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Top Rezension
Kind der Phantasie oder Opfer des Marketings?
"Wie jeden Morgen stehe ich am Kieselstrand der kleinen halbkreisfoermigen Bucht und lasse meinen Augen freien Lauf ueber das Panorama, das sich ihnen bietet. Das sich vor mir erstreckende Meer ist heute besonders ruhig und laesst mich fast glauben, eher am Ufer eines grossen Bergsees zu stehen, denn an der Westkueste des Pazifiks. Schuld daran sind wahrscheinlich auch die letzten Nebelschwaden, die noch in einigen Fetzen ueber die Wasseroberflaeche ziehen, bis sie in leichten Dunst uebergehen um sich dann voellig aufzuloesen. Ein aehnliches Spektakel bietet sich, sobald ich den Blick landeinwaerts wende. Anstatt des Wassers sehe ich den fast bis an den Kieselstrand reichenden und dicht bewachsenen Wald. Einige im Laufe der Zeit umgeknickte Staemme haben sich im Fallen zwischen anderen Baeumen eingekantet und ihre Baumkronen wirken wie undurchdringliches Dickicht. Durch den vielen Regen sind alle Baumstaemme dicht mit Moos bewachsen und vermitteln den Eindruck eines archaischen, fast urzeitlichen Urwaldes."
Bilder dieser Art entfalten sich in meiner Vorstellung, jedesmal wenn ich Itasca erschnuppere. Ob diese allerdings ausschliesslich auf die Kreativitaet meiner Phantasie zurueckzufuehren sind, wage ich zu bezweifeln. Da tippe ich doch eher auf die subtile Wirkung der Marketingstrategie von Lubin, deren Webseite mit den Flashpraesentationen phantastisch gemacht ist. Schon durch die Namensgebung will Lubin auf seine hinter Itasca stehende Intention aufmerksam machen. Der Duft soll an die Wildnis Nordamerikas erinnern - und das gelingt ihm sehr glaubhaft.
Ein Blick auf die Duftpyramide laesst spontan an einen Testosteronhammer aus den 80ern denken. Dass es dann aber nicht dazu kommt, liegt meines Erachtens an mehreren Faktoren. Zum einen kommen einige unuebliche Ingredienzen wie Tagetes, Wacholderbeere, Kiefer und Tannenbalsam zum Einsatz, jede fuer sich genommen sehr wuerzig. Zum anderen fehlen animalische Noten komplett. Das heisst aber nicht, dass Itasca ein einfacher Duft waere.
Gleich zu Beginn wartet Itasca mit einer eigenartigen Frische auf. Diese ist weder acquatisch, noch zitrisch - spritzig. Ich wuerde sie als leicht harzig - balsamisch bezeichnen, allerdings ohne jegliche orientalischen Anklaenge. Dieser anfaenglichen Frische gesellt sich ganz langsam ein holziger Unterton hinzu, der sich bis in die Basis dahinzieht. Der ganze Duftverlauf ist unterlegt von einer leichten Harzigkeit, wie von Baumharz, das allerdings zu keiner Zeit als beissend empfunden werden kann. Das Zusammenspiel aller Duftnoten ist perfekt ausgewogen und in seiner Lautstaerke "gedimmt". Die fuer viele andere Vetiverduefte charakteristische erdig - feuchte Note geht Itasca ganz ab, weshalb es mir auch schwer faellt, ihn als Vetiverduft einzustufen.
In der Kopfnote erinnert mich Itasca an Ormonde Man, da beide den Wacholder gemeinsam haben, durch den diese eigenartige Frische miterzeugt wird. Ebenfalls gemeinsam ist beiden Dueften eine leichte Harzigkeit, die bei Ormonde Man cremig und bei Itasca eher trocken rueberkommt. Die Sillage ist bestimmt, aber nie bestimmend, mehr als hautnah, aber zu keiner Zeit raumgreifend. Ganz im Gegensatz dazu steht die Haltbarkeit von mindestens 8 / 9 Stunden.
Bei Itasca finde ich den Namen sehr gut gewaehlt, denn der Duftverlauf ruft (zumindest bei mir) in der Tat Assoziationen zur Weite der Natur und Wildnis hervor. Ob da nun mit ein bisschen Marketing nachgeholfen wurde oder das ausschliesslich auf meiner Phantasie beruht sei dahingestellt.
So und jetzt gehe ich weiter an meinem Kieselstrand spazieren.
Bilder dieser Art entfalten sich in meiner Vorstellung, jedesmal wenn ich Itasca erschnuppere. Ob diese allerdings ausschliesslich auf die Kreativitaet meiner Phantasie zurueckzufuehren sind, wage ich zu bezweifeln. Da tippe ich doch eher auf die subtile Wirkung der Marketingstrategie von Lubin, deren Webseite mit den Flashpraesentationen phantastisch gemacht ist. Schon durch die Namensgebung will Lubin auf seine hinter Itasca stehende Intention aufmerksam machen. Der Duft soll an die Wildnis Nordamerikas erinnern - und das gelingt ihm sehr glaubhaft.
Ein Blick auf die Duftpyramide laesst spontan an einen Testosteronhammer aus den 80ern denken. Dass es dann aber nicht dazu kommt, liegt meines Erachtens an mehreren Faktoren. Zum einen kommen einige unuebliche Ingredienzen wie Tagetes, Wacholderbeere, Kiefer und Tannenbalsam zum Einsatz, jede fuer sich genommen sehr wuerzig. Zum anderen fehlen animalische Noten komplett. Das heisst aber nicht, dass Itasca ein einfacher Duft waere.
Gleich zu Beginn wartet Itasca mit einer eigenartigen Frische auf. Diese ist weder acquatisch, noch zitrisch - spritzig. Ich wuerde sie als leicht harzig - balsamisch bezeichnen, allerdings ohne jegliche orientalischen Anklaenge. Dieser anfaenglichen Frische gesellt sich ganz langsam ein holziger Unterton hinzu, der sich bis in die Basis dahinzieht. Der ganze Duftverlauf ist unterlegt von einer leichten Harzigkeit, wie von Baumharz, das allerdings zu keiner Zeit als beissend empfunden werden kann. Das Zusammenspiel aller Duftnoten ist perfekt ausgewogen und in seiner Lautstaerke "gedimmt". Die fuer viele andere Vetiverduefte charakteristische erdig - feuchte Note geht Itasca ganz ab, weshalb es mir auch schwer faellt, ihn als Vetiverduft einzustufen.
In der Kopfnote erinnert mich Itasca an Ormonde Man, da beide den Wacholder gemeinsam haben, durch den diese eigenartige Frische miterzeugt wird. Ebenfalls gemeinsam ist beiden Dueften eine leichte Harzigkeit, die bei Ormonde Man cremig und bei Itasca eher trocken rueberkommt. Die Sillage ist bestimmt, aber nie bestimmend, mehr als hautnah, aber zu keiner Zeit raumgreifend. Ganz im Gegensatz dazu steht die Haltbarkeit von mindestens 8 / 9 Stunden.
Bei Itasca finde ich den Namen sehr gut gewaehlt, denn der Duftverlauf ruft (zumindest bei mir) in der Tat Assoziationen zur Weite der Natur und Wildnis hervor. Ob da nun mit ein bisschen Marketing nachgeholfen wurde oder das ausschliesslich auf meiner Phantasie beruht sei dahingestellt.
So und jetzt gehe ich weiter an meinem Kieselstrand spazieren.
1 Antwort
DOCBE vor 10 Jahren
Ein diesem tollen Duft entsprechender Kommentar!

