeit: 7 Stunden sind mehr als graues, akzeptierbares Mittelmaß. Eher eine kleine Stärke.
Fazit: kein Duft, den man hätte einstellen müssen. Jedoch auch kein Duft, den man vermisst. Eher einer, den man vergisst. Angenehm, aber noch etwas halbstark & ohne eigene Akzente.