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Eau de Néroli Doré 2016

7.0 / 10 142 Bewertungen
Ein Parfum von Hermès für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2016. Der Duft ist zitrisch-frisch. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Wasser vom goldenen Neroli”.
Aussprache Vergleich
Ähnliche Düfte

Duftrichtung

Zitrus
Frisch
Blumig
Würzig
Grün

Duftnoten

NeroliNeroli PetitgrainPetitgrain SafranSafran

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.0142 Bewertungen
Haltbarkeit
5.3117 Bewertungen
Sillage
5.2114 Bewertungen
Flakon
7.7133 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.331 Bewertungen
Eingetragen von OPomone · letzte Aktualisierung am 20.08.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

8 ausführliche Duftbeschreibungen
7Duft 5Haltbarkeit 4Sillage
loewenherz

920 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 24  
Quickstep
Es gibt manche Fertigkeiten, die man alltäglich beinahe nie benutzt - und doch insgeheim froh ist, dass man sie hat. Klavierspielen ist so eine Fertigkeit - das kann ich leider nicht - aber dafür bin ich froh, dass ich damals Gesellschaftstanz gelernt habe. Und während die meisten Jungs nach dem Anfänger- oder spätestens dem Fortgeschrittenenkurs das Weite suchten - wenn sie denn überhaupt die Tanzschule betraten - bin ich dabei geblieben: Bronze, Silber, Gold - Gold-Star gab's auch noch. Und auch wenn es heute meistens nur bei einem kleinen Walzer auf irgendjemandes Hochzeit bleibt - ich bedauerte sehr, könnte ich gar nicht tanzen.

Neben einigen Modetänzen (Lambada!) lehrte man damals jeweils die fünf klassischen Latein- (Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha, Paso Doble und Jive) und Standard-Turniertänze (Langsamer und Wiener Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep). Letzterer gilt als schwierigster unter den Standardtänzen - ist er doch technisch höchst anspruchsvoll, und gehört es doch zu seinem Wesen, dass alles einfach aussehen soll, getanztem Champagner gleich. Quickstep ist Leichtigkeit und Lebensfreude - ein rascher Tanz im 4/4-Takt, mit häufigen Positionswechseln und 'gehoppelten' Passagen - sogenannten 'Chassés' - die besonders viel Spaß machen.

All diese Eigenschaften - die Leichtigkeit, die Lebensfreude, das 'sich unkompliziert anfühlen' - und doch hohe Präzision in der Ausführung und viel Erfahrung in der Choreografie - zeichnen auch Hermès' jüngsten Neroliduft aus, dem sie das Attribut 'golden' beistellten. Eau de Néroli Doré ist ein Spaßmacher, ein heiterer Duft flirrend wie Sommerlicht - süß, aber nicht süßlich, und spielerisch und frisch, doch nicht belanglos. Das namengebende ätherische Öl der Pomeranze ist flüchtig in seinem Wesen - und dem Quickstep gleich ist auch der Duft ebenso temperamentvoll wie geschwind - zitrisch und golden leuchtend - und dann vorbei.

Fazit: ich habe seit Jahren keinen Quickstep mehr getanzt, und ich bedauere das manchmal ein bisschen. Spätestens beim nächsten Schnuppern an Hermès' goldenem Neroli wieder.
4 Antworten
7Duft 3Haltbarkeit 4Sillage
Leimbacher

2876 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Top Rezension 19  
Güldener Schauer
Neben dem ebenfalls neuen & wesentlich auffälligeren Rhabarber-Duft von Hermes, geht Eau de Neroli Dore etwas unter. Einerseits zu recht, weil man Neroli schon so unglaublich oft ähnlich gerochen hat, sogar bei Hermes selbst in etlichen zitrischen Erfrischern. Andererseits aber etwas schade, denn es ist ein feiner Duft, ideal für den Sommer. Der Preis ist gewohnt stabil & nicht tief, die Qualität ist jedoch in jeder Sekunde & vom Start weg da.

Eigentlich macht Hermes hier mit Neroli das, was man mit dem Eau de Mandarine Ambree mit dem Amber gemacht hat. Aus einem oft etwas zickig-kratzigen Stoff schält man die sanfteste Seite hervor. Anschmiegsam, weich, erfrischend - selbst wenn 4711 Ähnliches seit hunderten Jahren macht oder es Tom Ford aufgepitscht für einen Kleinwagen verkauft. Um nicht komplett in Langeweile zu ersticken, addierte man etwas Saffran, was dem Duft zumindest ein wenig Grip & Tiefe gibt. Im Grunde genommen bleibt es aber ein After-Shower- & Über-25-Grad-Duft, den man so zwar von Hermes erwartet, den man so aber auch erstmal hinkriegen muss. Fast in Flakons abgefüllte Sonne.

Flakon: Ihr kennt sie alle, ihr liebt sie alle!
Sillage: dezent, fröhlich, fromm, frei, sommerlich.
Haltbarkeit: eine erwartete Schwäche - 3 Stunden?

Fazit: auf Hermes kann man sich auch bei den simpelsten Themen verlassen - sehr gefälliger & angenehmer, hochwertiger Neroli-Duft. Keine Überraschung, keine Enttäuschung.
4 Antworten
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
pudelbonzo

2404 Rezensionen
pudelbonzo
pudelbonzo
Sehr hilfreiche Rezension 19  
sozial verträglich
Man sitzt ja nicht immer allein in seiner Klause, oder weilt mit dem geneigten Liebsten in einem verschwiegenen Separee - sondern das Leben treibt einen hinaus in die Öffentlichkeit - mit engem Sozialverkehr.

Da muss man sich einen Kubikmeter Luft mit Wildfremden teilen, sei es im Öffi, im Flieger, im Kino oder im Theater - überall hat man aufgezwungenen , oft intimen Körperkontakt, der nicht alle Beteiligten freut.
Und nicht jede dieser Zufallsbekanntschaften ist duftaffin.
Das gilt es zu beherzigen.

Es zählt: Was du nicht willst, das man dir tu - das füg auch keinem anderen zu.
Oder wahlweise : Quäle nie ein Schießgewehr - denn es könnt geladen sein.

Um diesen misslichen Situationen aus dem Weg zu gehen, greife ich Outdoor zu sozial verträglichen Düften.
Und dazu gehört Neroli Dore.

Das Neroli, verfeinert mit Safran kühlt MICH, lässt andere Nasen aber unbehelligt, denn es ist transparent und bleibt hautnah.
Sollten sich einige Duftmoleküle in die Außenwelt verirren, so sind diese tolerierbar.
Ich habe ein wach - frisches Gefühl - und das muss reichen.

Sollte ich den Mann meinerTräume in der Linie 6 entdecken, greife ich auf den guten alten Augenaufschlag zurück, oder mache mich sonst wie bemerkbar - vielleicht mit einem kräftigen Husten ?

Aber die Traummänner fahren offenbar alle mit der Linie 10.
8 Antworten
7.5Duft 5Haltbarkeit 5Sillage
DonJuanDeCat

2047 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Sehr hilfreiche Rezension 14  
Neroli, Safran und kein Kater!
Jaaaaaaa! Nach Rhubarbe ist dies der zweite Duft, der neu von Hermès ist und auf den ich mich sehr gefreut habe. Mir persönlich gefallen die meisten Düfte von Hermès, daher freue ich mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich was Neues einer geliebten Marke testen darf. Natürlich kann dann eine Enttäuschung umso tiefer sitzen, aber mit einigen wenigen Ausnahmen habe ich bislang keine wirklich schlechten Düfte von Hermès erlebt, und der Duft hier ist glücklicherweise auf kein Reinfall.

So, nachdem ich von einem netten Verkäufer eine Probe bekommen habe, konnte ich es zu Hause in aller Ruhe testen. Natürlich musste ich noch ein wenig warten, bis mein anhänglicher Kater sich von meinem Tisch verzogen hatte. Normalerweise „testet“ er unfreiwillig einige Düfte mit und verschwindet beim „Anblick“ von zitrischen Düften gaaanz schnell, aber da er sich heute morgen übergeben hatte wollte ich ihn nicht noch mehr stressen. Wobei er gerade, wie ich aus den Augenwinkeln sehe, schon wieder am Fressen ist und er wieder topfit ist… egal, kommen wir zum Duft.

Duft:
Der Duft beginnt zitrisch und frisch mit natürlich riechendem Neroli. Danach, nur wenige Minuten später, fängt der würzige Safran an zu wirken. Er gibt dem ganzen eine herb-krautig-trockene Note, welcher aber im Hintergrund auch leicht grüne Noten ausstrahlt, die an Pflanzensäfte erinnern. Der Neroli wirkt etwas später ab und zu mit dem Safran sogar leicht klassisch, etwa so ähnlich wie Zitrone und Eichenmoos zusammen.
Und irgendwie war es das auch schon, eine weitere Duftentwicklung gibt es nicht. Aber: Der Duft riecht gut, die Duftnoten wirken natürlich und man bekommt einen Duft in gewohnt guter Hermès Qualität. Jedoch könnte der Duft als Neroliduft enttäuschen, da die Wirkung des Neroli sehr kurz ist und der Duft später eigentlich nur noch herb bzw. würzig riecht und der Neroli nur noch gaaanz weit hinten im Hintergrund verbleibt.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Nun ja, die Haltbarkeit ist wegen des Safrans etwas länger als beim Rhubarbe, so dass ich hier vier bis fünf Stunden angeben würde. Die Nerolinote hält allerdings wie gesagt nicht so lange aus.
Die Sillage ist etwas gering ausgefallen. Ich hatte damit zwar ein wenig gerechnet, dachte aber, dass der Safran das Ganze etwas ausbaden kann. Auch wenn es zu Beginn wegen dem Safran doch noch kurz stärker wird, so geht die Ausstrahlung kurz danach aber leider wieder deutlich runter. Er wird nur in der Nähe von einem zu riechen sein, für einen selber ist er aber ganz okay.

Der Flakon:
Was habe ich diese wunderbaren und farbenfrohen Flakons vermisst. Dieser hier ist rechteckig, hat abgerundete Ecken und schließt mit einem halbkugelartigen, schwarzen Deckel ab. Auf der Vorderseite des Flakons wurde das Hermès Logo eingeprägt und unten steht ganz simpel der Name des Duftes. Alles in allem wie immer ein schöner Flakon, der in Wirklich allerdings nicht so sehr strahlend aussieht wie hier auf dem Foto, allerdings sieht er dennoch super im Regal aus, vor allem wenn man einige Hermès Düfte hat.

Also, enttäuscht bin ganz und gar nicht von Néroli Doré. Allerdings muss ich auch leider zugeben, dass ich auch nicht gerade so sehr begeistert bin, dass ich den Duft nun unbedingt haben müsste. Er reiht sich sehr gut an vorhandene, sommerliche Neroli-Düfte ein und bietet mit dem Safran auch etwas neueres, so dass er zum Teil wie ein klassischer Duft wirkt, ab und zu jedenfalls (abgesehen davon macht der Safran den Duft etwas haltbarer, sonst wäre der Duft wohl schon nach 10 Minuten verflogen...
Doch auch wenn er nun nicht so herausragend ist, finde ich ihn dennoch nicht langweilig. Allerdings ist eine gewisse Ähnlichkeit zu 4711 und ähnlichen Düften teilweise riechbar, zumindest direkt in den ersten wenigen Minuten nach dem Aufsprühen, doch danach lenkt der Safran den Duft doch weg von diesen Düften, es sei denn man vergleicht ihn beispielsweise mit 4711 Melissa Verbena und ähnliches.

Néroli Doré gehört in den Frühling und Sommer und erfrischt auch gut beim aufsprühen. Leider ist die Sillage sehr gering, so dass er nur als Freizeit- und Tagesduft verwendet werden kann.

So, nun finde ich 100 Euro als etwas zu viel für diesen Duft, empfehle aber dennoch zumindest zu einem. Denn die Neroli Safran Kombination duftet gut (der Neroli hätte aber ruhig langanhaltender sein können)… allerdings, der Rhubarbe ist viel schöner unter den neuen Hermès Düften und ich würde auch viel mehr zu diesem raten.

Hmm… ich könnte schwören, dass mein Kater kurz die Augen zu einem Schlitz geformt hat,… ja, auch dieser Duft wird ihm jedenfalls garantiert nicht gefallen! Aber naja, mein Feind (die geringe Sillage) ist sein Freund, denn der Duft wird bald schon wieder abschwächen, so dass er nur darauf wartet, in meine Arme springen und mich voller Katzenhaare machen zu können… wo ist bloß nur die Fusselrolle hin??
2 Antworten
7Duft 6Haltbarkeit 6Sillage
Serenissima

1232 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Sehr hilfreiche Rezension 10  
Pomeranzen-Sonnengold
Endlich ist das regnerische und kalte Intermezzo beendet, das uns eher zu einer wärmenden oder jedenfalls kuscheligen Dufthülle greifen ließ.
Der Sommer ist zurück und wir suchen nach etwas Frischem und Belebenden, das nicht belastet, uns aber trotzdem wohlduftend begleitet.
Also schauen wir mal, was unsere diversen Sammlungen beinhalten.
Die Marke Hermès hat inzwischen ein doch recht großes Sortiment an „Duft-Wässerchen“ im Angebot, wir müssen nur noch wählen, wonach uns heute so ist.

Die belebende Frische der Zitrusfrüchte bietet sich an, eigentlich kann man damit so gar nichts falsch machen.
Ich leider schon: Zitronen- und Grapefruitaromen bitzeln zwar erfrischend, aber sie neigen das mich anhaltend in die Nase zu beißen, bevor sie verschwinden.
Die Weichheit des Orangenaromas mag ich, aber manchmal ist es mir dann doch zu süß.
Zitrusfrüchte und ich – ein Thema mit Variationen!

Aber mit „Eau de Néroli doré“ hat Jean-Claude Ellena eine Komposition geschaffen, für die er auf die Bestandteile der herrlichen Pomeranze/Bitterorange zurückgreift und der so entstehenden Schöpfung eine Dosis edlen Safrans beifügt.
Petitgrain, der herrliche Duftstoff, gewonnen aus Zweigen, Blättern und unreifen Früchten, dem „Gehäckselten“ der Sorte Citrus aurantium, spielt hier eine frische und würzige Hauptrolle, die mir sehr angenehm ist, und durch das reiche goldene Aroma von Neroli, einem feinen Duftöl, aus den Blüten dieses Baumes gewonnen, wird diese Kreation, bisher ganz der Bitterorange gewidmet, geadelt!
Streichelt doch Neroli lt. Aromatherapie Herz und Seele – wie schön!
Der Reiz der Pomeranze wurde also wundervoll in Duft umgesetzt und um diesem noch einen besonderen Glanzpunkt zu verleihen, griff Jean Claude Ellena nach wertvollem Safran!

Oh, weh: Meine Liebe zu Duftkompositionen mit Pomeranzen geht wieder mit mir durch!
Aber gerade dadurch ist „Eau de Néroli doré“ für mich ein geeigneter Partner für diese warmen Tage aus dem großen Hermès-Sortiment.
Die Haltbarkeit eines „Duftwässerchens“ bringt es mit sich, dass ich öfter nachbessern muss und somit immer wieder neu zu dem Vergnügen eines Neuanfangs komme!
Mir gefällt’s und darauf eine frische Duftdosis: Salute!
6 Antworten
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Statements

37 kurze Meinungen zum Parfum
15
1
Sonnenverwöhnte Natur in Flaschen. Liebliche Nerolicreme, leicht grün, gemildert durch warm würzig goldenen Safran. Körperlich schüchtern.
1 Antwort
15
7
Als ich als Kind versucht habe
selber Parfum aus Zitronenblättern zu machen
hat das so gerochen
Und die Haltbarkeit war genauso unterirdisch
7 Antworten
14
18
Der Petitgrain-Keule folgt ein kurzer Neroli-Schauer, in d. sich ein paar Safran-Krümel verirrt haben. Kaum da, schon weg (auch aus d. Kopf)
18 Antworten
14
7
Neroli, hier nicht strahlend hell, eher dumpf und stumpf, wirkt im Zusammenhang mit den würzigen Noten ein wenig wie Möbelpolitur.
7 Antworten
13
6
Leicht bittere Pomeranzen-Dufthülle mit Goldschimmer und feingezeichneten Safranornamenten; Hermès-edel und sehr kleidsam. Ich mag's!
6 Antworten
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