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Eau de Néroli Doré von Hermès

Eau de Néroli Doré 2016

DonJuanDeCat
11.04.2016 - 14:47 Uhr
14
Sehr hilfreiche Rezension
7.5Duft 5Haltbarkeit 5Sillage 8Flakon

Neroli, Safran und kein Kater!

Jaaaaaaa! Nach Rhubarbe ist dies der zweite Duft, der neu von Hermès ist und auf den ich mich sehr gefreut habe. Mir persönlich gefallen die meisten Düfte von Hermès, daher freue ich mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich was Neues einer geliebten Marke testen darf. Natürlich kann dann eine Enttäuschung umso tiefer sitzen, aber mit einigen wenigen Ausnahmen habe ich bislang keine wirklich schlechten Düfte von Hermès erlebt, und der Duft hier ist glücklicherweise auf kein Reinfall.

So, nachdem ich von einem netten Verkäufer eine Probe bekommen habe, konnte ich es zu Hause in aller Ruhe testen. Natürlich musste ich noch ein wenig warten, bis mein anhänglicher Kater sich von meinem Tisch verzogen hatte. Normalerweise „testet“ er unfreiwillig einige Düfte mit und verschwindet beim „Anblick“ von zitrischen Düften gaaanz schnell, aber da er sich heute morgen übergeben hatte wollte ich ihn nicht noch mehr stressen. Wobei er gerade, wie ich aus den Augenwinkeln sehe, schon wieder am Fressen ist und er wieder topfit ist… egal, kommen wir zum Duft.

Duft:
Der Duft beginnt zitrisch und frisch mit natürlich riechendem Neroli. Danach, nur wenige Minuten später, fängt der würzige Safran an zu wirken. Er gibt dem ganzen eine herb-krautig-trockene Note, welcher aber im Hintergrund auch leicht grüne Noten ausstrahlt, die an Pflanzensäfte erinnern. Der Neroli wirkt etwas später ab und zu mit dem Safran sogar leicht klassisch, etwa so ähnlich wie Zitrone und Eichenmoos zusammen.
Und irgendwie war es das auch schon, eine weitere Duftentwicklung gibt es nicht. Aber: Der Duft riecht gut, die Duftnoten wirken natürlich und man bekommt einen Duft in gewohnt guter Hermès Qualität. Jedoch könnte der Duft als Neroliduft enttäuschen, da die Wirkung des Neroli sehr kurz ist und der Duft später eigentlich nur noch herb bzw. würzig riecht und der Neroli nur noch gaaanz weit hinten im Hintergrund verbleibt.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Nun ja, die Haltbarkeit ist wegen des Safrans etwas länger als beim Rhubarbe, so dass ich hier vier bis fünf Stunden angeben würde. Die Nerolinote hält allerdings wie gesagt nicht so lange aus.
Die Sillage ist etwas gering ausgefallen. Ich hatte damit zwar ein wenig gerechnet, dachte aber, dass der Safran das Ganze etwas ausbaden kann. Auch wenn es zu Beginn wegen dem Safran doch noch kurz stärker wird, so geht die Ausstrahlung kurz danach aber leider wieder deutlich runter. Er wird nur in der Nähe von einem zu riechen sein, für einen selber ist er aber ganz okay.

Der Flakon:
Was habe ich diese wunderbaren und farbenfrohen Flakons vermisst. Dieser hier ist rechteckig, hat abgerundete Ecken und schließt mit einem halbkugelartigen, schwarzen Deckel ab. Auf der Vorderseite des Flakons wurde das Hermès Logo eingeprägt und unten steht ganz simpel der Name des Duftes. Alles in allem wie immer ein schöner Flakon, der in Wirklich allerdings nicht so sehr strahlend aussieht wie hier auf dem Foto, allerdings sieht er dennoch super im Regal aus, vor allem wenn man einige Hermès Düfte hat.

Also, enttäuscht bin ganz und gar nicht von Néroli Doré. Allerdings muss ich auch leider zugeben, dass ich auch nicht gerade so sehr begeistert bin, dass ich den Duft nun unbedingt haben müsste. Er reiht sich sehr gut an vorhandene, sommerliche Neroli-Düfte ein und bietet mit dem Safran auch etwas neueres, so dass er zum Teil wie ein klassischer Duft wirkt, ab und zu jedenfalls (abgesehen davon macht der Safran den Duft etwas haltbarer, sonst wäre der Duft wohl schon nach 10 Minuten verflogen...
Doch auch wenn er nun nicht so herausragend ist, finde ich ihn dennoch nicht langweilig. Allerdings ist eine gewisse Ähnlichkeit zu 4711 und ähnlichen Düften teilweise riechbar, zumindest direkt in den ersten wenigen Minuten nach dem Aufsprühen, doch danach lenkt der Safran den Duft doch weg von diesen Düften, es sei denn man vergleicht ihn beispielsweise mit 4711 Melissa Verbena und ähnliches.

Néroli Doré gehört in den Frühling und Sommer und erfrischt auch gut beim aufsprühen. Leider ist die Sillage sehr gering, so dass er nur als Freizeit- und Tagesduft verwendet werden kann.

So, nun finde ich 100 Euro als etwas zu viel für diesen Duft, empfehle aber dennoch zumindest zu einem. Denn die Neroli Safran Kombination duftet gut (der Neroli hätte aber ruhig langanhaltender sein können)… allerdings, der Rhubarbe ist viel schöner unter den neuen Hermès Düften und ich würde auch viel mehr zu diesem raten.

Hmm… ich könnte schwören, dass mein Kater kurz die Augen zu einem Schlitz geformt hat,… ja, auch dieser Duft wird ihm jedenfalls garantiert nicht gefallen! Aber naja, mein Feind (die geringe Sillage) ist sein Freund, denn der Duft wird bald schon wieder abschwächen, so dass er nur darauf wartet, in meine Arme springen und mich voller Katzenhaare machen zu können… wo ist bloß nur die Fusselrolle hin??
2 Antworten
LadygLadyg vor 9 Jahren
danke:) hört sich lecker an.......
SerafinaSerafina vor 9 Jahren
Ja, Dein Kater liebt eben seinen Mensch!Trotz dessen Vorliebe für Zitrus! Dafür zeigt er dann mal seine Krallen... Auf den Rhubarb bin ich ja noch neugieriger! heute einen Mini ersteigert.