Nach monatelangem Corona-Lockdown, Home-Office und Wetterfrust liegt der Riemen runter…im Keller….nein, im 2. Kellergeschoss…
Perfumistas haben den Vorteil, sich wenigstens olfaktorisch an einen beliebigen Ort zu beamen.
Nichts einfacher als das! Gesagt-getan, blind bestellt und los geht die Reise…sogar das lästige Kofferpacken kann man sich dabei sparen.
L’Erbolarios „Cocco“ kommt in einem korallroten Pareo daher. Ein wundervoller Kontrast zum blauen Himmel, türkisen Meer und den grün schimmernden Palmen in der Südseebrise.
Ich sitze in der Strandbar und schlürfe einen Batida de Coco…
Der Duft öffnet direkt nach dem Aufsprühen mit einer Kokosmilch die sehr natürlich duftet, leicht pudrig mit einem Hauch von Zitronencreme. Ylang-Ylang ist sehr zurückhaltend und schimmert nur wie durch einen leichten Schleier durch. Jasmin und Rose nehme ich nicht wahr.
Hier sucht man vergeblich nach klebriger, pappiger Süsse, die einen bei der Hitze aus dem Liegestuhl haut.
Diese traumhaft sanfte Kokos-Zitronen-Ylang-Creme verweilt ca. 2 Stündchen bei mir bevor sie sich zugunsten von Vanille und einem Hauch von Tonkabohne zurückzieht.
Nach 3 Stunden ist „Cocco“ recht körpernah aber ich kann ihn immer noch wahrnehmen und das Feeling eines Traumurlaubes lässt mich noch nicht ganz los.
Der Duft ist nicht sonderlich der Vorschlaghammer in Sillage und Haltbarkeit und wer etwas länger in der Südsee verweilen mag, sollte nachsprühen.
Bei mir darf der Traumurlaub aus der Flasche zum Last-Minute-Preis definitiv ins Parfumregal einziehen…..Aloha!