Charogne Etat Libre d'Orange 2007
16
Top Rezension
Böhmische Blusen
Loewenherz hat uns freundlicherweise aufgeklärt, dass "Charogne" durch den bekannten Gedichtband "Les Fleurs du Mal" inspiriert ist. Ich hab das mal gelesen, ist schon ewig her, als ich noch meine existentialistische Phase hatte. Aber auch schon damals las ich den Gegenentwurf dazu, "Die Blusen des Böhmen" von Robert Gernhardt. Und "Charogne" kann auch nicht ernst gemeint sein. Oder doch? EldO sind einfach schlimm. Diesmal leider kein Soundfile auf der Webseite, sondern nur ein sehr mehrdeutiger Text. Aus dem ich aufgrund meines bisherigen Lebens entnehme, dass es sich um den Duft einer nicht mehr jungen Frau handelt, die Spaß an der Verführung hat. Also eher das erfahrene Luder und nicht die tote Maus, die unsere Katze letzte Woche unter dem Bett als Geschenk gelassen hat (nein, kein aktuelles Ereignis).
"Charogne" startet mit Lilien und Jasmin. Sehr stark und süß aber nicht zu süß. Nix mit Verwesung. An Friedhofsblumen mag man wegen den Fleurs du Mal und dem Aas denken, aber es riecht nicht stickig. Diese tolle Kopfnote bleibt aber leider nur kurz und dann kommt der Apotheker mit einer dicken alten Ledertasche. Was mich echt an die Grenze zum Abwaschen gebracht hätte, wenn nicht die Projektion so unterirdisch wäre, dass es sowieso niemand riecht, wenn er seine Nase nicht an der Stelle zerquetscht, an der das Parfum aufgebracht wurde. Das fällt unter aufregende und amüsante Erlebnisse mit komischen Gerüchen. Umso mehr als ich mich beklagte und Tester M mitteilte, dass es jetzt "doof nach Leder und Apotheke" rieche. Weshalb er seine Nase an meinem Arm zerquetschte und sagte: "wieso? riecht doch toll nach Reiskeksen." Puffreiswaffeln oder asiatische Reiscracker? Als ich meine Nase dann selbst nochmal dranquetschte roch es angenehm vanillig. Und dieses angenehm Vanillige hat das Parfum bis jetzt beibehalten, es bleibt wohl so bis zum Schluss.
Dann kann ich gleich ein gourmandiges Parfum kaufen, da muss man die ulkige Transformation nicht mitmachen. Außerdem ist mir die Projektion zu gering. Haltbarkeit ist schon okay.
Tragen kann man das immer, wenn man möchte, außer zum Sport. Frauen können es wahrscheinlich tragen und Männern macht es vielleicht noch mehr Spaß. Tester M wollte es gerne selbst testen und das kommt eher selten vor.
"Charogne" startet mit Lilien und Jasmin. Sehr stark und süß aber nicht zu süß. Nix mit Verwesung. An Friedhofsblumen mag man wegen den Fleurs du Mal und dem Aas denken, aber es riecht nicht stickig. Diese tolle Kopfnote bleibt aber leider nur kurz und dann kommt der Apotheker mit einer dicken alten Ledertasche. Was mich echt an die Grenze zum Abwaschen gebracht hätte, wenn nicht die Projektion so unterirdisch wäre, dass es sowieso niemand riecht, wenn er seine Nase nicht an der Stelle zerquetscht, an der das Parfum aufgebracht wurde. Das fällt unter aufregende und amüsante Erlebnisse mit komischen Gerüchen. Umso mehr als ich mich beklagte und Tester M mitteilte, dass es jetzt "doof nach Leder und Apotheke" rieche. Weshalb er seine Nase an meinem Arm zerquetschte und sagte: "wieso? riecht doch toll nach Reiskeksen." Puffreiswaffeln oder asiatische Reiscracker? Als ich meine Nase dann selbst nochmal dranquetschte roch es angenehm vanillig. Und dieses angenehm Vanillige hat das Parfum bis jetzt beibehalten, es bleibt wohl so bis zum Schluss.
Dann kann ich gleich ein gourmandiges Parfum kaufen, da muss man die ulkige Transformation nicht mitmachen. Außerdem ist mir die Projektion zu gering. Haltbarkeit ist schon okay.
Tragen kann man das immer, wenn man möchte, außer zum Sport. Frauen können es wahrscheinlich tragen und Männern macht es vielleicht noch mehr Spaß. Tester M wollte es gerne selbst testen und das kommt eher selten vor.
2 Antworten


Mein Jasminduft wird das wohl nicht. Indolisch hast Du nicht bemängelt, ich suche aber indolisch. Und einen verkappten Gourmand brauche ich ebenfalls nicht.