Noir Genny
Top Rezension
Ins Leben zurückgekehrt
oder Kommi die Zweite.
Den Kommentar für Genny Noir schreibe ich jetzt zum zweiten Mal, da die erste Version beim Abschicken irgendwo im Nirvana verschwunden ist und ich den Text dummerweise nirgends gespeichert hatte. Also Fleißarbeit am Sonntag.
Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, Genny Noir ist die Reinkarnation des Duftes von Rivara Hanorah aus den 80ern, von dem ich einen Mini besitze. Es wird von Morris, Parma vertrieben und das EdP ist in einen schlanken, zylindrischen Flacon abgefüllt wie auf dem Bild zu sehen. Obwohl Verpackung nicht alles ist, gefiel mir die „alte“ Version des fast dreieckigen Flacons mit schwarzem Deckel, der mir wie ein asiatisches Schriftzeichen erschien, um Klassen besser und passt meiner Meinung nach auch eher zum Duft, aber dazu später.
Trotz intensiver Recherche fand ich im Web nur auf der Seite eines Händlers eine etwas dürftige Angabe von Duftnoten, die ich zur Korrektur eingereicht habe, was jedoch abgelehnt wurde. Diese lauten:
Kopfnote: Iris, Jasmin
Herznote: Patchouli, Ylang-Ylang
Basisnote: Moschus, Amber
Für die Chemiker unter euch hier die Angaben auf der Verpackung. Vielleicht fängt jemand etwas damit an und kann dann vollständigere Duftnoten zur Korrektur einreichen:
Benzyl Alcohol, Benzyl Benzoate, Benzyl Cinnamate, Benzyl Salicylate, Cinnamyl Alcohol, Citral, Citronellol, Coumarin, Geraniol, Hydroxycitronellal, Butylphenyl Methylpropional, Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene, Carboxaldehyde, Alpha-Isomethyl Ionone
Beim Vergleich mit meinem alten Mini sind sich beide Düfte sehr ähnlich. Lediglich die Kopfnote des Minis hat im Lauf der Zeit etwas gelitten. Dafür ist er in der Basis kräftiger und haltbarer, was ich den verschärften Bestimmungen und daraus resultierender Reformulierung zuschreiben würde.
Genny Noir startet blumig-grün und strahlend, was ich unter anderem den Aldehyden zuschreiben würde. Ich kann hier auch deutlich Rose wahrnehmen, die von weiteren Blüten unterstützt wird, m.E. Jasmin und Maiglöckchen. Die Blütennote wird zunehmend von einem dunkelgrün-moosigen, fast schon stechend anmutenden Akkord ergänzt. Ich habe Eichenmoos und eventuell Patchouli als Haupttäter im Verdacht. Im weiteren Verlauf wird das Grün deutlich anschmiegsamer und weicher und bekommt eine wunderschöne elegante Note.
Es handelt sich hier um einen Blumenchypre wie er im Buche steht. Im Herzen teilweise etwas kratzig und widerborstig, aber mit einer Eleganz und Klasse wie es schöner nicht sein könnte. Die Sillage ist moderat und die Haltbarkeit durchschnittlich.
Da Genny Noir nur selten angeboten wird, befürchte ich fast, dass er bald wieder vom Markt verschwindet, zumal er nicht unbedingt dem Zeitgeist entspricht, der momentan eher süße und gourmandige Düfte zu favorisieren scheint. Ich bin jedenfalls sehr froh, mir ein Fläschchen davon gesichert zu haben und kann ihn allen Chypre-Liebhaber/innen wärmstens empfehlen. Und vielleicht trifft die alte Weisheit in diesem Fall doch zu und Totgesagte leben länger…
Den Kommentar für Genny Noir schreibe ich jetzt zum zweiten Mal, da die erste Version beim Abschicken irgendwo im Nirvana verschwunden ist und ich den Text dummerweise nirgends gespeichert hatte. Also Fleißarbeit am Sonntag.
Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, Genny Noir ist die Reinkarnation des Duftes von Rivara Hanorah aus den 80ern, von dem ich einen Mini besitze. Es wird von Morris, Parma vertrieben und das EdP ist in einen schlanken, zylindrischen Flacon abgefüllt wie auf dem Bild zu sehen. Obwohl Verpackung nicht alles ist, gefiel mir die „alte“ Version des fast dreieckigen Flacons mit schwarzem Deckel, der mir wie ein asiatisches Schriftzeichen erschien, um Klassen besser und passt meiner Meinung nach auch eher zum Duft, aber dazu später.
Trotz intensiver Recherche fand ich im Web nur auf der Seite eines Händlers eine etwas dürftige Angabe von Duftnoten, die ich zur Korrektur eingereicht habe, was jedoch abgelehnt wurde. Diese lauten:
Kopfnote: Iris, Jasmin
Herznote: Patchouli, Ylang-Ylang
Basisnote: Moschus, Amber
Für die Chemiker unter euch hier die Angaben auf der Verpackung. Vielleicht fängt jemand etwas damit an und kann dann vollständigere Duftnoten zur Korrektur einreichen:
Benzyl Alcohol, Benzyl Benzoate, Benzyl Cinnamate, Benzyl Salicylate, Cinnamyl Alcohol, Citral, Citronellol, Coumarin, Geraniol, Hydroxycitronellal, Butylphenyl Methylpropional, Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene, Carboxaldehyde, Alpha-Isomethyl Ionone
Beim Vergleich mit meinem alten Mini sind sich beide Düfte sehr ähnlich. Lediglich die Kopfnote des Minis hat im Lauf der Zeit etwas gelitten. Dafür ist er in der Basis kräftiger und haltbarer, was ich den verschärften Bestimmungen und daraus resultierender Reformulierung zuschreiben würde.
Genny Noir startet blumig-grün und strahlend, was ich unter anderem den Aldehyden zuschreiben würde. Ich kann hier auch deutlich Rose wahrnehmen, die von weiteren Blüten unterstützt wird, m.E. Jasmin und Maiglöckchen. Die Blütennote wird zunehmend von einem dunkelgrün-moosigen, fast schon stechend anmutenden Akkord ergänzt. Ich habe Eichenmoos und eventuell Patchouli als Haupttäter im Verdacht. Im weiteren Verlauf wird das Grün deutlich anschmiegsamer und weicher und bekommt eine wunderschöne elegante Note.
Es handelt sich hier um einen Blumenchypre wie er im Buche steht. Im Herzen teilweise etwas kratzig und widerborstig, aber mit einer Eleganz und Klasse wie es schöner nicht sein könnte. Die Sillage ist moderat und die Haltbarkeit durchschnittlich.
Da Genny Noir nur selten angeboten wird, befürchte ich fast, dass er bald wieder vom Markt verschwindet, zumal er nicht unbedingt dem Zeitgeist entspricht, der momentan eher süße und gourmandige Düfte zu favorisieren scheint. Ich bin jedenfalls sehr froh, mir ein Fläschchen davon gesichert zu haben und kann ihn allen Chypre-Liebhaber/innen wärmstens empfehlen. Und vielleicht trifft die alte Weisheit in diesem Fall doch zu und Totgesagte leben länger…
4 Antworten


Viel mehr Ausdruck!!