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Top Rezension
Gemalte Blütenpudermehlpflanze
Erwartet hatte AugustA ja etwas als Duft völlig ungewohntes, etwas sperriges, zuminest Seltsames (für mich immer positiv) an der Grenze zum Untragbaren.
Was ich beim Aufsprühen bekomme ist: Geröstetes Mehl, Irispuder mit leichter Süße von in Energie verwandeltem Brot - ganz prosaisch auch Stärke genannt, ja, tatsächlich. Und es riecht gut, nicht säuerlich oder nach Abendbrot mit müden Gesichtern. Dass es aus dem Kosmetikrahmen fällt, ist die Stärke des Duftes. Vertrauen und Wohlgeruch macht sich breit. Aber auch leichte Verwunderung. Mit der heutigen Gourmandflut findet zwar Essen im Duft ja niemand mehr eigenartig und doch riecht es bei diesem Duft besonders und anders als die bekannte Iriseleganz.
Leicht frisch-würzig mit dem Fenchelsamen am Anfang, dann Röstcerealien im Übergang zur Herznote, aber alles mit der holzigen Blumigkeit der Iris - es ist am Ende wieder einmal ein Irisduft, der mich überzeugt.
Die für die Basis genannten Hölzer sind mit diesen Facetten verwebt, werden nicht zu herb, haben dennoch etwas Kante, aber auch Süße. Guajak- und Sandelholz sind für mich oft süßlich, Benzoe sowieso, Trockenheit von der Zeder, die zum Mehlstaub gut passt, aber etwas helle Frische beisteuert.
Eine Pflanze hat der Parfumeur also auf einer seiner Reisen gefunden, deren Blüten nach Mehl riechen. Ruizia Cordata, die Pflanze mit den roten Blüten stammt von der Insel Réunion. Sie findet sich im Duft wieder als Bild - eine Blütenpudermehlpflanze. Leicht aromatisiert und besser verträglich mit ein wenig frischem Fenchel. Riecht sehr gut und ist außerordentlich tragbar! Nicht aufdringlich - das wäre ein Ellena ja nie - durchgängig schön, bildhaft bringt er sich immer wieder ins Gedächtnis. Man riecht mit jedem Atemzug. Jeder Atemzug eine Farbe, ein Pinselstrich. So wie dieser Parfumeur für mein Empfinden immer mit den Düften malt. Keine Kosmetik eben. Ein Gesamtbild. Man ist der Duft, wenn man ihn trägt. Kunst, ja, Kunstwerk, eben auch.
Haltbarkeit ca. 6 Stunden, Sillage gering, aber wahrnehmbar. Ein sehr schöner Duft!
Was ich beim Aufsprühen bekomme ist: Geröstetes Mehl, Irispuder mit leichter Süße von in Energie verwandeltem Brot - ganz prosaisch auch Stärke genannt, ja, tatsächlich. Und es riecht gut, nicht säuerlich oder nach Abendbrot mit müden Gesichtern. Dass es aus dem Kosmetikrahmen fällt, ist die Stärke des Duftes. Vertrauen und Wohlgeruch macht sich breit. Aber auch leichte Verwunderung. Mit der heutigen Gourmandflut findet zwar Essen im Duft ja niemand mehr eigenartig und doch riecht es bei diesem Duft besonders und anders als die bekannte Iriseleganz.
Leicht frisch-würzig mit dem Fenchelsamen am Anfang, dann Röstcerealien im Übergang zur Herznote, aber alles mit der holzigen Blumigkeit der Iris - es ist am Ende wieder einmal ein Irisduft, der mich überzeugt.
Die für die Basis genannten Hölzer sind mit diesen Facetten verwebt, werden nicht zu herb, haben dennoch etwas Kante, aber auch Süße. Guajak- und Sandelholz sind für mich oft süßlich, Benzoe sowieso, Trockenheit von der Zeder, die zum Mehlstaub gut passt, aber etwas helle Frische beisteuert.
Eine Pflanze hat der Parfumeur also auf einer seiner Reisen gefunden, deren Blüten nach Mehl riechen. Ruizia Cordata, die Pflanze mit den roten Blüten stammt von der Insel Réunion. Sie findet sich im Duft wieder als Bild - eine Blütenpudermehlpflanze. Leicht aromatisiert und besser verträglich mit ein wenig frischem Fenchel. Riecht sehr gut und ist außerordentlich tragbar! Nicht aufdringlich - das wäre ein Ellena ja nie - durchgängig schön, bildhaft bringt er sich immer wieder ins Gedächtnis. Man riecht mit jedem Atemzug. Jeder Atemzug eine Farbe, ein Pinselstrich. So wie dieser Parfumeur für mein Empfinden immer mit den Düften malt. Keine Kosmetik eben. Ein Gesamtbild. Man ist der Duft, wenn man ihn trägt. Kunst, ja, Kunstwerk, eben auch.
Haltbarkeit ca. 6 Stunden, Sillage gering, aber wahrnehmbar. Ein sehr schöner Duft!
Aktualisiert am 06.08.2018 - 06:17 Uhr
3 Antworten
Nofretete vor 7 Jahren
Anschaulich beschrieben. Und schön, daß Ihr auf die namensgebende Pflanze aufmerksam macht. Nächstes Reiseziel: La Réunion? Plütenbokal!
Seerose vor 7 Jahren
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Erst habe ich auch gefremdelt. Nun liebe ich den sehr! Und fühle mich wohl, warm und geborgen damit. Bei mir hält er lange genug. Es ist ein Elléna-Meisterwerk. Hoffentlich bleibt er noch lange auf dem Markt. Du hast ihn auf Deine Weise wunderbar beschrieben.
Gaukeleya vor 7 Jahren
1
Ich wundere mich auch, warum er recht häufig als untragbar eingestuft wird - für mich ist das ein wunderbarer Hautduft, "anders" und doch nicht befremdlich.

