Der wohl bekannteste Gummibaum in unseren Breiten ist der Ficus Decora, direkt gefolgt vom Ficus Benjamini, der allerdings erst vor ca. 30 Jahren in Mode kam.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass meine Tante in den 60er Jahren einen Gummibaum hatte, eben diesen Ficus Decora, der bis an die Decke wuchs, dann quer über die Decke geleitet wurde, um irgendwann an der anderen Seite wieder herunterzuwachsen. Ob es allerdings je dazu kam, weiss ich nicht mehr. Beide Pflanzen gehören der Ficus Familie an, also der Familie der Feigenbäume, mit dem sich dieser Duft auseinandersetzen möchte. Hier ist allerdings vom Früchte tragenden Feigenbaum die Rede. Seine Blätter duften stark grün und leicht gummiartig. So beginnt auch Premier Figuier Exrême im Auftakt, der aber nur kurz anhält.
Die Schärfe der Feigenblätter wird danach schnell reduziert durch die Feigenfrucht und das Sandelholz, aber der Duft wird hier nicht süß. Mandelmilch vermag ich nicht wahrzunehmen.
Erst in der Basis zeigt PFE seine weichere Seite. Der Duft bekommt eine gewisse Wärme auf meiner Haut und eine ganz leichte Süße. Diese Basis ist für mich der schönste Teil, weil sehr weich und angenehm, im Gegensatz zu der etwas kantigen und recht lauten Kopfnote.
Sillage ist so gut wie nicht vorhanden, denn außer mir selbst kann wohl nur jemand den Duft wahrnehmen, der mir sehr nahe kommt.
PFE ist nicht mein Lieblingsfeigenduft, aber er ist ein guter Begleiter für Frühling und Sommer, denn er bietet eine angenehme, grüne Frische ohne zitrische Noten. Ich wünschte aber, er würde etwas besser halten, denn ich kann mich max. 3 Stunden an ihm erfreuen, und das ist recht schade.