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Hilfreiche Rezension
Wilder Spaziergang
Immer, wenn ich „Balade Sauvage“ auftrage, muss ich an zwei Dinge denken: die Küste und den Strand. Das Meer wogt in tiefem Grau, die Wellen branden an den Strand. Die Gischt schäumt auf. Der Sand ist nass. Es tost. Es rauscht. In diesem Bild ist die Luft stets diesig: Feuchtigkeit wie feinster Sprühregen berührt meine Haut, durchzogen von einem salzigen Hauch. Heute gibt es Wetterlagen, da sage ich zu mir: „Die Luft sieht aus, wie ‚Balade Sauvage‘ riecht.“ Und gleichsam schaut sie an solchen Tagen aus, wie ich mich beim Tragen von „Balade Sauvage“ fühle.
Mit der Zeit klart der Himmel auf. Wir riechen: Zitrik, Feige. Dann nur mehr Feige. Im Endeffekt gibt es keinen wirklichen Duftverlauf. „Balade Sauvage“ wird lediglich leiser und verschwindet. Sobald die Sonne zu sehen ist, sind da Dünen, wandere ich durch Sand. Eine Abwandlung der Jever-Werbung, die Farben entsättigt, Menschen und Leuchtturm fort. Nicht bloß fort – sehr weit fort. Der Himmel ist nicht strahlend blau, sondern blass. Weiß. Die Sonne ein Kreis aus hellerem Weiß. Verwaschen. Ich bin allein, nur Strandhafer und -flieder sind da. Dieses Gefühl von Alleinsein, von Umherstreifen am Strand, von Wind in meinem Haar und salziger Luft an meiner Wange ist wunderbar, transportiert allein durch den Duft. Wenn ich den Duft trage, bin ich mir selbst genug.
Nach fünf bis sechs Stunden ist der Spaziergang vorbei. Die Beine sind erschöpft, der Körper müde. Wir gehen heim.
Das Gute kann so einfach sein.
Mit der Zeit klart der Himmel auf. Wir riechen: Zitrik, Feige. Dann nur mehr Feige. Im Endeffekt gibt es keinen wirklichen Duftverlauf. „Balade Sauvage“ wird lediglich leiser und verschwindet. Sobald die Sonne zu sehen ist, sind da Dünen, wandere ich durch Sand. Eine Abwandlung der Jever-Werbung, die Farben entsättigt, Menschen und Leuchtturm fort. Nicht bloß fort – sehr weit fort. Der Himmel ist nicht strahlend blau, sondern blass. Weiß. Die Sonne ein Kreis aus hellerem Weiß. Verwaschen. Ich bin allein, nur Strandhafer und -flieder sind da. Dieses Gefühl von Alleinsein, von Umherstreifen am Strand, von Wind in meinem Haar und salziger Luft an meiner Wange ist wunderbar, transportiert allein durch den Duft. Wenn ich den Duft trage, bin ich mir selbst genug.
Nach fünf bis sechs Stunden ist der Spaziergang vorbei. Die Beine sind erschöpft, der Körper müde. Wir gehen heim.
Das Gute kann so einfach sein.
2 Antworten


Bei mir fühlt sich der Duft eher nach einem Sommertag am Meer an. Weiter südlich.
Für die Jever-Stimmung hab' ich Green Irish Tweed.