Ja, ich bin (noch immer) „Cool Water“-Fan und trage sowohl das Original als auch das stark von ihm abweichende Intense gerne und öfters als ich es selbst zugeben will. Daher war ich auch auf das neue „Parfum“ mehr als gespannt, führte es auf Grund seines sehr erwerblichen Preises sogar direkt in die Sammlung ein. Was kann dieses bisher „erwachsenste kalte Wasser“? Ein neuer König mit Dreizack? Oder eher ein Wellenunsittich?
„Cool Water“ (Parfum) hat sowohl vom Original wie von Intense etwas abbekommen und spielt dennoch seinen eigenen Charakter aus. Dunkelblaue Meeresbrandung, ein wenig mineralisch, brausende und tosende Klippen. Wesentlich reifer und düsterer als seine Vorgänger. Nicht süß, eher hochwertig frisch. Trotz leicht chemischer Anflüge ganz zu Beginn. Duftpyramide ist nichtig. Salzigkeit fehlt. Ansonsten ein Duschgelaquate mit Seegang und Eigenständigkeit. Maritimer Mann von morgen. Gefällt mir besser als manch ein „Wilder“ oder „Bläuling“. „Cool Water“ (Parfum) ist ein Tsunami in the Making. Ein Wasserzögling ohne Waschzwang. Ein wohlriechender Fisch im Anzug. Und eine gelungene Alternative sowohl zu seinen Brüdern als auch zum aktuellen Zeitgeist. Obwohl er (oder seine Familie) diesem einst eigentlich selbst den Weg bereitet hat…
Flakon: bisher der schönste Cool Water. Aber bis auf den dicken Boden gewohnt.
Sillage: spricht einen keiner drauf an
Haltbarkeit: 6-7 Stunden dreht Poseidon seine Runden
Fazit: zuerst seltsam und nicht griffig. Aber wenn man sich erstmal angefreundet hat ein prickelnd-schäumendere Aquate zwischen Tiefsee und hochgepitcht. Könnte in meiner Sympathie und meiner Tragefrequenz noch steigen. Ersteindruck knapp hinter seinen zwei Brüdern - dennoch sehr gut.